1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 688449x gelesen 7833x "Hilfreich" 7631x "Gut geschrieben"
Besucht am 23.11.2019Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 35 EUR
Ins Goldflower gehen meine bessere Hälfte und meiner einer seit gut 10 Jahren, Zeit hier bei gastroguide darüber zu berichten. Im Normalfall kommen wir in den Urlaubswochen zum Mittagstisch hier her, abends haben wir es noch nie geschafft, schade. Für den gastroguide Hinterkopf: Wochentags gibt es hier ein Angebot: Suppe oder Frühlingsrolle gratis plus ein Mittagsgericht. Das reicht vom vegetarischen Teller (ca. 5,50 €), Fischgericht bis zu diversen Fleischgerichten (bis ca. 9,50€).
Als Vorspeise nehme ich meist Frühlingsrolle. Knusprig, mit etwas Hackfleisch und auch frischem Gemüse gefüllt und schmeckt immer sehr lecker.
Das Restaurant liegt im Mannheimer Norden im Stadtteil Sandhofen. Vom Zentrum des Stadtteils, dem "Sandhofer Stich", da liegt auch die Straßenbahn Endstelle der Linie 3, sind es ca. 5 Min Fußweg zum kleinen Restaurant. Das Chinarestaurant ist ein kleines Eckhaus (Ecke Karlstraße/ Domstiftstraße). Man kann dort in der Seitenstraße parken. Direkte Parkplätze, die zum Restaurant gehören, gibt es nicht.Was uns aber nie stört, in den Seitenstraßen gibt es meist genügend Parkmöglichkeiten, so auch heute.
Im Service ist meist der gut durchtrainierte Sohnemann des Hauses, ab und an kellnert auch die Mutter. Beide machen das immer zu unser vollsten Zufriedenheit, der Sohn ist gesprächiger, die Mutter zurückhaltend, dennoch sympathisch und aufmerksam.
Gleich beim Eingang kam der Kellner und begrüßte uns mit Handschlag. Beim letzten Besuch hielten wir nach dem Bezahlen noch einen 10 Minütigen Smalltalk über Spezialitäten der Hauseigenen Küche. Der zweite Satz heute:“ wir haben Phoo Bo da, das musst Du Dir bestellen, sehr sehr geil“. Sind das die neuen Bildermöglichkeiten meines ZTE 10 Flagschiffes, welches sich seit 2 Wochen in meinem Besitz befindet?
Meine bessere Hälfte nimmt den Mittagslunch. Vorab die Frühlingsrolle, danach Chop Suey. Im Mittagslunch Angebot für 5,90. Ich entscheide mich zur Vorspeise für Phoo Bo (5 Euro), zum Hauptgang wählte ich ausgebackenes Hühnchen mit Erdnusssauce (8,90) von der Standard Karte.
Zuerst wurden Frühlingsrolle und Pho serviert. Frühlingsrolle wie immer sehr lecker, nicht zu fettig, knusprig ausgebacken. Kommen wir nun zur Pho – das vietnamesische Wunderheilmittel gegen Wehwehchen. Die Suppe soll magische Kräfte haben, gut vergleichbar mit der deutschen Hühnersuppe. Wie in der deutschen Hühnersuppe steckt auch in einer Pho jede Menge gutes Zeug – Koriander ist gut für Magen und Darm, das Vitamin C in der Limette hilft zum Beispiel Erkältungen, und im Rindfleisch steckt jede Menge Zink, das stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Vorhang auf, ein Foto von der Pho:
Die schmeckte klasse, da hat der Juniorchef nicht zu viel versprochen. Sauer scharf, im Abgang nach Sternanis schmeckend, man schmeckt die Kräuter, das saftig gegarte Rindfleisch. Herrlich. Nach zehn Minuten Wartezeit kamen dann die Hauptgänge. Das Chop Suey
stark mit dem Hühnchen zu kämpfen. Da fehlte eindeutig der Bums, die Schärfe, der Snickers Geschmack. So dass wir heute beim Essen „nur“ zu einer 4,5 kommen.
Sauberkeit wird im Lokal großgeschrieben. Hier gibt’s nichts zu beanstanden. Insgesamt ist die Einrichtung etwas kitschig, aber trotzdem in sich stimmig. Für positive Stimmung sorgt die chinesische Mahjong Klimper-Musik.
Fazit:
Hier macht man(n) zur Mittagszeit nie was verkehrt. Auf der Speisekarte steht neuerdings, dass das Mittagslunch von Montag bis Sonntag seine Gültigkeit hat. Wenn nicht jetzt, wan(n) tan ? Empfehlung !!
Ins Goldflower gehen meine bessere Hälfte und meiner einer seit gut 10 Jahren, Zeit hier bei gastroguide darüber zu berichten. Im Normalfall kommen wir in den Urlaubswochen zum Mittagstisch hier her, abends haben wir es noch nie geschafft, schade. Für den gastroguide Hinterkopf: Wochentags gibt es hier ein Angebot: Suppe oder Frühlingsrolle gratis plus ein Mittagsgericht. Das reicht vom vegetarischen Teller (ca. 5,50 €), Fischgericht bis zu diversen Fleischgerichten (bis ca. 9,50€).
Als Vorspeise nehme ich meist Frühlingsrolle. Knusprig, mit etwas... mehr lesen
4.0 stars -
"Kunststoffblumen, Girlanden und Buddhafiguren im Hintergrund Mahjong Geklimper, wir gehen seit zehn Jahren hier her und wurden noch nie enttäuscht !!" DaueresserGK0712Ins Goldflower gehen meine bessere Hälfte und meiner einer seit gut 10 Jahren, Zeit hier bei gastroguide darüber zu berichten. Im Normalfall kommen wir in den Urlaubswochen zum Mittagstisch hier her, abends haben wir es noch nie geschafft, schade. Für den gastroguide Hinterkopf: Wochentags gibt es hier ein Angebot: Suppe oder Frühlingsrolle gratis plus ein Mittagsgericht. Das reicht vom vegetarischen Teller (ca. 5,50 €), Fischgericht bis zu diversen Fleischgerichten (bis ca. 9,50€).
Als Vorspeise nehme ich meist Frühlingsrolle. Knusprig, mit etwas
Geschrieben am 19.11.2019 2019-11-19| Aktualisiert am
19.11.2019
Besucht am 16.11.2019Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 64 EUR
Neustadt. An diesem Tag sollten 3000 Landwirte die Straßen in und um Neustadt dicht machen, ein angedachter Streik, von dem wir überhaupt nichts mitbekommen haben. Wie immer, wir parken auf der Haardt (am Friedhof) und laufen den Spazierweg an den Haardter Winzer hinunter zur Altstadt und atmen die beste Luft Deutschlands tief ein.
Spontan irgendwo einkehren, ja, das war geplant. Aber wo ? Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, idyllische Innenhöfe, mediterrane Vegetation, gastliche Häuser, kleine Geschäfte und Galerien – die historische Altstadt lebt. Und wie sie lebt. Sie lebt bis 14 Uhr. Nach 14 Uhr machen viele Geschäfte dicht, warum auch immer. Das Fußvolk ist zahlreich vertreten, egal, den Inhabern geht es so gut, dass sie darauf gerne verzichten.
Wie oft standen wir schon vor dem wohl ältesten Gasthof in der Hintergasse, dem Gerberhaus (16 Jhd), meist zwischen 14 und 17 Uhr, hatten Hunger, kamen aber nicht rein. Und heute wieder:
Der „Saumagenburger“ strahlte
auf dem Schild. Neben dran der Grillteller, meine bessere Hälfte meinte „ab 17 Uhr ...“ und drehte sich schon weg. Bis ein Geistesblitz mein Dasein erhellte, und ich um die Ecke ging. Das Licht leuchtete, auf einem kleineren Blatt Papier, ab sofort: Samstag und Sonntag von 11 Uhr durchgehend warme Küche bis 23 Uhr. „Ja ist denn heute schon Weihnachten ?“
Wir treten die Türe ein, gemütlich ist es hier, aber leider sind alle Tische besetzt. Es riecht nach gegrilltem Fleisch, nach feinen Gewürzen, hier würden wir es gerne länger aushalten. „Wir haben noch Tische oben“, wir also rauf und siehe da.
Da hat die Kellnerin doch Recht gehabt.
Wir setzen uns an einen freien Tisch mit Blick auf Kamin und Radio. Dort läuft SWR4. Am hinteren Tisch rechter Hand, sitzen zwei Damen mittleren Alters (das Bild wurde später gemacht), Das Publikum scheint gemischt. Das scheint auch gewollt zu sein, liest man(n) sich die Karten an der Wand durch.
Mir gefällt: Die Speisekarte
beinhaltet schon jede Menge veganfreie Schmankerl, die Wandgerichte ergänzen diese perfekt. Diese sind nicht in der Karte zu finden. So muss es sein. Meine Frau findet gefallen an dem „Lachs+Garnelen“ Spieß auf Kürbis Rahm, ich favorisiere den Grillteller vom Eingang.
