Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und die Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit.
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 632 Bewertungen 976450x gelesen 16514x "Hilfreich" 15271x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 02.01.2026 2026-01-02| Aktualisiert am
03.01.2026
Besucht am 22.11.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 169 EUR
Ich habe noch über ganz viele tolle Restaurantbesuche zu berichten. Aber diesen hier, den muss ich vorweg nehmen.
Für diesen eiskalten Samstag hatten wir Konzertkarten für die Alte Oper in Frankfurt.
Im Vorfeld informierte ich mich über die Restaurants fußläufig zur Oper und des dazugehörigen Parkhauses. Und stellte verwundert die einheitliche Preisgestaltung der umliegenden Restaurants fest. Einfach sauteuer. Wir sind gerne bereit, für gutes Essen entsprechend zu zahlen. Aber hier passte für uns bei keinem der Restaurants das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind aber auch eben keine Banker.
Von einer Reservierung sah ich also ab, wir wussten auch nicht, ob wir es frühzeitig nach Frankfurt schaffen.
Wir schafften es frühzeitig nach Frankfurt. Kurz nach 17.00 Uhr stand unser Auto frostfrei in der Tiefgarage geparkt und wir machten uns auf die Suche nach einem bereits geöffneten Restaurant.
Bei frostigen Temperaturen und eiskaltem Wind wollten wir nur noch schnellstens ins Warme und wehten in das erstbeste Restaurant am Opernplatz hinein. Ohne jedes Wissen, welche Küche angeboten wird.
Aber es sah innen schon mal sehr einladend und ansprechend weihnachtlich dekoriert aus. .
Die Tische schön eingedeckt. .
Im vorgebauten und beheizten Zelt des Restaurants wollten wir nicht Platz nehmen.
Gleich am Eingang wurden wir von einem Serviceherrn begrüßt und ich fragte nach einem Tisch für 2. Es waren erst wenige Tische belegt.
Wir durften an einem kleinen Tisch im Durchgang nahe des Eingangs Platz nehmen. Das kam mir schon recht italienisch vor. Die männliche Servicemannschaft und die maximale Bestuhlung des Restaurants.
Kaum Platz genommen, Karten gereicht, stand il cameriere parat um die Verkaufsshow zu starten.
"Möchten wir ein Aperivo?" Diverse Tagesempfehlungen wurden heruntergerattert, die Empfehlung der Pasta mit weißem Albatrüffel ließ mich aufhorchen.
Sichtlich enttäuscht zog der gestandene Serviceherr von dannen. Wir hatten vorerst nur eine Flasche Mineralwasser bestellt und wollten erstmal in die Karte schauen.
Und mussten feststellen: Unser zugiger Platz war einfach kalt. Ständig ging die Tür auf und zu. Die Gäste im gewinnmaximierenden Zeltplatzes vor dem Restaurant wollten ja auch bedient werden.
Die Flasche Wasser wurde, gut gekühlt ;-), serviert und schlug mit € 10,90 zu Buche. Nicht San Pellegrino sondern 0,75 l Taunusquelle. Immerhin regionale Qualität, der Endverbraucher bekommt im Einzelhandel 12 Flaschen zu diesem Preis.
Dann wurde uns das auf der Speisekarte angekündigte „Gedeck“ zu € 2,90 serviert. Grüne Oliven und 2 Sorten angetrocknetes Brot. Trockenes Gedeck gegen Zahlung
Kalt waren die Oliven, das Brot und wir. Auf das Servieren des angekündigten Himalayasalzes und des Olivenöls verzichtete man.
Erstens waren wir ja noch neue Gäste und wir waren ja hier schließlich bei einem richtigen Italiener. Hier muss man sich als Gast mit zahlreichen Besuchen seine Betreuung erarbeiten.
Zweitens war der kleine Tisch schon voll mit Wasserflasche, Gläsern, Windlicht und üppigem Weihnachtsgesteck. Und immerhin Stoffservietten.
Wir gaben unsere Bestellung auf und verzichteten unglaublicherweise auf einen Aperitif.
Mein Mann blieb komplett beim Wasser und ich gönnte mir die Freude den einzigen DEUTSCHEN offenen Weißwein der Karte zu bestellen. Den trockenen Riesling vom Kloster Eberbach, € 12,90 / 0,2 l. Ein Glühwein stand nicht auf der Karte, leider. Aber der Riesling war eine gute Wahl.
Flott wurden unsere Vorspeisen serviert.
Für mich der Salat Classic: Kopfsalat, Tomaten, Freilandei, Granatapfel, Wallnüsse, Hausdressing zu € 19,90. Salatteller
Eine sehr großzügig portionierte Vorspeise. Und sehr kalt! Das schlichte Balsamicodressing war sicherlich nicht schlecht. Hatte aber eisgekühlt keine Chance zur Aromaentfaltung. Ebenso wenig die festen Bestandteile.
Im Vorbeigehen fragte der Kellner nach unserer Zufriedenheit. Ich antwortete: „Sehr erfrischend“. Meine Antwort wurde mit einem wissenden Lächeln quittiert.
Mein Mann hatte klüger gewählt. Die Kürbiscremesuppe, serviert mit Kürbiskernöl, Kürbiskernen und einem Grissini zu € 16,90, wurde heiß serviert und wärmte von innen. Kürbiscremesuppe
Zumindest kurzzeitig. Geschmeckt hat sie wie eine Kürbissuppe. Da kann man ja auch nicht viel falsch machen.
Inzwischen füllte sich das Restaurant. Auch mit Gästen ohne Reservierung. Diese wurden dann zu ruhigeren und sicherlich weniger zugigen Plätzen geleitet. Das bunte Treiben wehte ständig an uns vorbei und aufgrund der Enge hingen auch die Gesäße oft fast auf unserem Tisch. Mein Mann und ich kamen überein, froh zu sein wenn wir hier raus sind.
Zeit ist Geld und kaum waren unsere Vorspeisenteller leer, wurden die Hauptgerichte serviert.
Die Tagliolini mit schwarzem Trüffel zu € 36,90 wurden meinem Mann schlicht angerichtet serviert. Pasta mit schwarzem Trüffel
Zusätzlich gab es noch etwas Parmesan dazu. Es schmeckte ihm gut.
Ich wählte das Tagesangebot der Tagliolini mit weißem Albatrüffel mit unbekanntem Preis. Natürlich war ich mir bewusst, dass der weiße Trüffel teurer ist.
Unser klischeehafter Italiener in Reinform servierte mit viel Tamtam meine Pasta und holte die Königin des Trüffels aus dem Holzkästchen und hielt mir die Knolle unter die Nase. Ich mag das nicht. Ich weiß wie Trüffel riecht und möchte nicht wissen von wie vielen Nasen er schon beschnuppert wurde (dieser war zum Glück noch unangehobelt). Ich wollte mich auch weder zum Trüffelhund noch zum Trüffelschwein ausbilden lassen. Aber es gehört halt zur Show. Beim Hobeln über meiner Pasta brach dann noch ein Stück ab und fiel in den Teller. Mit dem Löffel meines Mannes wurde das weiße Gold herausgeangelt und weitergehobelt. Pasta mit Albatrüffel
Warum meine Pastaportion deutlich kleiner war, habe ich nicht verstanden. Dafür war auf meinem Teller noch Buttersud vorhanden und ich bin mir nicht sicher, ob dieser nicht mit Trüffel aromatisiert wurde. Geschmeckt hat es, satt war ich nicht. Und dankbar, dass der Vorspeisensalat groß war.
Die Teller waren gut vorgewärmt und das Essen kühlte nicht zu schnell ab.
Wir waren genug abgekühlt um die Rechnung zu bestellen. Diese wurde stilvoll im Kästchen serviert. Meine Alba-Trüffelpasta war nun mit dem Preis von € 65,90 versehen. Der Preis wurde vorab nicht genannt, ich habe nicht gefragt. Von € 50,00+ ging ich aus, aber nicht von der dürftigen Pastaportion.
Laut Beleg war Dino unser Serviceherr und lief nun zur Hochform auf.
Ich auch!
Zahlen per EC-Karte war kein Problem.
Dino hatte das Gerät in der Hand und wartete. Ich auch. Und ich genoss die Macht des Schweigens!
Irgendwann die Frage: „Soll ich das so eingeben?“.
„Ja, bitte“.
Die Belegsumme von € 169,20 wurde eingegeben und ich bestätigte.
Dino: „Ist ohne Trinkgeld!“
Ich: „Gern geschehen“.
Dino dampfte grußlos ab und wir zogen auch schnell ab. Sicher ist sicher.
Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal kein Trinkgeld gab. Aber hier passte das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns überhaupt nicht. Wir hatten schon im Restaurant beschlossen uns den Abend nicht vermiesen zu lassen und haben das alles mit gekühltem Humor genommen. Aber tatsächlich das Trinkgeld noch einzufordern? Wir waren kein Einzelfall, das durfte ich bei anderen Bewertungen entdecken.
Statt Freundlichkeit gab es Hektik, Kälte und sachlich-reduzierten Service und fremde Menschen die uns fast über den Teller rutschten.
Das Essen konnte den Eindruck nicht im Geringsten ausgleichen. Geschmacklich waren die warmen Speisen gut, allerdings ohne jegliche Finesse (Trüffelhobeln erfordert keine Handwerkskunst) und keinesfalls dem Preis oder dem eigenen Anspruch des Lokals angemessen. Nichts blieb in positiver Erinnerung – weder Aromen noch Präsentation.
Insgesamt ein Erlebnis, das man sich sparen kann: viel Show, wenig Substanz und ein Service, der eher vertreibt als einlädt. Unser Bedarf an italienischer Gastfreundschaft ist vorerst gedeckt.
Die Toiletten befinden sich im Untergeschoss, also nicht gehbehindertengerecht.
In diesem Sinne: Prosit Neujahr und aus Erfahrung lernen!
Ich habe noch über ganz viele tolle Restaurantbesuche zu berichten. Aber diesen hier, den muss ich vorweg nehmen.
