"Gasthaus? Schnitzelstübchen? Überteuerter Imbiss! Eine der schlechtesten Gastros die wir je erlebt haben."
Geschrieben am 14.01.2026 2026-01-14 | Aktualisiert am 14.01.2026
Gasthaus Brockenhexe - das Schnitzelstübchen
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Gasthaus, Cafe, Hotel
03945551257
Brockenstraße 12, 38879 Schierke
| Montag: | 09:00 - 22:00 Uhr |
| Dienstag: | 09:00 - 18:00 Uhr |
| Mittwoch: | 09:00 - 22:00 Uhr |
| Donnerstag: | 09:00 - 18:00 Uhr |
| Freitag: | 09:00 - 18:00 Uhr |
| Samstag: | 10:00 - 14:00 Uhr |
| Sonntag: | Ruhetag |
"Brasilianisches Rodizio - mal was anderes"
Geschrieben am 14.01.2026 2026-01-14
Mettner Hof
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Restaurant, Biergarten
099199128128
Neuhausener Straße 2, 94526 Metten
"Das Restaurant Oktober ist am 12.01.2026 komplett ausgebrannt"
Geschrieben am 14.01.2026 2026-01-14
Café Oktober
€-€€€
Restaurant, Bistro, Cafe, Biergarten
040291564
Wiesendamm 10, 22305 Hamburg
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
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Schleswig-Holstein
Thüringen 



So stieß ich auf das Restaurant Brockenhexe-das Schnitzelstübchen. Die Rezensionen im Netz waren gemischt, aber überwiegend positiv. Und was soll in einer Gaststätte die sich als Schnitzelstübchen schimpft, und hauptsächlich Schnitzel anbietet, schon schief gehen. Also wurde telefonisch ein tisch für uns sechse bestellt.
Da ich ja noch immer verletzungsbedingt nicht so recht laufen konnte, und das Lokal auf der gegenüberliegenden Seite des Dorfes liegt, nutzten wir den vierrädrigen Untersatz. Diesen wurden wir ganz in der Nähe des Lokals los, und konnten die letzten Meter laufen.
Das Lokal ist eines der typischen Harzer Häuser, wo vornan eine große Veranda aus Holz installiert ist. Diese wurde hier als zusätzlicher Gastraum genutzt, da der eigentliche Gastraum nicht zu groß ist und auch hier die Theke steht. Rechts ab geht es in einen weiteren kleinen Gastraum, hinter der Theke ist die Küche zu erkennen.
Im Lokal angekommen staunten wir das nur wenige Tische besetzt waren. Naja, war ja nun auch nicht gerade Hochsaison. Wir wurden von einer Dame, wahrscheinlich die Chefin, empfangen, und in einen kleinen Nebenraum geführt. Der Empfang war etwas kühl, die Dame etwas ruppig und patzig. Gästefreundlichkeit geht anders, hier verkörpert sie aber wahrscheinlich den Namen des Lokals.
Kühl war auch unser Gastraum. Weiß getünchte Wände, einfache graue Stühle und Wände, ein Bildchen an der Wand. Ein schönes Ambiente ist anders. Aber nicht nur das Ambiente war kühl, auch die Temperaturen ließen zu wünschen übrig. Zum Glück hatten unsere Damen ein dünnes Jäckchen mit.
Anders der Wintergarten. Der hatte zwar auch diese billig wirkenden Stühle und Tische, dafür war aber die Wand und decke mit Holz verkleidet, was wenigstens ein bisschen Wärme ausstrahlt.
Die Speisekarte, welche als lose ausgedruckte Zettel auf einem Klemmbrett kam, war schnell gereicht. Wir wünschten einen kurzen Blick in die Karte, um wenigstens erst einmal die Getränke aussuchen zu können.
