"Da lagen Anspruch und Wirklichkeit deutlich mehr als nur einen Steinfruchtwurf auseinander"
Geschrieben am 09.07.2026 2026-07-09 | Aktualisiert am 09.07.2026
Restaurant Olive im Schlosshotel Bergzaberner Hof
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Restaurant
063439365860
Königstraße 55-57, 76887 Bad Bergzabern
"Was für ein leckers Spektakel = Fleisch Essen auf hohem Niveau"
Geschrieben am 09.07.2026 2026-07-09
Restaurant Spiesswerk
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Restaurant
082178088802
Ludwigstraße 21, 86152 Augsburg
"Ein wunderbarer Ort um zu Essen und es fühlt sich an wie Urlaub"
Geschrieben am 09.07.2026 2026-07-09
Lounge Méditerranée | Steak & Seafood
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Restaurant
082319574675
Rathausstraße 2, 86343 Königsbrunn
"Das wohl beste Steak das ich jeh gegessen habe"
Geschrieben am 09.07.2026 2026-07-09
Steakmanufaktur
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Restaurant
08217808800
Schertlinstraße 23, 86159 Augsburg
| Montag: | Ruhetag |
| Dienstag: | Ruhetag |
| Mittwoch: | 18:00 - 22:00 Uhr |
| Donnerstag: | 18:00 - 24:00 Uhr |
| Freitag: | 18:00 - 24:00 Uhr |
| Samstag: | 11:00 - 24:00 Uhr |
| Sonntag: | Ruhetag |
"Geschmackvolles Essen"
Geschrieben am 09.07.2026 2026-07-09
Kartoffel-Restaurant Kiste
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Restaurant
06519790066
Fahrstraße 13-14, 54290 Trier
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Es war ein Mittwochabend Mitte Dezember und wir waren alle noch etwas mitgenommen von den innerkonferenzlichen Ereignissen am Nachmittag. Nach überstandener Zusatzschicht machten wir uns abends auf den Weg ins verschlafene Kurstädtchen am Rand des Pfälzerwalds. Die vielen positiven Bewertungen im Netz hatten den aussuchenden Kollegen in die gastronomische Steinfrucht im Herzen des südpfälzischen Barockstädtchens beißen lassen.
Also nichts wie rein in das für über 7 Millionen Euro wieder auf Vordermann gebrachte, ehemalige „Ritterhaus am Schloss“, das seit 2010 als Boutique-Hotel (mit 20 Zimmern) fungiert. Schon beim Betreten des Innenhofs durch den gut erhaltenen Torbogen aus Sandstein wird einem klar, dass damals nicht gekleckert, sondern subventionsverschwenderisch geklotzt wurde.
Auch im kalten Dezember war die Außenterrasse derart stimmungsvoll illuminiert, dass man sich diesen Ort als lauschigen, sommerlichen Freisitz selbst 14 Tage vor Weihnachten gut vorstellen konnte.
Sehr einladend wirkte der von warmen Erdtönen (edle Natursandsteinwände), hellem Holz-Mobiliar (Tische und Anrichte) und dunklem Fliesenboden geprägte Gastraum, der eine moderne Rustikalität ausstrahlte.
Kurzum: ein Ort zum Wohlfühlen, der ein entspanntes Abendessen suggerierte.
Eine junge Dame nahm uns in Empfang. Ich mag mich täuschen, aber sie schien mir keine gelernte Servicekraft zu sein. Vieles musste erst in der Küche nachgefragt werden. Die fehlende Souveränität versuchte sie zwar durch freundlichen Charme auszugleichen, aber auf falsche Einträge in der Speisenkarte sollte man seine Gäste möglichst vor dem Bestellvorgang hinweisen. Nun ja, es haperte ein wenig im „Bedienfeld“, was bei einem gelungenen Essen wahrscheinlich nicht besonders ins Gewicht gefallen wäre.
Bei der Durchsicht der Speisenlektüre fiel mir auf, dass die auf der Homepage annoncierte „deutsch-französische Küche“ doch eher ins Mediterran-Levantinische abdriftete. Blumenkohlschnitzel mit Tabouleh und Hummus, Libanesischer Spieß und diverse Burgerkreationen klangen nicht gerade nach grenznaher Zwei-Länder-Küche.
