Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und freue mich dann immer, wenn mir die Auswahl von Restaurants durch informative Kritiken erleichtert wird. Umgekehrt gebe ich meine Erfahrungen auch sehr gerne weiter.
Einige wenige meiner bisherigen Kritiken, die ältesten, stammen originär noch aus RK, aber nach dessen Verkauf an Yelp suche ich hier ein neues "Zuhause".
Zu meinen Bewertungskriterien ein kurzes Wort. Ich bin Relativbewerter, auch ein gut geführter Imbiss kann mal 4 Punkte bekommen, ebenso wie ein Sternerestaurant, es muss dem jeweiligen Anspruch entsprechen!
4 bis 5 Punkte bedeuten für mich, das das Restaurant seinen und meinen Anspruch erfüllt hat bei meinen Besuch. 3 Punkte bedeutet, gewissen Defizite in einzelnen Aspekten. Darunter bedeutet eine Bewertung erhebliche Mängel bei meinem Besuch.
Ich bin ohne jeden gastronomischen Hintergrund, koche für mein Leben gerne und liebe es mich von jeglicher Küche kulinarisch verwöhnen zu lassen. Als Projektingenieur in der Erdöl- und Gasindustrie muss ich viel reisen und komme häufig in die erfreuliche (manchmal nicht so erfreuliche) Situation, außer Haus essen zu müssen und... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 516 Bewertungen 868665x gelesen 15171x "Hilfreich" 14423x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 19.04.2022 2022-04-19| Aktualisiert am
19.04.2022
Besucht am 16.04.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 99 EUR
Es gibt was zu berichten aus Bad Bentheim. Eine Kollegin hatte vom "neuen" Burg Café in der Bad Bentheimer Burg berichtet und das positiv. Und dann spitze ich ja immer die Ohren, wenn es um gute Erfahrungen in einem gastronomischen Betrieb geht. Das Ferdinands ist dem während Corona verblichenem Café im Torhaus der Burg Bentheim nachgefolgt und hat dort im letzten Jahr neu eröffnet. Der Ostersamstag-Abend war noch unverplant, das Wetter versprach gut zu werden und so besprach ich, letztendlich erfolgreich, mit meiner Frau den Plan, eine Radtour für ein Abendessen im Ferdinand anzusetzen. Reserviert wird unkompliziert über ein Tool auf der HP, die Bestätigungsmail erreichte mich kurz darauf.
Somit ging es mal wieder für ein Abendessen per Rad von Rheine aus nach Bad Bentheim. Kurz vor 18 Uhr trafen wir dort ein und wenn man den Höhenrücken erklommen hat, steht man vor der Burg der fürstlichen Familie von Bentheim und Steinfurt. Die bewohnt in Steinfurt ein wunderschönes Wasserschloss und ist manchmal auch in ihrer Burg auf dem Bentheimer Höhenrücken. Die Anlage ist sicher immer einen Besuch Wert.
Große Teile der Burg-Anlage stehen der Öffentlichkeit gegen Eintritt offen. Das Torhaus und den Vorhof kann man ohne Eintrittsgeld betreten und wie schon gesagt, befand sich im Torhaus schon immer ein Café. Fahrräder stellt man unten an der Straße ab, dann geht es die steile Kopfsteinpflaster Straße hinauf zum Torbogen. High Heels sollte Frau erst oben anziehen. Ist man durch den Bogen durch, geht es auf die verlockend schöne Terrasse, die links vom Torhaus liegt. Diese war aber am 16. April 2022 um 18 Uhr noch kein Thema für das Abendessen, weil im Schatten und deswegen zu kalt. Wir wandten uns der Tür zum Gastraum zu.
Angenehm zurückhaltend hatte man die Räume innen renoviert und mit einem maßvoll ausgeprägten Landhaus-Stil neu eingerichtet. Das konnte gefallen, durch die Fenster fiel viel Licht in den Raum und er war schön hell. Tische für 2 bis 6 Personen bestimmten den oberen Raum an der Bar. Unser Zweiertisch lag direkt am Fenster, dass auf den Innenhof schaute.
Von unserem Tisch aus konnten wir in den sogenannten Prinzessinnen-Garten schauen, einen Teil der Burg-Anlage, den man nicht betreten kann als Besucher.
Aber in diesem Garten befindet sich noch eine Art Anbau des Ferdinand. Eine Treppe geht es hinunter, dann steht man in einer Art Wintergarten, dessen große bodentiefe Scheiben sich in den Garten öffnen. Hier kann noch einmal eine große Zahl Gäste bewirtet werden. Der Raum dient aber auch als Bereich für größere Feiern.
Wir richteten uns an unserem Tisch ein, eine Garderobe gibt es bisher nur unten im Gartenteil. So jedenfalls wurde meine Frage danach beantwortet, was aber für den Service keine Veranlassung darstellte, sich unserer Garderobe anzunehmen und die dort an den Haken zu hängen. Also machte ich mich auf den Weg und Frau schaute schon mal in die Karte. Zurück am Tisch wurden wir erst einmal ignoriert und ich konnte den Schichtwechsel-Aktivitäten der Servicetruppe folgen. Irgendwann nahm man uns doch mal zur Kenntnis und wir konnten unsere Getränke und Speisen ordern.
Das Servieren des Georderten erfolgte dann aber recht zügig und der Service kümmerte sich über den weiteren Abend dann tadellos um uns. Wasser wurde bestellt und aus der recht minimalen Weinkarte wurde ein Rheingau Riesling vom Weingut Schumann Nägler serviert. Cooler Kühler für die Ferdinands Edition dieses recht sanften Kabinett (meine Einordnung) ohne große Ecken und Kanten. Eine ausgesprochene Vorspeisen Abteilung bietet die Karte nicht, wir teilten uns einen Flammkuchen. Salmon nannte der sich, Lachs | Crème fraiche | Frühlingszwiebeln | Dill sollten drauf sein. Der Teig vermutlich Convienience, aber es erwartet auch niemand von einem Restaurant mit dem Anspruch des Ferdinand, dass der selber hergestellt wird. Wichtig ist, dass die Küche dem oben drauf ein wenig Aufmerksamkeit schenkt. Die Karte des Ferdinands bietet auch einige sehr exotische Variationen von Flammkuchen an, dass war uns dann too much, so wurde es der mit Fisch. Alles was annonciert war, fand sich in annehmbarer Qualität auf dem Teig. Wir waren zufrieden, würden uns aber für die Zukunft ein paar kreative Vorspeisen wünschen. Die Küche sollte das hinkriegen, wenn man die folgenden Hauptgerichte als Maßstab betrachtet.
Meine Frau hatte sich Rind bestellt, Entrecote Irish Hereford Dry Aged, mit Fettauge | 21 Tage Dry Aged, Kartoffelgratin | Grillgemüse verriet die Karte zu Ihrer Wahl. Was Frau so bestellt, wenn sie während der Fahrradfahrt von Rheine nach Bentheim erklärt, richtig Lust auf ein gutes Stück Fleisch zu haben. Sah aber auch wirklich gut aus, was mir da gegenüber stand. Gargrad Medium war getroffen und das Fleisch war ausreichend gereift, ich durfte kosten. Wirklich Klasse war das Kartoffel Gratin als Beilage! Schön, dass einem Koch auch mal was anderes als Pommes zu einem Steak einfällt. Perfekt war das Gratin mit Sahne, Salz, Pfeffer und viel Muskat abgeschmeckt. Und auch die anderen Beilagen konnten gefallen. Auch auf meinem Teller fanden sich das wirklich gute Gratin und die Gemüsebeilage. Bentheimer Kräuter-Bratwurst, Grobe Kräuter-Bratwurst vom Bentheimer, Landschwein | Grillgemüse | Kartoffelgratin aus dem Klassiker Teil (großes Wort, wenn man ein Jahr auf hat) der Karte hatte ich der jungen Dame in ihren Block diktiert. Und auch wenn ich meine Frau beim Verzehr ihres Entrecote genussvoll schwelgen sah, meine Wahl musste ich nicht bereuen. Das war eine sehr gut abgeschmeckte grobe Kräuterbratwurst! In Kombination mit den leckeren Beilagen ein ebenso erfreuliches Gericht aus der Küche des Ferdinand. Wir waren nach den beiden Hauptspeisen zufrieden. Wer wie wir beide noch nicht gesättigt ist, kann aus ein paar Desserts wählen. Das ging aber nicht mehr bei uns. Wir schlossen mit einem Gin Tonic, die Auswahl der Bar ist gut sortiert.