Nach kurzer Zeit war die gute Dame wieder am Tisch, und wir orderten als Getränke:
Getränke:
· 2x 0,5ér Warsteiner Pils vom Fass für je 4,95 €
· 1x 0,3ér Warsteiner Pils für 3,90 €
· 1x 0,2ér Rotwein Gehring Vollmond für 7,50 €
· 2x 0,5ér KiBa für 6,60 €
Die Dame entschwand zum Tresen, so konnten wir uns jetzt den Speisen widmen. Beim weiteren Blick in die Karte stutzten wir erneut. Wurden auf der Internetseite doch so viele verschiedene Schnitzel angeboten, standen nun noch 4 zur Auswahl. Das normale Schnitzel, als XXL-Variante sowie mit Cheddar, Currysoße oder Jäger Art. Eigentlich hätte dieser Anblick schon zum Erschaudern führen müssen. Zusätzlich gab es Backfisch, Currywurst, Gyrospfanne und nen Salat mit Kartoffelecken. Als Vorspeise wurden Soljanka und ein kleiner Salat angeboten. Eigentlich hatte die Speisekarte absolutes Imbissniveau, nur die Preise bewegten sich dann doch schon deutlich über 20 Euronen.
Die Dame kam mit unseren Getränken wieder, allerdings erschauderte es nun meine Frau, denn so wie das Weinglas an den Tisch gebracht wurde, gehört sich nicht für eine Gastronomie. Die Dame im Service fasste dies am oberen Rand des Glases an, und so waren deutlich ihre Fingerabdrücke vernehmbar. Wir ließen den Wein zurück gehen, was die Laune der guten Dame nicht verbesserte.
Nun konnten wir ja aber auch ob der geringen Auswahl doch unsere Speisen bestellen.
Vorspeisen:
· 3x Soljanka „ein Kessel buntes“ mit Zitrone, Wurst, Paprika und Brot für je 6,90 €
Hauptspeisen:
· 1x Backfisch „ein Klassiker“ mit Bratkartoffeln, Zitrone und Remoulade für 16,90 €
· 1x Schnitzel „Cheddar“, überzogen mit Cheddar-Käsesauce, Pommes Frites und Salatbeilage für 23,90 €
· 4x Schnitzel „Jäger Art“ mit Champignonsauce, Pommes Frites und Salatbeilage für 22,90 €
Erwähnenswert ist hier, dass ein Beilagen Wechsel zwischen Pommes, Kroketten oder Kartoffeln mit 2 Euro zu Buche schlägt. Bratkartoffeln wurden gar nicht angeboten, die wurden in der Karte einfach mit paar Kuli Strichen durchgestrichen
Nach 3 (!) Minuten nach unserer Bestellung kam dann auch schon unsere Soljanka an den Tisch. Hier hatte die Ping in der Küche allerdings nicht richtig gearbeitet, denn unsere Soljanka war ich sage mal so, höchstens esswarm.
Das man dieses dünne Süppchen hier Soljanka schimpft, ist übrigens eine Beleidigung an den Erfinder dieser leckeren, eigentlich ukrainischen, Vorspeise. Denn hier wurde eine dünne, süßliche, eigentlich nach nichts schmeckende Tomatensuppe aufgetischt.
Als Wurst waren nur Bratwurststücken, wahrscheinlich die Reste der Currywurst aus der Karte, etwas Paprika bzw. Letschopaprika aus dem Glas und ein paar Gurken drin. Die trockene Scheibe Baguette passte da hervorragend ins Bild. Das war die wirklich schlechteste Soljanka die ich je gegessen habe.
Glatte 10 Minuten nach unserer Soljanka standen dann auch schon die Schnitzel auf dem Tisch. Und hier wussten wir ja schon von ungefähr was uns erwartet, denn meine Frau bat bei der Bestellung, doch bei ihrem Schnitzel „Jäger Art“ in der Würze gänzlich auf Pfeffer zu verzichten.
Die lapidare Antwort: „Das können wir nicht ändern, das bekommen wir schon so“. Warum wir hier nicht das Lokal verlassen haben, verstehe ich bis heute nicht. So mussten wir nun nehmen was kommt. Und das waren auf allen Tellern gleich große und auch in der Form völlig identische Schnitzel Die äußere Panade war zwar farblich rundum angenehm dunkel, triefte aber nur so vom (Frittier)Fett. Auch war die Panade deutlich als Großküchenpanade erkennbar. Nicht erkennbar war dagegen irgendeine Struktur oder Faserung vom Fleisch, also Großhandelsschnitzel aus Formfleisch. Genauso schmeckte es dann auch. Das „Fleisch“, wenn ich es denn mal so nennen will, war trocken und krümelig. Auch an Würze war nicht viel erkennbar.