Für diesen eiskalten Samstag hatten wir Konzertkarten für die Alte Oper in Frankfurt.
Im Vorfeld informierte ich mich über die Restaurants fußläufig zur Oper und des dazugehörigen Parkhauses. Und stellte verwundert die einheitliche Preisgestaltung der umliegenden Restaurants fest. Einfach sauteuer. Wir sind gerne bereit, für gutes Essen entsprechend zu zahlen. Aber hier passte für uns bei keinem der Restaurants das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind aber... mehr lesen
Restaurant Charlot
Restaurant Charlot€-€€€Restaurant069287007Opernplatz 10, 60313 Frankfurt am Main
2.0 stars -
"Mit Anlauf in die eiskalte Italo-Falle mit mehr Theater als Leistung" PetraIOIch habe noch über ganz viele tolle Restaurantbesuche zu berichten. Aber diesen hier, den muss ich vorweg nehmen.
Für diesen eiskalten Samstag hatten wir Konzertkarten für die Alte Oper in Frankfurt.
Im Vorfeld informierte ich mich über die Restaurants fußläufig zur Oper und des dazugehörigen Parkhauses. Und stellte verwundert die einheitliche Preisgestaltung der umliegenden Restaurants fest. Einfach sauteuer. Wir sind gerne bereit, für gutes Essen entsprechend zu zahlen. Aber hier passte für uns bei keinem der Restaurants das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind aber
Geschrieben am 07.12.2025 2025-12-07| Aktualisiert am
07.12.2025
Auf dem Rückweg von Nittel legten wir heute Mittag einen Stop in Saarburg ein.
Es galt noch Schokolade für unsere Katzen-Kater-Betreuerin zu finden.
Der wunderschöne Weihnachtsmarkt entlang des Wasserfalls eröffnete gerade seine Buden.
Leider Fehlanzeige: Keine Schokolade.
Mir fiel ein kürzlich gelesener Beitrag über das alteingessene Café Hackenberger ein. Seit mehr als 100 Jahren trotzt der Betrieb modernen Trends. Obwohl ich kein "Süßmaul" bin, freue ich mich über jedes altertümliche Plüschcafé. An die gebotene Qualität kommen moderne Cafés meist nicht annähernd heran.
Wir drückten uns fast eine Stunde in Saarburg bei unangehemen Nieselregen herum. Das Café öffnete erst um 13.00 Uhr.
Gnädig entdeckte uns ein Senior (Chef ?) des Cafés 10 Minuten vor der eigentlichen Öffnung und öffnete für uns.
Statt der angebotenen Lindt-Industrie-Schokolade griffen wir lieber auf hausgemachte Köstlichkeiten zum MItnehmen zurück. Die Chefin beriet uns sehr freundlich.
Köstliche Rieslingpralinen, Schokoplätzchen, Florentiner fanden den Weg nach Idar-Oberstein. Nicht nur zum Verschenken ;-)
Beim nächsten Saarburg-Besuch werden wir einen gemütlichen Aufenthalt im Café einplanen und aus der verlockenden Kuchen- und Tortentheke auswählen.
Schön, wenn die Zeit mal stehenbleibt. Hoffentlich noch lange.
Auf dem Rückweg von Nittel legten wir heute Mittag einen Stop in Saarburg ein.
Es galt noch Schokolade für unsere Katzen-Kater-Betreuerin zu finden.
Der wunderschöne Weihnachtsmarkt entlang des Wasserfalls eröffnete gerade seine Buden.
Leider Fehlanzeige: Keine Schokolade.
Mir fiel ein kürzlich gelesener Beitrag über das alteingessene Café Hackenberger ein. Seit mehr als 100 Jahren trotzt der Betrieb modernen Trends. Obwohl ich kein "Süßmaul" bin, freue ich mich über jedes altertümliche Plüschcafé. An die gebotene Qualität kommen moderne Cafés meist nicht annähernd heran.
Wir drückten uns... mehr lesen
4.0 stars -
"Nostalgisches Café in 4. Generation" PetraIOAuf dem Rückweg von Nittel legten wir heute Mittag einen Stop in Saarburg ein.
Es galt noch Schokolade für unsere Katzen-Kater-Betreuerin zu finden.
Der wunderschöne Weihnachtsmarkt entlang des Wasserfalls eröffnete gerade seine Buden.
Leider Fehlanzeige: Keine Schokolade.
Mir fiel ein kürzlich gelesener Beitrag über das alteingessene Café Hackenberger ein. Seit mehr als 100 Jahren trotzt der Betrieb modernen Trends. Obwohl ich kein "Süßmaul" bin, freue ich mich über jedes altertümliche Plüschcafé. An die gebotene Qualität kommen moderne Cafés meist nicht annähernd heran.
Wir drückten uns
Geschrieben am 05.12.2025 2025-12-05| Aktualisiert am
31.12.2025
Besucht am 01.11.2024Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 170 EUR
Manchmal stößt man beruflich auf sehr nützliche Informationen. In diesem Fall das Weingut Dostert. Das Wort Weingut in einem Firmenbeitrag erzeugte meine sofortige Aufmerksamkeit.
Also befragte ich das www. zum Weingut. Und siehe da: Nicht nur familiengeführtes Weingut an der Mosel, sondern auch das Restaurant Culinarium mit Kochschule unter der Leitung von Walter Curman mit Hotelbetrieb schürten mein Interesse.
Ich begnügte mich zunächst mit der Bestellung eines Weinprobensortiments.
Dies wurde prompt geliefert und nach der ersten Weinprobe buchte ich uns für ein Wochenende ein!
Da recht kurzfristig, buchte ich telefonisch bei der freundlichen Seniorchefin. Völlig unkompliziert war unser Tisch reserviert und ein Zimmer gebucht.
Am 01.11. trafen wir bei Sonnenschein am Weingut ein. Die Seniorchefin begrüßte uns herzlich, reichte die Zimmerschlüssel und beschrieb den kurzen Weg zum modernen Gästehaus mit tollen und geräumigen Gästezimmern und Bädern.
Am Abend trafen wir „per Pedes“ wieder am Haupthaus ein. .
Eigene und natürlich kostenlose Parkplätze stehen am Weingut/Restaurant und am Gästehaus zur Verfügung.
Das Restaurant Culinarium, unter der Leitung des Chefs Walter Curman (Schwiegersohn des Hauses), befindet sich im 1. Obergeschoss des Hauses. Gehbehindertengerecht ist das Restaurant bedingt. Sind die Eingangsstufen überwunden, steht ein Aufzug ins 1. OG zur Verfügung. Vielleicht ist es aber auch über einen Seiteneingang möglich, die Eingangsstufen zu überwinden.
Die Einrichtung ist modern uns sehr gepflegt. Bequeme Bestuhlung, angenehme Tischabstände. Die Bilder sind den Rebsorten und den zugehörigen Aromen gewidmet. Die Tische gepflegt mit Tischläufer und Stoffservietten eingedeckt.
Die Chefin und ehemalige Deutsche Weinkönigin, Carina Curman (geb. Dostert), begrüßte uns herzlich und übergab uns in die erfahrenen Hände ihrer quirligen Mitarbeiterin.
Wir durften in Ruhe in den gereichen Karten stöbern. Das Restaurant überzeugte mit einer kleinen, aber äußerst feinen Speisekarte, die uns mit Qualität statt Quantität begeisterte.
Gerolsteiner Sprudel zu erfreulichen € 5,50 / 0,75 l. Eine zweite Flasche folgte am Abend.
Die Servicedame beriet uns perfekt und man merkte, dass sie „den Laden“ in und auswendig kennt.
Neben prickeldem Sprudel durfte ein prickelnder Aperitif nicht fehlen an diesem Abend. Aus den Sekten der eigenen Gutssekte wählten wir aus traditioneller Flaschengärung: Roter Elbling € 4,90 / 0,1 l und Blanc der Noir brut € 5,50 / 0,1 l. Aperitif
Ein gut gekühlter Auftakt der uns sehr gut gefiel. Am nächsten Tag durften uns ein paar Flaschen nach Idar-Oberstein begleiten.
Zu unserem Aperitif schickte die Küche 3erlei frisches Brot und Aufstrich (Gänseschmalz, Kräuterfrischkäse und aufgeschlagene Butter). Frisches Brot und feine Aufstriche
Wenig später folgte ein sehr feiner Küchengruß:
Hirschschinken mit einem fruchtig abgeschmeckten Kürbischutney. Amuse
Tolle, überwiegend saisonale, Vorspeisen standen auf der Karte. Wir entschieden uns beide für: Thunfischcarpaccio mit Avocado-Mango-Tatar und Parmesanchip - € 21,00. Thunfischcarpaccio mit Avocado-Mango-Tatar und Parmesanchip
Schön angerichtet, mit frischem Blattgrün, Sprossen und den Parmesanchips, wurde die Vorspeise serviert. Das Carpaccio zerging auf der Zunge und das Tatar passte hervorragend, ohne dem Thunfisch die Show zu stehlen. Schön waren die Bitternoten des Salates in der Kombination mit dem Avocado-Mango-Chutney.
Die Servicedame mit ihrer herzlich-zielstrebigen Art machte uns den Abend zunehmend zum Vergnügen. War immer aufmerksam und versorgte uns mit den durchweg feinen Weinen aus dem Weingut Dostert.
Blanc de Noir, Roter Elbling, Grauburgunder… 0,2 l lagen zwischen € 6,00 und € 6,80. Wir probierten uns ein wenig durch die Karte.
Zum Hauptgang entschied ich mich für das Hunsrücker Damhirschrückensteak auf Apfelrotkohl, Trüffelkroketten, frischer Trüffel - € 39,00. Hunsrücker Damhirschrückensteak auf Apfelrotkohl, Trüffelkroketten, frischer Trüffel
Der Hirschrücken punktete auf ganzer Linie. Scharf angebraten, mit angenehmen Röstaromen versehen und innen medium. Butterzartes und saftiges Fleisch.