Von Tanqueray kamen die beiden Gins, einmal der Rangpur und einmal der Flor de Sevilla, aufgegossen mit dem sehr ordentlichen Tonic Water von Thomas Henry. Dann waren wir durch und ich kann ein kleines Fazit ziehen.
Das neu gestaltete Ambiente ist sehr gut gelungen und bietet eine angenehme Atmosphäre. Wenn der Service seinen Schichtwechsel durch hat, agiert er konzentriert und aufmerksam. Genug Personal ist da, auch wenn der zum größten Teil aus Nebenverdienstkräften zu bestehen scheint. Das kann (muss aber nicht) zum Problem werden wenn die Routine ausgebildeter Restaurantfachkräfte nötig ist für einen angemessenen Service am/beim Gast. Unser Besuchsabend gab bis auf den Beginn keinen Grund zur Klage. Die Küche hatte ordentlich geliefert, Auswahl (bis auf fehlende Vorspeisen), Qualtät und Anrichte waren okay bis gut. Ich sehe keinen Grund warum wir nicht noch mal einkehren sollten. Auf jeden Fall mal im Sommer für einen Abend auf der Terrasse. Der Blick nach Süden ins Münsterland ist schon sehr schön.
Es gibt was zu berichten aus Bad Bentheim. Eine Kollegin hatte vom "neuen" Burg Café in der Bad Bentheimer Burg berichtet und das positiv. Und dann spitze ich ja immer die Ohren, wenn es um gute Erfahrungen in einem gastronomischen Betrieb geht. Das Ferdinands ist dem während Corona verblichenem Café im Torhaus der Burg Bentheim nachgefolgt und hat dort im letzten Jahr neu eröffnet. Der Ostersamstag-Abend war noch unverplant, das Wetter versprach gut zu werden und so besprach ich, letztendlich... mehr lesen
Ferdinands | Burgcafé & Bistro
Ferdinands | Burgcafé & Bistro€-€€€Restaurant, Cafe059229043056Schlossstraße, 48455 Bad Bentheim
4.0 stars -
"Erfreuliche Neueröffnung" Carsten1972Es gibt was zu berichten aus Bad Bentheim. Eine Kollegin hatte vom "neuen" Burg Café in der Bad Bentheimer Burg berichtet und das positiv. Und dann spitze ich ja immer die Ohren, wenn es um gute Erfahrungen in einem gastronomischen Betrieb geht. Das Ferdinands ist dem während Corona verblichenem Café im Torhaus der Burg Bentheim nachgefolgt und hat dort im letzten Jahr neu eröffnet. Der Ostersamstag-Abend war noch unverplant, das Wetter versprach gut zu werden und so besprach ich, letztendlich
Geschrieben am 18.04.2022 2022-04-18| Aktualisiert am
20.04.2022
Eigentlich kann ich ohne schlechtes Gewissen auf meinen Bericht von Mai 2021 verweisen, aber ein Aspekt bringt mich dazu, doch ein paar Worte zum Besuch im Ferment am Ostersonntagabend 2022 hier zu veröffentlichen. Dazu am Ende mehr. Unsere erste kulinarische (Tages)Radtour führte uns am an einem wunderbaren Frühlingstag mal wieder nach Münster Roxel. Für den Ostersonntagabend hatten wir uns einen Tisch im Ferment reserviert, dem fine dining Restaurant im Hause Ackermann. Und mit dem folgenden Bericht gibt es eine kompakte Reise durch das Menü, dass wir an dem Abend genießen durften.
Gegen 18 Uhr trafen wir ein, und das Wetter ließ es zu, den Aperitif noch draußen zu genießen. Im Windgeschützten Bereich zwischen dem Restaurant und dem in einem kleinen Nebengebäude liegenden Ferment genossen wir einen Champagner.
Serviert wurde je ein blanc und rose von Fresne Ducret 1er Cru Brut Reserve
Das sollte ein angemessener Start in einen hoffentlich genussreichen Abend sein. Die Zeit verging mit dem Studium der Weinkarte, einem kurzen Plausch mit dem Chef, Herrn Ackermann und viel vinophilen Fachsimpeleien zwischen dem Service, meiner Frau und mir. Letztendlich war der Aperitif geleert und entspannt ging es nach drinnen.
Große Fenster ließen die Abendsonne in den geschmackvoll eingerichteten Gastraum, der sich über den Abend komplett füllte. Münster weiß seine Sterneköche zu schätzen, sehr schön!
Der erste Wein des Abends fand seinen Weg an den Tisch und in unsere Gläser. Von der Nahe, ein wunderbar im Barrique ausgebauter Weißburgunder. Perfekt zu den ersten Grüßen und Gängen.
Laurin Kux servierte wie immer die Küchengrüße persönlich und fand Zeit für ein erstes persönliches Willkommen und einen kurzen Plausch.
Tatar, Rauch-Aal und Entenlebercreme (ungestopft) kamen in drei kleinen Fingerhappen-Portionen an den Tisch. Sanft das Tatar, cremig die fois gras de canard, sensationell der Happs mit dem Rauchaal, und natürlich immer eine deutlich saure Komponente in allen Gerichten. Kaltstart mit voller Beschleunigung in die Geschmackswelt von Laurin Kux.
Dazu Brot, ein Sauerteig- und ein Laugenbrot (meine württembergisch-schwäbische Tischgenossin war hin und weg vom Laugenbrot) wurde serviert mit einer Sauerkraut-Butter. Sagte ich schon was zu sauren Komponenten in der Küche von Herrn Kux? Das Laugenbrot wurde noch mal nachgereicht, so angetan waren wir von diesem Brot.
Gang 1, und erst einmal bestaunten wir die Keramik! Das Steckenpferd von Laurin Kux sind alle Produkte aus dem Wasser, und lässt man ihn seine Gerichte auf so schöner Keramik servieren, spornt ihn das sicherlich noch mal doppelt an. Makrele & Imperial Kaviar, Sellerie / Fenchel / Walnussöl servierte uns der Service am Tisch. Feinmechanisches, filigranes Anrichtewunderwerk aus kleinsten Fenchel Makrele Rouladen, kubistisch arrangiert. Wunderbares, säuerliches Aroma aus fermentierten Fenchel! Geräucherte Fjordforelle, Karotte / Estragon / geeistes Karottengrün war Gang 2 und mein absoluter Favorit des Abends. Der Fisch zwischen gegart und roh, filigran von den Aromen der Karotte begleitet, schloss ich die Augen und versuchte allen Geschmackseindrücken zu folgen.
Der Weißburgunder von der Nahe war genussvoll geleert. Und in der äußerst fair bepreisten, sehr attraktiven Weinkarte (siehe HP) fand sich ein Wein aus einer nicht ganz so bekannten Appellation aus dem Burgund. Perfekt für die Gänge drei und vier.
Gang drei war noch ein letztes Fischgericht, confiertes Skreifilet, Morcheln / Spinat / Sauerampfer / Zitrone wurde serviert. Na klar fand sich wieder Säure, prägnant in diesem Gericht durch den Schaum aus Zitrone. Und sicher steuerte auch der Sauerampfer etwas Säure bei. Die Morcheln setzten fettes Umami dagegen. So begleitet erfreut Dorsch immer aufs Neue. Salzwiesenlamm, Wacholder / Lauch / Kohlrabi / Merguez-Öl war meine Wahl bei den Fleischgängen. Wir hatten aus maximal 6 Gängen mit zwei Fleischgängen 5 geordert und ich hatte mich für das klassische Ostergericht entschieden. Das Lamm kurz gebraten und geschmort (unten drunter), begleitet von ganz leichter Schärfe und Säure. Presa vom Iberico, Topinambur / Apfel / Haselnuss / Kimchipuder war die Wahl meiner Frau. Das Fleisch hatte deutlich mehr Eigengeschmack als das Lamm, und meine Frau war ebenso zufrieden.