Generell gibt es Pfälzer Standards zB „Pfälzer Teller“ Bratwurst, Leberknödel und Saumagen
mit brauner Soße, Sauerkraut und frischem Landbrot für € 15,50, nebst klassischem „Herren-Toast“, saftiges Schweinefilet auf Toast, mit Rahmsoße, frischen Champignons und Käse überbacken mit Salatgarnitur für € 12,90. Die Preise scheinen auf den ersten Blick sportlich (23 Euro für ein Rumpsteak), ist aber auch der Qualität geschuldet, alle Fleischgerichte von einer Neustädter Qualität Metzgerei, die etliche Preise gewonnen hat.
Ah, so ein Herrentoast ist immer was feines, denkt sich Sternmull Speckles
Wir bestellen zuerst die Flüssignahrung. Einen halben Liter Gutmann (3,90), meine Frau nimmt eine Rharbarber Schorle (0,3 für 2,90), als begleitende Vorspeise jeweils Maronen (6,90) – sowie Kürbissuppe (5,90). Beide mit Brot in der Karte stehend. Die beiden Suppen und der kleine Gruß aus der Küche werden zeitgleich serviert. Ein Dreierlei. Wer denkt da nicht an die drei Meerschweinchen-Agentenwelche eine Spezialausbildung beim FBI bekommen, um einen Hersteller von Haushaltsgeräten auszuspionieren ?
Der Aufstrich schön fluffig, in der Verbindung zusammen mit den beiden Suppen gerne gesehen. Die Kürbissuppe schön ausbalanciert und nicht zu schwer. Schön dünn, wir beide hatten etwas Angst, dass die Suppen eventuell zu mächtig sind. Die Maronensuppe Maronen in einer Suppe
vom Geschmack gut, ich probierte sie, aber was eine Maronensuppe primär ausmacht? Das erdige, sandige Gefühl der Maronen auf der Zunge. Das war leider hier nicht der Fall, die Suppe an sich zu glatt. Dennoch gut. Auch ich vermisste etwas „Püree“ von der Kürbis. fruchtig, aber nicht wuchtig
Kleine Stückelchen, oder kleine „Kürbisfruchtstücken“, dennoch in sich stimmig. Wir sind hier ja in einer „deutschen“ gutbürgerlichen Küche, auch wenn hier und da die Bezeichnungen der Speisen auf etwas gehobeneres schließen lassen.
Nach einer angenehmen Wartezeit kamen die Hauptspeisen. 5 Sterne für den Lachsspieß (17,90) Klasse Röstaromen, saftiges Fleisch
mit den Garnelen auf Kürbisrahm und den Gemüse Bandnudeln. Der Lachs glasig, mit ordentlich Röstaromen. Bandnudeln mit dem Rahm super abgeschmeckt. Sehr sehr lecker.
Sehr lecker auch meine angerösteten Tomaten. wuchtige und fruchtige Tomate
Ich hasse Tomaten. Tomatensauce geht (mit viel Wein, Honig, Kräuter, Knobi etc). Reine Tomaten hasse ich. Aber die waren SENSATIONELL !!
Sensationell „medium“ Klasse gebraten
auch das kleine Rumpsteak. Die beiden Lendensteaks zart rose, super saftig, aber sehr zurückhaltend mit Salz, Zucker und Pfeffer gewürzt. Da hätte man mehr „Nektar vom Borstenvieh “ heraus holen können. Anstatt der Ofenkartoffel wählte ich „Gebredelte“ auf neudeutsch: „Bratkartoffeln“. Da fehlte viel. Viel Salz. Es fehlte sehr viel Salz. Die Erdäpfel schmeckten weder nach Erde noch nach Wurzel. Ich musste nachsalzen (4x), das war zu viel. Aber mit genügend Salz mundeten sie dann doch. Vielleicht dachte der Koch, dass der Speck sehr viel Salz abgibt und hat daher sehr moderat gesalzen ?
Fazit:
Es hat uns geschmeckt. Das Gerberhaus schließt die nötige Lücke in der "Neustadter Kulinarik Meile". Ein Wirtshaus „wo man immer hin kann“. Da haben wir in Neustadt noch vermisst. Das verhaltene Würzen ist dann wohl doch dem eher reiferen Gästealter geschuldet. Hier gibt`s deutsche, ehrliche, bodenständige Küche und klasse „Gutmann Hefebierchen“. Empfehlung !!
Neustadt. An diesem Tag sollten 3000 Landwirte die Straßen in und um Neustadt dicht machen, ein angedachter Streik, von dem wir überhaupt nichts mitbekommen haben. Wie immer, wir parken auf der Haardt (am Friedhof) und laufen den Spazierweg an den Haardter Winzer hinunter zur Altstadt und atmen die beste Luft Deutschlands tief ein.
Spontan irgendwo einkehren, ja, das war geplant. Aber wo ? Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, idyllische Innenhöfe, mediterrane Vegetation, gastliche Häuser, kleine Geschäfte und Galerien – die historische Altstadt... mehr lesen
Gerberhaus
Gerberhaus€-€€€Restaurant063219549042Hintergasse 6, 67433 Neustadt an der Weinstraße
4.0 stars -
"Aus Plan B machen wir Plan G – Gerberhaus 2.0 „deutsche Küche“ mitten in der neuen Weinstraße – Mission: G Force Agenten mit Biss!!" DaueresserGK0712Neustadt. An diesem Tag sollten 3000 Landwirte die Straßen in und um Neustadt dicht machen, ein angedachter Streik, von dem wir überhaupt nichts mitbekommen haben. Wie immer, wir parken auf der Haardt (am Friedhof) und laufen den Spazierweg an den Haardter Winzer hinunter zur Altstadt und atmen die beste Luft Deutschlands tief ein.
Spontan irgendwo einkehren, ja, das war geplant. Aber wo ? Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, idyllische Innenhöfe, mediterrane Vegetation, gastliche Häuser, kleine Geschäfte und Galerien – die historische Altstadt
Geschrieben am 08.11.2019 2019-11-08| Aktualisiert am
09.11.2019
Besucht am 17.10.2019Besuchszeit: Mittagessen 5 Personen
Wir hatten eine Woche vorab reserviert, es sollte eine nette Mittagspause mit Arbeitskollegen geben. Der Email“verkehr“ lief unkompliziert und relativ unverkrampft ab. Am besagten Tag kamen wir an und stellten uns ans Pult. Uns wurde ein Tisch zugewiesen der nicht eingedeckt war.
Dennoch der Platz ganz passabel, wobei der Platzabstand auf der Bank schon etwas eng war. Auch saßen wir ziemlich gepresst zwischen Theke und Fenster. Der Lage geschuldet, nicht um sonst gilt der Platz als einer der schönsten in Europa, sind gerade hier die Mietpreise für gewerbliche nutzbare Einheiten in Mannheim astronomisch hoch, so dass fast nur noch Ketten sich diese exklusive Lage am Wasserturm leisten können. Ja, wir sehen den Wasserturm, wir sehen aber noch nicht in die Speisekarte, wir müssen etwas warten. Das L'Osteria ist eine bekannte Kette, Franchise heißt das Zauberwort. Die Inhaber der Filialen sparen sich die Marketingkosten, das übernimmt der Gründer der Marke. Dafür müssen die Zahlen stimmen, denn der Franchise Nehmer darf monatlich einen bestimmten Betrag (meist 7% vom Umsatz) dem Gründer als "Bereitstellungsgebühr" überweisen, nicht zu vergessen die mittlere sechs stellige Eintrittsgebühr.
Die Karte bekommen wir dann doch nach einer kleinen Verschnaufpause. Die Bedienung macht uns auf die Tages“Specials“ aufmerksam, ich studiere die Karte. Gekommen sind wir aber wegen des Mittagstisches-Angebots von der Homepage. Auf Nachfrage gibt es das nicht, es gibt „Tagesgerichte“ sowie die Karte. Preislich nehmen sich die Gerichte nichts, ab 9 Euro aufwärts. Viele Gerichte kosten zwischen 12 und 15 Euro, gerade wenn es schnell gehen sollte und vordergründig einfache Nahrungsaufnahme ansteht, finde ich das schon etwas überzogen. Aber gut, zum Collini Center sind es gefühlt nur 300 Meter, das ist zu verschmerzen.
Mein Bürokollege entscheidet sich für das Tagesspecial Gnocchi (frisch) mit Safran, unser Chef nimmt ne Pizza, die beiden Damen entscheiden sich für Pasta Fresca mit Fisch sowie eine Lasagne.
Auf der Homepage wird damit geworben, dass ein neues Zeitalter in Mannheim eintritt. Frische Pasta wie von der „Mama“ (das hatte ich schon in Berlin), ich hatte da schon wenig-keine Hoffnung, denn meine Mutter konnte vieles, nur nicht kochen. Als Flüssignahrung werden diverse Softgetränke bestellt, der Chef und meiner einer entscheiden sich für ein helles vom Fass.
Zuerst kamen die Getränke, dann die bestellten Speisen. Stand wirklich meine Mutter in der Küche ?
