Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre. Von diesen Restaurants werde ich, wenn es meine karge Zeit erlaubt, natürlich gern und ausführlich hier berichten.
Frustrierter RK´ler und nun mit einer neuen Heimat......
Beruflich bin ich oft unterwegs und daher auch öfters mal in gastronomischen Einrichtungen anzutreffen. Viel mehr liebe ich es aber mit meiner Frau und Freunden die kulturellen Begebenheiten zu besuchen. Dazu gehört dann natürlich auch ein gepflegtes Essen und schnacken in gemütlicher Atmosphäre.... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 340 Bewertungen 896789x gelesen 9440x "Hilfreich" 6569x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 03.06.2026 2026-06-03| Aktualisiert am
03.06.2026
Besucht am 18.02.2026Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 99 EUR
Wir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem Besuch stand also nichts mehr im Weg.
Das Auto in den engen Gassen des Flüsseviertels abzustellen ist etwas schwierig, aber da wir ja schon am Nachmittag in Bremen waren, hatten wir noch ausreichend Platz. Am Abend ging es dann zu Fuß in besagtes Restaurant, was sprichwörtlich wirklich eine Eckkneipe ist. Leider haben sich auch hier an den Wänden einige „Künstler“ verewigt, was dem Ansehen von draußen natürlich nicht unbedingt zuträglich ist. Aber egal. Türe auf und rein.
Hier wurden wir von einem jungen Team sehr freundlich begrüßt und auch gleich an unseren Platz gebracht. Die Speisekarte wurde sogleich gereicht, und so konnten wir erst einmal stöbern. Erstaunt waren wir über das Angebot. Lässt doch der Name nicht unbedingt eine Tapasbar vermuten, gab die Speisekarte fast ausschließlich warme und kalte Tapas her. Natürlich gab es aber auch „normale“, also große Tellergerichte.
Zusätzlich wurden auf einer großen Tafel im Eingangsbereich verschiedene Tagesgerichte angeboten. Erstaunt war ich vom Mix der angebotenen Tapas. So gab es neben Falafel, Käsespätzle, Blutwurst, Roulade, Ziegenkäse und Fisch so ziemlich alles quer durch den Garten, sogar das norddeutsche Labskaus fehlte nicht als Tapas. Hier hatte man nun also die Qual der Wahl.
Da wir gut Kaffee getrunken hatten, und es doch recht frisch an diesem Februartag war, hatten wir keinen großen Durst, und so bestellten wir für uns viere:
Getränke:
1x 0,75ér Gerolsteiner Medium für 6,50 €
Auch die Hauptspeisen waren schnell klar, und so orderten wir auch hier:
Hauptspeisen:
2x Tapas Fleisch/Fisch zu je 8,90 €
1x Tapas Suppe zu 6,90 €
2x Tapas vegetarisch zu je 5,90 €
1x Tapas Falafel zu 6,90 €
1x Grünkohl-Teller mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, Salzkartoffeln und Senf für 24,90 €
Nun hatten wir uns Zeit im Restaurant umzusehen. Auch wenn das Mobiliar schon etwas in die Jahre gekommen ist, fühlten sich die rustikalen, dunklen Holztische und die schweren Holzstühle mit ihren halbrund geschwungenen Lehnen doch ganz urig und gemütlich an.
Es muss nicht immer hypermodern und neu sein. Hauptsache sauber und ganz, und das war hier der Fall. Um den rustikalen Charme zu verstärken war eine Wand im Lokal komplett mit großen und kleinen Klinkersteinen verziert. Die Theke thront mittig im Raum, von hier hat das Team die Gaststube im Überblick. Hier kann man sitzen, hier kann man klönen.
Nach einer knappen halben Stunde waren dann unsere Gerichte am Tisch, jeder ordnete sich seine Tapas zu, und lunschte über den Tellerrand was denn der andere so hat.
Unsere Freundin hatte sich für die Rote-Beete-Falafel auf buntem Salat mit Frischkäse-Knoblauch-Dip und frischem Obst, sowie den Grünkohl-Tapas entschieden. Die Rote-Beete-Falafel waren drei große, runde Kugeln, welche in einer knusprigen Panade kross frittiert waren. Dazu gab es frischen Salat der Saison.
Auch wenn es „nur“ Möhrenraspel, Gurkensalat, Tomatenviertel, Chicorée und Blattsalat waren, diese waren frisch angerichtet und vor allem auch knackig. Also nichts mit Fertigware. Große Augen bekam ich beim Grünkohl-Tapas, denn das war dann schon fast eine halbe Portion der Großen, welche es heute im Tagesangebot gab.
Hier alles etwas kleiner, und so waren das Kasseler, der Pinkel, die Kochwurst und die Salzkartoffeln in kleine Stücken geschnitten, und somit gleich „mundfertig“. Das ganze auf dem saftigen Grünkohl angerichtet.
Der Lebensgefährte unsrer Bremer Freundin hatte sich den Ziegenkäse mit frischem Salat sowie die Saftigen Bulletten mal anders-im Sesam Brötchen mit Sesam Crunchy Salat und körnigem Senf Dipp bestellt. Der Ziegenkäse kam als zwei große Rollen Ziegenkäse daher, umgeben von dem wie bereits oben beschriebenen frischen Salat der Saison.
Der Ziegenkäse war gewohnt kräftig und aromatisch, so wie man das von solchem auch erwartet. Gespant waren wir auf die Bulletten mal anders, und die kamen hier als Miniburger daher.
Scharf angebratene Bulletten, das hack gut gewürzt, waren zwischen jeweils zwei Hälften eines ebenso kleinen, aber frischen Sesam-Brötchens versteckt. Dazu auch hier frischer Salat und ein milder Senf Dipp, ähnlich dem Dijon Senf.
Meine Frau wünschte sich die Suppe, welche es als Tagesangebot gab, und so wurde ihr die Erbsen-Creme-Suppe mit Kartoffelwürfeln und Möhren gereicht. Die Schüssel, in der die Suppe gereicht wurde, war auch hier von der Größe schon mehr als nur noch Tapas und hätte fast als hauptspeise durchgehen können.
Die Suppe war angenehm mild und schön heiß, in der Suppe kleine Stückchen Möhre und Kartoffel, welche angenehm bissfest waren. Wir könnten uns vorstellen das dieses leckere Süppchen in solch einer Küchenwundermaschine gekocht wird, denn ich kann nicht glauben das diese Suppe, so schön frisch sie war, schon vorgekocht wird.
Dazu gab es auch hier dieses frische Sesam-Brötchen. Als zweite Tapas hatte meine Frau ebenfalls den Ziegenkäse mit frischem Salat, der, wie schon oben beschrieben, auch gut war.
Ich zögerte lange mit mir, aber meine Entscheidung fiel dann doch zugunsten der norddeutschen Küche aus, und so entschied ich mich gegen die Tapas, und orderte den Grünkohl-Teller mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, Salzkartoffeln und Senf.
Und ja, das ist es, was ich am Norden so liebe. Deftige Hausmannskost, und die konnte man auch hier im Flüsseviertel. Auch wenn ich vielleicht etwas wenige Kartoffeln auf dem Teller hatte, die zwei dicken Scheiben Kasseler, welche gut durchzogen mit etwas Fett waren, sehr gut gepökelt waren, und herrlich weich im Biss, holten das kleine Manko wieder heraus. Dazu hier den Bremer Pinkel und die Kochwurst. Diese beiden kannte ich so noch nicht, gibt es im Cuxhavener Raum dann eher den Kohlpinkel und eine Knackwurst. Aber der Bremer Pinkel, welcher durch das Erwärmen aufgeplatzt war und aus seiner Pelle quoll, war richtig schön herzhaft und deftig, aber auch fettig.
Das mag sicher nicht jeder, aber bei diesem Gericht muss das so. Auch die Kochwurst war sehr deftig und gut, und schön knackig im Biss. Passend dazu der ebenfalls deftige Grünkohl, welcher hier nicht nur aus dem Glas auf den Teller geklatscht wird, sondern auch frisch angerichtet wurde, oder aber zumindest TK-Ware war und ordentlich veredelt wurde. So einen leckeren Grünkohl-Teller hatte ich lange nicht mehr.
Wie man unsere Damen so kennt, gab es im Anschluss natürlich noch etwas Süßes in Form eines Schokoküchleins und einer roten Grütze, aber auch der Verdauerli in Form eines Honig-Grappa bzw. einer Williams Christbirne durfte nicht fehlen.
Wir verbrachten angenehme zwei Stunden im Restaurant Flüsseviertel. Es ist eine angenehme Eckkneipe, wo man sich am Abend trifft, und ebend durch die Tapas auch die altehrwürdige, deutsche Küche in kleinen Portionen genießen kann.
Unser Fazit: wir ließen zu viert 99,60 € im Restaurant Flüsseviertel in Bremen. Eine kleine gemütliche Eckkneipe, geführt von einem jungen Team, welches hier mit Tapas aus deutscher und internationaler Küche punkten will und kann. Klar ist das Interieur nicht das neuste, aber macht nicht genau das den Charme einer solchen Eckkneipe aus?