Predessert war eine Kombination aus süß und herzhaft, Sellerie war dabei, Aprikose und ein schönes Spiel aus Süße und Säure. Himbeere / Basilikum / Litschi / Mandelcreme schloss unser Menü ab. Laurin Kux hat das Glück, in der Küche von seiner Frau begleitet zu werden. Sie zeichnet für alle Backwaren (meine Verneigung für das Laugengebäck) verantwortlich und alle Desserts. Und das macht sie überzeugend gut. Nie langweilig eindimensional süß sind ihre Desserts, immer ergibt sich ein Spiel aus Säure und Süße, manchmal auch Salzigkeit.
Ein paar petit fous zum Espresso schlossen und beendeten einen genussreichen Abend im Ferment. Und ich komme zurück zu dem Grund, warum ich jetzt hier einen Bericht schreibe zu einem Abend der mich ebenso zufrieden hinterlässt wie der vorherige. Denn es gibt trotz allem Genuss doch etwas ganz wichtiges zu berichten. Und zwar eine wirklich sehr beeindruckende kulinarische Entwicklung der Küche von Laurin Kux seit 2019 sowie einer parallelen Fortentwicklung von Service und dem Ambiente. Alles was serviert wird, wirkt konzentrierter, fokussierter. Das darf sich gerne immer weiter so positiv entwickeln und ich würde gerne weiter davon berichten!
Eigentlich kann ich ohne schlechtes Gewissen auf meinen Bericht von Mai 2021 verweisen, aber ein Aspekt bringt mich dazu, doch ein paar Worte zum Besuch im Ferment am Ostersonntagabend 2022 hier zu veröffentlichen. Dazu am Ende mehr. Unsere erste kulinarische (Tages)Radtour führte uns am an einem wunderbaren Frühlingstag mal wieder nach Münster Roxel. Für den Ostersonntagabend hatten wir uns einen Tisch im Ferment reserviert, dem fine dining Restaurant im Hause Ackermann. Und mit dem folgenden Bericht gibt es eine kompakte... mehr lesen
Restaurant Ackermann
Restaurant Ackermann€-€€€Biergarten, Sternerestaurant, Partyservice025341076Roxeler Straße 522, 48161 Münster
5.0 stars -
"Kontinuierliche Steigerung in allen Aspekten" Carsten1972Eigentlich kann ich ohne schlechtes Gewissen auf meinen Bericht von Mai 2021 verweisen, aber ein Aspekt bringt mich dazu, doch ein paar Worte zum Besuch im Ferment am Ostersonntagabend 2022 hier zu veröffentlichen. Dazu am Ende mehr. Unsere erste kulinarische (Tages)Radtour führte uns am an einem wunderbaren Frühlingstag mal wieder nach Münster Roxel. Für den Ostersonntagabend hatten wir uns einen Tisch im Ferment reserviert, dem fine dining Restaurant im Hause Ackermann. Und mit dem folgenden Bericht gibt es eine kompakte
Geschrieben am 05.04.2022 2022-04-05| Aktualisiert am
06.04.2022
Besucht am 05.04.2022Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 20 EUR
..so könnte man es beschreiben, die Küche dieses Restaurants in der Ochsenstraße in Nordhorn. Ich musste was erledigen in der Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Bentheim. Und weil es zeitlich passte, wollte ich noch was zum Mittag essen. Riesigen Hunger hatte ich nicht, ich überlegte in Richtung kleine Mahlzeit. Dabei fiel mir ein, dass in Nordhorn gerade ein Restaurant schwer angesagt ist, das An Nam. Ich war nicht weit entfernt, und offen hat man von Mittag bis Abend sieben Tage die Woche. Gehe ich also mal dahin und schaue was die so anbieten. Einen kurzen Spaziergang später stand ich vor der Tür.
Früher, zu der Zeit als ich in Nordhorn das technische Gymnasium besuchte, sehr lange her, war die Ochsenstraße der Wochenend-Party-Hotspot von Nordhorn. Hat sich geändert Heutzutage, alle die Kneipen, Clubs und Bars sind verschwunden, dafür gibt es jetzt Restaurants. Und eines dieser Häuser ist das An Nam. Von außen schon mal ganz ansprechend, gerade im Vergleich zu den äußerst kostenbewusst logierenden AYCE Asiaten, die jetzt bevorzugt in Gewerbeimmobilien auftreten. Das konnte schon mal gefallen und so trat ich ein.
Auch innen hob man sich wohltuend von asiatischem Restaurantdekoeinerlei ab. Der Innenraum war eher kühl und sachlich skandinavisch eingerichtet, nach hinten schließen sich ein Wintergarten und eine Terrasse zur Vechte an.
Im Wintergarten fand ich dann auch einen Platz an einem Tisch zur freien Auswahl. Eine junge Dame nahm sich meiner an und überreichte mir die Karten. Es gibt eine feste Karte, eine Sushi Auswahl sowie eine Mittagskarte. Es sollte sich also was finden lassen für den hungrigen Einkehrer. Ich vertiefte mich in die Karte. Die Betreiber sind offensichtlich vietnamesischer Herkunft, und so liegt ein Schwerpunkt auf der dortigen Küche. Was an Gerichten dieser Herkunft die Küche in Richtung Tische und Gäste verließ, schaute gut aus, auch bei der Präsentation gab man sich wirklich Mühe. Aber das war mir alles zu umfangreich, also schaute ich mal bei den angebotenen Sushi Variationen nach.
Zwischenzeitlich hatte die nette junge Dame mir meine Getränkeorder serviert. Eine Limonade Saigon, so hieß es auf der Karte. Orange, Minze und Limette fanden ich im Sprudelwasser, dass schmeckte. Ich hatte mich schließlich auch entschieden und orderte ANGRY TUNA, einfach weil ich mal sehen wollte, was sich so hinter einem bösen Thunfisch verbergen würde. Als meine Order in der Küche platziert war, kam erst mal Sushi Werkzeug an den Tisch, plus Schälchen für eine Industrie-Soja-Sauce zum selber nachfüllen.
Dann musste ich etwas sehr lange warten für einen Mittagstisch, aber selber schuld, wenn man nichts aus der Mittagskarte nimmt, sondern den Koch an den Sushi-Tresen schickt. Lieber so, mit etwas Zeitdruck beim zubereiten zuschauen, als was fertiges aus dem Kühlschrank schnell serviert. Acht Rollen mit flambiertem Thunfischfilet, Spicy Tuna Tatar, Korianderpesto, Gurken, Tuna Crème, Grill-Peperoni, Tomatensalsa & Avocado-Reduktion & Wakame, knackigem Gemüse, so wurde meine Wahl in der Karte beschrieben und so kam das an den Tisch. Anklicken
Ich war etwas geschockt, da war dem Kreativ-Chef vom An Nam wohl etwas der kreative Gaul durch gegangen, eine Blumenvase auf dem Teller, das war jetzt etwas dekorativer overkill. Ebenso wie die dampfende Trockeneis Kanne, die daneben stand. Der Rest aber wieder ansehnlich arrangiert. Ich bin ja eigentlich nicht so der Anhänger dieser Pseudosushi-Mayonnaise-Reisrollen, lieber mag ich es pur japanisch, aber Titel und Beschreibung hatten mich zur Bestellung vom bösen Thunfisch verleitet.
Zum Glück war die Küche beim ausbringen der Mayo nicht verschwenderisch, sondern wohltuend zurückhaltend. So konnte sich ein wenig von der Zutatenvielfalt in der Rolle bemerkbar machen in der sehr freien Interpretation einer Inside-Out-Roll. Das schmeckte in seiner Gesamtheit ordentlich, aber das eigentlich entscheidende an gutem Sushi lässt sich so nicht schmecken, der Reis, der Fisch, die Alge. Aber vielleicht ist das auch besser, denn dann wäre man enttäuscht. So aber war das eine dicke Aromenrolle, die durchaus gut schmeckt, aber die man einem Sushi-Meister besser nicht vorsetzt.
Natürlich gab es eingelegten Ingwer und Wasabipaste dazu.
Und weiterhin eine Art sehr milden Rettich und grüne, nicht getrocknete Algenblätter, begleitet von einer Sauce, die Assoziationen zu Erdnusssauce in mir weckte. Keine Ahnung was das war. Dann war ich durch mit meinem kleinen Mittagsteller. Im Großen und Ganzen war ich zufrieden. Das Sushi Angebot liegt auf dem erwarteten Niveau, nicht wirklich japanische Küche, aber schmackhaft und ausreichend frisch. Ich würde aber bei einer erneuten Einkehr aus dem vietnamesischen Teil der Karte wählen. Das liegt qualitativ der Optik nach näher an des Schusters Leisten des An Nam.