Zuerst die Pizza von meinem Chef. Viel zu große Pizza, das macht keinen Spass
Die war viel zu groß, der Unterteller war viel zu klein, mit dem Vorteil, dass der Pizzaboden ziemlich schnell kalt wurde. Masse statt klasse. Ich habe probiert, der Pizzateig unheimlich stumpf.
Die Lasagne (kein Bild wert) entpuppte sich als viel zu viel Käse, der Dame war das viel zu fettig. Laut Karte ein feines Rinderragout mit Rotwein, Béchamelsauce, Käse, Mozzarella, Grana Padano DOP. Na ja, schön beschrieben, nicht so gut umgesetzt. Lobende Worte von meinem Kollegen der die Gnocchi
bestellte. Ich durfte probieren, mit Abstand das beste Gericht am Tisch. Die Sauce wohl Convenience (es bildete sich eine künstliche Hautschicht), wobei ich mir die Hand nicht verbrennen mag, ob das wirklich frische Gnocchi waren. Dazu waren sie zu fest und viel zu einheitlich. Frisch mit der Gabel den Kartoffelteig trennen und in Form bringen sieht anders aus. Ähnliches bei "Orecchiette" di Manzo al Limone, lieblos angerichtet, total überpfeffert
meinem Gericht. Ob ich wirklich das Örtchen Limone vor meinen Augen sah, während ich mich an die Arbeit machen durfte die Rinderfiletstreifen zu suchen?
Al Limone stehend für die Limone in meinem Gericht. Schmeckte ich nicht heraus, keine Zitronenstückchen, keine Limonenstückchen, kein Saft. Der hätte der Sauce gut zu Gesicht gestanden, das ganze Gericht in sich nicht stimmig, da total überpfeffert. In der Karte stehend „piccante“ mitnichten. Das „i“ Tüpfelchen das ganze Grünzeugs obendrauf, ich bin doch kein Nagetier, welches man rohen unzubereiteten Ruccola zur Verfügung stellt. Das hätte man wenigstens ein bisschen klein schnippseln, anmachen und unter die Sauce heben können. So war das nichts. Dafür mit knappen 13 Euro das teuerste Gericht. Immerhin.
Mit solchen Preisen und derart fehlerhaften Küchenleistungen versucht man wohl zukünftige Gäste vor dem Lokal zu halten.
Fazit:
Pasta Fresca !! Die kaufe ich mir übrigens gerne im Kaufland aus der Frischetheke (250 Gramm frische Pasta für 1,49). Die schmecken aber bei mir 2-3 Klassen besser, da muss ich mir einen erneuten Besuch in der Szene Pizzeria am Wasserturm nicht mehr geben, das Preis Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht. Für uns keine Alternative mehr für die Mittagspause, schon gar nicht am Abend, wo man "eintauchen und abschalten" mag. Keine Empfehlung !!
Wir hatten eine Woche vorab reserviert, es sollte eine nette Mittagspause mit Arbeitskollegen geben. Der Email“verkehr“ lief unkompliziert und relativ unverkrampft ab. Am besagten Tag kamen wir an und stellten uns ans Pult. Uns wurde ein Tisch zugewiesen der nicht eingedeckt war.
Dennoch der Platz ganz passabel, wobei der Platzabstand auf der Bank schon etwas eng war. Auch saßen wir ziemlich gepresst zwischen Theke und Fenster. Der Lage geschuldet, nicht um sonst gilt der Platz als einer der schönsten in... mehr lesen
2.0 stars -
"Hatten deutlich höhere Erwartungen oder: der Hunger treibt`s rein, der *Geiz hält es drinnen !!" DaueresserGK0712Wir hatten eine Woche vorab reserviert, es sollte eine nette Mittagspause mit Arbeitskollegen geben. Der Email“verkehr“ lief unkompliziert und relativ unverkrampft ab. Am besagten Tag kamen wir an und stellten uns ans Pult. Uns wurde ein Tisch zugewiesen der nicht eingedeckt war.
Dennoch der Platz ganz passabel, wobei der Platzabstand auf der Bank schon etwas eng war. Auch saßen wir ziemlich gepresst zwischen Theke und Fenster. Der Lage geschuldet, nicht um sonst gilt der Platz als einer der schönsten in
Geschrieben am 13.10.2019 2019-10-13| Aktualisiert am
13.10.2019
Besucht am 12.10.2019Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 160 EUR
Die Sonne spiegelt sich im Wasser, im Hafen lehnt sich ein luxuriöses Schiff an die Mannheimer Seite. Wir blicken vom Fensterplatz auf die Rheingalerie, vor ein paar Minuten zog ein laues Lüftchen über das Wasser. Das Ambiente ist im Jungbusch einmalig. Auch mein Vorkritiker „Borgi“ musste zähneknirschend feststellen, in der "Collini Stadt" ist das Ambiente des Marly glatte 5 Sterne wert.
Wir machen einen Zeitsprung, ein ehemaliger Arbeitskollege, mittlerweile wieder in meinem „Werks-Team“ am Hockenheimring, möchte sich auf seine Art und Weise bedanken. Ich soll ein Lokal heraussuchen, wo man „gediegen“ sitzt, wir uns nett was einschmeißen können (wer denkt da nicht gleich an Uhrwerk Orange?), vielleicht ein, zwei Weinchen hinunter kippen, etwas Brot dazu und fertig. Da fiel mir doch glatt Gregor R. ein und sein im Jungbusch liegendes Marly Quartier.
In den letzten Tagen bereitete ich meinen Zimmerkollegen etwas auf den „Lunsch“ ein. Schön, im Marly hatte man2 Wochen Betriebsferien, letzten Mittwoch die Mittags- und Abendkarte aktualisiert, es sollten uns keine allzu großen negativen Überraschungen erwarten.
Das Lokal mit malerischer Kaiterrasse und Designerflair bietet frankophile Gourmetmenüs nach eigenen Rezepten - so beschreibt "google" das. Die Rede ist von Gregor Ruppenthals Kreativküche, im ehemaligen Speicher direkt am Rhein. Er ist ein „Pälzer Bub“ wie aus dem Bilderbuch, der an der Weinstraße geboren wurde und sein Handwerk im Sternelokal des „Deidesheimer Hofes“ gelernt hat. Vor einem Jahrzehnt war er noch in Ludwigshafen gegenüber, wo er ebenfalls schon ambitionierte, französisch angehauchte mediterrane Küche, „ohne Fußfesseln“ wie es ein Inspektor im Michelin Guide beschreibt, angeboten hat.
Ich werde von der Inhaberin mit Handschlag begrüßt, das fängt ja schon mal gut an. Bernardo Romero muss sich auf die Lippen beißen, er fragt, ob ich in allen guten Mannheimern Lokale so begrüßt werde. Wir sind die ersten Gäste, allerdings sind alle Tische schön eingedeckt. Etwas unglücklich dann die Platzzuweisung der nächsten Gäste. Direkt neben dran, die beiden etwas älteren Damen, rochen nach einer Stunde leicht nach Glimmstengel, mussten sie nach jedem Gang raus und sich eine „anstecken“. Sie sollten extra aus München angereist sein, bezüglich des Gourmet Festivals am heutigen Sonntagnachmittag im Kaufhaus des BASF Mitgründers. Sie ließen es krachen, bestellten die kompletten 6 Gänge inklusive der Weinbegleitung, Herr Ruppenthal gab noch einen Schnell-Workshop bezüglich einer unangemeldeten Polizeikontrolle „Haben sie was getrunken ? Ah, Sie waren im Marly ? Ah ja,… und weiter geht`s …“
Bei uns sollten es erst mal 4 Gänge sein (jeweils 50 Euro) dazu nahmen wir die Weinbegleitung (jeweils 22 Euro) sowie eine Flasche Wasser 0,7 für 7,50. Das Wasser ist neuerdings nicht mehr in der Weinreise inkludiert, wussten wir nicht, jetzt wissen wir es. Insgesamt saßen wir über 3 Stunden am Tisch, hatten bis zu 10 Gänge bekommen (kleinere und größere), am Ende zahlte(n) (wir) der Kleinste an unserem Tisch 160 Euro, nicht wenig, aber absolut fair und im Rahmen, sollten wir doch noch drei Mal das leckere Kartoffelbrot nachbestellen.
Es ging los, ala James Bond (das Intro ist fast immer ein Meilenstein) mit einem Eis von der roten Zwiebel mit einem rote Zwiebel Crunch: Creme Eis von der roten Schalotte
Das Eis fantastisch cremig, eine schöne Abkühlung und Einstimmung auf die maritim gehaltene Menüfolge. Danach ging es weiter mit einer lauwarm aufgeschlagenen Kartoffelsuppe, von gesammelten Erdäpfeln aus der Bretagne, als Crunch gab es eine frittierte Tentakel vom Tintenfisch. Abschließend servierte man uns Blutwurst > wenn nicht jetzt< „Wan Tan“ auf glasierten Meeresalgen und einem süßsauren Chillijus. War echt klasse.