Wir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem... mehr lesen
4.5 stars -
"Kleine gemütliche Eckkneipe mit deftiger Küche - aber alles in Tapas" JenomeWir waren auf Besuch bei Freunden in Bremen, und da wir den Nachmittag als auch den Abend in Bremen verbringen wollten, musste es natürlich auch etwas zum Abendessen geben. Das sollte dann natürlich nicht irgendeine Systemgastronomie in der Innenstadt sein, sondern dann doch eher eine kleine, gemütliche und einheimische Eckkneipe. Da auch bei den Essenswünschen die Meinungen etwas auseinander gingen, schlugen unsere Bremer Freunde das Restaurant Flüsseviertel im gleichnamigen Stadtteil der Bremer Neustadt vor. Ein Tisch wurde vorab reserviert, unserem
Geschrieben am 03.06.2026 2026-06-03| Aktualisiert am
03.06.2026
Besucht am 22.02.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 159 EUR
Unser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn das kleine Töchterchen hatte immerhin Nachtschicht, und die ihr anvertrauten Kinder in der Kinderintensivpflege brauchen ja auch nachts ihre Hilfe. Also sollte es ein Restaurant sein, welches in der Nähe ihrer Wirkungsstätte liegt, oder aber auf dem Weg dahin. Da nun auch noch die Geschmacksrichtung vorgegeben war, fielen letztendlich nur noch zwei Restaurants ins Raster, einmal das neu eröffnete Restaurant in Radeberg, welches wir ja mittlerweile besucht hatten, oder aber das griechische Restaurant Santorini am östlichen Stadtrand unserer Landeshauptstadt.
Hier waren wir das letzte Mal zu RK-Zeiten, das ist also schon fast 15 Jahre her. Wir konnten uns entsinnen, dass wir damals eigentlich recht zufrieden waren, und da es das Restaurant noch immer gibt, kann es ja nicht so viel falsch machen. Mit einem Telefonanruf reservierte ich 5 Plätze, und fragte nach, ob Töchterchens Hundi auch mit ins Lokal darf. Das war kein Problem, einem geselligen Abend stand nichts mehr im Wege.
Am Abend des Geburtstages fuhren wir nun also mit zwei Autos in die Landeshauptstadt. Hier am Rande von Dresden gestaltete sich die parkplatzsuche allerdings recht schwierig. Der Parkplatz eines angrenzenden Supermarktes wird überwacht, Strafzettel also vorprogrammiert, und der kleine Parkplatz des Restaurants ist relativ schwer zu finden, liegt er doch hinter dem Restaurant, nur durch eine schmale Gasse erreichbar.
Nun ging es also erst einmal rein in das Restaurant, freundlich wurden wir von mehreren jungen Herren im Service begrüßt, und n unseren Platz gebracht. Das Restaurant war fast bis auf den letzten Platz ausgebucht, stand doch an diesem Tag ein Büffet zur Auswahl. Dies ist aber nur am Freitag, Samstag und Sonntag hergerichtet, und kostet 24,90 € pro Person.
Für uns stand jedoch fest, dass wir a´la Carte essen wollten, und so brachte uns der nette Herr wenige Minuten später die Karte. Wie überall beim Griechen üblich, ist die Karte natürlich sehr umfangreich, so gibt es allein 21 kalte und warme Vorspeisen und zwei Suppen, sowie 80(!) Hauptspeisen. Da ist von Rind, über Schwein und Fisch bis zum Lamm alles dabei.
Die Preise bewegen sich dabei alle zwischen 20 bis 25 Euronen, nur das argentinische (beim Griechen!) Rumpsteak steht mit über 30 Euro in der Karte. Die Auswahl ist also groß, es sollte also für jeden etwas dabei sein. Denkste, so hatte sich unser kleines Töchterchen auf griechische Nudeln gefreut, die suchte man hier in der Karte allerdings vergeblich. Nach einiger Zeit waren wir dann so weit, und bestellten nun Getränke als auch unsere Speisen gemeinsam.
Getränke:
· 1x 0,5ér Feldschlösschen Rubin für 5,40 €
· 1x 0,2ér Weißwein Santorini für 6,90 €
· 1x 0,4ér KiBa für 5,90 €
· 1x 0,33ér Coca Cola für 3,90 €
· 1x 0,33ér Spezi für 3,90 €
Vorspeisen:
· 1x Schafskäse überbacken mit Knoblauch und Kräutern für 11,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Gyros mit Reis, Pommes Frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 17,50 €
· 2x Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki, dazu ein Salat vom Buffet für 19,90 €
· 1x Keftedakia – Hackfleisch in Tomaten-Weinsauce, dazu Reis, Pommes Frites, Tzatziki und ein Salat vom Buffet für 17,90 €
· 1x Gyros Pfännchen mit Metaxasauce, Champignons, dazu Reis, Pommes Frites und ein Salat vom Buffet für 19,50 €
Nun mussten wir knappe 10 Minuten warten, bis unsere Getränke am Tisch waren. Bei dem vollen Restaurant ok, so hatten wir Zeit uns etwas umzusehen.
Das Restaurant ist in zwei teile aufgeteilt, einmal im Haupthaus, wo auch die Theke, die Küche als auch die beiden Buffets stehen, nebenan im Anbau dann noch einmal ein großer Raum mit vielen Tischen und Bänken. Dabei sind viele Tische als gemütliche Sitzecken konfiguriert, andere wiederum kann man als lange Tafel zusammenschieben.
Tische in edlem Holzdekor, die Stühle mit einem mediterran farbenen Polster angenehm zum Sitzen. Die Tische werden zwar bei jedem Wechsel abgewischt, aber unter den Tischen sah es teilweise verehrend aus, Töchterchens Hundi hatte hier locker ihr Abendbrot beisammen. Ob das nur von einem Abend ist? Ich weiß es nicht.
Endlich kamen nun auch unsere Getränke, und nachdem wir auf das Geburtstagskind angestoßen haben, ging es an die Salatbar zum Salat fassen.
Der Salat war nun wieder völlig einfach gehalten, das meiste davon Convenience, kaum was Frisches. So gab es Mais, rote Beete, Kidneybohnen und Krautsalat aus der großen Dose, einzig grüne Gurke, Blattsalat, Tomate und der Möhrenraspel waren frisch, und schmeckten halt teilweise recht lasch, da ja gerade für Tomate und grüne Gurke noch keine Saison ist.
Lasch schmeckte auch das Dressing, welches als Knoblauch-Joghurt-Dressing und als Kräuter-Joghurt-Dressing angeboten wurde. Im Nachhinein hätte man sich das sparen können.
Weitere 10 Minuten später kam dann der Schafskäse überbacken, den Frauchen und das große Töchterchen sich teilen wollten. Allzu viel gab es da nicht zu teilen, die Scheibe Schafskäse im Schälchen reichte aber für die beiden zu.
Der Käse herzhaft würzig, leicht angebräunt und mit Peperoni, Oliven und frischen Zwiebeln angesetzt. Dazu ein Stückchen Fladenbrot, so wie wir es vom örtlichen Dönerladen kennen.
Ausreichend für die beiden Damen, es war nur ein kleiner Vorgeschmack auf die griechische Küche.
Wiederrum 10 Minuten später ging es dann mit den Hauptspeisen los. Hier hatte sich unser Geburtstagskind für das Gyros Pfännchen mit Metaxa Sauce entschieden.
Das Pfännchen ist gut, in einer Blechpfanne wurde hier mehrere Streifen Gyros serviert, ertränkt in dieser milden Metaxa Sauce. Dabei bekam man zum Glück nicht so richtig mit das das Gyros völlig trocken und kaum gewürzt war.
Als Beilage gab es auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis. Besser hätte hier wohl frisches Baguette dazu gepasst.
Da die Kleine nicht ihre griechischen Nudeln bekam, entschied sie sich für das Keftedakia, die Hackfleischbällchen in Tomaten-Weinsauce. Neun kleine Hackfleischbällchen lagen hier in einer Schale, unter den Bällchen eine dunkelrote Sauce, die zwar nach Tomate schmeckte, aber wo von Weißwein keine Spur war.
Während die Fleischbällchen würzig und gut gebarten waren, war die Sauce einfach nur tomatig. Auch hier wieder auf einem extra Teller Pommes Frites und Reis, und auch hier hätte frisches Baguette besser dazu gepasst.
Unsre Große liebt Gyros, und so war es klar, dass sie sich den Gyrosteller nimmt. Allerdings war sie von diesem Gyros enttäuscht, denn er war nicht nur trocken durch zu langes braten, er war auch geschmacklich einfach zu fad.
Da fehlte einiges. Auch die mitgelieferten Pommes Frites, waren wie bei allen anderen Speisen, kaum gewürzt und teilweise pappig. Sie hätten gern noch etwas Zeit in der Fritöse verbringen können. Auch der Tomatenreis war nun nicht unbedingt der Bringer, denn auch dieser war geschmacklich sehr fad und pappig.
Herr Jenome und Frauchen haben sich für die Platte Sokrates mit Gyros, Souflaki, Souzuki, Reis, Pommes frites und Tzatziki entschieden. Auch hier wieder das Gyros zu trocken und kaum gewürzt, was man leider auch vom Souflaki sagen muss.
Das Souflaki hatte zwar schöne Grillspuren zu verzeichnen, allerdings war das Fleisch auch hier total trocken und kaum gewürzt. Gut war dafür das Souzuki, denn dieser Hackfleischkloß war richtig gut würzig und scharf angebraten. Auch hier wieder die Pommes und der Reis, auf die wir auch gern verzichtet hätten.
Da noch etwas Zeit war, bis das kleine Töchterchen auf Arbeit musste, gönnten die Damen sich noch einen Nachtisch. So bestellten sie sich noch einmal:
· 1x Griechischer Joghurt für 6,90 € · 1x Tiramisu für 7,50 €
Wenige Minuten später waren die beiden Nachspeisen am Tisch. Der griechische Joghurt wurde natürlich mit recht viel Honig angerichtet, dazu gab es einen Klecks Sahne und eine Kugel Vanilleeis.