Die Junge Dame rechnete mit mir ab und verabschiedete mich mit einem freundlichen Lächeln. Und ich ziehe das Fazit, dass man hier durchaus mal gut einkehren und schmackhaft asiatische Crossover Küche genießen kann. Ich würde sicher noch mal einkehren bei Gelegenheit.
..so könnte man es beschreiben, die Küche dieses Restaurants in der Ochsenstraße in Nordhorn. Ich musste was erledigen in der Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Bentheim. Und weil es zeitlich passte, wollte ich noch was zum Mittag essen. Riesigen Hunger hatte ich nicht, ich überlegte in Richtung kleine Mahlzeit. Dabei fiel mir ein, dass in Nordhorn gerade ein Restaurant schwer angesagt ist, das An Nam. Ich war nicht weit entfernt, und offen hat man von Mittag bis Abend sieben Tage die... mehr lesen
An Nam Nordhorn
An Nam Nordhorn€-€€€Restaurant05921 7266666Ochsenstraße 6, 48529 Nordhorn
4.0 stars -
"From Saigon to Tokyo......" Carsten1972..so könnte man es beschreiben, die Küche dieses Restaurants in der Ochsenstraße in Nordhorn. Ich musste was erledigen in der Kreisstadt des Landkreises Grafschaft Bentheim. Und weil es zeitlich passte, wollte ich noch was zum Mittag essen. Riesigen Hunger hatte ich nicht, ich überlegte in Richtung kleine Mahlzeit. Dabei fiel mir ein, dass in Nordhorn gerade ein Restaurant schwer angesagt ist, das An Nam. Ich war nicht weit entfernt, und offen hat man von Mittag bis Abend sieben Tage die
Geschrieben am 28.03.2022 2022-03-28| Aktualisiert am
28.03.2022
Besucht am 27.03.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 37 EUR
Ich hatte schon mal einen Bericht geschrieben (2020 war das), aber der ist weg! Warum auch immer, ich weiß es nicht. Die Fotos vom Bericht sind aber noch da. Komisch! Na ja, egal, dann auf ein Neues.
Döner Buden gibt es in jedem Ort der Bundesrepublik Deutschland zu Hauf! Und es ist ja auch ein praktisches unkompliziertes Ding, die Fladenbrottasche auf die Hand. Wobei man angesichts der Preisgestaltung in einigen dieser Imbisse besser nicht allzu intensiv über die bei solchen VK Preisen mögliche Produktqualität nachdenkt. Seltener trifft man aber in unseren Gefilden auf wirkliche anatolische Restaurants, die sich Mühe geben mit ihrem gesamten Auftritt. Bei uns in Rheine wüsste ich unter unzähligen Döner Grills keinen einzigen, den ich mehr in Richtung Restaurant als Imbiss einordnen würde.
In Schüttorf aber, wahrlich nicht reichlich gesegnet mit anspruchsvoller Gastronomie, hat sich still und leise ein wirklich erfreuliches Angebot an anatolischer Küche etabliert, dass sich auch in der Levante beim Angebot bedient. Mitten drin in Schüttorf liegt er, der Harbali Holzkohlegrill, in der Windstraße, nahe beim alten Rathaus. Und der war am späten Sonntagnachmittag mal wieder Ziel einer Einkehr von meiner Frau und mir. Den frühlingshaften Sonntag Ende März hatten wir genutzt, die in voller Blüte stehenden riesigen Wald-Anemonen Teppiche in den fürstlichen Wäldern rund um Bad Bentheim per Rad zu erkunden. Und auf dem Rückweg bot sich Schüttorf an, den Hunger zu stillen. Süß im Schoko Hus ist dort immer eine Option oder was herzhaftes? Uns Beiden stand der Sinn nach herzhaft, und meine Frau schlug den Harbali Grill vor. Da war ich natürlich dabei. Das Timing war perfekt, um 16 Uhr standen wir vor der Tür und traten ein.
Einige Tische im Gastraum waren eingedeckt und dekoriert, offensichtlich erwartete man noch einige größere Gästegruppen zum essen. Aber es gab noch ein paar freie Tische für meine Frau und mich. Die Außenterrasse auf der Windstraße wird erst im April wieder eröffnet. Das macht aber nichts, denn beim Ambiente im Innenraum gibt sich die Betreiberfamilie wirklich viel Mühe.
Drinnen lässt es sich genauso angenehm sitzen wie im Sommer draußen auf der Terrasse. Im Laden waren zwei Herren, einer kümmerte sich freundlich zugewandt um den Service, ein weiterer Herr hinter der Theke war mit dem zubereiten der Speisen beschäftigt. Den Holzkohlegrill hatte er schon auf Temperatur gebracht.
Direkt an diesem angenehmen Wärmspender saßen wir und konnten zusehen, wie die Grillgerichte zubereitet wurden. Wir bekamen die Karte gereicht und da wir beide nicht das erste Mal da waren, schauten wir auch gleich mal in das Angebot in der Kühltheke.
Schaf, Rind und Hähnchen waren zu erkennen, in verschiedenen Arten vorbereitet für die Zubereitung auf dem Grill. Ich war mir sicher, meine Frau würde Schaf Fleisch erwählen, angesichts des entsprechenden Angebots, aber es kam anders. Zurück am Tisch ging sie noch mal in sich, ich hatte mich eigentlich schon entschieden. Als Getränk ordern wir immer Ayran.
Ist immer ein Genuss, besonders an warmen Tagen und Alkohol muss man in einem türkischen Restaurant auch nicht unbedingt ordern. Es gibt ihn aber, bis hin zu einer Flasche Wein serviert ihn der Service. Meine Frau hatte sich dann entschieden und wir starteten mit einer kleinen Vorspeise. Für sie eine Suppe. Türkische Linsensuppe war ihre Wahl. Und sie wurde nicht enttäuscht, an den Tisch kam eine sämige Suppe. Koriander schmeckte durch, ich denke auch Schwarzkümmel war dabei. Nicht zu viel Schärfe war in der Suppe, trotz eines Öls oben drauf. Perfekt wurde die Suppe mit der Säure durch ein Zitronenviertel, die man nach Gusto ausdrücken konnte. Gute Wahl bei meiner Frau, ich hatte gewählt, was ich fast immer wähle, wenn ich dort bin. Hummus kam für mich. Die Paste aus Kichererbsen und Sesampaste mit Knoblauch und Olivenöl liebe ich. Die Küche serviert dazu ein fingerverbrennend heißes Fladenbrot, dass direkt auf dem Grill vollendet wird.
Schlicht und einfach immer wieder ein Genuss, die Gemüse oben auf kann man machen, müsste aber gar nicht sein für mich. Der eingelegte Staudensellerie (säuerlich) war aber lecker. Wir genossen unsere Speisen, während in meiner Rücken Gemüse gegrillt wurde.
Ja, so muss türkische Küche daher kommen, alles mit fetten Röstaromen, so schmeckt das nach Anatolien. Für den Hauptgang hatte ich mir ein Tellergericht geordert. Und zu diesen gehört immer ein begleitender Salat.
Auch der macht eigentlich immer Freude. Tadellose frische Zutaten liegen drauf, die sind dann nicht groß mit einer Vinaigrette angemacht. Öl ist drauf und für die Säure drückt man ein Zitronenviertel aus. Zum Salat ein Gericht, dass ich bei einem vorherigen Besuch an einem Nachbartisch bewundert hatte und nun auch probieren wollte. Beyti Kebap nennt sich das. Die Rindfleischspieße lagen verheißungsvoll in der Kühlung und wanderten nach meiner Order auf die glühenden Kohlen. Vom Spieß befreit wurde das in Fladenbrot eingerollt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Fein gewürzt präsentierte sich das Rindfleisch, trotz des scharfen angrillens schön saftig. Perfekte Ergänzung war der fette türkische Joghurt mit Tomatensauce drauf. Lecker, aber wenn man das auf hat ist man satt. Und das ist leider Schade, denn die Baklava auf der Theke kann man dann nicht mehr ordern.......
Satt war auch meine Frau, die sich eingedenk ihrer Suppenwahl ein Dürüm bestellt hatte, über denen steht "für den kleinen Hunger". Was der Anatole so als kleinen Hunger bezeichnet, meine Frau bekam die mit Hähnchen und Gemüse gefüllte Rolle nicht auf, eine Hälfte ging neu verpackt mit nach Hause.
