"Zum 100´ten Geburtstag von Wastel gings auf die Insel, und wir fühlten uns richtig wohl"
Geschrieben am 16.09.2026 2026-09-16 | Aktualisiert am 16.09.2026
Hotel NordseeLodge · Zur Alten Kirche
€-€€€
Restaurant
04844275
Alte Kirche 1, 25849 Pellworm
| Montag: | 11:30 - 14:30 Uhr und 16:30 - 22:00 Uhr |
| Dienstag: | 11:30 - 14:30 Uhr und 16:30 - 22:00 Uhr |
| Mittwoch: | 11:30 - 14:30 Uhr und 16:30 - 22:00 Uhr |
| Donnerstag: | 11:30 - 14:30 Uhr und 16:30 - 22:00 Uhr |
| Freitag: | 11:30 - 14:30 Uhr und 16:30 - 23:00 Uhr |
| Samstag: | 11:30 - 23:00 Uhr |
| Sonntag: | 11:30 - 22:00 Uhr |
| Montag: | 11:30 - 22:00 Uhr |
| Dienstag: | 11:30 - 22:00 Uhr |
| Mittwoch: | 11:30 - 22:00 Uhr |
| Donnerstag: | 11:30 - 22:00 Uhr |
| Freitag: | 11:30 - 23:00 Uhr |
| Samstag: | 11:30 - 23:00 Uhr |
| Sonntag: | 11:30 - 22:00 Uhr |
Küchenschluss um 21:00 Uhr
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 




Untergebracht waren wir gemeinsam im Hotel & Restaurant NordseeLodge, wo Wastel über 30 Jahre lang mehrere Wochen seinen Urlaub verbrachte. Während Wastel und Lucie sich den frischen Nordseewind für 14 Tage um die Nase wehen ließen, konnten wir leider nur eine Woche bleiben. Das Haus ist seit 1875 im Familienbetrieb der Familie Levsen, die seit damals hier den alten Kirchspielkrug „Zur Alten Kirche“ bewirtschaften. 2018 übernahm dann die Tochter Annika Jensen mit ihrem Mann Ove das Haus, und erweiterte es mit dem heutigen Hotel.
Es war noch Vorsaison, und allzu viele Restaurants gibt es nun mal nicht auf solch einer kleinen Insel. Dadurch das auch einige geschlossen hatten, blieben wir also zum Großteil abends in der NordseeLodge und gingen im hauseigenen Restaurant essen. Die Karte hielt ausreichend Abwechslung parat, es sprach also nichts dagegen. Allerdings mussten auch wir als Hausgäste für abends einen Tisch bestellen, denn das Restaurant war jeden Abend brechend voll. Aber die Chefin Annika, welche das Hotel & Restaurant gemeinsam mit ihrem Ehemann betreibt und vor einigen Jahren von ihren Eltern übernommen hatte, kannte Wastels Wünsche, und so wurden wir immer gut platziert, sodass Wastels Flitzer an den Tisch passte, und wir schön ruhig in der Ecke sitzen konnten. Selbst als an einem Samstag das gesamte Restaurant mit einer Hochzeit ausgebucht war, gab es für uns Hotelgäste essen a´la Carte. Dazu öffnete man dann den kleinen "Clubraum" für uns.
Jedes Zimmer im Haus, der Saal, das Restaurant und der Clubraum hatten eine eigene Farbensprache. Während der große Saal, wo das Frühstücks Buffett jeden Morgen auf uns wartete, in hellen Farben gehalten wurde, der Clubraum betont rustikal und dunkel war, setzte man im Restaurant bewusst auf ein kräftiges, dunkles blau. Stühle, Tischdecken, Zwischenelemente, Schränke, alles in Dunklem, kräftigen blau. Selbst die Bordüre an der Decke als auch die Umrandungen der Türen brachten diesen Farbton wieder. Dazu die helle Holzvertäfelung an den Wänden, schick, einfach schick. Man saß gemütlich, man fühlte sich wohl.