Das Tiramisu sah dann auch wieder ganz nach Convenience aus, denn so wie wir es nun auf dem Teller hatten, kennen wir es auch aus dem Supermarkt. Aber gut, wir sind beim Griechen, nicht beim Italiener.
Zum Glück gab es zwischendurch immer mal einen Ouzo, denn da kam immer wieder mal einer der jungen Herren mit einem vollen Tablett durch das Restaurant.
Nach knapp 1,5 Stunden waren wir fertig, Töchterchen musste zur Nachtschicht. Also konnte Schwiegersöhnchen zahlen, was mit Karte kein Problem war.
Unser Fazit: für uns fünf Leute standen 159,90 € auf der Rechnung, da Schwiegersöhnchen Geburtstag hatte, wurden ihm knapp 5 Euro erlassen, und er musste nur 155 Euro zahlen. Ich glaube nicht dass wir so schnell wieder hier her kommen, für uns ist das eher ein unterdurchschnittlicher Grieche mit zu viel Convenience. Da geben sich andere Gasthäuser mehr Mühe, und bieten zum Beispiel auch die griechischen Bratkartoffeln und eine bessere Auswahl am Salat an.
Unser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn... mehr lesen
Santorini
Santorini€-€€€Restaurant035126552526Ullersdorfer Platz 1, 01324 Dresden
2.5 stars -
"Großstadtgrieche - da gibt man sich bei uns auf dem Land doch mehr Mühe" JenomeUnser neues Schwiegersöhnchen hatte Geburtstag, und wie er es bei uns im letzten Jahr gelernt hatte, gehen wir als Familie gemeinsam essen. Wie die jungen Männer vom Land so sind, lieben die natürlich Fleisch, meistens viel Fleisch. Unser Schwiegersöhnchen ist da keine Ausnahme, vor allem aber liebt er die griechische Küche. Also war klar, wohin die Reise gehen sollte. Und wer durfte wieder suchen? Na klar, Herr Jenome. Nun bestand aber die Schwierigkeit darin, nicht irgendwo essen zu gehen, denn
Unser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Unser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche€-€€€Restaurant04844275Alte Kirche 1, 25849 Pellworm
5.0 stars -
"Unser GG Senior hat heute nun seinen 100 erreicht" JenomeUnser Wastel hat nun heute seinen 100.ten Geburtstag. Gefeiert wird natürlich in der NordseeLodge, wo der junge Herr seit zig Jahren als Stammgast präsent ist. Das Geburtstagsmenü: Lammbraten vom Salzwiesenlamm oder Lachs mit Spargel. Beides lecker, ein ausführlicher Bericht folgt, wir müssen erst mal feiern.
VG von Wastel und Lucie sowie Frau Jenome
Geschrieben am 29.04.2026 2026-04-29| Aktualisiert am
29.04.2026
Besucht am 15.02.2026Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 100 EUR
Seit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier, bekommt man ihn noch so frisch. Und trotz, dass wir nun schon so viele Jahre hier umher sind, gibt es noch immer viele unentdeckte Restaurants für uns.
So auch das Fischereihafen Restaurant Lloyds. Jedes Mal, wenn wir zu einem der vielen Restaurants im Fischereihafen fahren, kommen wir hier vorbei, haben es aber bisher immer links liegen gelassen. Das sollte sich diesen Urlaub nun endlich mal ändern, und bei der Vorplanung unseres Urlaubes bestellte ich also hier online einen Tisch für uns dreie.
Am besagten Abend konnten wir dann unseren vierrädrigen Untersatz beim benachbarten „Wrack- und Fischereimuseum Windstärke 10“ abstellen, und hatten nun nur wenige Meter zum Restaurant.
Vorbei am mit Glas verkleideten Biergarten ging es zum Eingang, hier warteten wir erst einmal auf eine der beiden Damen im Service, welche gerade ganz gut beschäftigt waren. Nach ein paar Minuten des Wartens kam dann eine der Damen zu uns, und fragte nach der Reservierung, da soweit alles voll ist. Im Augenwinkel erspähte ich zwei freie Tische, welche bereits entsprechend eingedeckt waren. Die Dame war allerdings ziemlich überfordert mit der Situation oder dem Stress, und setzte uns dann an einen Tisch, welcher für 2 Personen eingedeckt ist. Wenige Minuten später kam dann ein Pärchen, diese wurden dann an den Tisch gesetzt, welcher für drei Personen eingedeckt war. Naja, egal, denn das fehlende Besteck kam ja wenige Minuten später.
Gleichzeitig mit dem fehlenden Besteck wurde uns auch die Speisekarte gereicht. Da wir ja hier in einem Fischrestaurant sind, überwiegt natürlich das Angebot an Fischgerichten. Die Preise liegen dabei zwischen 19 Euro für Seelachs und 32 Euro für Limandesfilet. Auch die verschiedenen Matjesvariationen liegen um die 19 Euro und die Fischsuppe als Vorspeise kratzt an der 10- Euromarke. Und wer im Fischrestaurant nun gar keinen Fisch mag der kann noch immer zwischen Putenmedaillons oder Schweinemedaillon wählen.
Wir waren recht schnell fündig mit unserer Auswahl, und so konnten wir bereits wenige Minuten später mit unserer Getränkebestellung auch unseren Speisewunsch angeben.
Wir orderten:
Getränke:
1x 0,4ér Krombacher Pils für 5,10 €
1x 0,2ér Hauswein Cuvée weiß vom Weingut Heinrich Vollmar für 6,80 €
1x 0,3ér Sinalco Cola für 3,80 €
Vorspeisen:
1x Klare Fischsuppe „Fischereihafen-Restaurant“ mit verschiedenen Fischfilets, Black Tiger Garnelen, Wurzelgemüsen und Baguette für 9,50 €
Hauptspeisen:
1x „Pannfisch“ Verschiedene Fischfilets aus der Butterpfanne in Senf - Dillsauce, dazu Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln für 22,50 €
1x Fischteller bestehend aus: Drei verschiedene Fischfilets und Garnelenspieß, in Butter gebraten, dazu Kräuterrahmsauce und kleine Schmorkartoffeln mit Rosmarin für 25,50 €
1x Filet vom Seelachs, in Butter gebraten, gratiniert mit Blattspinat und Mozzarella, dazu Kräuterrahmsauce und kleine Schmorkartoffeln mit Rosmarin für 22,50 €
Nun hatten wir erst einmal über 10 Minuten Zeit, ehe unsere Getränke kamen. Zeit genug sich im Restaurant mal umzuschauen. Groß, hell, freundlich. Bodentiefe Fenster bringen am Tag ausreichend Licht herein, am Abend war mit den hellen LED-Leuchten natürlich auch für genügend Helligkeit gesorgt. Helle Tische und die hellen Korbstühle passten da ganz gut dazu.
Die Tische sind immer als 2ér Tische ausgelegt, so kann man nach Belieben den Raum gestalten und kleine oder große Gruppen ganz gut unterbringen. In der Mitte des Raumes ist die große Theke, von hier haben die Damen einen guten Überblick über das Restaurant, und auch der weg in einen zweiten Raum, direkt angrenzend, ist nicht weit. Dahinter kann man immer wieder mal einen Blick in die Küche erhaschen.
Die Tische sind mit einem Läufer aus Stoff eingedeckt, es stehen Salz-und Pfeffermühle bereit. Für jeden Gast wird extra eingedeckt und die Tische gründlich nach jedem Besuch gereinigt.
Nun konnten wir also unsere Getränke zu uns nehmen, und auch hier war ich wieder erstaunt, dass es kein norddeutsches Bier im Ausschank gab, sondern Krombacher hier als Hausmarke kredenzt wird. Auch ungewöhnlich, hier wird Sinalco ausgeschenkt. Mal was anderes.
Ich hatte mein Bier vom ersten Schluck noch gar nicht richtig abgesetzt, kam auch schon meine Klare Fischsuppe a la „Fischereihafen-Restaurant“.
Die Fischsuppe war angenehm heiß, sie dampfte noch schön und man musste vorm Verzehr etwas pusten. Obenauf schwammen einige kleine Fettaugen, allerdings fehlte mir persönlich insgesamt etwas die Würze, für meine Frau wäre sie so perfekt gewesen.
Dafür war aber dann recht viel verschiedener Fisch drin, auch 2 Garnelen habe ich gefunden. Abgerundet wurde die Fischsuppe mit Möhre und Lauch, welche kleingehäckselt dem Sud beigegeben wurden. Als Beilage gab es frisches Baguette.
Auf unsere Hauptspeisen mussten wir nun noch etwas warten, denn erst eine halbe Stunde nach meiner Suppe, bzw. eine dreiviertel Stunde nach Bestellung brachten uns die beiden Damen das Essen an den Tisch.
Töchterchen hatte sich heute für das Filet vom Seelachs entschieden, welches gratiniert mit Blattspinat und Mozzarella war. Der Seelachs war ein ordentlich großes Filet, der Fisch war frisch und angenehm im Biss.
Der Spinat obenauf war kräftig würzig, der Mozzarella war gut überbacken, erste kleine Bräunungsbläschen hatten sich gebildet. Dazu gab es eine milde Kräuterrahmsauce, welche auf den ersten Blick eher an eine Senfsoße erinnerte. Diese war gut im Geschmack, und passte zum Fisch. Dazu gab es Rosmarinkartoffeln, welche richtig gut geröstet waren und schön fest im Biss waren. Eine winzige Salatbeilage rundete das ganze ab.