Danach gab es Brot, das bekannte Marly Kartoffelbrot vom Bäcker Kapp, mit einer famos schmeckenden geräucherten Creme Butter, nebst der bekannten Marly-Butter mit dem Logo. Brot und Butter hilft dem Vadder uff die Mudder
Hier werfe ich ein, dass ich gerne Wein gehabt hätte, aber erst als ich meinem Tischnachbarn zuflüsterte „ich glaube die haben unseren Wein vergessen“, kam Herr Ruppenthal persönlich, als ob er ein Mikrofon unter dem Tisch platziert hätte um mitzubekommen, was der eine oder andere „flüstert“. Er stellte uns den Wein vor, ein nicht auszusprechender und für mich niemals zu merkende Weißwein (noch nie gehört), hat aber wunderbar zum ersten Gang gepasst: Gnocchi in GEIL
Gnocchi von Mona Lisa Kartoffeln (aus der Bretagne, natürlich wurde das mehrmals am Tisch vorgetragen, wobei die originalen natürlich aus den Niederlanden kommen) / Steinpilze und Karottenjus. Ein Volltreffer !! Hammer !! Fluffig, aber dennoch mit leichtem Biss. Die Steinpilze klein geschnippselt, ebenfalls mit leichtem Biss, hervorragend abgeschmeckt. Die Karottenjus erinnerte nach Honig und leichter Schärfe, dazu das Erdige aus der Bretagne (natürlich), da fehlte nur noch ein erdiges Erdinger …. Auch von der Menge super, sollten ab dann außer dem Brot nicht mehr allzu viel „Nahrhaftes“ folgen.
Gang zwei: Rotbarbe aus dem bretonischen Meer (wenn ich mir das richtig gemerkt habe), Rotbarbe aus Bretonien
dazu Rote Beete, gewürfelt, dazu noch als Chip auf einem schönen Zwiebelsud mit Knusper Buchweizen. Eine kleine Schüssel Bratkartoffeln, gerne aus der Bretagne, hätten der Barbe gut zu Gesicht gestanden. Der Fisch knusprig, innen glasig, muss bestimmt so sein. Erinnernd nach Meersalz, Fischen und Wellen, das schmeckte man mit jedem Biss. Die Barbe, umgeben von weiß-roten Rote Beete Blüten, auf Würfeln von Roter Beete gebettet. Herr Ruppenthal kam dann nochmal an den Tisch und erklärte uns, dass das eine Bretonische Rotbarbe sei und dass er deutschlandweit der Einzige ist, der diesen Fisch als Direktlieferung bekommen würde. Als Begleitung gab es ein Chardonnay Cuvee „Vinn oh wäähh“ oder so, die Trauben auf Vulkanstein gezogen (hab ich mir gemerkt), gab dem Wein das „geräucherte holzige“, passte wie die „Faust“ auf die Nase. Als Begleitung gab es dann wieder nettes Kartoffelbrot dazu.
Danach sicher ein Highlight, ein Schlückchen vom Rotwein, ein Cuvee aus Cabernet, Merlot und noch irgendwas. Ausgeschenkt mit einem 50 cm langen Schnabel (WeinAusSchenker).
Ich hatte richtig Bock auf knuspriges Kartoffelgratin, Knusper knusper knäuschen, wer knuspert an meinem .....
Couscous vom Blumenkohl und geschmorter Lammschulter. Fangen wir mit dem Gratin an. Das wurde perfekt vorab gegart, dann wohl in Würfelform ausgestochen, eingewickelt in einer längeren rohen Kartoffelfaden, das ganze wohl in brauner Butter ausgebacken. Beim Anschneiden knusperte das Gratin regelrecht, es fehlte nur noch die Hexe „wer knuspert denn an meinem Häuschen...“, dazu gesellte sich famos schmeckender Couscous vom Blumenkohl. Keine Ahnung wie der Blumenkohl die Couscous Kügelchenform bekommen hat, aber die Blätter wurden in Couscousform mit vermengt. Das ganze abgeschmeckt, hat es nach frisch gemähtem Rasen erinnert. Kein Witz, das schmeckte wirklich so, sogar mein Tischnachbar meinte, das schmeckt irgendwie nach frisch gemähtem Rasen. Mal was anderes. Das war großes Kino. Pech hatte ich mit dem geschmorten Lammfleisch. Was heißt Pech ? Wäre ich der Koch gewesen, hätte ich das nicht raus gegeben. Ich reklamierte das dann, aber meine Kritik stieß auf taube Ohren. Ich hatte 4/5 nur Fett und zerfetztes Schulterfleisch, welches an Knorpel erinnerte. Ich weiß nicht, ob das so sein muss. Mein Nachbar meinte auch“ziemlich viel Fett“, aber klar, die Schulter ist ja immer in Bewegung, dennoch, ein wenig mehr Fleisch wäre schön gewesen.
Was dann kam, ja, dass machte alles wieder weg. Käse von Jean Ives Bordier. Käse vom Nachbar
Natürlich musste man uns das am Tisch nochmal mitteilen, dass der Käse auf direktem Weg vom Erzeuger kommt, das Marly zahle pro Lieferung knapp 40 Euro Transportkosten, andere Restaurants mussten wohl über Lieferanten mehrere hundert Euro pro Lieferung nur für die Transportkosten berappen. Bei uns in der Straße wohnt übrigens ein Herr Ives Bordier, vielleicht klingele ich mal dort und frage ob es Käse gibt. Kleiner Scherz, der Herr heißt Yves Sant Laurent. Der fährt Zeitungen aus. Meine Frau meinte aber mal zu mir, der würde sie nur zum Container fahren. Ich weiß es nicht.
Der Käse war klasse, wir mussten mittig anfangen und dann im Uhrzeigersinn weiter essen. Als Wein gab es ein über 20 Jahre alter Muskateller Süßwein. do kann man nidd meckre
Er kam wieder an unseren Platz und erzählte ... er weilte in Urlaub und wollte nebenbei einen alten Bauernhof kaufen und da standen so zufälligerweise alte Fässer rum. Die wollten die Damen und Herren schon wegschmeißen, aber der Zufall wollte es, dass man(n) dann den Wein da drin fand, der dann 2018 in Flaschen abgefüllt worden ist. Da der Sternekoch den kompletten Bauernhof übernommen hatte, war er auch im stolzen Besitz von knapp 2000 Flaschen und wir bekamen zwei Süßweingläser voll davon. Der war echt gut, hatte ne feine süße Note und harmonierte ganz fantastisch, besonders zu dem Schimmelkäse. Sachen gibt’s …. Ich war so begeistert von dem Wein, dass wir uns danach den Wein beim „kaufhof“ für 11,99 mitgenommen haben (zufällig entdeckt), und der reifte sogar laut Etikett 40 Jahre im Fass und anschließend in unseren Mägen.
Die beiden netten Damen aus München hatten wohl Mitleid mit uns und gaben ihr Dessert ab. Tarte mit Karamelleis und Creme Fraiche
Gesalzenes Karamell Eis, mit Creme Fraiche und Äpfeln in Form einer frisch gebackenen Tarte aus dem heimischen Garten, da wo die Weinfässer her sind. Der Urvater des Weines ist übrigens ein Herr Villeneuve, der lebte im 13 Jahrhundert und machte die Dessertwein Erzeugung bekannt. (hat mir der Verkäufer beim Kaufhof erzählt)
Als Abschluss gab es dann final ein Espresso (war in der Weinreise inkludiert), sowie ein Stein mit nettem Bauwerk. Letzter Gruß
Links sitzend eine Schoko-Mouse Praline, rechts davon eine lauwarme Zitronen-Tarte mit kitzelndem Zitronenabrieb am Gaumen
Fazit:
Für mich war das heute ein Tick „too much“. Hat dennoch sehr viel Spaß gemacht (besonders danach mit dem 11,99 Wein auf der Mannheimer Kerwe), da mein Freund (laut seiner eigenen Aussage) selten so gut gegessen hat, ein absolutes Highlight für ihn und letzten Endes auch für mich. Aber „ich bin der schönste und beste“, das muss ich jetzt eine Zeit lang nicht mehr haben.
Beim letzten Besuch habe ich noch in Erinnerung, als Herr Ruppenthal zufälligerweise mit seiner Frau ein Bauernhof in der Normandie entdeckt hat und er sich sofort mit dem Bauer angefreundet, er dann mit seinen Händen die Milch von den Schafen und Kühen gemolken, woraus dann das Eis von seinem angebotenen Dessert entstanden ist … Das wäre das gleiche, wenn ich meinen Gästen beim nächsten Mal erzähle, beim letzten Urlaub habe ich mir im Germersheimer Spar-Markt ein Schnorchelset gekauft, mit dem bin ich dann im Baggersee in "Sunnre" schnorcheln gegangen, hab zufälligerweise ein paar Jakobsmuscheln in mein Netz mit der Hand gefangen und biete diese jetzt an meinem Geburtstag auf Seccoschaum und gebranntem Christstollen an. (wenn ich mir das richtig überlege, habe ich meinen Gästen genau davon berichtet … bin halt auch der Beste und Schönste, hab sogar auf meiner Kochschürze 5 goldene Sterne, bätschi bätsch )
Empfehlung !! Klasse Küche (auch mit nur einem Stern), klasse Weine !! Klasse Ambiente !!