Die hausgemachten Kroketten und das klassische Apfelrotkraut, versteckt unter dem Fleisch, passten sehr gut. Am frischen Herbsttrüffel wurde nicht gegeizt.
Zwischendurch fehlte die Frage nach unserer Zufriedenheit nicht und gerne nahm ich das Angebot noch etwas von der feinen Jus zu erhalten an.
Ich war hochzufrieden.
Wie auch mein Mann mit seiner Wahl: Pappardelle in Trüffelrahm mit frischem Herbsttrüffel, dazu gebratenes Filet vom Färöer Lachs - € 29,00. Pappardelle in Trüffelrahm mit frischem Herbsttrüffel, dazu gebratenes Filet vom Färöer Lachs
Auch der Lachs war schön kross angebraten und innen saftig, noch leicht glasig. So soll es sein! Die Pappardelle mit Biss in leichtem Trüffelrahm. Auch hier gab es eine schöne Portion frisch gehobelten Trüffel obenauf.
Inzwischen war das Restaurant mit angenehmen Gästen komplett gefüllt. Die kölschen Frohnaturen neben uns entwickelten den Abend aufs Beste! Wir kamen so toll ins Gespräch und hatten viel zu lachen. Eigentlich hätten wir beim gemeinsamen Verlassen die Telefonnummern austauschen sollen!
Ein Dessert wurde natürlich noch angeboten und die Dessertkarte bot feine Verlockungen.
Wir waren beide gut gesättigt. Mein Mann fragte, ob er einfach ein kleines Vanilleeis (stand so nicht auf der Karte) haben könne. Vanilleeis
Dies wurde gerne für € 6,00 serviert.
Ich vergnügte mich mit einem empfohlenen Elblingtrester zu € 4,20.
Wir wurden sehr freundlich, gemeinsam mit den Kölner Stammgästen des Hauses, verabschiedet.
Der kleine Verdauungsspaziergang zum Gästehaus Dostert tat gut.
Am nächsten Tag fanden wir uns wieder im Restaurant für ein tolles Frühstücksangebot ein.
„Mein“ zweiter Besuch dann etwas unverhofft.
Mit meiner besten Freundin verbindet mich eine innige und seit 3 Jahrzehnten währende Freundschaft. Und fast 15 Jahre hatten wir keine „Nacht nur für uns“. Der freudige Grund für unsere Enthaltsamkeit war die Geburt meines inzwischen pubertierenden Patenkindes. Natürlich gab es zahlreiche Treffen, aber halt immer mit „Kind und Kegel“.
Für unseren Freundinnenausflug wählten wir das Wochenende 11. – 12.04. 2025 und steckten den Radius auf eine maximale Entfernung von 1,5 Stunden Fahrzeit.
Meine Freundin bekam freie Hand zur Buchung, denn ich hatte gerade gar keine Zeit zum Kümmern.
Alles war offen. Mosel, Rhein, Saar, Pfalz, Eifel... Dann die Nachricht meiner Freundin „habe einfach gebucht und hoffe, es ist ok“. Es folgte der Link vom Weingut Dostert! Manchmal ist die Welt klein und richtig gut. Und für uns der Beweis: Wir kennen und vertrauen uns!
Ich könnte mich nur wiederholen: Unser Abend, der Service, das Essen, Zimmer, Frühstück: Rundum klasse!
Ich lasse mal die Bilder unseren "Mädelabends" mit frühlingshaften rundum tollen Speisen sprechen:
Fazit:
Hier wird mit Können, Leidenschaft und einem feinen Gespür für gute Küche gekocht und „gewinzert“. Besonders angenehm ist, dass man bei Fragen oder Wünschen jederzeit ein offenes Ohr findet – Frau Curman und die Servicecrew ist stets präsent, freundlich und für die Gäste ansprechbar.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut stimmig und angesichts der Qualität mehr als fair.
Das Weingut Dostert ist ein Ort, an den man nicht nur gerne kommt, sondern an den man unbedingt zurückkehren möchte. Und so machen mein Mann und ich es und freuen uns auf den Nikolaus! Auch ein gemeinsames Treffen mit meiner Freundin, unseren Männern und dem „Pubertier“ (sofern es die alten Leute begleiten will) ist angedacht.
Eine klare Empfehlung für Genießer, Ruhesuchende und alle, die ehrliche Gastfreundschaft schätzen. Und auch der kleine Weinort Nittel ist einen Ausflug wert!
Nachtrag zu unserem Besuch vom 06.12.2025:
Wieder ein rundum perfekter Aufenthalt.
Wir wurden kulinarisch verwöhnt, vom Service umsorgt, ruhig und weich gebettet und am nächsten Morgen durften wir ein tolles Sektfrühstück genießen.
Was will man mehr?
Die Bilder unserer Speisen habe ich noch angefügt.
Manchmal stößt man beruflich auf sehr nützliche Informationen. In diesem Fall das Weingut Dostert. Das Wort Weingut in einem Firmenbeitrag erzeugte meine sofortige Aufmerksamkeit.
Also befragte ich das www. zum Weingut. Und siehe da: Nicht nur familiengeführtes Weingut an der Mosel, sondern auch das Restaurant Culinarium mit Kochschule unter der Leitung von Walter Curman mit Hotelbetrieb schürten mein Interesse.
Ich begnügte mich zunächst mit der Bestellung eines Weinprobensortiments.
Dies wurde prompt geliefert und nach der ersten Weinprobe buchte ich uns für ein... mehr lesen
Culinarium im Weingut Dostert
Culinarium im Weingut Dostert€-€€€Restaurant, Weinstube0658491450Weinstraße 5, 54453 Nittel
5.0 stars -
"Zwei tolle Besuche, der dritte Besuch steht wie der Nikolaus vor der Tür!" PetraIOManchmal stößt man beruflich auf sehr nützliche Informationen. In diesem Fall das Weingut Dostert. Das Wort Weingut in einem Firmenbeitrag erzeugte meine sofortige Aufmerksamkeit.
Also befragte ich das www. zum Weingut. Und siehe da: Nicht nur familiengeführtes Weingut an der Mosel, sondern auch das Restaurant Culinarium mit Kochschule unter der Leitung von Walter Curman mit Hotelbetrieb schürten mein Interesse.
Ich begnügte mich zunächst mit der Bestellung eines Weinprobensortiments.
Dies wurde prompt geliefert und nach der ersten Weinprobe buchte ich uns für ein
Geschrieben am 18.11.2025 2025-11-18| Aktualisiert am
18.11.2025
Besucht am 01.11.2024Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 32 EUR
Für Kurzausflüge ist uns ein Ziel an der Mosel immer sehr willkommen.
GastroGuide-Kollege Carsten1972 und seine Angetraute berichteten 2019 schon sehr positiv über ihre Einkehr im Weingut Apel. Grund genug, bei unserer Ankunft in Nittel am späten Mittag mit leicht knurrendem Magen das Weingut aufzusuchen. .
Zentral, mitten im Ort gelegen. Parkplätze stehen den Gästen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Verfügung. Unser Auto war bereits an anderer Stelle bis zum nächsten Tag geparkt und wir trafen zu Fuß ein.
Es erging uns wie Carsten. Unser Besuch ebenfalls im November, aber mit Sonnenschein. So belegten noch ein paar Gäste Plätze der geschützten Außentische.
Innen wurden wir sofort freundlich begrüßt und konnten noch an einem freien Tisch Platz nehmen. .
Hier war noch fröhlich was los!
Der große Gastraum ist sehr gepflegt und modern, aber auch gemütlich gestaltet. Frische Blumen auf dem Tisch, einfach und schön. .
Trotz vieler Gäste war es nicht zu laut.
Nach einem kurzen Blick in die ansprechende Speise- und Getränkekarte wurden unsere Wünsche aufgenommen. Die Serviceleute waren wirklich sehr aufmerksam und ausgesprochen freundlich. Trotz des Trubels.
Wir prosteten auf unsere Auszeit in Nittel mit Apelsekt aus Flaschengärung: Roter Elbling brut, € 5,90 / 0,1 l. Ein feiner Feiertagsauftakt.
Wenig später wurden unsere kleinen Speisen serviert. Dazu gab es noch ein Glas Grauburgunder vom Muschelkalk, trocken, € 3,60. Ein Grauburgunder in Ehren
Mein Mann hatte sich für die herbstliche Kürbissuppe vom Hokkaido mit Kürbiskernöl zu € 6,90 entschieden. Kürbissuppe vom Hokkaido mit Kürbiskernöl
Schwierig, solch eine Suppe „schön“ zu servieren. Dies ist hier gelungen. Ich glaube nicht an einen Zufall, dass sich das Kürbiskernöl auf der cremigen Suppe als Yin-und-Yang-Zeichen abhob. Die Suppe war so, wie sie mein Mann liebt: Wärmend, sämig, guter Eigengeschmack mit angenehmer Würze. Das sehr gute Kürbiskernöl war das I-Tüpfelchen auf der feinen Suppe.
Zur Suppe wurden noch 2 Scheiben frisches Baguette serviert.
Meine Wahl war die Quiche Lorraine nach Art des Hauses mit einem kleinen Salatbouquet zu € 9,90j. Quiche Lorraine nach Art des Hauses Salatbouquet
Das herzhaft-herbstliche Zwiebelklassiker schmeckte mir ausgesprochen gut. Obwohl ich Speck eigentlich nicht mag, entschied ich mich hier bewusst nicht für die vegetarische Quiche. Und wurde nicht enttäuscht. Die Quiche war sehr ausgewogen und geschmacklich rund gelungen.
Der Salat war tadellos und mit einer feinen Vinaigrette versehen.
Eine kurze Einkehr. Die Speisekarte ist durchaus einen gemütlicheren Besuch wert. Und das passt für uns sicherlich auch irgendwann! Weinselige Geselligkeit ist hier jedenfalls Programm! .
Für Kurzausflüge ist uns ein Ziel an der Mosel immer sehr willkommen.