Frauchen hatte sich den Fischteller mit drei verschiedenen Fischfilets rausgesucht. Die Fischfilets bestanden heute aus Seelachs, Rotbarsch und Kabeljau. Alle drei Fisch waren vom Geschmack her deutlich zu unterscheiden. Vor allem der milde Kabeljau und der kräftige Rotbarsch stachen hervor.
Alle drei Filets waren ausreichend groß, und angenehm krossgebraten. Obenauf gab es einen Garnelenspieß, der mit 5 Garnelen gespickt war. Den überließ dann meine Frau lieber mir. Ich fand ihn gut, die Garnelen schön fest und mild im Geschmack. Auch hier wieder die gleiche Kräuterrahmsauce und Rosmarinkartoffeln wie bei Töchterchen.
Ich wollte heute den „Pannfisch“, welcher hier in Cuxhaven aus verschiedenen Fischfilets angerichtet wird, also so, wie ja eigentlich Pannfisch zubereitet wird. Auch ich hatte heute hier die drei Sorten Seelachs, Rotbarsch und Kabeljau wie mein Frauchen.
Allerdings waren meine drei Filets nicht ganz so krossgebraten, und kamen etwas blasser daher. Gut geschmeckt haben sie deswegen trotzdem. Zum Pannfisch gehört natürlich eine gute Senfsoße, und die wurde hier gereicht. Eine kräftige, sämige, dunkle Sauce wurde hier angerichtet, und mit Dill verfeinert. Die Sauce war sehr gut im Geschmack, allerdings hätte ich mir die Soße in einem extra Kännchen gewünscht, und nicht das der ganze Fisch darin ertrinkt.
Ich hatte, ebenfalls traditionell zum Pannfisch, Bratkartoffeln. Und ja, auch die können sie hier. Auch wenn die Rohkartoffeln sicher schon geschnitten als Convenience hier ankommen, sie waren richtig schön krossgebraten, die Ränder der Kartoffeln waren schön knusprig. Sie waren gut gewürzt, und auch mit Speck- und Zwiebelstippen wurde nicht gespart. Auch hier wieder die winzige Salatbeigabe, welche eigentlich nicht der Rede wert ist.
Wir waren nun eine Stunde hier, und wollten dann eigentlich nur noch nach Hause. Nicht wegen dem Essen, aber immer wieder blieb die Tür nach draußen offenstehen, da die Gäste da wahrscheinlich immer wieder an den Türfeststeller kamen. Somit zog es immer wieder kalt herein, und wir fröstelten dann doch ganz schön. Das Bedienpersonal störte sich nicht drum, nur wir und andere Gäste standen immer wieder auf, und mussten die Türe schließen. Und dann nervte ein andauernder, ganz leiser Piepton permanent im Hintergrund, was uns letztendlich zu viel wurde.
Unser Fazit: wir ließen zu dritt 100,80 € im Fischereihafen Restaurant Lloyds in Cuxhaven. Das Essen war gut, die 5 Sterne von unserem Lieblingsrestaurant um die Ecke erreicht es aber nicht. Und die Bedienung war dann doch so etwas…….
Seit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier,... mehr lesen
4.0 stars -
"Gutes Essen, gemütliches Ambiente, nur die Bedienung war an dem Abend etwas überfordert" JenomeSeit über 20 Jahren fahren wir nun schon in die Cuxhavener Ecke in unseren Winterurlaub. Während andere auf Skiern die Hänge in den Bergen herunterfahren, genießen wir bei langen Strandspaziergängen die Stille, die Weite und natürlich das raue Klima im Winter an der Nordsee. Das macht natürlich hungrig, und so geht es für uns dann doch fast jeden Tag in eine Gastronomie. Und wenn wir schon mal hier oben sind, gibt es natürlich immer Fisch, denn wo, wenn nicht hier,
Besucht am 15.02.20263 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Das altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein Unbekannter oder ein blutiger Neuling, sondern einer, der bereits seit vielen Jahren in Cuxhaven auch schon solch ein Café betreibt. Die Rezensionen auf diversen Portalen und in sozialen Netzwerken sind sehr durchwachsen, meist wird bemängelt, dass das Team wohl nicht so recht den Anforderungen gewachsen ist. Also mussten wir uns doch nun auch einmal unser eigenes Bild machen, und so fuhren wir hinüber nach Otterndorf, dem kleinen Städtchen, welches über 20 Jahre unser Urlaubsdomizil im Februar war. Unser Auto konnten wir ziemlich direkt gegenüber des Cafés in einer der wenigen Parkbuchten abstellen, in den Sommermonaten ist das Parken hier fast unmöglich.
Erstaunt waren wir, dass sich am Café von außen überhaupt nichts geändert hat, und man nun schon deutlich sieht, dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist. Hier sollte dann doch mal etwas investiert werden, denn der erste Eindruck mach viel aus.
Beim Betreten des Cafés fühlten wir uns wieder in die alte Zeit zurückversetzt, denn noch immer steht gleich links nach dem Eingang die riesige Theke, welche früher voll mit Torten gefüllt war. Heute versucht man den Platz auszufüllen, indem man die wenigen Torten und Kuchen einfach weiter auseinanderstellt. Wie früher auch gibt es eine Eis Theke, an der man sich auch für außer Haus eine Eiswaffel holen kann.
Rechts vom Eingang ging es einige Stufen hinauf in den großen Cafébereich. Hier hat man aber nun schon investiert, ob einer der Vorgänger oder der aktuelle Betreiber ist uns nicht bekannt. Helle, dick gepolsterte Lederstühle sind großzügig im Raum verteilt, früher hatte man hier deutlich mehr Gestühl stehen.
Die typischen kleinen, runden Cafétische standen in der Mitte, die größeren an den Fenstern und im hinteren Bereich. Während die kleinen Cafétischchen geradeso ausreichten um Kaffee und Eis auf dem Tisch zu platzieren, hatten die größeren dann ausreichend Platz. Während man im hinteren Bereich eher ruhig und fast ein bisschen abgeschieden sitzt, hat man vor an den großen Fenstern einen herrlichen Blick auf den alten Marktplatz und die wunderschöne Kirche von Otterndorf.
Wie in vielen anderen Cafés auch, muss man hier zur Kuchenauswahl an die große Theke, während Getränke und Eisbecher am Tisch bestellt werden. Kleine Speisekarten mit Getränken und anderen italienischen Spezialitäten liegen auf den Tischen bereit, ebenso eine extra Karte für die Eisbecher.
Wir orderten also:
Getränke:
• 1x ,4ér Milchshake für 4,90 € • 1x Cappuccino für 3,3 € • 1x Latte Macciato mit Baileys für 4,80 €
Speisen:
• 2x Eierlikör Becher für 9,90 € • 1x Amarena Becher für 9,90 € • 1x Stück Zitronen-Torte für 4,50 € • 1x Eclair für 2,80 €
Während hinter dem Tresen mehrere junge, italienische Herren werkeln, ist im Service eine sehr junge Dame allein im Service, und oftmals deutlich überfordert. Sie ist nicht unbedingt die schnellste, vergisst auch hier und da mal was, sodass sich an den Nachbartischen schon ab und an mal etwas lauter beschwert wird. Wir sind im Urlaub, nicht auf der Flucht, und gerade zum Kaffeetrinken haben wir doch mehr als ausreichend Zeit. Und zumindest brachte man es hier fertig, Eis, Kuchen und Kaffeegetränke gleichzeitig an den Tisch zu bringen. Beim letzten Café-Besuch in Bayern hatten wir ja ne viertel Stunde Luft dazwischen.
Unsere Kaffeegetränke waren richtig gut, und kräftig, hier merkt man das Italiener ebend Ahnung haben vom Cappuccino und Latte. Auch der Milchshake war gut angerichtet, und fürs Auge mit Schokosauce am Glasrand verfeinert.
Nun hieß es also ran an die leckeren Sachen, und bevor das Eis schmilzt, lassen wir halt den Kuchen stehen, und kümmern uns erst mal ums Eis. Meine beiden Damen hatten sich die Eierlikör Becher gewünscht, und was da in einem dicken, großen Glas kam, konnte sich erst mal sehen lassen.
Wie gewünscht gab es Eierliköreis, Schokoeis und Vanille, obenauf reichlich Sahne und natürlich ein kräftiger Schluck Eierlikör. Während Schoko- und Vanilleeis ganz gut schmeckten, war das Eierliköreis viel zu fad im Geschmack, und schmeckte eigentlich nach gar nichts. Das haben wir aber von einem italienischen Eiscafé besser erwartet. Dafür war die Sahne schön steif und nicht zu süß, der Eierlikör obenauf normaler Likör aus dem Supermarkt.
Ich konnte mich über meinen Amarena Becher nicht beschweren. Kirsch- und Vanilleeis waren gut und kräftig im Geschmack, die Amarena Kirschen gut eingelegt, ja die hatten es in sich, und dazu natürlich noch ein kräftiger Schluck Kirschwasser. Auch hier wieder die leckere, feste Sahne mit Schokostreuseln drauf.
Dann ging es auf zum Kuchen. Die Mädels hatten sich das Stück Zitronen-Torte geteilt, dafür gab es auf Wunsch auch zwei Gabeln geliefert. Der Kuchen war gut, kommt aber bei weitem nicht an die Torten von Brühnings heran.