Die Sonne spiegelt sich im Wasser, im Hafen lehnt sich ein luxuriöses Schiff an die Mannheimer Seite. Wir blicken vom Fensterplatz auf die Rheingalerie, vor ein paar Minuten zog ein laues Lüftchen über das Wasser. Das Ambiente ist im Jungbusch einmalig. Auch mein Vorkritiker „Borgi“ musste zähneknirschend feststellen, in der "Collini Stadt" ist das Ambiente des Marly glatte 5 Sterne wert.
Wir machen einen Zeitsprung, ein ehemaliger Arbeitskollege, mittlerweile wieder in meinem „Werks-Team“ am Hockenheimring, möchte sich auf seine Art und... mehr lesen
4.0 stars -
"Die Gnocchi (leider) in GEIL, die Nebendarsteller präsentieren sich in Gala-Form, der Haupt-Charakter dagegen schwächelt ein wenig … Unkomplizierte Sterne-Küche trifft unaufdringlichen, unaufgeregten Service …" DaueresserGK0712Die Sonne spiegelt sich im Wasser, im Hafen lehnt sich ein luxuriöses Schiff an die Mannheimer Seite. Wir blicken vom Fensterplatz auf die Rheingalerie, vor ein paar Minuten zog ein laues Lüftchen über das Wasser. Das Ambiente ist im Jungbusch einmalig. Auch mein Vorkritiker „Borgi“ musste zähneknirschend feststellen, in der "Collini Stadt" ist das Ambiente des Marly glatte 5 Sterne wert.
Wir machen einen Zeitsprung, ein ehemaliger Arbeitskollege, mittlerweile wieder in meinem „Werks-Team“ am Hockenheimring, möchte sich auf seine Art und
Geschrieben am 17.09.2019 2019-09-17| Aktualisiert am
17.09.2019
Besucht am 15.09.2019Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 98 EUR
… und wir kamen mit etwas Verspätung vorgestern auf unserer Achensee Etappe, quasi das Zwischenziel, an. Der Spruch stand über unserem Doppelbett des Business-Line Zimmers im 4. Stock`s des Hotels am See. Das Lago (Hotel und zwei Restaurants) zu finden ist etwas tricky, es liegt am künstlich für die Bundesgartenschau errichtenden Ulmer See. Nur mit viel Mühe und Tricks konnten wir die öffentlichen Parkplätze finden.
Bei dem Begriff „Lago“ fallen den Frauen bestimmt gleich der Lago See ein, George Clooney, ein Cocktail in der Hand dazu das Grinsen des „Projekt Peacemakers“. Die Herren denken da eher an "Lago" dem Bösewicht mit der Augenklappe aus „Feuerball“, James Bond in seiner 4. Mission geschuldet. Das Essen heute Abend sollte dann irgendwo dazwischen liegen.
Das Lago beheimatet gleich 2 passable Restaurants, das Treibgut (hier exklusiv) sowie das Seestern Restaurant. Letzteres scheint unter den Gourmets wahrscheinlich eher bekannt, wurde es unlängst von Michelin mit einem Michelin Stern ausgezeichnet. Und das Lokale, welche an Sterne Restaurants anliegen, nicht unbedingt schlechter sein müssen, als die Restaurants die nicht an ein Sterne Restaurant anliegen, dürfte schier meinem 10 jährigen Neffen bekannt sein.
Ich weiß, wir sind nicht bei holidaycheck, sondern in einem Gastroportal, dennoch muss ich kurz auf das Hotel eingehen, immerhin vertilgten wir dort unser „Aufbruch“ Frühstück, direkt am See.
Das Frühstück (für 17 Euro zusätzlich) ließ keine Wünsche offen. Und wenn ich das so schreibe, meine ich das auch so. Es kommt verdammt nah an unser Referenz Frühstück im Jordan(?) Hotel ran, das heimatliche Hotel des Winzers Bassermann-Jordan.
Auch der Service des Hotels, die Ausstattung der Zimmer, der atemberaubende Ausblick
über den See, das Einschlafen, geblendet von der Mondkraft welches sich im Wasser bis hinauf in unser Zimmer spiegelte, bleibt uns gut in Erinnerung. Die 4 Stockwerke des Hotels sind in den 4 Farben der Olympischen Sommerspiele gehalten. In der Penthouse Etage gibt es Wellness, Sauna, Erholungsraum, Dampfbad und große Panoramascheiben zum Klotzen und Kleckern.
Geklotzt haben wir auch am Abend, als uns der Servicemann ein Tisch direkt am See, mit fackelnden Brennflammen anbot. Ausblick vom Tisch auf den See
Direkt am See, nur eine Gondoletta trennt uns vom Wasser. Das Boot sei für die Hochzeiten, wenn das Brautpaar (oder die Braut) langsam über das Wasser schippert um zu den geladenen Gästen zu kommen. Sicherlich nicht das schlechteste Panorama und Ambiente zum Heiraten.
Wir schauen in die Karte, es wird gefragt ob das Team uns schon eine Flasche Wasser hinstellen kann. Ich antwortete, „wenn sie ein Wasser mit süffigem trübem Hefegeschmack haben, dann ja“. Ich bekam dann ein süffiges „Primero“ Nummer 1 aus der LAGO Genusswerkstatt, ein süffiges mild süßliches, an Hopfen erinnertes Bierchen. (ein Klasse Pils). Meine Begleitung nahm ein Hugo. Wir suchten uns die Vorspeisen aus. Bei mir sollte es das Rinder-Tartar mit Brotchip sein (15,80), meine Begleitung nahm die Gurken, Lachs Kombination (11,90). Mich lachten die Schlutzkrapfen (14,90), gefüllt mit edlem Bergkäse und Spinat an, meine bessere Hälfte entschied sich für die Hauptspeisenvariante der selbstgemachten Pasta, in Trüffel-Parmesan mit gehobeltem Trüffel (19,80). Aufgefüllt wurde die Auswahl mit Wiener Schnitzel (24,90), Zwiebelrostbraten (29,80), die sportlich wirkenden Preise waren wohl dem grandiosen Blick auf den See geschuldet.
In der Zwischenzeit wurde zweierlei Brot nach gereicht. Das tunkten wir in Lago Öl; Meersalz und Pfeffer. Dann kamen zeitlich die Hauptgänge. Mein Schlutzkrapfen Schlutzkrapfen
verwandelte sich wie von Zauberhand in riesige Maultaschen, die braune Butter vermisste ich bei jedem Schneiden. Die Pastahülle ein wenig zu hart. Auch das Innenleben der Maultaschen ziemlich langweilig. In der Karte stehend „mit Bergkäse gefüllt“ wurde lediglich verhaltene dünne Scheibchen drüber gehobelt. Hier fehlt es an Gewürzen, das Gericht in sich zu langweilig. Mein Tischnachbar war indes begeistert. Die Pasta mit Biss, Pasta mit Trüffel und Parmesan 19,90
ordentlich Trüffelgeschmack. Aber hier hätte man mit mehr Mut zum Abschmecken den ein oder anderen halben Stern mehr beim Essen herausholen können.
Angefangen hatte der Abend grandios: Tartar vom Rind 15,90
Tartar vom Rind, schön gerade geschnitten, leicht angemacht, mit Brotchips, Gartenkräuter, Senfsamen, Mini Maiskölbchen war das von der Anrichte Sterne Niveau, vom Geschmack ambitionierte regionale Küche.
Auch die LachsGurkenkombination Lachs und Gurke
von der Anrichte mindestens auf Sterne Niveau, geschmacklich einwandfrei. So dass wir uns nach den zurückhaltenden Hauptgerichten schon noch für ein Dessert entscheiden sollten.
Meine bessere Hälfte wählte vom abendlichen Menü (39 Euro), die Kombination Zartbitterschokolade, Himbeeren und Brombeeren (Einzelpreis 10,50). Ich entschied mich für den Bananensplit.
Denkt man an Treibgut fällt dem ambitionierten Wandersmann gleich die Wandervögel ein, bei denen gibt’s bekanntlich zwei Gruppen. Die einen wandern, mein Vater war bei der anderen Gruppe. Ob das auch so im Service des Treibgut`s ist ?
Der Service machte uns an dem Abend zu schaffen, mehrere Fehler (und keine kleinen), zwingen mich dazu von den 5 Sternen 2,5 abzuziehen, dazu addieren muss ich einen halben, da das Frühstücksservicepersonal prombt reagierte, als ich versehentlich meine Handfläche anstatt des ofenwarmen Brötchens aufgeschnitten hatte. Hab ich erwähnt, dass Gäste die Möglichkeit haben, während des Frühstücks sich zweierlei Sekt frisch aus dem Zapfhahn ziehen zu können ?