GastroGuide-Kollege Carsten1972 und seine Angetraute berichteten 2019 schon sehr positiv über ihre Einkehr im Weingut Apel. Grund genug, bei unserer Ankunft in Nittel am späten Mittag mit leicht knurrendem Magen das Weingut aufzusuchen.
Zentral, mitten im Ort gelegen. Parkplätze stehen den Gästen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Verfügung. Unser Auto war bereits an anderer Stelle bis zum nächsten Tag geparkt und wir trafen zu Fuß ein.
Es erging uns wie... mehr lesen
4.5 stars -
"Lecker ankommen in Nittel" PetraIOFür Kurzausflüge ist uns ein Ziel an der Mosel immer sehr willkommen.
GastroGuide-Kollege Carsten1972 und seine Angetraute berichteten 2019 schon sehr positiv über ihre Einkehr im Weingut Apel. Grund genug, bei unserer Ankunft in Nittel am späten Mittag mit leicht knurrendem Magen das Weingut aufzusuchen.
Zentral, mitten im Ort gelegen. Parkplätze stehen den Gästen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Verfügung. Unser Auto war bereits an anderer Stelle bis zum nächsten Tag geparkt und wir trafen zu Fuß ein.
Es erging uns wie
Geschrieben am 17.11.2025 2025-11-17| Aktualisiert am
17.11.2025
Besucht am 13.10.2024Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 116 EUR
Wir waren unterwegs im Raum Kaiserslautern und mir fiel der Wallonenhof ein. Viel hatte ich bisher noch nicht über dieses Restaurant gehört, das Wenige war aber positiv. Reserviert hatte ich nicht, denn es war zeitlich nicht absehbar, ob es zum Abendessen passt.
Es passte!
Der Wallonenhof liegt etwas abseits am Otterberger Waldrand. Zwischen Tennisclub und Naturfreibad. Perfekt um nach sportlicher Betätigung den Kalorienhaushalt wieder aufzufüllen. Parkplätze stehen ausreichend für die Gäste zur Verfügung.
Beim ersten Anblick passte das freistehende Fachwerkhaus für mich nicht so recht an diesen Platz. Zumal es kein „echtes“ Fachwerk war. .
Die 2 Stufen am Eingang sind kein Hindernis für Gehbehinderte oder Kinderwagen. Eine Rampe wurde in die Stufen integriert. .
Wir hielten uns nicht lange außen auf, hinter uns nahten schon weitere Gäste. Wir hofften, noch einen Tisch zu ergattern. Nix wie rein.
Wir betraten das Restaurant durch eine große Türe und waren erst einmal sprachlos! Dieses Wahnsinnsambiente hätten wir nie erwartet! .
Eichenparkett, Holzvertäfelungen. .
Eine verzierte und bemalte Holzdecke mit Deckenventilatoren, moderne und angenehme Beleuchtung. Was für ein Blick zur Decke!
So etwas hatten wir noch nicht gesehen.
Die großen Farbglasfenster, jedes Fenster mit einem anderen Motiv. .
Eine junge Dame nahm uns staunende Gäste freundlich in Empfang und checkte kurz die Reservierungen. Wir hatten Glück: Ein Tisch war noch frei.
Wir wurden zum blank polierten Tisch begleitet und bekamen die Karten vorgelegt. Die Speisekarte begeisterte uns wie das Ambiente. Wir wurden in Ruhe der „Qual der Wahl“ überlassen.
Wenig später wurden unsere Wünsche aufgenommen.
Wir starteten mit einem feinen Rieslingsekt brut, € 7,10, für die Beifahrerin und eine Flasche Mineralwasser, € 6,00 / 0,75 l. Aperitif
Zur Überbrückung der Wartezeit gab es eine cremige Gewürzbutter und frisches, sehr gutes Brot. Kleiner Gruß
Unsere Vorspeise, die Tagesempfehlung, wurde wenig später serviert: Thunfischtatar, Salat, Wasabiespuma und Kimchi zu € 16,00. Thunfischtatar, Salat, Wasabiespuma und Kimchi
Ein perfekter Auftakt. Der Thunfisch war nicht zu fein geschnitten und gab eine gute Textur im Mund und war sehr fein abgeschmeckt. Der Kimchisalat brachte den erwarteten Wumms ins Gericht, war aber nicht zu scharf abgeschmeckt.
Zum Hauptgang wählte ich ein Glas Riesling 360 Grad - € 7,00 und mein Mann den trockenen Grauburgunder - € 6,20 für je 0,2 l.
Während der Wartezeit auf unsere Hauptspeisen waren wir noch immer sehr mit der Betrachtung des tollen Ambientes beschäftigt.
Nach passender Wartezeit wurden die Hauptgerichte serviert.
Das Filet kräftig angebraten und noch wunderbar saftig. Mit den Beilagen ein ganz wunderbares und kreatives Gericht.
Mein Mann war sehr zufrieden.
Bei mir machte nochmals das Tagesgericht das Rennen. Eine für mich ungewöhnliche Entscheidung. Es war wohl der Herbstblues, den ich nicht bereuen würde: Sanft geschmorter Schweinebauch, Kartoffelpüree und Brokkoli - € 28,50. Schweinebauch, Kartoffelpüree und Brokkoli
Das Fleisch zerging auf der Zunge, das klassische Sößchen passte perfekt. Das Kartoffelpüree so buttrig (gut, dass ich die Butterdosis nicht sah). Der Brokkoli hatte den exakt richtigen Biss. Und selbst die Rote-Beete-Tupfer rundeten dieses Unami-Herbstgericht nochmals ab.
Die Servicedamen, darunter die Chefin, umsorgten uns immer aufmerksam, sehr freundlich und interessiert an unserem Feedback.
Das Restaurant war inzwischen gefüllt mit angenehmen Gästen. Dank großzügiger Tischabstände und auch sicherlich der Architektur des großen Raumes blieb die Akustik sehr angenehm.
Die Dessertkarte bot weitere Verführungen. Aber leider schafften wir kein Dessert mehr. Noch ein heißer Espresso zum Abschluss und dann machten wir uns, nach herzlicher Verabschiedung, auf den einstündigen Heimweg. .
Selbstverständlich werden wir wiederkommen. Dieser erste Besuch machte einfach nur Freude!
Im Sommer kann man hier herrlich draußen sitzen. Die Innenräume, auch die gepflegten und modernen Toiletten, sind barrierefrei.
Zum Haus: Es hat mich wirklich fasziniert.
Google sagt zur Historie: Der Wallonenhof in Otterberg hat eine interessante Geschichte:
Ursprünglich wurde er 1893 als Gartenvilla vom Bankier Karl Karcher in Kaiserslautern erbaut, diente später als Vereinshaus für den TSV Otterberg und wurde um 1935 an den Ortsrand von Otterberg versetzt, wo er heute als Restaurant und Eventlocation unter neuer Leitung steht, die den historischen Charme bewahren möchte. Der Name „Wallonen“ bezieht sich auf die Hugenotten (Wallonen), die im 16. Jahrhundert nach Otterberg kamen und die Siedlung entscheidend prägten.
Wir waren unterwegs im Raum Kaiserslautern und mir fiel der Wallonenhof ein. Viel hatte ich bisher noch nicht über dieses Restaurant gehört, das Wenige war aber positiv. Reserviert hatte ich nicht, denn es war zeitlich nicht absehbar, ob es zum Abendessen passt.
Es passte!
Der Wallonenhof liegt etwas abseits am Otterberger Waldrand. Zwischen Tennisclub und Naturfreibad. Perfekt um nach sportlicher Betätigung den Kalorienhaushalt wieder aufzufüllen. Parkplätze stehen ausreichend für die Gäste zur Verfügung.
Beim ersten Anblick passte das freistehende Fachwerkhaus für mich nicht... mehr lesen
5.0 stars -
"Eine richtig tolle Entdeckung mit dem Wow-Effekt!" PetraIOWir waren unterwegs im Raum Kaiserslautern und mir fiel der Wallonenhof ein. Viel hatte ich bisher noch nicht über dieses Restaurant gehört, das Wenige war aber positiv. Reserviert hatte ich nicht, denn es war zeitlich nicht absehbar, ob es zum Abendessen passt.
Es passte!
Der Wallonenhof liegt etwas abseits am Otterberger Waldrand. Zwischen Tennisclub und Naturfreibad. Perfekt um nach sportlicher Betätigung den Kalorienhaushalt wieder aufzufüllen. Parkplätze stehen ausreichend für die Gäste zur Verfügung.
Beim ersten Anblick passte das freistehende Fachwerkhaus für mich nicht
Zum 01.11.2025 eröffnete das beliebte Café neu im Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein.
Mit dem Umzug ging die Namensänderung einher. Aus der "Kupferstube" wurde das "Café am Weiherschlösschen".
Familie Pollmer und Team bietet am neuen Standort weiterhin das beliebte Angebot aus
reichhaltigem Frühstück und hausgemachten Kuchen und Torten.
Zum 01.11.2025 eröffnete das beliebte Café neu im Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein.
Mit dem Umzug ging die Namensänderung einher.
Aus der "Kupferstube" wurde das "Café am Weiherschlösschen".
Familie Pollmer und Team bietet am neuen Standort weiterhin das beliebte Angebot aus
reichhaltigem Frühstück und hausgemachten Kuchen und Torten.
Café am Weiherschlösschen
Café am Weiherschlösschen€-€€€Cafe, Biergarten, Ausflugsziel0176 23121930Tiefensteiner Straße 129, 55743 Idar-Oberstein
stars -
"Umzug nach Tiefenstein" PetraIOZum 01.11.2025 eröffnete das beliebte Café neu im Idar-Obersteiner Stadtteil Tiefenstein.
Mit dem Umzug ging die Namensänderung einher.
Aus der "Kupferstube" wurde das "Café am Weiherschlösschen".
Familie Pollmer und Team bietet am neuen Standort weiterhin das beliebte Angebot aus
reichhaltigem Frühstück und hausgemachten Kuchen und Torten.