Der Teig, welcher in zwei Schichten verarbeitet war, war uns etwas zu trocken. Gut, dass es da die leichte Zitronencreme mit Gelee darauf gab, das frischte etwas auf.
Ich hatte mir ein Eclair genommen, ab und an esse ich solche Dinger ganz gerne mal. Allerdings reichte mir ein Bissen davon, denn dieses Eclair hier war mit Schokocreme gefüllt statt mit normaler Creme, und das war mir dann doch zu viel Schoki. Meinen Mädels hat´s geschmeckt.
Nach einer Stunde waren wir fertig mit unserem Kaffeetrinken, und jetzt sollte es ja noch weiter in Otterndorf gehen. Wir zahlten, zur Kartenzahlung musste ich aber an den Tresen kommen.
Unser Fazit: wir zahlten zu dritt glatt 50 Euro in der Gelateria da Marco, dem ehemaligen Café Brühning in Otterndorf. Man gibt sich Mühe, aber hier ist noch sehr viel Luft nach oben. Im Service, im Geschmack, in der Auswahl. An das alte Café Brühning kommen sie nicht heran.
Das altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein... mehr lesen
Gelateria da Marco
Gelateria da Marco€-€€€Cafe, Eiscafe04751 9995810Am Kirchplatz 4, 21762 Otterndorf
3.0 stars -
"Das altehrwürdige Café Brühning-lang ist es her, und der Weg dahin sehr weit" JenomeDas altehrwürdige Café Brühning in Otterndorf bei Cuxhaven war eine Institution und weit hin bekannt. So waren auch wir in jedem Winterurlaub mindestens einmal dort um Eis oder von den vielen selbstgebackenen Torten und Kuchen zu essen. Vor einigen Jahren ging Familie Brühnung nun in den Ruhestand, seitdem hat das Café eher unruhige Zeiten erlebt. Mittlerweile ist mit der Gelateria da Marco der dritte Nachfolger im Haus, der nun versucht an die alten Zeiten anzuknüpfen.
Dabei ist der neue Gastronom kein
Besucht am 14.02.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 83 EUR
Wir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab es für uns nur eins, fliehen.
Jetzt sind wir im Cuxhavener Ortsteil Sahlenburg heimisch geworden, hier ist es, bis auf die Wochenenden, genauso ruhig wie in Otterndorf vor 15 Jahren noch. Der Campingplatz geschlossen, die Häuser weitestgehend leer, und so kann man sich die Ferienwohnungen mit direktem Meerblick frei aussuchen. Hier kann man also noch so richtig die Seele baumeln lassen. Allerdings hat dies auch einen entscheidenden Nachteil, denn jegliche Gastro im Ortsteil, bis auf ein großes, neues Restaurant haben geschlossen.
Nicht so dieses Wochenende. Da der 14.02. war, und dies ja in Deutschland groß als Valentinstag zelebriert wird, hat das Restaurant "Zum Finkenmoor" in Sahlenburg ebend ihre Saisoneröffnung vorverschoben, und ich konnte per Mail einen Tisch für uns zwei reservieren. Uff, somit war zumindest der erst Abend gesichert.
Am Abend ging es dann zu Fuß von unserer Ferienwohnung am Deich in das nur wenige hundert Meter entfernte Restaurant. Hier staunten wir nicht schlecht, denn der Parkplatz war zwar fast leer, aber das Restaurant war bis auf den letzten Platz voll. Wie sich herausstellte waren es alle einheimische Sahlenburger, die sich freuten, dass Familie Mikkelsen wieder geöffnet hat. So war ein Schützenverein anwesend, aber auch mehrere Familien. Und zwischendrin wir Touristen.
Von der Chefin des Hauses wurden wir freundlich begrüßt, und da wir uns mit unserem Vierbeiner angemeldet hatten, bekamen wir einen Tisch in der Ecke des Wintergartens zugewiesen, somit hatte Hundi seine Ruhe unter dem Tisch.
Die Speisekarte war auch sofort zur Hand, und so konnten wir erst einmal stöbern. Versprochen wird hier gutbürgerliche, deutsche Küche mit frischem Fisch vom Kutter. Wer keinen Fisch mag, der bekommt hier natürlich auch sein geliebtes Schnitzel in verschiedenen Variationen oder Rumpsteaks von heimischen Färsen. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 18 bis knapp über 30 Euro. Für uns war ja klar, was es an der Nordsee geben sollte, und somit beschränkten wir den Blick auf die Fischkarte.
Nach kurzer Zeit war die Chefin des Hauses wieder am Tisch, und wir konnten bestellen.
Getränke:
1x 0,4ér Krombacher Pilsner für 4,90 €
1x 0,2ér Weißwein Müller-Thurgau trocken vom Flonheimer Binger Berg für 6,30 €
Vorspeise:
1x Tomatensuppe nach Art des Hauses mit Sahnehaube für 6,90 €
1x Fischsuppe nach „Käptn´s Art“ mit reichhaltiger Einlage für 7,90 €
Hauptspeise:
1x Kabeljau mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln für 25,50 €
1x Fischplatte Neuwerk – 3 Sorten Fischfilets nach Anlandung, mit Remoulade und Bratkartoffeln für 25,90 €
Da das Lokal voll war, der Chef des Hauses in der Küche werkelt, und Mutter und Tochter den Service schmeißen, dauerte es jetzt ein bisschen, bis unsere Getränke kamen. Zeit sich etwas umzuschauen. Eigentlich ist das Restaurant ein gewöhnliches Wohnhaus, in welchem das Erdgeschoss zum Restaurant umfunktioniert wurde. Entsprechend klein war es mal in der Ausgangslage, dies wurde aber später mit einem Anbau als Wintergarten gelöst. So sitzt eine Hälfte der Kunden im Haus, der Rest im Wintergarten. Das Restaurant ist modern und hell gehalten, auf den großen Stühlen sitzt man bequem. Aus Corona Zeiten gibt es hier noch die leidigen Trennwände aus Kunststoff, und sollen so womöglich noch etwas Privatsphäre vermitteln. Kann man haben, aber muss man nicht mehr haben.
Nach 10 Minuten kam dann die Tochter des Hauses mit unseren Getränken an den Tisch. Dabei staune ich immer wieder hier oben in Cuxhaven das kein heimisches Bier, oder zumindest von der Küste verkauft wird, sondern ebend wie hier Krombacher. Naja, schade.
Nach weiteren 5 Minuten waren dann auch unsere beiden Vorsuppen am Tisch. Meine Frau hatte sich natürlich die Tomatensuppe nach Art des Hauses bestellt. Uns huschte erst einmal ein kleines Lächeln übers Gesicht, kennen wir doch das Geschirr aus dem heimischen Küchenschrank. Und da passte die Suppe natürlich gut rein. Hellrot strahlte die Tomatensuppe aus der Schüssel, war angenehm heiß und geschmacklich richtig gut.
Hier schmeckte und merkte man das diese Suppe nicht aus der Tüte angerührt wird, denn die Suppe war grob püriert, sodass noch immer das Tomatenfleisch in der Suppe wahrnehmbar war. Sie war mild gewürzt, sodass der Tomatengeschmack voll zur Geltung kam. Dazu war sie noch angenehm cremig, perfekt für meine Frau. Als Beilage gab es zwei Scheiben frisches Brot.
Ich hatte mir die Fischsuppe nach „Käptn´s Art“ mit reichhaltiger Einlage gordert. Über reichhaltiger Einlage kann man sich sicher streiten, aber ich sage mal für den Preis war die Fischeinlage hier doch recht gut.
In anderen Restaurants bezahlt man ja für so ein Fischsüppchen locker mal 12 Euronen. Als weitere Einlage waren in der heißen Suppe noch Möhren, Erbsen, Lauch und Lauchzwiebeln sowie Petersilie. Der klare Sud war kräftig, würzig und richtig gut im Geschmack. Auch hier dazu zwei halbe Scheiben Brot.
Zirka 20 Minuten nach unseren Vorspeisen kamen dann auch schon die beiden Hauptspeisen. Meine Frau hatte sich die Fischplatte Neuwerk – 3 Sorten Fischfilets nach Anlandung, mit Remoulade und Bratkartoffeln auserkoren. Heute waren im Netz des Fischers Seelachs, Kabeljau und Rotbarsch hängen geblieben, und hier auf dem Teller gelandet. Drei große Filets lagen da, alle sehr gut und kross auf der Haut gebarten, die Innenseite des Fisches auch schön braun gebraten.
Dabei war der Fisch schön fest und noch angenehm frisch und saftig im Fleisch. Nicht ganz so angenehm waren da eher die Bratkartoffeln. Sie waren zwar ordentlich mit Speck und Zwiebel gebraten, und obenauf mit frischem Lauch verfeinert, allerdings trieften sie nur so von Fett.
Auch fehlte hier und da noch der gewisse Bräunungsgrad. Das Gewisse etwas fehlte auch der Remoulade, denn diese schmeckt sehr stark nach Mayonnaise statt nach leichter Remoulade.
Für mich war zu dieser Jahreszeit klar, es kann nur Kabeljau mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln geben.
Und dieser Kabeljau hier hatte es in sich, denn ein ordentlich großes Filet lag da auf dem Teller. Wie beim anderen Fisch auch, hier ordentlich kross gebraten, dabei aber noch immer frisch und saftig im Fleisch, wobei das Fleisch schön fest und bissig war.