Die Desserts wurden serviert: Mein Bananesplit: (Bienenstich)
ich probierte, die „Brosseln“ erinnernten mich gleich an den Boden des Lieblingskuchen meines Vaters, den Bienenstich. Auch die Creme und die Mandelchips ließen mich zu dem Entschluss kommen, dass ich kein Bananesplit serviert bekommen habe.
Die Variation Zartbitterschokolade mit Beeren zauberten dagegen meiner besseren Hälfte ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen. Zartbitter, Beeren
Volle Punktzahl, dafür. Auf Nachfrage verriet mir der Kellner „er sei bei der Bestellung mit dem nassen Finger auf dem Display abgerutscht“ dafür bekämen wir aber noch ein Espresso aufs Haus und zusätzlich den Bananensplit. Nicht der Einzige Fauxpass an dem Abend.
Nach 5 Minuten kam dann eine winziger Bananensplit. Bananensplit
Der Schokobrownie kalt (wurde vergessen zu erwärmen, kann mir nicht vorstellen dass das alles kalt auf dem Teller sein soll, bei derartigem Anspruch des Treibgut`s), ein kleiner Esslöffel voll Schokoladenrahmeis sowie Bananenchisp (auch kalt). Ich meine mich zu erinnern, dass auf der Karte stand „frisch karamellisierte Bananenscheiben“, was es definitiv nicht war.
Fazit:
Bezahlt haben wir für das Abendessen knappe 100 Euro, für das Erlebte, vier-fünf handvoll zu viel, meiner bescheidenen Meinung nach. Klar, das Sternerestaurant ist direkt neben dran, und die Gäste haben Blick auf den See, aber insgesamt war das für das Gebotene "kein gutes Preis Leistungsverhältnis". Meine besser Hälfte meinte danach auch, beim nächsten mal wieder das Lago Hotel, Abendessen dann in Ulm.
… und wir kamen mit etwas Verspätung vorgestern auf unserer Achensee Etappe, quasi das Zwischenziel, an. Der Spruch stand über unserem Doppelbett des Business-Line Zimmers im 4. Stock`s des Hotels am See. Das Lago (Hotel und zwei Restaurants) zu finden ist etwas tricky, es liegt am künstlich für die Bundesgartenschau errichtenden Ulmer See. Nur mit viel Mühe und Tricks konnten wir die öffentlichen Parkplätze finden.
Bei dem Begriff „Lago“ fallen den Frauen bestimmt gleich der Lago See ein, George Clooney, ein... mehr lesen
Treibgut im Hotel LAGO
Treibgut im Hotel LAGO€-€€€Restaurant0731 2064000Friedrichsau 50, 89073 Ulm
3.5 stars -
"Entscheidend ist nicht wohin man reist, sondern wo man ankommt …" DaueresserGK0712… und wir kamen mit etwas Verspätung vorgestern auf unserer Achensee Etappe, quasi das Zwischenziel, an. Der Spruch stand über unserem Doppelbett des Business-Line Zimmers im 4. Stock`s des Hotels am See. Das Lago (Hotel und zwei Restaurants) zu finden ist etwas tricky, es liegt am künstlich für die Bundesgartenschau errichtenden Ulmer See. Nur mit viel Mühe und Tricks konnten wir die öffentlichen Parkplätze finden.
Bei dem Begriff „Lago“ fallen den Frauen bestimmt gleich der Lago See ein, George Clooney, ein
Geschrieben am 10.09.2019 2019-09-10| Aktualisiert am
10.09.2019
Wir mussten 2 Jahre lang warten, bis endlich die Fortsetzung des Blockbusters ES (Teil 1) - das Remake, in die deutschen Kino`s kam. Na klar, wir mussten rein, hatten wir die letzten Wochen voller Vorfreude auf den zweiten Teil gewartet.
Und wir wurden nicht enttäuscht, Langeweile kam während der 3 Stunden sowieso keine auf, denn auch in dem Film kam es zu einigen "Easter Eggs" (u.a. Stephen King als Trödelverkäufer, Jack Nicholson "Shining" und und und), im Vorfeld wussten wir, mit Werbung und und und könnte man doch ca 4 Stunden in den Kinostühlen kleben, so dass wir eine gute Basis davor benötigten.
Das Planet Diner sollte da mal wieder locker eine gute Lösung sein. In diesem Jahr noch nicht, dafür in den letzten Jahren öfter dort zu Besuch und (fast) immer klasse „Food“ genossen. Neben den Zeitlosklassiker wie Hamburger, Cheeseburger kommen je nach Saison noch ein paar Highlights dazu. In diesem Fall waren das gestern Abend ein Kochkäseburger (mit Kümmelsauce), ein münchner Burger (mit Weißwurst Paddie und süßem Senf) sowie der "Herbst"Burger mit geschmolzenem Blauschimmelkäse und gegrilltem HokkaidoKürbis sowie einem saftigen Rindfleisch-Paddie. Die Fleisch für die Paddies kommt seit letzten Jahres von einem regionalen Angus Rinder Züchter, so dass der Gast "noch ein bißchen mehr Fleischgeschmack" erwarten darf.
Erwartet habe ich einiges, denn ich kannte bereits die Vorzüge des Diners, auch wenn hier bei gastroguide (komisch) noch keine Rezi von mir drin ist. In Sachen Flüssignahrung habe man auch umgestellt, anstelle von dem Standard Franziskaner Weizen wird jetzt Benediktiner Weizen ausgeschenkt, mit Sicherheit kein Rückschritt. Für den Einstieg sollten es dann gleich zwei, eins für den Durst und eins zum Genießen sein. Meine bessere Hälfte entschied sich für die Ofenkartoffel mit Sour Creme Sauce 810,80), ich nahm den klassischen Cheeseburger mit Pommes (11,80).
Beide Gerichte hübsch angerichtet und nach einer angemessenen Wartezeit, zeitgleich (da haben wir auch schon in anderen Diner ganz anderes erlebt) serviert. Ich teste die Pommes, diese sind schön ausgebacken, angenehm gewürzt. Mayo (von Kraft) und Ketchup (von Kraftlos) vollenden die Pommes Fete. Auch mein Burger ist ein Hingucker, dank meines neuen Handys auch für die gastroguide community. Der erste Anschnitt, das Fleisch saftig, wenn auch die goldene Regel 2/3 Fleisch und 1/3 Brot hier nicht ganz aufgeht. Ich lege das Messer weg und beiße hinein. Der Saft vermengt sich mit dem Hungerdurst meines Magens, ein geiles Gefühl. Der Film kann nur gut werden (war er auch).
Meine bessere Hälfte ist auch begeistert. Die Ofenkartoffel (eine Art große Pellkartoffel) in ordentlicher Brühe gezogen, die Sour Creme eine Art flüssiger weißer Käse. Ich als Vorderpfälzer kenne den Käse als „KäsKäs“ nur ohne (Limberger) Käs :-)
Fazit:
1+1=2, alles rotscher in Kambotscher !!
Wir mussten 2 Jahre lang warten, bis endlich die Fortsetzung des Blockbusters ES (Teil 1) - das Remake, in die deutschen Kino`s kam. Na klar, wir mussten rein, hatten wir die letzten Wochen voller Vorfreude auf den zweiten Teil gewartet.
Und wir wurden nicht enttäuscht, Langeweile kam während der 3 Stunden sowieso keine auf, denn auch in dem Film kam es zu einigen "Easter Eggs" (u.a. Stephen King als Trödelverkäufer, Jack Nicholson "Shining" und und und), im Vorfeld wussten wir, mit... mehr lesen
4.0 stars -
"Pennywise gruselt nach 2 Jahren erneut die Fans - zur Einstimmung mal wieder "monströse" Burger als Basis" DaueresserGK0712Wir mussten 2 Jahre lang warten, bis endlich die Fortsetzung des Blockbusters ES (Teil 1) - das Remake, in die deutschen Kino`s kam. Na klar, wir mussten rein, hatten wir die letzten Wochen voller Vorfreude auf den zweiten Teil gewartet.
Und wir wurden nicht enttäuscht, Langeweile kam während der 3 Stunden sowieso keine auf, denn auch in dem Film kam es zu einigen "Easter Eggs" (u.a. Stephen King als Trödelverkäufer, Jack Nicholson "Shining" und und und), im Vorfeld wussten wir, mit
Geschrieben am 23.08.2019 2019-08-23| Aktualisiert am
23.08.2019
Gerade eben in der Mittagspause vorbei gelaufen. Das Friedrichs Restaurant direkt am Friedrichsring. Die Homepage macht einen gelungenen, wenn auch sehr vornehmen Eindruck. Man sitzt schön direkt am viel befahrenen Friedrichsring mit Blick zum Wasserturm. Das Friedrichs hier direkt bei Gastroguide von mir eingetragen (aber noch nicht besucht)
Geografisch haben wir den Blick rechterhand zur Oststadt, linkerhand zu den Quadraten, mit beiden Händen aber unser Smartphone welches uns die Info gibt. Alte Bekannte aus der Pfalz für die offenen Weißweine: KranzI aus lbesheim (bei Landau) Bernhart aus Schweigen-Rechtenbach, Mussler aus Bissersheim, Bassermann-Jordan aus Deidesheim sind mir alle bekannt. Dennoch soll es bei den roten Weinen einige Unbekannte aus Spanien und Frankreich geben. zB der Bodegas-Innurieta ?? Hört sich nach einer Paarung aus Torwart Real Madrid und Mittelfeldmann aus Barcelona an. Bodo-Iniesta :-)
Das wäre doch mal was für meinen Wein-Scout aus Steinweiler. Hier könnten wir uns doch schön sinnfrei durch die Karte trinken und futtern, sowie sinnvoll über das im Jahre 1975 erbaute, damals das modernste Hochhaus in ganz Europa, CC philosophieren.