Die Champignonsauce war ein Klecks einer dicken Sauce, die wenigstens, (mithilfe von Maggi?) nach Champignon schmeckte. Die Pilze waren allerdings so klein gehackt, dass man daraus auch hätte eine Suppe machen können.
Die Pommes trieften ebenfalls nu so vom Fett, und waren teilweise zu fest und zu dunkel, was auch auf verbrauchtes Fett hindeuten kann. Auch der Beilagen Salat hat es dann nicht mehr herausgerissen, denn der war auch nur Weißkrautsalat aus dem Eimer.
Ich hatte mich ursprünglich auf das Schnitzel Cheddar gefreut, aber wie auch bei den anderen verging schon beim Anblick der Appetit.
Denn auch mein Formfleisch-Schnitzel als auch die Pommes triften nur so vom Frittierfett. Ja, und diese Cheddar Sauce, was soll ich dazu sagen……da schmeckt die im großen Kino in Dresden mit Tortillas deutlich besser.
Auch das hier war irgendeine, nicht wirklich herzhafte Cheddarkäse Sauce.
Das Töchterchen unserer Freunde hatte sich den Backfisch gewünscht. Auch hier wieder reine Convenienceware, auch hier wieder die Panade vollgesogen mit Frittierfett. Auch war die Panade durch das Frittieren sehr fest.
Die Bratkartoffeln verdienen nicht unbedingt diesen Namen, denn es waren weder Speck- noch Zwiebelstippen an den Bratkartoffeln. Auch waren es keine „Brat“kartoffeln, denn diese haben keine Pfanne gesehen, und Kartoffelscheiben in ein elektrisches Gerät mit heißem Öl zu kippen ist doch nicht braten! Oder? Auch die getrocknete Petersilie aus dem Glas hätte man sich da sparen können, den schöner wurden sie dadurch nicht. Die Remoulade war vom Aussehen als auch vom Geschmack her dann ebenfalls aus Tube oder Glas.
Nach einer dreiviertel Stunde waren wir fertig, und verzichteten auf einen Nachtisch. Denn bei so viel Kochkunst in der Küche, konnten wir uns vorstellen, was mit frischen Kuchen gemeint ist. Da wir mit Karte zahlten, und dazu an die Theke kommen mussten, konnten wir uns dann auch selbst ein Bild von dem leckeren, hausgebackenen Kuchen, wie er so auf der Internetseite angepriesen wird, überzeugen. Hier waren drei verschieden Sorten Kuchen in einem gläsernen Kühlschrank, und auch hier würden wir sagen das dieser eher an TK-Kuchen erinnert.
Unser Fazit: wir zahlten zu sechst 187,60 € im Restaurant Brockenhexe-das Schnitzelstübchen in Schierke. Und zum ersten Mal seit ewig langer Zeit gab es von uns auch kein Trinkgeld. So teures Imbissessen, so schlechte Soljanka hatten wir schon ewig nicht mehr. Solche Formfleischschnitzel, in der Fritöse gefertigt, mit Pommes bekomme ich am Imbiss für 1/3 des Preises. Eigentlich eine Schande das man sich hier „Schnitzelstübchen“ schimpft.
BtW: in der Ferienwohnung bemerkten wir dann auch noch, dass man hier gern mal etwas zu viel verlangt. So werden die alkoholfreien Getränke(Säfte, Cola, Fanta etc.) in der Karte als 0,3 l angeboten. Verlangt man aber einen großen Saft oder eine große Cola, werden diese in 0,5ér Biergläsern ausgeschenkt. Berechnet werden aber 2x 0,3l ! Hier ist man also wirklich auf Gewinnmaximierung aus.