Den freundlichen Service habe ich schon angesprochen. Zum Schluss war noch die Chefin mit ihrer Tochter mit im Gastraum. Man war immer Blick und immer überzeugte man sich beim Verzehr nach unserer Zufriedenheit. Geht nicht besser, wir waren glücklich als Gäste.
Fazit, wer mal Lust hat auf recht anspruchsvolle anatolische Grill Gerichte, dem kann man eine Einkehr in den Harbali Holzkohlegrill ohne Zweifel empfehlen. Wir haben für unter 40 Euro gut gegessen.
Ich hatte schon mal einen Bericht geschrieben (2020 war das), aber der ist weg! Warum auch immer, ich weiß es nicht. Die Fotos vom Bericht sind aber noch da. Komisch! Na ja, egal, dann auf ein Neues.
Döner Buden gibt es in jedem Ort der Bundesrepublik Deutschland zu Hauf! Und es ist ja auch ein praktisches unkompliziertes Ding, die Fladenbrottasche auf die Hand. Wobei man angesichts der Preisgestaltung in einigen dieser Imbisse besser nicht allzu intensiv über die bei solchen VK... mehr lesen
4.0 stars -
"Gut gegrillt!" Carsten1972Ich hatte schon mal einen Bericht geschrieben (2020 war das), aber der ist weg! Warum auch immer, ich weiß es nicht. Die Fotos vom Bericht sind aber noch da. Komisch! Na ja, egal, dann auf ein Neues.
Döner Buden gibt es in jedem Ort der Bundesrepublik Deutschland zu Hauf! Und es ist ja auch ein praktisches unkompliziertes Ding, die Fladenbrottasche auf die Hand. Wobei man angesichts der Preisgestaltung in einigen dieser Imbisse besser nicht allzu intensiv über die bei solchen VK
Geschrieben am 21.03.2022 2022-03-21| Aktualisiert am
21.03.2022
Eine der schönsten westfälischen Gaststätten in Münster und dem Kreis Steinfurt wird wieder eröffnet. Nach dem der letzte Betreiber vor drei Jahren verstarb, hat die Besitzerfamilie einen neuen Betreiber gefunden. Momentan öffnet man nur auf Voranmeldung. Aber zum Sommer hin geht es wieder los. Für ein paar Eindrücke hat der WDR Münster mal seinen Restauranttester los geschickt.
Eine der schönsten westfälischen Gaststätten in Münster und dem Kreis Steinfurt wird wieder eröffnet. Nach dem der letzte Betreiber vor drei Jahren verstarb, hat die Besitzerfamilie einen neuen Betreiber gefunden. Momentan öffnet man nur auf Voranmeldung. Aber zum Sommer hin geht es wieder los. Für ein paar Eindrücke hat der WDR Münster mal seinen Restauranttester los geschickt.
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/muensterland/videos/video-tiemann-testet-die-gaststaette-hoeltene-schluse-100.html
Hölt'ne Schluse | Gastwirtschaft am Max-Klemens-Kanal
Hölt'ne Schluse | Gastwirtschaft am Max-Klemens-Kanal€-€€€Biergarten, Gaststätte015142435430OT Sprakel, Am Max-Klemens-Kanal 303, 48159 Münster
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"Nach zwei Jahren Pause geht es nun wieder los!" Carsten1972Eine der schönsten westfälischen Gaststätten in Münster und dem Kreis Steinfurt wird wieder eröffnet. Nach dem der letzte Betreiber vor drei Jahren verstarb, hat die Besitzerfamilie einen neuen Betreiber gefunden. Momentan öffnet man nur auf Voranmeldung. Aber zum Sommer hin geht es wieder los. Für ein paar Eindrücke hat der WDR Münster mal seinen Restauranttester los geschickt.
https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/muensterland/videos/video-tiemann-testet-die-gaststaette-hoeltene-schluse-100.html
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"Ein Stern!" Carsten1972Und auch hier ist ein Stern gelandet! Keine Überraschung! Konsequente Fortsetzung der Leistung aus der "olen Deele"! Herzlichen Glückwunsch!
Gina Duesmann und Lars Keiling haben mit ihrem Team einen Stern vom Guide Michelin bekommen. Keine Überraschung für mich! Herzlichen Glückwunsch!
Gina Duesmann und Lars Keiling haben mit ihrem Team einen Stern vom Guide Michelin bekommen. Keine Überraschung für mich! Herzlichen Glückwunsch!
Restaurant Friedrich
Restaurant Friedrich€-€€€Restaurant054196380899Lotter Straße 99, 49078 Osnabrück
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"Keine Überraschung!" Carsten1972Gina Duesmann und Lars Keiling haben mit ihrem Team einen Stern vom Guide Michelin bekommen. Keine Überraschung für mich! Herzlichen Glückwunsch!
Geschrieben am 07.03.2022 2022-03-07| Aktualisiert am
08.03.2022
Besucht am 04.03.2022Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 220 EUR
Carsten1972 war mal wieder mit seiner liebsten Ehefrau in Leinsweiler, für eine Nacht. Unsere alljährliche Frühjahrs-Weineinkaufstour durch die Pfalz mit einem befreundeten Pärchen stand an. Für die Nacht hatten wir uns in der sehr empfehlenswerten Weinherberge Laura eingebucht. Aber zu essen gibt es dort nichts, Wein natürlich genug. Also mussten wir uns nach der Anreise aus dem Münsterland noch nach einer Einkehr fürs Abendessen umsehen. Die Gruppe bestimmte mich dafür.
5 Adressen gibt es in Leinsweiler, 4 sind beschrieben, 3 von den beschriebenen habe ich schon besucht. Kollege MarcO hat den Zehntkeller schon beschrieben, also fiel mal meine Wahl auf den weißen Fleck auf der GG Karte von Leinsweiler. Das Hotel und Restaurant Rebmann. Ein wenig hatten wir schon mit der Küche Bekanntschaft schließen können, denn bei verschiedenen Veranstaltungen des von uns regelmäßig besuchten Weingutes Siegrist in Leinsweiler sorgt die Familie Rebmann für das leibliche Wohl. Unkompliziert wurde per Mail eine Reservierung für uns 4 am Freitagabend vereinbart.
Um kurz vor 19 Uhr machten sich also vier hungrige Weineinkäufer auf den kurzen Weg von Lauras Weinherberge zur Familie Rebmann. Es bedurfte bei allen dringend der Zufuhr von fester Nahrung, nachdem uns der Freitag den Rhein entlang nach Süden geführt hatte. Der Einkauf hatte in Wolfsheim/ Rheinhessen begonnen, und über eine wohlbekannte Weinadresse im pfälzischen Laumersheim waren wir schließlich mit Hunger in Leinsweiler angekommen.
Das Haus liegt etwas beengt an der Bürgersteiglosen und schmalen Durchgangsstraße von Leinsweiler. Man bezeichnet sich als Vin Au Rant, schönes Wortspiel, dass hinweisen soll auf eine hoffentlich anspruchsvolle Kombination von Speis und Wein. Was das Angebot betrifft, muss man sich als Erstbesucher überraschen lassen, denn auf der HP wird nichts veröffentlicht.
Tritt man durch das große Tor, dass den alten Winzerhof zur Straße öffnet, blickt man auf einen Innenhof, in dem eine große Kühltheke mit Kuchen die Blicke auf sich zieht. Nachmittags am Wochenende versorgt Rebmann die hungrigen Pfälzer und ihre Besucher mit Kaffee und Kuchen. Zur Linken geht es eine Treppe in den alten Weinkeller hinunter.
Seniorchefin ist Frau Rebmann, die trotz fortgeschrittenem Alter noch nicht an Rente denken mag, wie uns Frau Stübinger in ihrer Herberge berichtet hatte. Frau Rebmann nahm uns also am Treppenabsatz in Empfang und wies und den Weg in den Gastraum.
Wir hatten freie Wahl, der Gastraum war leer, wir würden über den Abend auch die einzigen Gäste bleiben. Das Rebmann hatte gerade erst nach einer mehrwöchigen Schließung wieder eröffnet. Frau Rebmann überreichte uns die Karten und empfing eine erste Bestellung für eine große Flasche Wasser. Die Karte besteht aus zwei Seiten einer etwas gehoberen Küche mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert. Dahinter noch zwei Seiten mit allseits bekannten Pfälzer Klassikern rund um Saumagen, Knödel, Bratwurst und Sauerkraut. Wir würden schon was finden. Ebenso reichte uns Frau Rebmann noch die wohl sortierte Weinkarte. Ein Chardonnay und ein Riesling aus der Pfalz begleiteten uns durch den Abend.