Auch hier wieder die Bratkartoffeln, welche vom Ansatz her richtig gut waren, aber den letzten Touch verfehlt haben. Gewürzt waren sie ja gut, nachwürzen wäre allerdings nicht möglich gewesen, denn Salz-und Pfefferstreuer fehlten gänzlich. Die Kräuterbutter war selbst angerichtet, und als Kugel auf dem Teller serviert. Mehr brauchte ich nicht.
Zwischenzeitlich war dann schon mein Bier eine ganze Weile alle, ich hätte gern noch ein neues gehabt, aber irgendwie hat man zwischendurch unseren Tisch vergessen. Stattdessen saßen Tochter und Mutter an verschiedenen Tischen und hielten Klönschnak, man freute sich das man wieder zusammenkam, auch der Koch kam später noch mit dem ein oder anderen Schnäpsle an den ein oder anderen Tisch, und man unterhielt sich angeregt. Leider übersah man da auch unsere Handzeichen. Schade, denn als man uns dann endlich wahrnahm, wollten wir nur noch nach Hause.
So orderten wir auf die fettigen Bratkartoffeln noch je einen Neuwerker Aquavit für je 2,90 €, verlangten die Rechnung, und machten uns auf in unsere wunderschöne Ferienwohnung mit direktem Blick zur Insel Neuwerk.
Unser Fazit: wir ließen zu zweit 83,20 € im Restaurant "Zum Finkenmoor" in Cuxhaven-Sahlenburg. Ein kleines, privat geführtes Restaurant, welches auch vor allem von den Einheimischen angenommen wird. Da kann das ja nicht schlecht sein. War es im Grunde auch nicht, denn beide Suppen als auch der Fisch waren richtig gut, nur die Bratkartoffeln waren nicht so unser Ding. Einen Punkt Abzug auch im Service, denn auch wenn man sich freut sich nach dem Winter wieder zu sehen, und bissel schnaken will, sollte man doch alle Gäste im Blick behalten. Unser nächster Urlaub in Sahlenburg im Februar 2027 ist geplant, und wir hoffen das wir dann noch einmal hier testen kommen können.
Wir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab... mehr lesen
Restaurant im Hotel Zum Finkenmoor
Restaurant im Hotel Zum Finkenmoor€-€€€Restaurant, Hotel0472129026Nordheimstraße 170, 27476 Cuxhaven
4.0 stars -
"Das Essen war gut, aber bei aller Freude zum Ende der Winterpause hatte man uns etwas vergessen" JenomeWir fahren ja nun schon seit fast 25 Jahren immer im Februar für eine Woche an die Nordsee im Cuxland. So waren wir immer bei ein und demselben Vermieter im gleichen Haus im malerischen Städtchen Otterndorf, gleich hinter dem Deich, man kam sozusagen zu Hause an. Mittlerweile haben sich die Herrschaften aus Aalen aber aus der Vermietung zurückgezogen, und ihr Haus an eine größere Ferienhausfirma übergeben. Somit änderten sich natürlich auch die Preise, und gingen drastisch nach oben. Da gab
Nach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind unglaublich erleichtert, dass durch den schnellen und beherzten Einsatz der Feuerwehren ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert werden konnte. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar“, betont Zimmer. Besonders der linke Anbau, in dem sich das Feinschmecker-Restaurant befindet, konnte vor den Flammen gerettet werden. Hier konnte durch den professionellen Feuerwehreinsatz (über 160 Einsatzkräfte) Schlimmeres verhindert werden – eine Nachricht, die nicht nur das rund 20-köpfige Team des Hauses aufatmen lässt, sondern auch viele Gäste und Freunde des Traditionsbetriebs. Trotz der Belastung durch die Ereignisse arbeitet das Team bereits unter Hochdruck an der Wiederaufnahme des Betriebs. „Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder für unsere Gäste da zu sein“, erklärt Zimmer weiter. Bereits am morgigen Samstag, 11.04.2026 soll das Restaurant wieder öffnen – sicher sehr zur Freude zahlreicher Feinschmecker aus der Region sowie vieler Unterstützer, die nach den dramatischen Bildern des Brandes ihre Anteilnahme gezeigt haben.
Der Schock sitzt dennoch tief – bei den Mitarbeitenden ebenso wie bei den Gästen. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs am frühen Nachmittag befanden sich mehrere Urlauber im Haus. Glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt. Wann genau Klarheit über die Brandursache herrschen wird, ist derzeit noch offen. Die Ermittler rechnen damit, dass die Untersuchungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Bis dahin bleibt für die Betreiberfamilie Zimmer vor allem eines im Fokus: der Blick nach vorne und der schnelle, aber sichere Neustart ihres Hauses.
Nach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind... mehr lesen
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle€-€€€Restaurant02671-8955Wilde Endert 2, 56812 Cochem
stars -
"Nach schwerem Brand - Bereits am morgigen Samstag, 11.04.2026 soll das Restaurant wieder öffnen" JenomeNach dem verheerenden Brand im bekannten Hotel-Restaurant Weißmühle im Enderttal ist die Ursache des Feuers weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an: Nach Informationen des Wochenspiegel sollen die Brandexperten insbesondere das betroffene Bettenhaus sowie den Dachbereich in den kommenden Tagen nochmals intensiv untersuchen. Währenddessen richtet sich der Blick nach vorn. Hotelchefin Laura Zimmer (33) hat sich exklusiv gegenüber dem Wochenspiegel zur aktuellen Lage und den nächsten Schritten geäußert. Trotz der angespannten Situation zeigt sich die Gastgeberin kämpferisch: „Wir sind
In der Marina Lubmin ist das Restaurantschiff "MS Vaterland" gesunken. Der Bug und die Mitte des Schiffes liegen nach Angaben der Wasserschutzpolizei unter Wasser. Mit Hilfe der Feuerwehren von Lubmin und der EWN wurden Ölsperren ausgelegt. Alle Versuche, das Wasser abzupumpen und ein Sinken zu verhinderten, scheiterten. Die Wasserschutzpolizei ermittelt jetzt gegen Unbekannt wegen Gewässerverunreinigung. Warum das Gastronomieschiff untergegangen ist, ist bislang unklar. Das 1942 erbaute Schiff war seit 2006 in Lubmin Treffpunkt für Wassersportler und beliebtes Ausflugziel von Urlaubern und Strandbesuchern.
In der Marina Lubmin ist das Restaurantschiff "MS Vaterland" gesunken. Der Bug und die Mitte des Schiffes liegen nach Angaben der Wasserschutzpolizei unter Wasser. Mit Hilfe der Feuerwehren von Lubmin und der EWN wurden Ölsperren ausgelegt. Alle Versuche, das Wasser abzupumpen und ein Sinken zu verhinderten, scheiterten. Die Wasserschutzpolizei ermittelt jetzt gegen Unbekannt wegen Gewässerverunreinigung. Warum das Gastronomieschiff untergegangen ist, ist bislang unklar. Das 1942 erbaute Schiff war seit 2006 in Lubmin Treffpunkt für Wassersportler und beliebtes Ausflugziel von Urlaubern und Strandbesuchern.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/vorpommern/restaurantschiff-ms-vaterland-in-lubmin-gesunken,mvregiogreifswald-3336.html
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"Vorerst geschlossen, denn es liegt auf Grund" JenomeIn der Marina Lubmin ist das Restaurantschiff "MS Vaterland" gesunken. Der Bug und die Mitte des Schiffes liegen nach Angaben der Wasserschutzpolizei unter Wasser. Mit Hilfe der Feuerwehren von Lubmin und der EWN wurden Ölsperren ausgelegt. Alle Versuche, das Wasser abzupumpen und ein Sinken zu verhinderten, scheiterten. Die Wasserschutzpolizei ermittelt jetzt gegen Unbekannt wegen Gewässerverunreinigung. Warum das Gastronomieschiff untergegangen ist, ist bislang unklar. Das 1942 erbaute Schiff war seit 2006 in Lubmin Treffpunkt für Wassersportler und beliebtes Ausflugziel von Urlaubern
In der Nähe von Cochem hat es im Hotel Weißmühle im Enderttal gebrannt.
Man gehe von einem Schaden von mindestens 300.000 Euro aus, sagte ein Sprecher der Polizei in Cochem.
Das Betreten des Gebäudes sei nicht mehr möglich, möglicherweise bestehe Einsturzgefahr.
In der Nähe von Cochem hat es im Hotel Weißmühle im Enderttal gebrannt.
Man gehe von einem Schaden von mindestens 300.000 Euro aus, sagte ein Sprecher der Polizei in Cochem.
Das Betreten des Gebäudes sei nicht mehr möglich, möglicherweise bestehe Einsturzgefahr.
https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-feuerwehreinsatz-hotel-weissmuehle-in-cochem-brennt-100.html... mehr lesen
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle
Restaurant Müllerstube im Hotel Weißmühle€-€€€Restaurant, Hotel026718955Im Enderttal, 56812 Cochem
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"Hotel Weißmühle in Cochem nach schweren Brand vorerst geschlossen" JenomeIn der Nähe von Cochem hat es im Hotel Weißmühle im Enderttal gebrannt.
Man gehe von einem Schaden von mindestens 300.000 Euro aus, sagte ein Sprecher der Polizei in Cochem.