In den vergangenen Jahren versuchten sich verschiedene Pächter an der Weiherschleife.
Die Weiherschleife liegt direkt an der B422 mit kostenlosen Parkplätzen. Von der Bundesstraße ist auf dem Ausflugsareal nicht mehr zu spüren.
Besucher können wählen oder vereinen:
Gaststätte, Kinderspielplatz, Weiher mit Tretbooten und Besichtigung der historischen Schleife. Somit ist dieser Platz für Familien bestens geeignet. Hinter der Gaststätte verläuft noch ein schöner Wanderweg.
Thomas Kreis hat sich seit der Übernahme der Gaststätte sehr gut etabliert. Er ist ein erfahrener und beliebter Gastronom der Region. Bekannt ist er auch für sein Engagement für heimische, soziale Kinderprojekte.
Geboten wird gute Hunsrückküche. Obersteiner Spießbraten „von der offenen Flamme“, gefülltes Hähnchen, Schleffers Gereeste und natürlich: Kindskäpp! Keine Sorge: Kindskäpp bezieht sich auf die Größe des gefüllten Kloßes, eine sehr beliebte regionale Spezialität.
Auf der abwechslungsreichen Speisekarte sind weitere deutsche und mediterrane Klassiker, Salate und Kindergerichte zu finden. Oft werden auch interessante Tagesgerichte angeboten.
Nachmittags kann man zu Kaffee, Kuchen oder einem Eis einkehren.
Seit der Übernahme durch Thomas Kreis waren wir ein paar Mal zu Gast. Bei einem Besuch zu Dritt mit meinem Bruder.
Die gepflegte Gaststube hat sich seit den letzten Betreibern kaum verändert. Viel helles Holz, die Tische stehen recht eng beieinander.
Einige Sitzplätze finden sich auf der Empore unter der Lichtkuppel. Blick von der Empore
Hier sitzt man schön, wenn die Sonne nicht zu sehr auf die Lichtkuppel scheint. Dann wird es „mollig“.
Es gibt auch schöne Außensitzplätze. Eltern können von hier die Kinder auf dem Spielplatz im Auge behalten oder man schaut in Richtung des Weihers.
Eine Reservierung ist fast unerlässlich. Bei unserem Besuch am 08.10.2024, ein Dienstag, trafen mein Mann und ich um 17.00 Uhr ein und konnten uns glücklich schätzen noch einen Tisch auf der Empore zu ergattern.
Unter der Leitung des stets gut gelaunten (je voller der Laden, desto fröhlicher der Thomas) Inhabers und waren wir immer sehr zufrieden mit den servierten Speisen.
Mein Mann und mein Bruder lieben die „Kindskäpp“ = gefüllten Klöße. Gefüllter Kloß
Der riesige Kloß ist gefüllt mit einer Hackfleisch-Lauchfüllung und wird mit Speck-Sahnesauce und separat gereichtem Apfelmus zu € 14,90 serviert. Kloßfüllung
Man kann sie auch als sehr gute vegetarische Variante bestellen.
Ich mag die „Medizinbälle“ auch, aber mir ist die Portion einfach zu mächtig.
Meine Wahl war meist ein Schnitzel mit Pommes, dazu ein sehr guter Beilagensalat.
Das Schweineschnitzel „Wiener Art“ zu € 18,90 ist immer sehr gut. Knusprige Panierung, goldgelb und saftig ausgebacken. Schnitzel Wiener Art mit Pommes
Mal was anderes: Ein Schnitzel von der Rinderhüfte zu € 21,90. Schnitzel von der Rinderhüfte "Jäger Art"
Dies wurde versehentlich „nach Jägerart“ serviert. Eigentlich hatte ich ohne Sauce bestellt. Die Champignonsauce war aber schmackhaft und mit frischen Frühlingszwiebeln serviert.
Die junge Servicedame bot freundlich an, mir ein neues Schnitzel zu braten. In dem Trubel kann schon mal was schiefgehen, das war kein Grund das gut schmeckende Gericht zurückgehen zu lassen.
Zu den Schnitzeln werden knusprige Pommes und der Beilagensalat serviert.
Die Salate sind frisch und das Himbeerdressing köstlich. Beilagensalat
Alternativ gibt es Sahnedressing, dies habe ich noch nicht probiert.
Thomas Kreis ist in der Küche und im Service zu finden. Vermutlich immer dort, wo eine routinierte Hand fehlt. Seine gute Laune strahlt wohl auf die Servicemannschaft ab. Die Servicedamen und -herren sind hier bei vollstem Haus immer topfreundlich und aufmerksam. Und eben so schnell, wie es machbar ist.
Genug des verdienten Lobes. Kritik gibt es von meiner Seite wenig, aber vielleicht nutzt sie ja was.
Unschön finde ich den Zigarettenautomaten im Gastraum.
Und auf Strohblumen (Staubfänger) auf dem Tisch kann ich auch gut verzichten.
Es werden leider keine regionalen Naheweine angeboten, dabei gibt es hier hervorragende Winzer. Dies würde zur überwiegend deutsch-regionalen Speisekarte viel besser passen. Angeboten werden aber italienische Weine. Ich sprach beim letzten Besuch Thomas Kreis darauf an. Wie vermutet: Seine Schwiegereltern führen das italienische Restaurant „Costa Smeralda“ in Idar-Oberstein und man bestellt gemeinsam die Weine. Ein Glas Pino Gigio (0,2 l / € 5,40) habe ich versucht. Wiederholungsbedarf besteht nicht.
Dafür zahlt man für 1 Flasche Mineralwasser (0,75 l) gastfreundliche € 4,50. Kirner Pils alkoholfrei 0,33 l / € 3,30.
Wie zu Anfang erwähnt: Das Restaurant ist immer gut besucht, auch für Familienfeiern beliebt.
Bei spontanen Anfragen haben wir schon mehrmals keinen Platz bekommen. Der Geräuschpegel ist in der Regel sehr hoch und wohl kaum zu verändern. Das muss man einfach so akzeptieren und sich über die gute Stimmung freuen. Eben Geselligkeit statt Candlelightdinner.
Abgesehen von den Plätzen auf der Empore ist das Restaurant für gehbehinderte Menschen geeignet.
In den vergangenen Jahren versuchten sich verschiedene Pächter an der Weiherschleife.
Die Weiherschleife liegt direkt an der B422 mit kostenlosen Parkplätzen. Von der Bundesstraße ist auf dem Ausflugsareal nicht mehr zu spüren.
Besucher können wählen oder vereinen:
Gaststätte, Kinderspielplatz, Weiher mit Tretbooten und Besichtigung der historischen Schleife. Somit ist dieser Platz für Familien bestens geeignet. Hinter der Gaststätte verläuft noch ein schöner Wanderweg.
Thomas Kreis hat sich seit der Übernahme der Gaststätte sehr gut etabliert. Er ist ein erfahrener und beliebter Gastronom der Region.... mehr lesen
Restaurant Zur Weiher Schleife
Restaurant Zur Weiher Schleife €-€€€Restaurant, Ausflugsziel015255813167Tiefensteiner Straße 129, 55743 Idar-Oberstein
4.0 stars -
"Eine gute Adresse für Einheimische und Touristen" PetraIOIn den vergangenen Jahren versuchten sich verschiedene Pächter an der Weiherschleife.
Die Weiherschleife liegt direkt an der B422 mit kostenlosen Parkplätzen. Von der Bundesstraße ist auf dem Ausflugsareal nicht mehr zu spüren.
Besucher können wählen oder vereinen:
Gaststätte, Kinderspielplatz, Weiher mit Tretbooten und Besichtigung der historischen Schleife. Somit ist dieser Platz für Familien bestens geeignet. Hinter der Gaststätte verläuft noch ein schöner Wanderweg.
Thomas Kreis hat sich seit der Übernahme der Gaststätte sehr gut etabliert. Er ist ein erfahrener und beliebter Gastronom der Region.
Geschrieben am 27.07.2025 2025-07-27| Aktualisiert am
27.07.2025
Besucht am 19.09.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 140 EUR
Schnell war Restaurant und Beitrag gelöscht, von wem auch immer.
Um den Hotelkomplex neu als "Place" anzulegen.
Leider erhielt ich keine Antwort von GastroGuide zur Nachfrage der Löschung.
Der Betrieb war nicht geschlossen.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
*****************************************************************************************
Die Speisekarten der Oststeerestaurants sind oft sehr austauschbar und so wird es halt auch schnell etwas langweilig, insbesondere wenn der Fokus auf Fisch liegt.
Ich suchte im Urlaub nach etwas mutigeren, kreativeren4 Speisekarten (ohne die bürgerliche Kost zu verschmähen) und stieß auf das Strandhotel Dünenmeer. Eine Speisekarte war zwar online nicht einsehbar, aber einige gefundene Speisenfotos überzeugten.
Und da es sich um das Schwesterhotel der Ostseelounge handelte, freute ich mich über meine Entdeckung. Natürlich erwarteten wir nicht die Sterneküche der Ostseelounge, aber eine gehobene und kreative Küche. Und einen schönen Abend.
Ich reservierte Online und unser Reservierungswunsch wurde umgehend bestätigt.
Pünktlich trafen wir am Hotel ein. Die Lage traumhaft direkt am Meer, hier wurde nicht zu viel versprochen.
Nach kurzer Wartezeit wurden wir von der freundlichen und sehr gepflegten Restaurantleiterin willkommen geheißen.
Während der Wartezeit konnten wir vor dem Restaurant die aktuellen Menüs einsehen.
Ein attraktives 4-Gang-Tagesmenü für € 45,00 und die aktuelle Speisekarte mit zur Wahl stehenden 4 Vorspeisen, 2 Suppen, 6 Hauptspeisen und 3 Desserts. Das las sich alles sehr gut.
Nachdem unser Impfstatus für einlasswürdig befunden wurde, begleitete uns die Dame zu unserem reservierten Tisch. Vorbildlich wurde die Garderobe abgenommen und die Stühle am Platz zurecht gerückt.