Die beiden Damen hatten gehofft, die von Frau Stübinger hoch gelobte Mandelsuppe probieren zu können, leider gab es die noch nicht. Statt dessen orderten die beiden eine Süßkartoffelsuppe mit gerösteten Kichererbsen als crunchige Einlage. Beide Damen waren nach erster Enttäuschung von der Alternative angetan und hoben den Daumen. Der gute Freund zu meiner Rechten hatte wirklich Hunger und traute sich zu, schon die Vorspeise aus der Klassikerkarte zu wählen.
Man kann es sich denken, in der Pfalz wird ein Wurstsalat als Solo-Essen serviert und so hatte er gut zu tun mit seiner Wahl. Auch ohne den großen Berg schön säuerlich angemachter Fleischwurst wäre der Teller für eine Vorspeise gut gefüllt gewesen. Aber so war das eigentlich viel zu viel. Anfängerfehler in der Pfälzer Küche! Passiert ihm nicht wieder. Meine Wahl war ein Auberginen-Linsen-Salat.
Paprika, Kohlrabi und Ziegenkäse verriet die Karte auch noch als Zutaten der Vorspeise meiner Wahl. Ebenso wie die Suppe war auch dieser Teller als Vorspeise dimensioniert. Ein schmackhafter Linsensalat fand sich darauf, mit viel frischen Komponenten und einer guten Vinaigrette. Dazu Ziegenfrischkäse und crunchige frittierte Auberginenscheiben. Auch ich war mit meiner Wahl zufrieden. Frau Rebmann fragte die Wartezeit zu den Hauptgängen ab und perfekt getimed kamen die an den Tisch.
Mein Freund fuhr einen Frontalangriff auf die Pfälzer Küche (und die Aufnahmefähigkeit seines Bauches). Er hatte sich Kalbsfrikadellen in Meerrettichsauce auch aus der Klassikerkarte bestellt. Um auch wirklich satt zu werden, gab es dazu noch eine große Schüssel Kartoffeln. Optisch schlicht war das, aber geschmacklich, ich durfte Sauce und Frikadelle probieren, wirklich ein Genuss. Ich machte mir Gedanken, wie der Freund den Weg zurück zur Herberge schaffen würde nach dem Verzehr dieses zweiten üppigen Tellers. Auch seine Frau hatte Appetit.
Auch für sie ein Gericht aus der Klassiker Karte. Dort war Kartoffel in Ei verkündet worden. Die Küche servierte ein Omelette, in das Bratkartoffeln mit Kürbis und Gemüse eingeschlagen waren. Auch das ein Gericht, dass wohl ursprünglich den Winzer nach einem Tag Wingert-Arbeit nachhaltig sättigen soll. Aber sie schaffte es auch den Teller zu leeren und war sehr zufrieden. Die Wahl meiner Frau war etwas filigraner. Seeteufel Medaillon unter Kastanienkruste mit Rote-Beete-Risotto hatte meine Frau sich als Hauptgericht erwählt. Schlicht, aber bunt hatte die Küche den Teller geschickt. Und der Gesichtsausdruck meiner Frau verriet Zufriedenheit mit ihrer Wahl. Bleibt noch meine Wahl, auch aus dem "Nicht-Klassiker" Bereich der Karte. Rosa gebratene Lammhüfte auf Rosmarinjus hatte ich Frau Rebmann auf den Block diktiert. Schon als der Teller vor mit stand, war ich glücklich! Bei dieser Optik kann schon mal nicht mehr so viel schiefgehen, dachte ich mir. Ein schönes Ratatouille begleitete die Tranchen vom Lamm, perfekt rosa und zart gegart waren die. Darunter eine sehr gut gelungene Jus.
In dieser Jus badeten dann die wirklich tollen Pommes Dauphine. Ein schönes Lammgericht hatte die Küche mir serviert. Ich war auch nach dem Verzehr sehr zufrieden. Nach den Hauptgängen fragte Frau Rebmann nach einem Dessertwunsch. Zu meiner Rechten wurden in dieser Beziehung die Segel gestrichen, da ging nur noch ein Kaffee. Gegenüber wurde ein Dessert aus der Karte bestellt. Mohn Panna Cotta mit Holunderblüten war die abschließende Wahl der Freundin. Meine Frau und ich hatten ein bisschen Patisserie Handwerk bestellt. 100 Gramm Trüffel offerierte die Karte.
Und weil der Kaffee dann noch mit einer kleinen Crème brûlée kam, waren wir wirklich alle sehr satt nach dem finalen Gang.
Und ich kann zum Fazit des Freitagabend im Hotel-Restaurant Rebmann kommen. Das Restaurant liegt etwas versteckt hinter dem Torbogen an der Hauptstraße von Leinsweiler. Aber wenn man dann mal drin ist in den etwas unterirdisch gelegenen Gasträumen, kann man sehr ordentlich speisen. Und hat die Wahl zwischen etwas feinerer, gehobener Küche oder Pfälzer Klassikern. Küche und Service agieren auf hohem Niveau. Auch in dieses Restaurant kann man ohne Bedenken einkehren.
Carsten1972 war mal wieder mit seiner liebsten Ehefrau in Leinsweiler, für eine Nacht. Unsere alljährliche Frühjahrs-Weineinkaufstour durch die Pfalz mit einem befreundeten Pärchen stand an. Für die Nacht hatten wir uns in der sehr empfehlenswerten Weinherberge Laura eingebucht. Aber zu essen gibt es dort nichts, Wein natürlich genug. Also mussten wir uns nach der Anreise aus dem Münsterland noch nach einer Einkehr fürs Abendessen umsehen. Die Gruppe bestimmte mich dafür.
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4.0 stars -
"Traditionelle Gastlichkeit" Carsten1972Carsten1972 war mal wieder mit seiner liebsten Ehefrau in Leinsweiler, für eine Nacht. Unsere alljährliche Frühjahrs-Weineinkaufstour durch die Pfalz mit einem befreundeten Pärchen stand an. Für die Nacht hatten wir uns in der sehr empfehlenswerten Weinherberge Laura eingebucht. Aber zu essen gibt es dort nichts, Wein natürlich genug. Also mussten wir uns nach der Anreise aus dem Münsterland noch nach einer Einkehr fürs Abendessen umsehen. Die Gruppe bestimmte mich dafür.
5 Adressen gibt es in Leinsweiler, 4 sind beschrieben, 3 von
Geschrieben am 01.03.2022 2022-03-01| Aktualisiert am
01.03.2022
Besucht am 25.02.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Schlemmen mit Rezept sozusagen! Oder zumindest mit einem sehr gutem Gefühl! Frau und Herr Carsten1972 waren mal wieder auf Sylt. Im Winter, auf der alljährlichen Karnevalsflucht aus dem Münsterland. Eigentlich sollten diese Tage schon am Jahreswechsel 2020/21 stattfinden, aber ein wohlbekanntes Virus hatte das verhindert. Und so hatten wir das Geld nicht zurück gefordert, sondern einfach auf den Februar 2022 umgebucht. Da würde das Virus ja kein Thema mehr sein........
Winterurlaub auf Sylt gleicht dem wandeln auf einem schmalen Grat. Einerseits kann man eine wohltuend leere und entspannte Insel genießen, andrerseits kann einem das Wetter an der Nordsee auch einen schweren Strich durch die Rechnung machen. Wir hatten gut gewählt, die Tage über den Karneval 2022 waren ab Freitag, dem 25. Februar ein wirklicher Genuss. Kalt, aber strahlend blauer Himmel mit wunderschönen Wanderungen am Meer entlang.
Wie immer logierten wir in Rantum, und waren zwar mit dem PKW angereist, den wir auf der Insel aber nicht nutzen. Es fahren sowieso viele zu viele Autos hier herum, da müssen wir uns angesichts eines guten Busnetzes nicht auch noch dazu gesellen. Außerdem vermeidet man so die nur schlechte Laune verbreitende "wer fährt zurück" Diskussion. Am zweiten Tag war der Plan nach einer Umrundung des Lister Ellenbogens mal wieder in List das Abendessen einzunehmen.