Das Betreten des Gebäudes sei nicht mehr möglich, möglicherweise bestehe Einsturzgefahr.
https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-feuerwehreinsatz-hotel-weissmuehle-in-cochem-brennt-100.html
Geschrieben am 01.04.2026 2026-04-01| Aktualisiert am
01.04.2026
Besucht am 08.02.2026Besuchszeit: Mittagessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 123 EUR
Am letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst die Klosterbrauerei gerade im Umbau war, war auch die Klosterschänke geschlossen. So fuhren wir kurzerhand nach Kehlheim, dort wird sich schon eine Gastronomie finden. Wie wir unwissenden Sachsen dann so in Kehlheim ankommen, steht doch hoch droben auf dem Berg eine riesige, alte, monumentale Halle. Also kurzerhand den Plan geändert, das Mittagessen verschoben, und so ging es vorher noch einmal hoch zur Befreiungshalle Kehlheim. Bei schönstem Wetter konnten wir hier nach dem erklimmen der Stufen zur oberen Plattform einen wunderbaren Ausblick auf Kelheim und die Umgebung werfen. So viel wandern am Vormittag machte dann aber doch etwas hungrig, spät war es auch schon, und uns stand ja noch ne etwas längere Autofahrt nach Hause bevor.
So ging es wieder hinab in die Stadt, unser Auto konnten wir auf dem Parkplatz an der Donau abstellen. Von hier aus ging es in die alte Innenstadt, unser Ziel, eine gutbürgerliche, bayrische Kneipe. Bereits am Eingang zur Stadt kamen wir am Gasthof Weißes lamm vorbei, den ließen wir aber links liegen, hatten wir doch beim großen Onlinekartenanbieter doch das Weisses Bräuhaus der Weißbierbrauerei Schneider Weisse entdeckt. Leider war an diesem Tag dort ein Brunch, was wir ja nicht wollten, und alle Plätze voll belegt. Einer der Gäste, der draußen rauchte und unsere ratlosen Gesichter sah fragte, was wir denn wollten, und empfahl uns als einheimischer ganz klar den Gasthof Weißes Lamm. Also ging es für uns wieder zurück zum Gasthof, den wir kurz vorher links liegen gelassen hatten.
Am Eingang studierten wir kurz die Speisekarte, da kam auch schon der Seniorchef des Hauses auf uns drauf zu und wir fragten, ob wir denn jetzt ne halbe Stunde nach 1 noch etwas zum Mittag bekämen. „Freilich, kommt´s“ mit war seine Antwort. So führte er uns in eine der beiden Gaststuben und wies uns einen Tisch zu, wo wir fünfe ausreichend Platz hatten.
Da von unseren Vorgängern an einem kleinen Fleck etwas vertropft war, wies er eine der Kellnerinnen auch sofort an, die Tischdecke zu wechseln. Prompt geschah dies auch, das besteck wurde gereicht, und ebenso die hochwertigen Servietten, welche sich fast wie Stoffservietten anfühlten. Fast gleichzeitig war die Speisekarte zur Hand, mit der Bemerkung das um diese Zeit der Schweinebraten leider schon aus ist. Das fand ich persönlich wirklich schade, denn auf einen bayrischen Schweinebraten hatte ich mich gefreut.
Egal, ein kurzer Blick von uns allen in die reichhaltige Karte, und wir wussten, was wir wollten. Dabei hält die Karte 2 Vorsuppen zum moderaten Preis von knapp 6 Euro vor. Weiter geht es mit deftiger, bayrischer Küche, wobei auch hier die Preise zwischen 13,90 € für den Schweinebraten mit Klößen und 25,50 € für die Lammhaxe lagen. Das bekommst du bei uns in Sachsen nicht zu solchen Preisen. Ich frag mich immer wieder wie die Bayern das machen.
So bestellten wir dann nach wenigen Minuten:
Getränke:
• 2x 0,30ér Weltenburger Kloster Barock-Dunkel für je 3,80 € • 3x 0,4ér Coca Cola für je 4,00 € • 2x 0,4ér Apfelschorle für je 4,00 €
Vorspeisen:
• 4x Leberspätzlesuppe zu je 5,80 €
Hauptspeisen:
• 3x Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel und Krautsalat für je 14,90 € • 1x Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salatteller für 13,80 € • 1x Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat und Salatteller für 15,90 €
Bis zur Getränkelieferung hatten wir nun etwas Zeit uns im Gastraum umzusehen. Modern gehalten, aber die alte bayrische Tradition bewahrt. So würde ich es beschreiben. Denn vom Licht und der Lüftungstechnik war der Gasthof auf den neusten Stand, aber gleichzeitig wurde der Charme eines alten Gasthofes mit der Holzvertäfelung an den Wänden beibehalten.
Auch die große, hölzerne Anrichte, auf welcher am Morgen sicherlich das Frühstücksbüffet für die Hotelgäste angerichtet wird, war aus rustikalem Holz.
Stühle und Tische standen dem nichts nach, und auch der Parkettboden gab ein passendes Bild. Auf den Stühlen und Bänken, welche rings um die Wand waren, saß man sehr bequem, die Tische bieten ausreichend Platz. Die Theke des Gasthofes befand sich im Nachbarraum.
Fünf Minuten nach unserer Bestellung waren unsere Getränke am Tisch. Endlich konnten wir beiden Herren auch einmal dieses süffige Bier aus der Weltenburger Klosterbrauerei kosten, welches wir ja im gleichnamigen Kloster leider nicht bekommen hatten. Hier aber nun endlich, aber schade, dass wir noch Auto fahren mussten, denn es schmeckte eindeutig nach mehr…..
Nach mehr schmeckte auch die Leberspätzlesuppe, die 5 Minuten nach unseren Getränken kam. Schön heiß, mit reichlich Einlage dieser selbst gemachten Leberspätzle, mild gewürzt in einer klaren Brühe und obenauf etwas (TK) Petersilie. Das alles auf einem tiefen Teller angerichtet, so hätte das von der Menge her schon fast eine kleine Hauptspeise sein können. So lieben wir die Leberspätzlesuppe, und ist für uns bei jedem Bayernbesuch ein Muss.
Wenig später kamen dann auch schon die Salatteller, welche als Beilage zu dem Schnitzel und den Käsespätzle waren. Auch hier wieder typisch Bayern, denn der Rot- als auch Weißkrautsalat waren selbst angerichtet, herrlich frisch und knackig und mit einem milden Essigdressing verfeinert. Eine starke Kümmelnote, welche sicher nicht jeder mag, übertünchte den Krautsalat.
Herrlich. Obenauf gab es dann noch ein Viertel frische Tomate und ein paar Blätter frischer Salat und den obligatorischen Möhrenraspel. Für den Krustenbraten gab es "nur" ein großes Schälchen dieses sehr gut schmeckenden Weißkrautsalat.
Dann ging es ratzfatz, denn bereits nach 20 Minuten waren dann auch unsere Hauptspeisen schon am Tisch. Herr Jenome, seine Schulfreundin und deren Mann hatten sich den Krustenbraten vom Wammerl mit Kartoffelknödel ausgesucht, da es ja den Schweinebraten leider nicht mehr gab.
Aber auch hier wurden wir nicht enttäuscht, denn wer es etwas deftiger und herzhafter mag, war hier richtig. Zwei dicke Scheiben Schweinebauch lagen da auf dem Teller. Ordentlich durchzogen mit Fett, und hier und da auch noch ein kleiner Knorpel mit drin. Das Fleisch schön zart, aber noch gut und fest im Biss. Dazu ein selbstgemachter Kartoffelknödel, das Beste aber war die Soße. Diese war richtig schön kräftig im Geschmack, angenehm dunkel in der Farbe und passend zu dem Essen. Da der Kartoffelknödel die Sauce nicht aufnehmen konnte, ließ ich es mir entgegen meiner guten Erziehung nicht nehmen, diese am Ende mit einem kleinen Löffel restlos zu verputzen.
Meine Frau hatte, typisch für einen Gaststättenbesuch in Bayern, natürlich die Hausgemachte Käsespätzle mit Röstzwiebeln gewählt,
und wurde da auch natürlich nicht enttäuscht. Reichlich frisch geriebene Spätzle mit ebenfalls reichlich kräftig, würzigem Käse angerichtet. Der Käse „zog“ richtig gut und verband sich ordentlich mit den Spätzlen. Obenauf frisch geröstete Zwiebeln, ein Leckerbissen wie man ihn aus Bayern kennt.
Das Töchterchen unsrer Freunde wollte sich nicht so recht an die deftigen, bayrischen Gerichte wagen, aber Schnitzel geht ja immer, und so hatte sie sich das Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat bestellt.
Und ja, so schlecht lag sie damit gar nicht, denn das große Schnitzel was da auf ihrem Teller lag, war in dieser geldgelben, leicht braunen Panade schon ganz ansehnlich. Und es schmeckte auch gut, war schön zart und leicht gewürzt. Gespannt waren wir auf ihre Reaktion zum Kartoffelsalat, denn in Sachsen kennen wir ja fast ausnahmslos den Kartoffelsalat nur mit Fleischsalat, Mayonnaise und saurer Gurke angerichtet.
Hier war er lauwarm und mit Brühe, Essig und Öl angerichtet. Aber auch das schmeckte ihr sehr gut, war es doch mal was völlig anderes als zur heimischen Küche. Dazu gab es einen Zitronenschnitz und eine viertel Tomate, und da Töchterchen es sich für das Schnitzel wünschte, Ketchup in der Portionstüte.
Eigentlich waren wir satt und zufrieden, aber Frau Jenome hatte dann doch noch etwas Platz im Dessert Magen gefunden, und so sollte es noch ein Hausgemachter Apfelkuchen mit Sahne für 4,20 € sein. Diesen teilte sie sich letztendlich mit dem Mann meiner Freundin, denn seine sehnsüchtigen Blicke nach was Süßem konnte sie auch nicht ertragen. Beide waren zufrieden, war der Kuchen doch schön fluffig und gut im Geschmack.