Da saßen wir. Bequem und in sehr angenehmen Ambiente. Und warteten… Personalmangel konnten wir nicht feststellen. Aber mangelnde Koordination und Aufmerksamkeit.
Nach knapp 20 Minuten wurde die Speisekarte gereicht. Allerdings ohne das günstigere Tagesmenü.
Da wir inzwischen durstig waren, bestellten wir gleich eine Flasche Selters Mineralwasser. Diese wurde mit stolzen € 8,00 / 0,75 l abgerechnet. Im Haupthaus mit dem Sternerestaurant Ostseelounge zahlten wir nur € 6,80 / 0,75 l. Der „feine“ Unterschied passte zum weiteren Verlauf des Abends.
Unser Wunsch nach einem Aperitif wurde abgefragt. Ich fragte nach der Getränkekarte. Diese wurde nachgereicht.
Inzwischen übernahm ein junger Spanier mit offensiven Charme.
Mein Mann entschied sich für die alkoholfreie Empfehlung auf der Menükarte: Martini Vibant - € 8,50. Sehr erfrischend und gut.
Ich wählte vertrautes pfälzer Feinperliges: 1 Rieslingsekt brut, Bassermann-Jordan - € 11,00. Im Nachhinein kam mir der Preis recht hoch vor. Ich verglich wieder mit dem Mutterhaus, dem Sternerestaurant Ostseelounge. Hier waren wir 2 Tage zuvor zu Gast und zahlten € 9,00 / 0,1 l für eben diesen feinen Winzersekt!
Frechheit oder Aufpreis für den uns zugeteilten Servicemitarbeiter „Don Juan“? Er beglückwünschte mich bei jeder Wahl, ob Speis, ob Trank, zu meiner hervorragenden Wahl. Ich bin noch nicht in dem Alter angekommen, mich über oberflächliche Komplimente junger Herren geschmeichelt zu fühlen. Und wenn sie dann, um in voller Pracht zur Geltung zu kommen, den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz am Kinn tragen kann man darauf auch ganz verzichten. Leider vergaß ich nach seinem Impf- oder Genesenenstatus zu fragen.
Mangels Menür wählten wir aus der durchweg gut sortierten Speisekarte. Unsere Wünsche wurden aufgenommen.
Wenig später erreichte uns ein Brotkörbchen mit einfachem Baguette und einem dunklen Brot. Dazu eine Salzbutter, Meersalz und eine gewürzte Butter.
So gerne ich scharf und würzig esse: Das dunkle Brot ohne Vorwarnung zu servieren war schon mutig (oder dumm). Ganze, oder sehr grob geschrotete Pfefferkörner waren hier im Teig verarbeitet. Da schmeckte das Brot nur noch nach Pfeffer und übertönte jeden weiteren Geschmack. Also bedienten wir uns nur noch an dem belanglosen Baguette.
Überraschend schnell wurden unsere Vorspeisen serviert: Für meinen Mann: Tatar vom Rind, Wachtelei, Kapern, Saiblingskaviar, Schalotten - € 18,00.
Kleine Portion, nicht gut geschnittenes(evtl. gewolftes) Fleisch. Die Beleuchtung am Tisch war auch nicht so klasse.
Weder Fleischqualität noch Würze überzeugten. Nett angerichtet, aber auch die begleiteten Zutaten brachten keine Gaumenfreude.
Meine Vorspeisenwahl für Argentinische Rotgarnelen, Ringelbete, Wildkräuter, Trüffelkartoffel - € 18,00 sorgte nur für Verwirrung.
Die Ringelbete macht Spaß, wenn die Ringel erkennbar sind. Gart man diese Sorte, sind die Ringel fast weg, ebenso das zartnussige Betearoma. War schon echt blöd, dass die Bete gegart war. Zwar noch mit leichtem Biss, aber halt verfehlt. Obenauf dann noch klassisch gegarte Rote Bete und angewelkte Salatblätter ohne Marinade. Die 3 Garnelchen dümmelten verloren auf dem Teller und ihnen war kalt. Wie auch der Bete (die hätte ruhig kalt und roh! sein müssen). Die Garnelen auf Zimmertemperatur serviert. Die angekündigte Trüffelkartoffel war tatsächlich 1 Chip!
Ich fragte einen Servicemitarbeiter kurz nach dem Servieren, ob meine Vorspeise tatsächlich kalt gedacht sei. Dies konnte oder durfte er nicht beantworten und rief seinen gebürtig spanischen Kollegen. Antwort: „Das entscheidet die Küche“.
Also Wärmegrad: Je nachdem, wie lange es zum Servieren braucht.
Unser Fazit zu den Vorspeisen blieb vom Service unkommentiert.
Wir harrten dem Hauptgang und bestellten noch je einen 2019er Grauburgunder Mosaik vom Weingut Dr. Koehler, Bechtheim. Nach dem Sekt die beste Wahl des Abend für € 10,00 / 0,2 l.
Unser Hauptgang: Filet vom Steinbutt, Pastinake, Kräuterseitling, Kartoffeln, Rote Bete Jus - € 28,00.
Da machten wir Augen nach dem Servieren! Der Hauptgang wäre glatt als Vorspeise durchgegangen. Auch der Hauptgang wurde wieder auf Zimmertemperatur serviert. Inzwischen war uns vor Ärger der Appetit vergangen.
Noch keine 80 g pro Portion wurden vom Steinbutt geopfert. Dieser nicht nur kalt sondern auch trocken. Es wäre ein Einfaches gewesen die Kräuterseitlinge warm und gut gebraten zu servieren. Hier waren sie pochiert/gedämpft, kalt und zäh. Mit dem Fischmesser nicht zu zerteilen.
Wenn etwas dieser kalten Speisen kreativ war, dann die kleinen Kartöffelchen die in rote Bete Saft gegart wurden (um sie dann kalt zu servieren). Die angedickten Bete- und Kartoffelpüreetupfer verdienen auch keine Erwähnung. Das war gar nix. Da halfen auch die mir stets willkommenen Sprossen nicht.
Unsere Schmerzgrenze war erfüllt. Das Risiko für eine weitere gut bezahlte Bauchlandung beim Dessert ersparten wir uns.
Mit den Komplimenten unseres smarten Spaniers hatte es sich auch inzwischen beruhigt. Es war angekommen, dass wir so gar nicht begeistert waren und er sah wohl sein Trinkgeld schwinden. Womit er für sich und das komplette Team Recht behalten sollte.
Die Frage nach einem Dessertwunsch lehnten wir ab und verlangten die Rechnung.
Nachsitzen war dann angesagt und letztlich führte ich „Don Juan“ zur Kasse um unter zurückgehaltenen Tränen zu zahlen. Hier schmerzte jeder Cent.
Wir wollten nur noch raus! Das war wirklich armselig in jeder Hinsicht.
Auch nach 2 Monaten hat sich mein Ärger über diesen Abend nicht gelegt.
Aber gelernt: Nie wieder… und nach ein wenig Recherche, leider im Nachhinein, stehen wir wohl damit nicht so ganz alleine.
Schnell war Restaurant und Beitrag gelöscht, von wem auch immer.
Um den Hotelkomplex neu als "Place" anzulegen.
Leider erhielt ich keine Antwort von GastroGuide zur Nachfrage der Löschung.
Der Betrieb war nicht geschlossen.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
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Die Speisekarten der Oststeerestaurants sind oft sehr austauschbar und so wird es halt auch schnell etwas langweilig, insbesondere wenn der Fokus auf Fisch liegt.
Ich suchte im Urlaub nach etwas mutigeren, kreativeren4 Speisekarten (ohne die bürgerliche Kost zu verschmähen) und stieß auf das Strandhotel Dünenmeer.... mehr lesen
Restaurant Dünenmeer im Strandhotel Dünenmeer
Restaurant Dünenmeer im Strandhotel Dünenmeer€-€€€Restaurant038226 5010Birkenallee 20, 18347 Dierhagen
2.0 stars -
"Hier tat jeder Cent weh!" PetraIOSchnell war Restaurant und Beitrag gelöscht, von wem auch immer.
Um den Hotelkomplex neu als "Place" anzulegen.
Leider erhielt ich keine Antwort von GastroGuide zur Nachfrage der Löschung.
Der Betrieb war nicht geschlossen.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
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Die Speisekarten der Oststeerestaurants sind oft sehr austauschbar und so wird es halt auch schnell etwas langweilig, insbesondere wenn der Fokus auf Fisch liegt.
Ich suchte im Urlaub nach etwas mutigeren, kreativeren4 Speisekarten (ohne die bürgerliche Kost zu verschmähen) und stieß auf das Strandhotel Dünenmeer.
Geschrieben am 27.07.2025 2025-07-27| Aktualisiert am
24.06.2026
Besucht am 17.09.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 390 EUR
Ärgerliche Löschung meiner Ostseeloungebeiträge. Wer auch immer hier schnell und nicht geprüft löscht.
Keine Antwort von GastroGuide.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
Der Stern ging dieses Jahr leider verloren.
******************************************************************************************** Dieses Ma(h)l wusste PetraIO, was sie tat! Die haben ‘nen Stern!
Im vergangenen Jahr besuchten wir zum ersten Mal die Ostseelounge. Im coronabedingten Reservierungswahn für unseren Urlaub 2020 verlor ich tatsächlich einmalig, bei der Ostseelounge, den Überblick.
Umso größer war die sehr überraschende und natürlich positive Erfahrung unseres ersten Besuches 2020.
Die Zielplanung unseres Urlaubes 2021 übernahm mein Liebster. Und rückte mit einer schönen Ferienwohnung in Dierhagen raus. Freudig checkte ich per Google Maps den Fußweg zur Ostseelounge! 11 Minuten – perfekt- buchen.
Im Mai geplant, durften wir leider nicht anreisen. Dem Coronalockdown geschuldet. Für uns erträglich, wir buchten um auf September.
Die fußläufige „Anreise“ war sehr schön. Ein Waldpfad parallel zum Strand, es blieb trocken und nach wenigen Minuten waren wir da.