Gut, man hatte auch Rinderleber, Maispoularde, Lammhaxe und Wolfsbarsch im Angebot, aber so richtig „franco-allemand“ klang das alles nicht. Sei es drum, die Auswahl schien eh darauf aus zu sein, es möglichst vielen Geschmäckern recht machen zu wollen. Dass, laut unserer Bedienung, der Küchenchef aus dem Libanon stammte, erklärte zumindest die orientalischen Einflüsse.
Unserem Durst rückten wir mit reichlich Bier (0,4l-Pils für 4,50 Euro) und Mineralwasser (0,75l für kurstädtische 7 Euro) zu Leibe. Am Ende standen fünf Pils, ein Radler, eine Maracujaschorle (0,4l für 4,50 Euro) und drei Flaschen Wasser auf der Rechnung. Auf Wein wurde diesmal komplett verzichtet. Obwohl sich der offene Ausschank durchaus sehen lassen konnte.
Bereits die Preise unserer Vorspeisen schürten Erwartungen. Für einen kleinen, bunten Salat wurden stolze 6 Euro aufgerufen. Auch das Tabouleh war mit 8 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Das Schafskäse-Pfännchen eines Tischgenossen schlug mit 11 Euro zu Buche, während mein Garnelen-Pfännchen mit 15 Euro fast schon ins preislich Unverschämte abdriftete.
Was heißt hier fast? Als mir die Mini-Portion geliefert wurde, wurde mir schnell klar, in welche Vorspeisenfalle ich da getappt war. In einer kleinen Porzellanschüssel schwammen fünf oder sechs mickrige Garnelen in belangloser Tomatentunke, die ich gleich unter Convenience-Verdacht stellte, so fern von selbstgemacht wie jene schmeckte.
Die armen, entschalten Tiere – von wegen Totgekochte leben länger! – hatten bereits jegliche Saftigkeit eingebüßt. Ihr ansonsten zartes Fleisch geriet zum texturellen Gummigeschoss für den Gaumen. Normalerweise ein Fall für eine gerechtfertigte Beanstandung. Auf die ich jedoch aus mir heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen verzichtete.
Zur Tomatensauce mit bescheidener Shrimps-Einlage reichte man mir ein paar getoastete, mit geriebenem Parmesankäse bestreute Baguette-Scheiben der Marke „maximal lieblos“.
Ach, hätte ich doch nur die 15 Euro in zwei Gläser Silvaner vom Stiftsweingut Meyer aus Gleiszellen investiert. Ich wäre nicht nur deutlich beschwingter vom Tisch gegangen, sondern hätte auch meinen sehr mächtig ausfallenden Libanesischen Spieß zum Hauptgang geschafft.
Auch die Kollegen schienen von ihren Vorspeisen nicht sonderlich begeistert zu sein. Bis auf das Tabouleh, das mit vegetabiler Frische (rote Zwiebeln, Petersilie, Tomaten) zu gefallen wusste,
fielen die Vorabgerichte unter die Rubrik „nichts Besonderes“. Der kärglichen Schafskäseportion des Kollegen wurden übrigens die gleichen Parmesanstullen an die Seite bzw. ins mitgelieferte Körbchen gelegt wie bei meinem „Shrimps-chen-klein“.
Wir verzehrten mehr oder minder verwundert unsere ersten Gänge und hofften auf bessere kulinarische Bedingungen bei den Hauptgerichten. Einer hatte sich an die mit Kräutern gefüllte Maispoularde mit Gemüse und Kartoffelgratin (26 Euro) gewagt, während auch Cheese- und Trüffel-Burger (16 bzw. 18 Euro) mit Spiralkartoffeln (4 Euro extra) und Pommes frites (3 Euro extra) ihre Abnehmer fanden.
Mich gelüstete es – und da war ich nicht der Einzige am Tisch – nach dem Libanesischen Spieß (24 Euro), der mir zu meiner Studentenzeit bei diversen Maimarktbesuchen eine vertraute, herrlich fettige Grundlage zum nachfolgenden, meist exzessiven Bierkonsum war.