Wir waren mittlerweile die letzten im Gasthof, alle Servicekräfte wuselten schon in der Küche herum, um diese zu putzen, und so vergaß man uns etwas, denn wir wollten ja zahlen und mussten wieder in die Heimat. Nach einer geschlagenen viertel Stunde zahlten wir dann, und machten uns wieder auf den Weg nach Bad Gögging, um unsere Freundin zu ihrem Kurschatten zu bringen und unseren Heimweg anzutreten.
Unser Fazit: wir zahlten zu fünft 123,60 € im Gasthof Weißes Lamm in Kelheim. Eigentlich hätten wir gleich am Anfang hier einschwenken können, denn ein uriger Gasthof, freundliche Bedienung und leckeres Essen machten unseren Abschied aus Bayern doch noch einmal besonders.
Am letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst... mehr lesen
4.5 stars -
"Uriger, bayrischer Gasthof. Vielleicht sollte es Manowar doch noch mal versuchen." JenomeAm letzten Tag unseres Spontanbesuches bei unserer Freundin zur Kur in Bad Gögging wollten wir uns natürlich vor unserer Abreise nach Sachsen dann doch auch gerne noch ein bisschen die Gegend erkunden, da wir in dieser schönen Ecke Deutschlands noch nie waren. So führte uns am Vormittag eine kleine Wanderung in das Kloster Weltenburg. Eigentlich war unser Plan, dann dort in der Klosterschänke unser Mittag einzunehmen. Da aber im Februar hier hinten an der Donau tote Hose ist, und selbst
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Das Auto in den engen Gassen des Flüsseviertels abzustellen ist etwas schwierig, aber da wir ja schon am Nachmittag in Bremen waren, hatten wir noch ausreichend Platz. Am Abend ging es dann zu Fuß in besagtes Restaurant, was sprichwörtlich wirklich eine Eckkneipe ist. Leider haben sich auch hier an den Wänden einige „Künstler“ verewigt, was dem Ansehen von draußen natürlich nicht unbedingt zuträglich ist. Aber egal. Türe auf und rein.
Hier wurden wir von einem jungen Team sehr freundlich begrüßt und auch gleich an unseren Platz gebracht. Die Speisekarte wurde sogleich gereicht, und so konnten wir erst einmal stöbern. Erstaunt waren wir über das Angebot. Lässt doch der Name nicht unbedingt eine Tapasbar vermuten, gab die Speisekarte fast ausschließlich warme und kalte Tapas her. Natürlich gab es aber auch „normale“, also große Tellergerichte.
Zusätzlich wurden auf einer großen Tafel im Eingangsbereich verschiedene Tagesgerichte angeboten. Erstaunt war ich vom Mix der angebotenen Tapas. So gab es neben Falafel, Käsespätzle, Blutwurst, Roulade, Ziegenkäse und Fisch so ziemlich alles quer durch den Garten, sogar das norddeutsche Labskaus fehlte nicht als Tapas. Hier hatte man nun also die Qual der Wahl.
Da wir gut Kaffee getrunken hatten, und es doch recht frisch an diesem Februartag war, hatten wir keinen großen Durst, und so bestellten wir für uns viere:
Getränke:
Auch die Hauptspeisen waren schnell klar, und so orderten wir auch hier:
Hauptspeisen:
Nun hatten wir uns Zeit im Restaurant umzusehen. Auch wenn das Mobiliar schon etwas in die Jahre gekommen ist, fühlten sich die rustikalen, dunklen Holztische und die schweren Holzstühle mit ihren halbrund geschwungenen Lehnen doch ganz urig und gemütlich an.
Es muss nicht immer hypermodern und neu sein. Hauptsache sauber und ganz, und das war hier der Fall. Um den rustikalen Charme zu verstärken war eine Wand im Lokal komplett mit großen und kleinen Klinkersteinen verziert. Die Theke thront mittig im Raum, von hier hat das Team die Gaststube im Überblick. Hier kann man sitzen, hier kann man klönen.
Nach einer knappen halben Stunde waren dann unsere Gerichte am Tisch, jeder ordnete sich seine Tapas zu, und lunschte über den Tellerrand was denn der andere so hat.
Unsere Freundin hatte sich für die Rote-Beete-Falafel auf buntem Salat mit Frischkäse-Knoblauch-Dip und frischem Obst, sowie den Grünkohl-Tapas entschieden. Die Rote-Beete-Falafel waren drei große, runde Kugeln, welche in einer knusprigen Panade kross frittiert waren. Dazu gab es frischen Salat der Saison.
Auch wenn es „nur“ Möhrenraspel, Gurkensalat, Tomatenviertel, Chicorée und Blattsalat waren, diese waren frisch angerichtet und vor allem auch knackig. Also nichts mit Fertigware. Große Augen bekam ich beim Grünkohl-Tapas, denn das war dann schon fast eine halbe Portion der Großen, welche es heute im Tagesangebot gab.
Hier alles etwas kleiner, und so waren das Kasseler, der Pinkel, die Kochwurst und die Salzkartoffeln in kleine Stücken geschnitten, und somit gleich „mundfertig“. Das ganze auf dem saftigen Grünkohl angerichtet.
Der Lebensgefährte unsrer Bremer Freundin hatte sich den Ziegenkäse mit frischem Salat sowie die Saftigen Bulletten mal anders-im Sesam Brötchen mit Sesam Crunchy Salat und körnigem Senf Dipp bestellt. Der Ziegenkäse kam als zwei große Rollen Ziegenkäse daher, umgeben von dem wie bereits oben beschriebenen frischen Salat der Saison.
Der Ziegenkäse war gewohnt kräftig und aromatisch, so wie man das von solchem auch erwartet. Gespant waren wir auf die Bulletten mal anders, und die kamen hier als Miniburger daher.
Scharf angebratene Bulletten, das hack gut gewürzt, waren zwischen jeweils zwei Hälften eines ebenso kleinen, aber frischen Sesam-Brötchens versteckt. Dazu auch hier frischer Salat und ein milder Senf Dipp, ähnlich dem Dijon Senf.
Meine Frau wünschte sich die Suppe, welche es als Tagesangebot gab, und so wurde ihr die Erbsen-Creme-Suppe mit Kartoffelwürfeln und Möhren gereicht. Die Schüssel, in der die Suppe gereicht wurde, war auch hier von der Größe schon mehr als nur noch Tapas und hätte fast als hauptspeise durchgehen können.
Die Suppe war angenehm mild und schön heiß, in der Suppe kleine Stückchen Möhre und Kartoffel, welche angenehm bissfest waren. Wir könnten uns vorstellen das dieses leckere Süppchen in solch einer Küchenwundermaschine gekocht wird, denn ich kann nicht glauben das diese Suppe, so schön frisch sie war, schon vorgekocht wird.
Dazu gab es auch hier dieses frische Sesam-Brötchen. Als zweite Tapas hatte meine Frau ebenfalls den Ziegenkäse mit frischem Salat, der, wie schon oben beschrieben, auch gut war.
Ich zögerte lange mit mir, aber meine Entscheidung fiel dann doch zugunsten der norddeutschen Küche aus, und so entschied ich mich gegen die Tapas, und orderte den Grünkohl-Teller mit Kasseler, Pinkel, Kochwurst, Salzkartoffeln und Senf.
Und ja, das ist es, was ich am Norden so liebe. Deftige Hausmannskost, und die konnte man auch hier im Flüsseviertel. Auch wenn ich vielleicht etwas wenige Kartoffeln auf dem Teller hatte, die zwei dicken Scheiben Kasseler, welche gut durchzogen mit etwas Fett waren, sehr gut gepökelt waren, und herrlich weich im Biss, holten das kleine Manko wieder heraus. Dazu hier den Bremer Pinkel und die Kochwurst. Diese beiden kannte ich so noch nicht, gibt es im Cuxhavener Raum dann eher den Kohlpinkel und eine Knackwurst. Aber der Bremer Pinkel, welcher durch das Erwärmen aufgeplatzt war und aus seiner Pelle quoll, war richtig schön herzhaft und deftig, aber auch fettig.
Das mag sicher nicht jeder, aber bei diesem Gericht muss das so. Auch die Kochwurst war sehr deftig und gut, und schön knackig im Biss. Passend dazu der ebenfalls deftige Grünkohl, welcher hier nicht nur aus dem Glas auf den Teller geklatscht wird, sondern auch frisch angerichtet wurde, oder aber zumindest TK-Ware war und ordentlich veredelt wurde. So einen leckeren Grünkohl-Teller hatte ich lange nicht mehr.
Wie man unsere Damen so kennt, gab es im Anschluss natürlich noch etwas Süßes in Form eines Schokoküchleins und einer roten Grütze, aber auch der Verdauerli in Form eines Honig-Grappa bzw. einer Williams Christbirne durfte nicht fehlen.
Wir verbrachten angenehme zwei Stunden im Restaurant Flüsseviertel. Es ist eine angenehme Eckkneipe, wo man sich am Abend trifft, und ebend durch die Tapas auch die altehrwürdige, deutsche Küche in kleinen Portionen genießen kann.
Unser Fazit: wir ließen zu viert 99,60 € im Restaurant Flüsseviertel in Bremen. Eine kleine gemütliche Eckkneipe, geführt von einem jungen Team, welches hier mit Tapas aus deutscher und internationaler Küche punkten will und kann. Klar ist das Interieur nicht das neuste, aber macht nicht genau das den Charme einer solchen Eckkneipe aus?