Wohin soll man sich in List wenden, wenn man dort essen will. Natürlich kann man sich in das Gewusel der Gosch-Etablissements am Hafen werfen, wirklich guten Fisch gibt es dort, aber uns ist es dort zu voll. Dann gibt es natürlich noch ein paar gute Restaurants. Am attraktivsten finden wir aber das Restaurant der Austern Compagnie Dittmeyer, dass sind die, die Sylter Royal erzeugen, die Sylter Auster. Sylt ist ganz sicher ein Ort für Genuss in allen Kategorien, aber es mangelt häufig an einer gewissen Authenzität beim Angebot. Hier ist die gegeben, dass Produkt kommt direkt von der Insel. Zudem hat man durchgängig von Mittags an geöffnet und das kam uns bei der Tagesplanung entgegen. So hatten wir für 16 Uhr einen Tisch reserviert und standen etwas früher vor der Tür.
Hinein ging es in den neuen Gastbereich, der seit drei Jahren den alten, recht altbackenem Gastraum ersetzt hat. Hell ist es, die Inneneinrichtung gemütlich in Holztönen gehalten. Zwei Herren waren im Service tätig, der Gastraum war nur mäßig besetzt, es ging entspannt zur Kontrolle der Corona Formalitäten, dann durften wir uns einen Tisch aussuchen. Dieser sollte es sein.
Etwas erhöht saßen wir mit Bick auf den zentralen großen Tisch. Einen Abend mit einer großen Genießergruppe stelle ich mir sehr schön vor.
Auch in unserem Blick, hinter der gegenüberliegenden Wand mit großen Fenstern der Bereich, in den die Austern nach dem ernten in der Nordsee geklärt werden, etliche Becken mit frischen Seewasser sorgen dafür.
Dann saßen wir also kommod und warm und freuten uns auf unser Abendessen nach der Wanderung um den Ellenbogen. Wasser wurde bestellt und ein Aperitif.
Ein Cave de Lugny, ein Cremant de Bourgougne Rosé, brut. Champagner gab es natürlich auch, aber meine Frau verlangte es nach diesem Sekt. Wir beide fanden, dass es eine gute Wahl war. Für das Essen selber hatten wir uns einen Plan zurecht gelegt. Wir wollten uns in mehreren kleinen Gängen durch das Austernangebot probieren, Austern Tapas sozusagen. Eine entsprechende Frage beantwortet der Service positiv und so blätterten wir uns durch das Angebot, ersichtlich auf der HP. Ein erster Gang wurde bestellt, immer zu jeder Bestellung gibt es Brot und Butter, auch bei den folgenden Gängen wurde neu serviert.
Meine Frau ist kein Freund von roher Auster aus der Schale. Am liebsten mag sie die Schalentiere schon etwas verarbeitet. Entsprechend war ihre Order für die erste Runde. Austerntatar und hausgeräucherte Austern auf Balsamico Linsen. Die geräucherten Austern gefielen ihr gut, ein dezenter Räucherton sorgte für Freude. Ebenso kam das Tatar gut an, angemacht mit Tomaten und Zwiebeln. Jetzt nicht gerade Auster pur, aber das ist eh nicht so Ihres. Parallel bekam ich meine erste Auswahl.
Ich mag rohe Austern! Und hier kann ich aus dem vollen Schöpfen, geklärte Zuchtaustern gibt es, aber auch handgesammelte Wildaustern aus dem Watt vor der Tür. Gab es große Unterschiede zwischen Zucht und Wildauster? Das wollte ich heraus finden. Also Sylter Royal versus wilde Sylter Royal, dass ist die noch verdeckelte. Die Zuchtauster war jodiger, intensiver im Geschmack. Dafür punktete die wilde, auch weil größer, mit der Fleischigkeit. Für mich war die wilde Auster ganz knapp vor der Zuchtauster. Mit dem Verzehr dieses Gang kam dann auch eine Flasche Wein.
Eine Cuvée aus Riesling und Sauvignon blanc vom Nahe-Weingut Tobias Rickes, Jahrgang 2020 hatte unsere Aufmerksamkeit erlangt und wir fanden, dass dieser Wein eine gute Ergänzung zu den folgenden Gängen sein würde. Meine Frau hatte sich für eine Suppe entschieden. Cremige Austernsuppe mit Auster im Sesammantel & Korianderpesto hatte sie sich in Runde zwei bestellt. Ich habe es nicht nachgefragt, aber soviel ich weiß, wird das Austernwasser für diese Suppe verwendet. Plus einem Fond, in der Bretagne beim guten Freund kommt dann immer ein sanfter Geflügelfind dazu. So schmeckte es hier auch. Für Crunch sorgte die frittierte Auster, dass Pesto gab exotische Aromen. Gute Wahl, muss ich auch mal bestellen. Meine Runde zwei bestand aus drei Komponenten. Sylter Royal mit Gurken-Wasabi Vinaigrette, Crème-Fraîche und Ossietra Caviar ist ein Standard, diese Kombination empfinde ich hier bei Dittmeyer als eine der Besten. Der Wasabi setzt einen schönen Akzent zur rohen Auster. Ebenso bestelle ich immer Sylter Royal mit Apfel rosa Pfeffer-Vinaigrette, Crème-Fraîche und Ossietra Caviar. Diese Vinaigrette ist sanfter, hier schmeckt man dann mehr die Auster selber. Zum ersten Mal probiert habe ich den Sylter Royal Shooter "Bloody Mary" mit Vodka, Tomatensaft und Tabasco. Ich hätte gewarnt sein können, aber ich probiere ja immer alles aus. Das war mir zu scharf, da konnte die Auster im Glas keinerlei Akzente setzen. Probiert, aber kommt mir nicht wieder auf die Bestellliste. Zu dieser Runde, wie auch zur folgenden servierte der Service immer wieder einen neuen Brotkorb, man braucht also keine Angst zu haben, dass man nicht satt wird. Runde drei für meine Frau kam dann nach unserer dritten Bestellung.
Jetzt sollte es gratiniert sein für sie. Bestellt hatte sie Auster Kilpatrick mit Speck & Worcestershiresauce, Auster mit Trüffelbutter und Parmesan sowie Wilde Sylter Royal XXL auf Champagnerkraut mit Trüffelbutter und Käse überbacken. Das war natürlich jetzt fette Aromenküche, die die Auster begleitete, aber als finaler Gang war das für meine Frau ein Genuss. Auch ich hatte mir als letztem Gang etwas heftigere Aromen bestellt.
Ebenso für mich die Auster Kilpatrick mit Speck & Worcestershiresauce, dann eine Auster mit Pernod Butter sowie zum Finale eine Auster im Tempura-Teig in Austernsauce und Ossietra Caviar. Warm war das und natürlich was völlig anderes als die vorhergehenden Gänge. Mir sind das eigentlich zu viele Aromen, die die Auster verdecken. Aber an einem Wintertag will man ja auch was warmes und gefühliges essen. Mit diesem dritten Durchgang waren wir durch und wieder sehr zufrieden mit der Küchenleistung.
Auch den Service müssen wir loben. Die beiden Herren im gesetztem Alter geben sich friesisch herb. Da muss man auch mal kontra geben, aber sie freuen sich über jedes ehrliche Interesse an den Produkten ihres Arbeitgebers. Und dann werden sie sogar richtig lebhaft, wenn man über den Unterschied von Zucht und Wildauster diskutiert. So macht das Spaß!
Für meine Frau und mich ist das Restaurant der Austern Compagnie Dittmeyer einer der authentischsten Orte auf der Insel um genussvoll zu speisen. Ich empfehle jedem Sylt-Besucher einen Besuch.
Schlemmen mit Rezept sozusagen! Oder zumindest mit einem sehr gutem Gefühl! Frau und Herr Carsten1972 waren mal wieder auf Sylt. Im Winter, auf der alljährlichen Karnevalsflucht aus dem Münsterland. Eigentlich sollten diese Tage schon am Jahreswechsel 2020/21 stattfinden, aber ein wohlbekanntes Virus hatte das verhindert. Und so hatten wir das Geld nicht zurück gefordert, sondern einfach auf den Februar 2022 umgebucht. Da würde das Virus ja kein Thema mehr sein........