Das Bedienpersonal wechselte immer wieder mal in den Schichten, aber wir konnten uns nicht beschweren, denn bis auf einen jungen Mann der an einen Abend da war, waren die Damen im Service immer flott, und haben schon im Vorbeigehen bemerkt, dass sich das ein oder andere Glas leerte. Dabei gab es auch immer einen flotten Spruch für unseren Senior. Besonders waren dann auch die Tage, an denen die Chefin selbst mit bediente, denn Wastel kennt Annika ja nun schon seit den Kindertagen. Und so gab es dann ebend auch mal, wenn der Vater im Hause war, das die Flasche Schnaps auf den Tisch kam, paar Gläser dazu und in alten Erinnerungen geschwelgt. Wir lauschten mit großen Ohren, waren wir doch das erste Mal auf dieser wunderschönen Insel, und konnten so sehr viel von ihr lernen.
Zur Speisekarte. Diese hielt natürlich für jeden etwas bereit, und so servierte man ausschließlich heimische Spezialitäten. So gab es Lammbraten vom Nordfriesischen Salzwiesenlamm, Schnitzel vom Susländer Schwein, Rindfleisch vom nordfriesischen Galloway. Eine Spezialität, welche es nur hier auf Pellworm gibt, sind verschiedene Gerichte von der Pellwormer Graugans, man verwies in der Karte explizit darauf, dass sich noch Schrotkugeln im Fleisch befinden können. Und da gerade Spargelzeit war, gab es natürlich auch den frisch vom nordfriesischen Bauern. Krabben und Fisch kommen von den Fischkuttern der Gegend. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 20 bis 32 Euro für die Gerichte, wobei ein Großteil sich bei 25 Euronen einpendelt. Das Rumpsteak und der Lammbraten sind dann die Ausreißer mit 32 Euro. Für ein Inselrestaurant vollkommen gerechtfertigte Preise.
Wir aßen uns die Tage dort natürlich einmal quer durch die Karte, doppelt sollte es nicht geben. So gab es für uns:
Vorspeisen:
Hauptspeisen:
Dessert:
Obwohl Annikas Mann Ove kein gelernter Koch ist, hat er sich das Kochen beigebracht und viel bei anderen Köchen abgeschaut. Nun schmeißt er hier die Küche, und das Essen schmeckt wirklich fantastisch. Alles wird frisch zubereitet, da muss man ab und an auch mal paar Minütchen länger warten. Vor allem die Pellwormer Spezialitäten mit der Graugans waren mal was ganz anderes im Geschmack. Mit verbundenen Augen hätte ich niemals auf Gans getippt, dann schon eher auf Wild. Aber auch der Lammbraten vom Nordfriesischen Salzwiesenlamm war geschmacklich was ganz Besonderes.
Natürlich feierten wir dann Wastels 100.ten Geburtstag auch hier im Hause, und auch wenn er es nicht wollte, die anderen Hausgäste bekamen dann doch davon Wind, und so gesellten sich dann am Abend auch noch Gäste aus seiner alten Heimat Aalen, welche zufällig im Hotel wohnten, mit zu uns an den Tisch. Auch sein Enkel war extra mit Frau aus Aachen angereist, auch wenn er nur zwei Tage bleiben konnte. Wastels Augen waren natürlich riesengroß, als sie morgens am Frühstückstisch saßen, denn er wusste von nix, dafür aber Lucie, wir und natürlich die Chefin des Hauses Annika. Auch war es gar nicht so einfach die beiden am Abend zuvor „ungesehen“ ins Hotel zu schleusen. Aber alles gelungen, und so konnten wir unseren ältesten GG´ler gebührend ins sein 100.tes Lebensjahr begleiten.
Unser Fazit: was für eine wunderbare Insel. Wer hier Party und Ballermann sucht, ist vollkommen verkehrt auf der Insel. Entschleunigen, tief Luft holen, den frischen Wind um die Nase wehen lassen, oder einfach mal mit Wastel ne Stunde ruhig oben auf dem Deich sitzen und auf das Wasser schauen, das ist Pellworm. Wir sind schockverliebt, und sind noch nie so entspannt aus einem Urlaub gekommen. Dafür hat natürlich aber auch das gute Hotel als auch das leckere Essen der NordseeLodge beigetragen. Und ohne Wastel währen wir womöglich nie hierhergekommen.