In der 4. Etage des Hotels angekommen tauschte ich unauffällig bequeme Treter in ordentliches Schuhwerk . Und schon wurden wir herzlich begrüßt und zu unserem Tisch begleitet.
Witterungsbedingt leider beim Zweitbesuch kein Aperitif auf der wunderschönen Meerblickterrasse. Ein kurzer Terrassenbesuch war uns dennoch gerne erlaubt.
Dann nahmen wir Platz an unserem eingedeckten Tisch. Vom Platz aus konnten wir immer noch sehr schön über die bodentiefen Fenster nach außen sehen. Das Ambiente hatte sich seit unserem Besuch im Mai 2020 kaum verändert – eine Veränderung war auch nicht erforderlich. Schön ist es hier!
Die ganz besondere Freude dieses Abends: Das weibliche Serviceteam begrüßte unverändert zu unserem Erstbesuch 2020 die Gäste. So wussten wir sofort, hier an diesem Abend perfekt umsorgt zu werden. Vanessa Riedemann, die perfekt beratende Restaurantleiterin und Sommelière, bestätigte gut gelaunt: „Ja, wir sind zusammen geblieben“. Keine Selbstverständlichkeit seit Corona, aber mehr als erfreulich.
Zum Aperitif beim Zweitbesuch für uns keinen Champagner. Der trockene Winzersekt Bassermann-Jordan – o,1 l - € 9,00. Für uns die bessere Wahl als Champagner.
Wir bestellten das komplette Menü zu je € 124,00 – heute wollten wir nichts auslassen.
Unser Apéro stand für uns am Tisch bereit. Stimmig in der Muschelschale auf Eis serviert: Stabmuschel – Sauerrahm – Blutorange – Kaviar – Lakritzalge.
Unser Geschmack wurde perfekt getroffen. Stabmuschel wollte ich schon lange probieren, war somit willkommen neu, mit bissfester aber zarter Struktur. Ein sehr gelungener Auftakt.
Statt Weinbegleitung schauten wir in die Weinkarte und bestellten nach kurzer Abstimmung mit Frau Riedemann eine Flasche Grauburgunder Kalkmergel vom Weingut Friedrich Becker / Pfalz, 0,75 l - € 49,00. Eine sehr gute Empfehlung für uns Grauburgunderfreunde. Und dieser Grauburgunder war eine neue Erfahrung. Eine kräfige Roséfärbung da er lange auf der Maische lag. Geschmacklich anders als gewohnt, durchaus spannend und frisch.
Zwei Flaschen Selters Mineralwasser, € 6,80 / 0,75 l fehlten an diesem Abend nicht.
Die Küche grüßte mit herbstlichen und vielseitigen Gaumenfreuden!
Wir folgten der Empfehlung mit der Reh Bouillon + Aalfett zu beginnen. Wärmend, aromatisch und mollig (Dank wieder an Kollege Tischnotizen für diese Formulierung die ich gerne abkupfere) im Mund. Als weiteren Herbstausflug folgten kalte Speisen die durchaus das Herz erwärmten. Macaron - eingelegter Flußbarsch – Kurkumamayo & Ingwergurke.
Für Macarons können wir uns nur bedingt begeistern. Hier aber ein sehr stimmiger Gaumenschmaus. Kataifi – Sphere aus Blutwurst und Kakao
Ein nachempfundener Pilz. Der Stiel aus der arabischen Küche entsprungenen Engelshaar erinnerte mich an ein Mini-Wespennest. Ein sehr knuspriger Kontrast zur luftigen Sphere. Die Blutwurst zum Glück sehr dezent und überraschend stimmig die Kakaonote dazu. Russisch Ei – Störkaviar – Eigelbcréme
Eine wunderbare, zartcremige Verführung. Tartelette – Mimolette & gedörrtes Entenherz
Kräftiger im Geschmack natürlich die Tartelette mit geraspeltem Mimolettekäse. Darunter verborgen das gedörrte Entenherz. Eine kräftig-aromatische Ergänzung zum Käse.
Das wunderbare Brot der Bäckerei Kröger fehlte auch bei unserem zweiten Besuch nicht. Zweierlei ofenwarmes Brot. Dazu Salzbutter, eine Basilikumcreme mit Suchtfaktor und mit Fenchel aromatisiertes Salz. Dänische Gelbschwanzmarkele – Ponzu – Hokkaido – Kokosmilch
Nur leicht angeflämmt wurde die butterzarte Makrele präsentiert. Ins Auge fiel neben dem Fischfilet sofort die halbierte Mikrogurke. Nur ca. 4 cm lang, aber das volle Gurkenaroma. Herbstlich hier wieder der stimmige Hokkaidokürbis, aromatisiert mit Ponzu. Schellfisch & Miesmuscheln – fruchtige rote Bete – Apfel – Dashi Beurre Blanc
Einen so feinen Schellfisch durfte ich noch nie genießen. Die Miesmuscheln wurden als Bio-Miesmuscheln annonciert. Mein Mann mag keine Miesmuscheln (dies natürlich ohne Wertung) und da machte auch „Bio“ zum Glück keinen Unterschied und ich durfte noch einige feine Miesmuscheln mehr genießen. Die Bete dazu regional und saisonal. Schulter vom Juvenilferkel – Aal – orientalische Kichererbsencreme – Unagi Jus
Wie erhofft: Ein perfekt saftiges und zartes Stück vom Ferkel versehen mit ordentlich krosser Kruste!
Der Hauptdarsteller befand sich in bester Begleitung. Die feinen Buchenpilze gefielen uns in der Kombination mit der kräftigen Jus und den cremigen Kichererbsen ganz besonders.
Sehr schön wurde das Fleisch präsentiert. Unglaublich zart und mit krosser Kruste.
Zum Rind war nochmals Frau Riedemann gefordert. Da durfte es für uns Weißweintrinker doch ein deutscher Rotwein aus dem Kraichgau sein. Die gute Entscheidung fiel auf „Dicker Franz - blaufränkisch“ vom Weingut Burg Ravensburg zu € 13,50 / 0,2 l. Wagyu Short Rib vom Holzkohlegrill – Jus aromatisiert mit Whiskyspänen – Cremige Polenta
Der erste Gang der eingeschränkt unseren Geschmack traf. Und gerade beim Wagyurind lagen unsere Erwartungen hoch. 2 Fleischtranchen wurden medium / medium rare serviert. Auf beiden Tellern ein Stück recht „kernig“, das zweite erwartungsgemäß zart. Es ist natürlich Geschmackssache. Wir fanden das deutliche Aroma der Holzkohle unpassend. Holzkohle geht, wenn es keine Alternativen gibt. Und in Idar-Oberstein wird auf Buchenholzfeuer gebraten, das ist feiner und wir sind da entsprechend verwöhnt (wobei damit auch die kulinarischen Ergüsse in und um Idar-Oberstein erledigt sind). Die Jus, die cremige Polenta mit feinen Pfifferlingen, ein Stück frischer gegrillter Mais gefielen uns fast besser als das Fleisch. Jammern auf hohem Niveau – auch dieser Gang hat geschmeckt.
Alles Käse? Époisses – Zwiebeltarte Tatin – Zwetschgenketchup.
Dieser Gang verlangte erneut eine Weinempfehlung. Und nach dieser gingen wir den deutschen Weinen mal mit einem kräftigen Rotwein Savigny-Lès-Beaune der Domaine Louis Jadot Savigny-Lès-Beaune fremd.
Der Wein wirklich ein passender Begleiter zum gebotenen Gaumenkin0 des französischen gereiften Kuhmilchkäses. Er lief ganz von alleine der Zwiebeltarte zur Vereinigung entgegen. Kräftig angenehm der Käsegeschmack. In Kombination mit der Zwiebeltarte und dem reduzierten Zwetschgenketchup für mich einer der stärksten Gänge des Abends.
Sehr erfrischend und genau nach meinem Geschmack der süße Abschluss unserer Schlemmerreise. Eiscreme von grünen Shisoblättern – angedörrte Ananas – Zitrus Granitée – Duftreis.
Der würdige feine Abschluss. Für mich perfekt, denn nicht zu süß. Und spannende neue Geschmackserfahrung.
Statt Digestif gönnten wir uns noch zwei Espresso zu je € 4,20… stolzer Preis! Aber zum Espresso gab es diese wundervollen kühlen essbaren Steine „Bonze – Silber – Gold - mit fein-sahniger Cremefüllung!
Die Damen verabschiedeten uns herzlich. Ein schönes Wiedersehen. Und wenn es passt: Gerne wieder!
Unser Fußweg zurück zu unserer Ferienwohnung bescherte uns zum ersten Mal das Liveerlebnis der röhrenden Hirsche in der Brunft. Nur gehört – nicht gesehen.
Ärgerliche Löschung meiner Ostseeloungebeiträge. Wer auch immer hier schnell und nicht geprüft löscht.
Keine Antwort von GastroGuide.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
Der Stern ging dieses Jahr leider verloren.
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Dieses Ma(h)l wusste PetraIO, was sie tat! Die haben ‘nen Stern!
Im vergangenen Jahr besuchten wir zum ersten Mal die Ostseelounge. Im coronabedingten Reservierungswahn für unseren Urlaub 2020 verlor ich tatsächlich einmalig, bei der Ostseelounge, den Überblick.
Umso größer war die sehr überraschende und natürlich positive Erfahrung unseres ersten Besuches 2020.
Die Zielplanung unseres Urlaubes... mehr lesen
Gourmetrestaurant Ostseelounge im Strandhotel Dünenmeer
Gourmetrestaurant Ostseelounge im Strandhotel Dünenmeer€-€€€Restaurant, Sternerestaurant, Gourmet0382265010Birkenallee 20, 18347 Dierhagen
5.0 stars -
"Dieses Ma(h)l wusste PetraIO, was sie tat! Die (haben) hatten ‘nen Stern!" PetraIOÄrgerliche Löschung meiner Ostseeloungebeiträge. Wer auch immer hier schnell und nicht geprüft löscht.