Wer is(s)t noch dabei ?
Gerade eben in der Mittagspause vorbei gelaufen. Das Friedrichs Restaurant direkt am Friedrichsring. Die Homepage macht einen gelungenen, wenn auch sehr vornehmen Eindruck. Man sitzt schön direkt am viel befahrenen Friedrichsring mit Blick zum Wasserturm. Das Friedrichs hier direkt bei Gastroguide von mir eingetragen (aber noch nicht besucht)
Geografisch haben wir den Blick rechterhand zur Oststadt, linkerhand zu den Quadraten, mit beiden Händen aber unser Smartphone welches uns die Info gibt. Alte Bekannte aus der Pfalz für die offenen Weißweine: KranzI... mehr lesen
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"Feines "Wein" Dining am Wasserturm - Bodo Illgner vs Andrés Iniesta" DaueresserGK0712Gerade eben in der Mittagspause vorbei gelaufen. Das Friedrichs Restaurant direkt am Friedrichsring. Die Homepage macht einen gelungenen, wenn auch sehr vornehmen Eindruck. Man sitzt schön direkt am viel befahrenen Friedrichsring mit Blick zum Wasserturm. Das Friedrichs hier direkt bei Gastroguide von mir eingetragen (aber noch nicht besucht)
Geografisch haben wir den Blick rechterhand zur Oststadt, linkerhand zu den Quadraten, mit beiden Händen aber unser Smartphone welches uns die Info gibt. Alte Bekannte aus der Pfalz für die offenen Weißweine: KranzI
Besucht am 07.08.2019Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 68 EUR
Nach den ganzen kulinarischen Fehlschlägen habe ich mir doch „eigentlich“ am letzten Abend eine gute Küche verdient, dachte sich neben mir doch auch damals der Große Hain. Also fragte damals der Hain den Abel „Hast Du mal ein Kabel ?“ Darauf sagte der Abel zu Hain: „ Ähhh, nein“. Eigentlich heißt nein. Da gibt’s auch nicht dran zu deuten. Aber mein Bauch sagte heute "ja". Mein Budget sagte ebenfalls "ja", denn in den letzten Tagen hatte ich fast nichts ausgegeben, konnte ich doch das meiste mit dem Spesengeld abdecken.
Also wird heute mal „geklotzt“ und nicht nur „gekleckert“. Oder vielleicht beides ?
Klotzen und Kleckern ?
Oder Kotzen und Keckern ?
Oder Motzen und Meckern ?
Mittlerweile habe ich mich mit den Wegen im Moabit vertraulich gemacht. Ich fühle mich wohl, grüße nochmal die Diplomaten in der S Klasse von der indonesischen Botschaft (ich hatte direkten Blick zu den Wohnungen im Hinterhof) und mache mich auf den Weg zum Sapori di Casa. Ich bin endlich in Berlin angekommen. Mittlerweile mag ich die Berliner, mag die dreckige Luft, irgendwann ziehe ich hier her. Hier kann man einfach Mensch sein. Da fällt man nicht auf, wenn man(n) in seiner eigenen Kotze auf dem Bürgersteig liegt. Hier gefällt es mir, geht es doch in der Neckarstadt West in meiner Wahlheimat Mannheim genauso zu. Zu erwähnen noch, dass ich täglich die Mannschaft von >Union Berlin< beim Training gesehen habe, unweit von der Wellness Oase (ein FKK Club) entfernt.
Das "Sapori di Casa" war hier bei gastroguide nicht gelistet, wurde von mir eingetragen. Das habe ich auch gleich dem Inhaber ein Tag zuvor erklärt, er hat mich schon mit großen Augen vor dem Lokal abgefangen. Mit einem Plausch hat er mir einen schönen Tisch im Außenbereich angeboten. Kaum gesessen, kam schon ein Glas mit frischen Oliven,
diese waren mit Schafskäse sowie fein mit Paprika gefüllt. Ich kenne die Oliven, denn ich kaufe die öfter in einem Italienischen Feinkost Geschäft. Hab mich damals gewundert, warum das kleine Glas knappe 5 Euro kostet, das sind sie aber wert. Während ich die Karte studiere kommt der Junior Chef und zeigt mir stolz seine neue C Klasse, ein C63 AMG mit 420 PS. Sah gut aus, ich erklärte ihm, dass es das Gerücht gibt, dass die Italiener mit so dicken Autos meist nur einen kleinen Spatz in der Hose haben. Er schmunzelte … aber als Italiener hole ich mir doch die Giulia, sieht a.) besser aus und hat b.) mehr PS (ich glaube 520)
Ich bin kein Italiener, denke deutsch und träume auch deutsch. Esse aber gerne italienisch. Daher hielt ich mich an dem Abend ganz an die Empfehlungskarte. Als Vorspeise das Tartar vom Lachs - Tartare di salmone con avocado e pistacchio für faire € 12.00. Zum Hauptgang favorisierte ich die Tagliatelle ai cantarelli - € 14.00 Tagliatelle mit frischen Pfifferlingen in Tomatensauce mit einem Hauch Sahne. Hörte sich super an !! Mit einem Hauch Sahne, herrlich. Da werden Erinnerungen wach, als ich mir den „Hauch des Todes“ in der damaligen DVD Abteilung im Landauer Kaufhof für 9,90 DM gekauft und 6 Monate später bei filmundo für 145 DM verkauft habe.
Oder nehme ich: Tonno ai Sapori di Casa für 19.50 € ein Frisches Thunfischsteak mit Kapern, schwarzen Oliven in leicht würziger Cherry-Tomatensauce von der Standardkarte. Schwierig, schwierig …
In der Zwischenzeit wurde mir zweierlei Brot hingestellt,
am Nachbartisch wurde Pizza bestellt. Aber zwei mal was fischiges ? Da entdeckte ich auf der Empfehlungskarte: Tagliolini al tartufo - € 16.50 in deutsch: Frische dünne Bandnudeln in Parmesan-Creme-Sauce und gehobeltem Trüffel sowie Medaglioni di maiale ai cantarelli - € 19.50 rosa Schweinefilet mit frischen Pfifferlingen in leichter Sahnesauce dazu Tagesgemüse und Beilagensalat. Ha, das wäre doch was, dachte ich. Ich entschied mich im Hauptgang für die frischen Bandnudeln, zum Lachstartar nahme ich gerne die Empfehlung des Juniorchefs an, einen andalusichen Weißwein, der war sehr sehr fruchtig. Los ging es dann mit dem Frischen Lachstartar mit Avocado, Pistazien und Zitrus-Ingwer-Joghurt-Dressing.
Das kam etwas lieblos daher. Die Portion von der Menge passabel, war das Tartar viel zu grob geschnitten. Auch war es nicht richtig angemacht, so musste ich das Dressing mit dem Tartar vermengen um Geschmack dran zu bekommen. Auch musste ich mich öfters des Salzstreuers bedienen, das wurde komplett in der Küche vergessen. Aber dennoch zu den anderen Besuchen an den Vorabenden eine deutliche Steigerung, das frisch aufgebackene Brot dazu passte hervorragend. Klasse die große Anzahl der Pistazien, das gab dem ganzen einen gewissen „Crunch“, störend für mich das Garten-Senfrauke Hasenfutter, denn: Ich bin kein Hase, das sollte schon mundfein vorgeschnitten sein und vor allem angemacht. Pur ist das wirklich nur was für "Meister Lampe".
Nach einer angenehmen Wartezeit wurde mir die Tagliolini al tartufo serviert.
Eine beachtliche Portion. Schön mit der Parmesancreme vermengt, obenauf noch gehobelter Parmesan und jede Menge Trüffel. Die Nudeln waren der Hammer, leichter Biss, hervorragend abgeschmeckt, ein Genuss mit jeder Gabel. Nachdem zum dritten oder vierten Mal Brot nachgereicht wurde, stellte sich so langsam das erste „Sattgefühl“ ein. Schade, hätte ich doch gerne noch was zum Dessert genommen. Es lachten mich Tartufo classico - Halbgefrorenes aus Schokoladencreme und Zabaione sowie Semifreddo alle mandorle ein hausgemachtes Mandel-Parfait am meisten an. So entschied ich mich für einen Sambucca um etwas Platz zu schaffen, blieb aber nach dem zweiten und dritten Sambucca doch beim Likörchen hängen. Beim nächsten mal dann ein Dessert.