Winterurlaub auf Sylt gleicht dem wandeln auf einem schmalen Grat. Einerseits... mehr lesen
Austernstube
Austernstube€-€€€Restaurant, Bistro04651877525Hafenstraße 10-12, 25992 List
4.5 stars -
"One oyster a day......." Carsten1972
Schlemmen mit Rezept sozusagen! Oder zumindest mit einem sehr gutem Gefühl! Frau und Herr Carsten1972 waren mal wieder auf Sylt. Im Winter, auf der alljährlichen Karnevalsflucht aus dem Münsterland. Eigentlich sollten diese Tage schon am Jahreswechsel 2020/21 stattfinden, aber ein wohlbekanntes Virus hatte das verhindert. Und so hatten wir das Geld nicht zurück gefordert, sondern einfach auf den Februar 2022 umgebucht. Da würde das Virus ja kein Thema mehr sein........
Winterurlaub auf Sylt gleicht dem wandeln auf einem schmalen Grat. Einerseits
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Somit ging es mal wieder für ein Abendessen per Rad von Rheine aus nach Bad Bentheim. Kurz vor 18 Uhr trafen wir dort ein und wenn man den Höhenrücken erklommen hat, steht man vor der Burg der fürstlichen Familie von Bentheim und Steinfurt. Die bewohnt in Steinfurt ein wunderschönes Wasserschloss und ist manchmal auch in ihrer Burg auf dem Bentheimer Höhenrücken. Die Anlage ist sicher immer einen Besuch Wert.
Große Teile der Burg-Anlage stehen der Öffentlichkeit gegen Eintritt offen. Das Torhaus und den Vorhof kann man ohne Eintrittsgeld betreten und wie schon gesagt, befand sich im Torhaus schon immer ein Café. Fahrräder stellt man unten an der Straße ab, dann geht es die steile Kopfsteinpflaster Straße hinauf zum Torbogen. High Heels sollte Frau erst oben anziehen. Ist man durch den Bogen durch, geht es auf die verlockend schöne Terrasse, die links vom Torhaus liegt. Diese war aber am 16. April 2022 um 18 Uhr noch kein Thema für das Abendessen, weil im Schatten und deswegen zu kalt. Wir wandten uns der Tür zum Gastraum zu.
Angenehm zurückhaltend hatte man die Räume innen renoviert und mit einem maßvoll ausgeprägten Landhaus-Stil neu eingerichtet. Das konnte gefallen, durch die Fenster fiel viel Licht in den Raum und er war schön hell. Tische für 2 bis 6 Personen bestimmten den oberen Raum an der Bar. Unser Zweiertisch lag direkt am Fenster, dass auf den Innenhof schaute.
Von unserem Tisch aus konnten wir in den sogenannten Prinzessinnen-Garten schauen, einen Teil der Burg-Anlage, den man nicht betreten kann als Besucher.
Aber in diesem Garten befindet sich noch eine Art Anbau des Ferdinand. Eine Treppe geht es hinunter, dann steht man in einer Art Wintergarten, dessen große bodentiefe Scheiben sich in den Garten öffnen. Hier kann noch einmal eine große Zahl Gäste bewirtet werden. Der Raum dient aber auch als Bereich für größere Feiern.
Wir richteten uns an unserem Tisch ein, eine Garderobe gibt es bisher nur unten im Gartenteil. So jedenfalls wurde meine Frage danach beantwortet, was aber für den Service keine Veranlassung darstellte, sich unserer Garderobe anzunehmen und die dort an den Haken zu hängen. Also machte ich mich auf den Weg und Frau schaute schon mal in die Karte. Zurück am Tisch wurden wir erst einmal ignoriert und ich konnte den Schichtwechsel-Aktivitäten der Servicetruppe folgen. Irgendwann nahm man uns doch mal zur Kenntnis und wir konnten unsere Getränke und Speisen ordern.
Das Servieren des Georderten erfolgte dann aber recht zügig und der Service kümmerte sich über den weiteren Abend dann tadellos um uns. Wasser wurde bestellt und aus der recht minimalen Weinkarte wurde ein Rheingau Riesling vom Weingut Schumann Nägler serviert. Cooler Kühler für die Ferdinands Edition dieses recht sanften Kabinett (meine Einordnung) ohne große Ecken und Kanten. Eine ausgesprochene Vorspeisen Abteilung bietet die Karte nicht, wir teilten uns einen Flammkuchen.
Salmon nannte der sich, Lachs | Crème fraiche | Frühlingszwiebeln | Dill sollten drauf sein. Der Teig vermutlich Convienience, aber es erwartet auch niemand von einem Restaurant mit dem Anspruch des Ferdinand, dass der selber hergestellt wird. Wichtig ist, dass die Küche dem oben drauf ein wenig Aufmerksamkeit schenkt. Die Karte des Ferdinands bietet auch einige sehr exotische Variationen von Flammkuchen an, dass war uns dann too much, so wurde es der mit Fisch. Alles was annonciert war, fand sich in annehmbarer Qualität auf dem Teig. Wir waren zufrieden, würden uns aber für die Zukunft ein paar kreative Vorspeisen wünschen. Die Küche sollte das hinkriegen, wenn man die folgenden Hauptgerichte als Maßstab betrachtet.
Meine Frau hatte sich Rind bestellt, Entrecote Irish Hereford Dry Aged, mit Fettauge | 21 Tage Dry Aged, Kartoffelgratin | Grillgemüse verriet die Karte zu Ihrer Wahl. Was Frau so bestellt, wenn sie während der Fahrradfahrt von Rheine nach Bentheim erklärt, richtig Lust auf ein gutes Stück Fleisch zu haben. Sah aber auch wirklich gut aus, was mir da gegenüber stand. Gargrad Medium war getroffen und das Fleisch war ausreichend gereift, ich durfte kosten. Wirklich Klasse war das Kartoffel Gratin als Beilage! Schön, dass einem Koch auch mal was anderes als Pommes zu einem Steak einfällt. Perfekt war das Gratin mit Sahne, Salz, Pfeffer und viel Muskat abgeschmeckt. Und auch die anderen Beilagen konnten gefallen. Auch auf meinem Teller fanden sich das wirklich gute Gratin und die Gemüsebeilage.
Bentheimer Kräuter-Bratwurst, Grobe Kräuter-Bratwurst vom Bentheimer, Landschwein | Grillgemüse | Kartoffelgratin aus dem Klassiker Teil (großes Wort, wenn man ein Jahr auf hat) der Karte hatte ich der jungen Dame in ihren Block diktiert. Und auch wenn ich meine Frau beim Verzehr ihres Entrecote genussvoll schwelgen sah, meine Wahl musste ich nicht bereuen. Das war eine sehr gut abgeschmeckte grobe Kräuterbratwurst! In Kombination mit den leckeren Beilagen ein ebenso erfreuliches Gericht aus der Küche des Ferdinand. Wir waren nach den beiden Hauptspeisen zufrieden. Wer wie wir beide noch nicht gesättigt ist, kann aus ein paar Desserts wählen. Das ging aber nicht mehr bei uns. Wir schlossen mit einem Gin Tonic, die Auswahl der Bar ist gut sortiert.
Von Tanqueray kamen die beiden Gins, einmal der Rangpur und einmal der Flor de Sevilla, aufgegossen mit dem sehr ordentlichen Tonic Water von Thomas Henry. Dann waren wir durch und ich kann ein kleines Fazit ziehen.
Das neu gestaltete Ambiente ist sehr gut gelungen und bietet eine angenehme Atmosphäre. Wenn der Service seinen Schichtwechsel durch hat, agiert er konzentriert und aufmerksam. Genug Personal ist da, auch wenn der zum größten Teil aus Nebenverdienstkräften zu bestehen scheint. Das kann (muss aber nicht) zum Problem werden wenn die Routine ausgebildeter Restaurantfachkräfte nötig ist für einen angemessenen Service am/beim Gast. Unser Besuchsabend gab bis auf den Beginn keinen Grund zur Klage. Die Küche hatte ordentlich geliefert, Auswahl (bis auf fehlende Vorspeisen), Qualtät und Anrichte waren okay bis gut. Ich sehe keinen Grund warum wir nicht noch mal einkehren sollten. Auf jeden Fall mal im Sommer für einen Abend auf der Terrasse. Der Blick nach Süden ins Münsterland ist schon sehr schön.