Keine Antwort von GastroGuide.
Dann stelle ich "alte Kamellen" nochmal neu ein.
Der Stern ging dieses Jahr leider verloren.
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Dieses Ma(h)l wusste PetraIO, was sie tat! Die haben ‘nen Stern!
Im vergangenen Jahr besuchten wir zum ersten Mal die Ostseelounge. Im coronabedingten Reservierungswahn für unseren Urlaub 2020 verlor ich tatsächlich einmalig, bei der Ostseelounge, den Überblick.
Umso größer war die sehr überraschende und natürlich positive Erfahrung unseres ersten Besuches 2020.
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Für diesen eiskalten Samstag hatten wir Konzertkarten für die Alte Oper in Frankfurt.
Im Vorfeld informierte ich mich über die Restaurants fußläufig zur Oper und des dazugehörigen Parkhauses. Und stellte verwundert die einheitliche Preisgestaltung der umliegenden Restaurants fest. Einfach sauteuer. Wir sind gerne bereit, für gutes Essen entsprechend zu zahlen. Aber hier passte für uns bei keinem der Restaurants das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind aber auch eben keine Banker.
Von einer Reservierung sah ich also ab, wir wussten auch nicht, ob wir es frühzeitig nach Frankfurt schaffen.
Wir schafften es frühzeitig nach Frankfurt. Kurz nach 17.00 Uhr stand unser Auto frostfrei in der Tiefgarage geparkt und wir machten uns auf die Suche nach einem bereits geöffneten Restaurant.
Bei frostigen Temperaturen und eiskaltem Wind wollten wir nur noch schnellstens ins Warme und wehten in das erstbeste Restaurant am Opernplatz hinein. Ohne jedes Wissen, welche Küche angeboten wird.
Aber es sah innen schon mal sehr einladend und ansprechend weihnachtlich dekoriert aus.
Die Tische schön eingedeckt.
Im vorgebauten und beheizten Zelt des Restaurants wollten wir nicht Platz nehmen.
Gleich am Eingang wurden wir von einem Serviceherrn begrüßt und ich fragte nach einem Tisch für 2. Es waren erst wenige Tische belegt.
Wir durften an einem kleinen Tisch im Durchgang nahe des Eingangs Platz nehmen. Das kam mir schon recht italienisch vor. Die männliche Servicemannschaft und die maximale Bestuhlung des Restaurants.
Kaum Platz genommen, Karten gereicht, stand il cameriere parat um die Verkaufsshow zu starten.
"Möchten wir ein Aperivo?" Diverse Tagesempfehlungen wurden heruntergerattert, die Empfehlung der Pasta mit weißem Albatrüffel ließ mich aufhorchen.
Sichtlich enttäuscht zog der gestandene Serviceherr von dannen. Wir hatten vorerst nur eine Flasche Mineralwasser bestellt und wollten erstmal in die Karte schauen.
Und mussten feststellen: Unser zugiger Platz war einfach kalt. Ständig ging die Tür auf und zu. Die Gäste im gewinnmaximierenden Zeltplatzes vor dem Restaurant wollten ja auch bedient werden.
Die Flasche Wasser wurde, gut gekühlt ;-), serviert und schlug mit € 10,90 zu Buche. Nicht San Pellegrino sondern 0,75 l Taunusquelle. Immerhin regionale Qualität, der Endverbraucher bekommt im Einzelhandel 12 Flaschen zu diesem Preis.
Dann wurde uns das auf der Speisekarte angekündigte „Gedeck“ zu € 2,90 serviert. Grüne Oliven und 2 Sorten angetrocknetes Brot.
Kalt waren die Oliven, das Brot und wir. Auf das Servieren des angekündigten Himalayasalzes und des Olivenöls verzichtete man.
Erstens waren wir ja noch neue Gäste und wir waren ja hier schließlich bei einem richtigen Italiener. Hier muss man sich als Gast mit zahlreichen Besuchen seine Betreuung erarbeiten.
Zweitens war der kleine Tisch schon voll mit Wasserflasche, Gläsern, Windlicht und üppigem Weihnachtsgesteck. Und immerhin Stoffservietten.
Wir gaben unsere Bestellung auf und verzichteten unglaublicherweise auf einen Aperitif.
Mein Mann blieb komplett beim Wasser und ich gönnte mir die Freude den einzigen DEUTSCHEN offenen Weißwein der Karte zu bestellen. Den trockenen Riesling vom Kloster Eberbach, € 12,90 / 0,2 l. Ein Glühwein stand nicht auf der Karte, leider. Aber der Riesling war eine gute Wahl.
Flott wurden unsere Vorspeisen serviert.
Für mich der Salat Classic: Kopfsalat, Tomaten, Freilandei, Granatapfel, Wallnüsse, Hausdressing zu € 19,90.
Eine sehr großzügig portionierte Vorspeise. Und sehr kalt! Das schlichte Balsamicodressing war sicherlich nicht schlecht. Hatte aber eisgekühlt keine Chance zur Aromaentfaltung. Ebenso wenig die festen Bestandteile.
Im Vorbeigehen fragte der Kellner nach unserer Zufriedenheit. Ich antwortete: „Sehr erfrischend“. Meine Antwort wurde mit einem wissenden Lächeln quittiert.
Mein Mann hatte klüger gewählt. Die Kürbiscremesuppe, serviert mit Kürbiskernöl, Kürbiskernen und einem Grissini zu € 16,90, wurde heiß serviert und wärmte von innen.
Zumindest kurzzeitig. Geschmeckt hat sie wie eine Kürbissuppe. Da kann man ja auch nicht viel falsch machen.
Inzwischen füllte sich das Restaurant. Auch mit Gästen ohne Reservierung. Diese wurden dann zu ruhigeren und sicherlich weniger zugigen Plätzen geleitet. Das bunte Treiben wehte ständig an uns vorbei und aufgrund der Enge hingen auch die Gesäße oft fast auf unserem Tisch. Mein Mann und ich kamen überein, froh zu sein wenn wir hier raus sind.
Zeit ist Geld und kaum waren unsere Vorspeisenteller leer, wurden die Hauptgerichte serviert.
Die Tagliolini mit schwarzem Trüffel zu € 36,90 wurden meinem Mann schlicht angerichtet serviert.
Zusätzlich gab es noch etwas Parmesan dazu. Es schmeckte ihm gut.
Ich wählte das Tagesangebot der Tagliolini mit weißem Albatrüffel mit unbekanntem Preis. Natürlich war ich mir bewusst, dass der weiße Trüffel teurer ist.
Unser klischeehafter Italiener in Reinform servierte mit viel Tamtam meine Pasta und holte die Königin des Trüffels aus dem Holzkästchen und hielt mir die Knolle unter die Nase. Ich mag das nicht. Ich weiß wie Trüffel riecht und möchte nicht wissen von wie vielen Nasen er schon beschnuppert wurde (dieser war zum Glück noch unangehobelt). Ich wollte mich auch weder zum Trüffelhund noch zum Trüffelschwein ausbilden lassen. Aber es gehört halt zur Show. Beim Hobeln über meiner Pasta brach dann noch ein Stück ab und fiel in den Teller. Mit dem Löffel meines Mannes wurde das weiße Gold herausgeangelt und weitergehobelt.
Warum meine Pastaportion deutlich kleiner war, habe ich nicht verstanden. Dafür war auf meinem Teller noch Buttersud vorhanden und ich bin mir nicht sicher, ob dieser nicht mit Trüffel aromatisiert wurde. Geschmeckt hat es, satt war ich nicht. Und dankbar, dass der Vorspeisensalat groß war.
Die Teller waren gut vorgewärmt und das Essen kühlte nicht zu schnell ab.
Wir waren genug abgekühlt um die Rechnung zu bestellen. Diese wurde stilvoll im Kästchen serviert. Meine Alba-Trüffelpasta war nun mit dem Preis von € 65,90 versehen. Der Preis wurde vorab nicht genannt, ich habe nicht gefragt. Von € 50,00+ ging ich aus, aber nicht von der dürftigen Pastaportion.
Laut Beleg war Dino unser Serviceherr und lief nun zur Hochform auf.
Ich auch!
Zahlen per EC-Karte war kein Problem.
Dino hatte das Gerät in der Hand und wartete. Ich auch. Und ich genoss die Macht des Schweigens!
Irgendwann die Frage: „Soll ich das so eingeben?“.
„Ja, bitte“.
Die Belegsumme von € 169,20 wurde eingegeben und ich bestätigte.
Dino: „Ist ohne Trinkgeld!“
Ich: „Gern geschehen“.
Dino dampfte grußlos ab und wir zogen auch schnell ab. Sicher ist sicher.
Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal kein Trinkgeld gab. Aber hier passte das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns überhaupt nicht. Wir hatten schon im Restaurant beschlossen uns den Abend nicht vermiesen zu lassen und haben das alles mit gekühltem Humor genommen. Aber tatsächlich das Trinkgeld noch einzufordern? Wir waren kein Einzelfall, das durfte ich bei anderen Bewertungen entdecken.
Statt Freundlichkeit gab es Hektik, Kälte und sachlich-reduzierten Service und fremde Menschen die uns fast über den Teller rutschten.
Das Essen konnte den Eindruck nicht im Geringsten ausgleichen. Geschmacklich waren die warmen Speisen gut, allerdings ohne jegliche Finesse (Trüffelhobeln erfordert keine Handwerkskunst) und keinesfalls dem Preis oder dem eigenen Anspruch des Lokals angemessen. Nichts blieb in positiver Erinnerung – weder Aromen noch Präsentation.
Insgesamt ein Erlebnis, das man sich sparen kann: viel Show, wenig Substanz und ein Service, der eher vertreibt als einlädt. Unser Bedarf an italienischer Gastfreundschaft ist vorerst gedeckt.
Die Toiletten befinden sich im Untergeschoss, also nicht gehbehindertengerecht.
In diesem Sinne: Prosit Neujahr und aus Erfahrung lernen!