Hier kam er nicht als abgesäbeltes, zusammen mit reichlich Zwiebeln und Knoblauchsoße im Brötchen verstecktes „Etwas“ auf den Teller, sondern wurde in Form zweier Rinderhackspieße eher „adana-esk“ serviert.
Ein nicht gerade schüchtern portionierter, großzügig mit Tabouleh garnierter Hummus-Hügel, ein eher neutraler Joghurt-Minz-Dip und viel zu viel erwärmtes Fladenbrot aus der Tüte komplettierten das in erster Linie auf Masse setzende Hauptgericht.
Ich möchte dem libanesischen Küchenchef nicht unrecht tun. Die saftig-mürben Hackspieße waren tadellos gegrillt und hatten eine schöne orientalische Würze. Auch der oder das Hummus überzeugte mit cremiger Zitronenfrische und – cum’in and find out – der richtigen Dosis an Kreuzkümmel im leider viel zu mächtigen Kichererbsen-Sesam-Püree-Hügel.
Wer Glattpetersilie, rote Zwiebel, Salatgurke und Tomate zu seinen vertrauten Salatbeigaben zählt, hätte auch an der üppigen Tabouleh-Portion seine Freude gehabt. Da ich mit dem länglichen, grünen Kürbisgewächs seit jeher auf Kriegsfuß stehe, konnte ich mich leider nicht so ganz mit dem schmackhaft zubereiteten Petersilien-Couscous-Salat anfreunden.
Mein Kollege wirkte diesbezüglich deutlich zufriedener. Das schnell auskühlende, furztrockene Fladenbrot aus dem 10er-Pack taugte nicht mal zum Stippen und ging nahezu unangeknabbert zurück. Platz im Magen wäre dafür eh keiner mehr gewesen. In der Summe also eine eher durchwachsene Libanesen-Spieß-Erfahrung für mich. Würde ich hier wohl nicht mehr bestellen.
Beim Käsburger mampfenden Kollegen zu meiner Rechten hatte man nicht mit Röstzwiebeln gespart. Besonders saftig fiel seine Bulette jedoch nicht aus. Die separat im Frittierkörbchen gelieferten Twister-Pommes schienen guter Standard zu sein.
Beim Trüffel-Burger bestand übrigens der einzige Unterschied darin, dass man anstatt Cocktailsauce eine nicht sonderlich penetrante Trüffelmayo auf das Brioche-Bun geschmiert hatte.
Die Frage, ob das die 2 Euro mehr gerechtfertigt hat, blieb auch an jenem Abend unbeantwortet. Aber in einem – inklusive Kartoffelbeilage – die 20-Euro-Marke knackenden Frikadellenbrötchen darf ruhig etwas mehr „Handwerk“ stecken.
Der Kollege mit der Maispoularde auf dem Teller machte keinen unzufriedenen Eindruck.
Auf Nachfrage bestätigte er die Saftigkeit seines mit Kräutern gefüllten Schlegels des gelben Masthuhns. Das Gemüse (Brokkoli, Blumenkohl und Karotten) kam mit leichtem Knack aus dem Dampfgarer. Und auch am Kartoffelgratin gab es wenig auszusetzen. Leider fehlte es dem Geflügelteller an süffiger Unterfütterung. Ohne Sauce fiel sein Hauptgang doch arg trocken aus.
Schade, dass man in der „Olive“ auf die kleinen Details an diesem Abend wenig Wert legte. So blieb das hier Verzehrte im gut gewollten Durchschnittsbereich, was die dafür aufgerufenen Preise nicht immer rechtfertigte. Vielleicht sollte man hier mit einem klareren kulinarischen Profil auftreten.
Mit Rumpsteak, Wiener Schnitzel, Bowls und Burger möchte man es jedem Gaumen recht machen. Mehr Mut wäre hier angebracht, die libanesischen Wurzeln des Küchenchefs auch im Speisenangebot stärker abzubilden. Eine orientalisch-mediterrane Küche würde dem Namen des Restaurants sicherlich gerechter werden. Ein paar vielversprechende Ansätze waren ja da. Mehr aber auch nicht.