"Stimmungsvolles Asia-Lokal, das neben brühwarmem Suppenglück auch solide Rohfischrollen und kleinere Fernköstlichkeiten für uns bereithielt"
Geschrieben am 01.08.2026 2026-08-01
Tampopo | Sushi & Nikkei Fusion Kitchen
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Restaurant
042143180457
Metzer Straße 2b, 28211 Bremen
"Diesmal nicht so zufrieden wie sonst"
Geschrieben am 31.07.2026 2026-07-31 | Aktualisiert am 31.07.2026
Neue Galerie Das Mo
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Biergarten
084133960
Bergbräustraße 7, 85049 Ingolstadt
"Feiner asiatischer Imbiss"
Geschrieben am 31.07.2026 2026-07-31
Asia Mekong
€-€€€
Restaurant, Lieferdienst
09119443003
Wölckernstr. 21, 90459 Nürnberg
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Vom abendlichen Schneetreiben ging es hinein ins gut beleumundete, japanische Nudel- und Sushivergnügen.
Genauer gesagt ins Restaurant Tampopo an der Ecke Metzer Straße / Schwachhauser Heerstraße, in dem ein Vierertisch auf uns sowie meine Schwägerin und ihren Freund wartete. Um das jüngste Familienmitglied kümmerten sich an jenem Abend Oma und Opa.
Über die ansprechende Einrichtung und kulinarische Ausrichtung des Ladens hat mein Bremer Gaumenfreund schon vor einigen Jahren sehr lesenswert berichtet. Die dunklen Wände dienen als schlicht-eleganter Hintergrund für ein stimmungsvoll illuminiertes Ambiente, das bei all seiner zeitgemäß-kühlen Gestaltung noch genügend Raum zum Wohlfühlen lässt.
Meine Frau und ich hatten ein wenig Zeit zum Umschauen und Ankommen, da die andere Hälfte unserer Tischgesellschaft etwas verspätet eintraf. Die jungen Leute halt…
Die Getränkepreise passen zur wohlsituierten Schwachhauser Klientel, die das Restaurant seit Jahren brummen lässt. 7,20 Euro für die Flasche Mineralwasser („Vilsa medium“) sind schon ein Wort. Neben einer reichhaltigen, aber keinesfalls überdimensionierten Auswahl an Sushi und diversen Nudelsuppen hält man auch eine Reihe verlockender Asia-Tapas für den kleineren Hunger (oder eben für vorweg) bereit.
Mit vier Personen am Tisch ließ sich da einiges kreuz und quer probieren. Die mit zurückhaltender Schärfe (Japan-Style) versehenen „Spicy Edamame“ (4,90 Euro) stellten einen gelungenen Soja-Snack zum geselligen Fingerfuttern dar.
In Ermangelung des von Borgi angepriesenen Schweinebauchs – das saftig-fette Wintergericht war leider aus dem Vorspeisenkanon verschwunden – orderte ich die Tori Karaage (7,90 Euro), die von einem säuerlichen Soja-Essig-Dip und einer sehr zahmen Wasabi-Mayo begleitet wurden.
Knusprig, heiß und nicht übertrieben fettig hatten die zweifach ausgebackenen Stücke aus der Hähnchenkeule den Frittiervorgang hinter sich gebracht. Auch der Freund meiner Schwägerin hatte eine Portion dieser „Edel-Chicken-Nuggets“ bestellt und zeigte sich von ihnen begeistert. Zum Teilen vorweg eine durchaus gute Wahl. Ein schmackiger, unkomplizierter Asia-Snack, der noch Platz im Magen ließ für die kommenden Aufgaben.
Da ich dieses liebenswürdige japanische Restaurant nicht verlassen wollte ohne vorher eine der ansprechenden Sushi-Rollen probiert zu haben, baute ich zwischen frittiertem Hähnchenklein und cremig-fettiger Chicken Ramen noch eine King Dragon Roll (16,90 Euro) ein. Sehr zur Verblüffung meiner Frau, die sich mit rein vegetarischen, mit Paprika und Frischkäse gefüllten Maki (4,90 Euro) beschied.
Meine mit Avocado und Knuspergarnele gefüllte, mit flambiertem Aburi-Lachs ummantelte Drachen-Rolle kam leider mit etwas zu viel dekorativem Schnickschnack auf die längliche Platte. Chili-Mayo, Teriyaki-Sauce, roter Tobiko und zerstoßenes Engelshaar (Kadayif) in Ehren, aber sie lenkten von den tadellos zubereiten Meereshappen nur unnötig ab.
Zumal die kurz vor dem Servieren abgeflämmte Lachshaube geschmacklich für sich sprach. Mir hätte da etwas weniger Drumherum besser gefallen, auch wenn die Saucenschärfe und die Knusperfäden mehr geschmackliche und texturelle Vielfalt auf den Teller brachten.
Gut, so frugal wie die Paprika-Maki-Portion meiner Frau hätte es vielleicht auch nicht unbedingt sein müssen.
Aber ihr reichten Gari und Wasabi als Beigaben völlig aus, um mit den fischlosen Reisrollen absolut d’accord zu sein. Manchmal ist weniger eben doch mehr…
Gerade wenn noch eine derart gehaltvolle Tantan Ramenbrühe mit knusprigem Hähnchen, wachsweichem Ei, einer Handvoll Nudeln und Gemüse (14,50 Euro) auf einen wartet.
Denn der abgebrühte Bremer Suppenkasper hatte in seinem damaligen Bericht nicht zu viel versprochen.
Der pikant-würzige Hühnersud, mit dem sich die nicht zu weich geratenen Teigwaren zusammen mit feingeschnittenem Gemüse, Sesam und Chili-Öl die Schüssel teilten, geriet fleischlich dicht mit intensiver Umami-Note.
Da war viel gutes Hühnerfett, das in kleinen Kügelchen auf der Oberfläche glänzte. Die aus Teig oder Gemüse gefertigten Schüsselinsassen ordneten sich brav der mundfüllenden Brühe unter, ohne selbst dabei geschmacklich „baden“ zu gehen.
Von den knusprigen Hühnerklötzen gab ich gerne ein paar ab. „Mutter Karaage“ hatte mir an diesem Abend dann doch ein paar „Kinder“ zu viel beschert…
Auch meine Gattin hatte den Hühnerknochenfond als Basis für ihre Cha Shu Ramen Tantan (14,50 Euro) gewählt. Prinzipiell das gleiche Gericht, nur eben mit aufgeschnittenen Scheiben vom gebratenem bzw. gebackenem Schweinehals als Fleisch-Topping.
Da wurde auch gegenüber kräftig aus dem Vollen gelöffelt.
Die Tonkotsu-Version ließ sich übrigens der Mann zu meiner Rechten schmecken.
Die Schweineschüssel sah auch großartig aus und wäre beim nächsten Besuch ganz oben auf meiner Tampopo-Liste. Vielleicht hat der Bremer Brühen-Bruder ja Lust und Zeit auf eine japanische Nudelsuppe zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein „karaagierter“ Mitstreiter aus der Pfalz würde sich freuen…