Fazit:
Nicht umsonst ist das >Sapori di Casa< unter den 10 besten Restaurants in Berlin bei tripadvisor. Keine Touristenfalle, so wie ich in einige in Berlin hineingetreten bin. Hier gibt es ehrliche -, sizilianisch – bodenständige Küche. Empfehlung !!
Nach den ganzen kulinarischen Fehlschlägen habe ich mir doch „eigentlich“ am letzten Abend eine gute Küche verdient, dachte sich neben mir doch auch damals der Große Hain. Also fragte damals der Hain den Abel „Hast Du mal ein Kabel ?“ Darauf sagte der Abel zu Hain: „ Ähhh, nein“. Eigentlich heißt nein. Da gibt’s auch nicht dran zu deuten. Aber mein Bauch sagte heute "ja". Mein Budget sagte ebenfalls "ja", denn in den letzten Tagen hatte ich fast nichts ausgegeben,... mehr lesen
Sapori di Casa
Sapori di Casa€-€€€Restaurant03028424572Wilsnacker Str. 61-62, 10559 Berlin
4.0 stars -
"Mercedes vs Alfa oder: (Super) Mario im Service und Vater Angelo in der Küche, der Gast bekommt hier ehrliche italienische Küche und angemessene Portionen für sein Geld" DaueresserGK0712Nach den ganzen kulinarischen Fehlschlägen habe ich mir doch „eigentlich“ am letzten Abend eine gute Küche verdient, dachte sich neben mir doch auch damals der Große Hain. Also fragte damals der Hain den Abel „Hast Du mal ein Kabel ?“ Darauf sagte der Abel zu Hain: „ Ähhh, nein“. Eigentlich heißt nein. Da gibt’s auch nicht dran zu deuten. Aber mein Bauch sagte heute "ja". Mein Budget sagte ebenfalls "ja", denn in den letzten Tagen hatte ich fast nichts ausgegeben,
Geschrieben am 20.08.2019 2019-08-20| Aktualisiert am
20.08.2019
Besucht am 06.08.2019Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 26 EUR
Tag 2 in der Super-Müllhalde Berlin. Was ich mir in den vier Tagen die Nase putzen musste, was da an angesammeltem Staub und Dreck rauskam, erinnerte mich an meine ersten 12 Monate als ich nach Mannheim gezogen bin und damals eine „Not“ Unterkunft bezog, keine 200 Meter entfernt zu den Mercedes-Benz Bus Werken auf dem „Alten“ Waldhof, alle vier Wochen musste ich meine Schränke auswaschen, diese waren vom Industrie Smog gekennzeichnet. Ich glaube nach China muss ich nicht unbedingt reisen, dort soll es noch schlimmer sein. Es ist Abend und ich bin dennoch in "Feierabend-Stimmung"
Heute Abend will ich es krachen lassen, im Vorfeld habe ich in meinem Bezirk einige Lokale eruiert, wo es bestimmt gutes Essen gibt. Auch der Sparkassenautomat gab zwei frisch gebügelte „Fuffi“ aus. Auf also Richtung „Sappori di Casa“, dort angekommen eine Enttäuschung. Alle Plätze draußen waren belegt, mir wurde drinnen ein winziger Tisch angeboten, allerdings hielt ich es dort keine 3 Minuten aus, mir lief die Brühe runter, also reservierte ich für den nächsten Tag einen Tisch (mein Highlight) . Also Plan B, Handy raus und nach „Italiener mit Außenterrasse“ gesucht. BAM, mehrere Treffer. Ich musste Richtung Spree laufen, die Bewertungen bei google sind gemischt. Von „Volltreffer“ bis „das war nix“ ist alles vertreten.Ich bin also gespannt.
Keine 250 Meter entfernt entdecke ich schon die orangenen Schirme von Schöfferhofer. Die Lage scheint gut, ich kenne mich nicht aus, daher schaue ich bei googlemaps wo ich bin. Tripadvisor lässt mir eine Info zukommen, das Lokal liegt auf Platz 752 von 8.065. Wow. Unter den besten 1000 Lokalen in Berlin, da muss das Essen doch gut sein. Von google weiß ich, ich sitze an der Spree, sehen tue ich sie nicht. Ich setze mich draußen an einen kleinen Tisch,
im Service rennen einige mit weißem Hemd herum. „Mama sitzt heute in der Küche“ mit diesen Worten werden gerade 2 Damen am Nachbartisch verabschiedet. „Bei mir bitte keine Floskeln“ waren meine Gedanken. „Signori, was wünschen Sie“ Ich fragte nach ob diese Schirme nur zur Zierde seien, oder ob man das auch in Glasform serviert bekommen kann. Am besten gleich zwei davon. Er staunte und stotterte „ das bekommen sie auch im G-L-A-S“, was die Frage aufwirft, warum die Berliner so „zugeknöpft“ sind. Kein Humor, kein Lachen, kein aufeinander zugehen, keine Sympathie. Man wird immer von der Seite „schief angeschaut“, das ist doch kein „miteinander“ leben. Oder ist die „Mauer“, das Regime, noch zu weit verankert? Ich kenne lediglich zwei Ex-Berliner, die sind bei mir im Sport-Verein. Manchmal erzählen sie von früher. Man hatte immer Angst, was falsches zu sagen, weil man nicht wusste, ob der Nachbar zur Stasi gehörte. Und heute sitzen sie im Bundestag, was die Frage aufwirft warum unsere Zonen-Wachtel ihre Stasiunterlagen verbrennen lies, aber darauf werden wir nie eine Antwort bekommen. CDU halt (Helmut Kohl hat sein Wissen auch mit ins Grab genommen, bei unserer Angie wird das nicht anders sein). Und wer hat Barschel ermordet ?
Ermordet gehört der Koch des Lokals Casa Matti, denn meine Spaghetti Carbonara gingen zurück. Auf die Frage:“geht auch ohne Sahne“? kam ein „si Signori“, aber mit Carbonara hatte das nichts zu tun.
Die Spaghetti in Wasser ohne Salz und Zucker, geschweige denn in Brühe gezogen, vorgekocht. Vermengt mit Ei und Milch (??)/Sahne Gemisch, ohne Käse, ohne Pfeffer und der Speck hat sich in gekochten Schinken verwandelt. Das ganze ohne jeden Geschmack. Ich bemängelte das, dann kam der Chef und meinte, „Mama“ würde die Spaghetti extra für mich frisch zubereiten. Ich hätte es sagen müssen, dass ich die Spaghetti nicht verkocht haben mag. Mein Dessertwunsch verabschiedete sich an dieser Stelle ganz schnell. Kulinarisch schon wieder ein Offenbarungseid ?
Inzwischen kam ein jüngerer und fragte nach. „Wollen Sie wirklich die Spaghetti al dente?“. Was eine Frage. In der Zwischenzeit hatte ich fast schon abgeschlossen mit Restaurants, sollte dann aber doch noch zwei mal überzeugt werden.
„Mama hat frisch gekocht“ sah auf den ersten Blick besser aus,
auf den zweiten: bähhhh. Wo ist die Liebe zum Kochen ?
Die Pasta nicht richtig vermengt, innen bestand der Nudelberg nur aus reinen Spaghetti, wo sind die vermengten schwarzen Flecken ? Mir war es dann aber zu blöde nochmal Kritik zu üben. Ich fragte nach frischem Pfeffer und Parmesan. Wieder wurde ich mit großen Augen angestarrt. „Wie kann der Gast nur so was verlangen?“. Ich fragte nach, ob denn einer der Herren weiß wofür Carbonara stünde, keiner wusste es . Einer fing an zu singen „Am Strande von Carbonara“ … ich hatte Hunger, hab dann schließlich die Pampe mit Pfeffer und Parmesan vermengt, aber nochmal wird mich der Laden nicht sehen.
Bekomme ich Gäste zu Hause, gibt es hin und wieder Carbonara. Ich verlange nicht, dass das Gericht im Restaurant nur in die Nähe meiner Referenz-Carbonara kommt, dafür sind meine Carbonara zu gut. Aber Lichtjahre davon entfernt sein, geht auch nicht. Carbonara steht für den „Kohlehändler“ und der wird durch groben schwarzen Pfeffer und durch angebrutzelten dunklen Speck gekennzeichnet. Nichts davon war in den beiden Imitats-Gerichten im Casa Matti. Geschmeckt hat es auch nicht.
Tag 2 in der Super-Müllhalde Berlin. Was ich mir in den vier Tagen die Nase putzen musste, was da an angesammeltem Staub und Dreck rauskam, erinnerte mich an meine ersten 12 Monate als ich nach Mannheim gezogen bin und damals eine „Not“ Unterkunft bezog, keine 200 Meter entfernt zu den Mercedes-Benz Bus Werken auf dem „Alten“ Waldhof, alle vier Wochen musste ich meine Schränke auswaschen, diese waren vom Industrie Smog gekennzeichnet. Ich glaube nach China muss ich nicht unbedingt reisen,... mehr lesen
Casa Matti
Casa Matti€-€€€Restaurant4998331150Helgoländer Ufer 7, 10557 Berlin
2.0 stars -
"Casa Matti steht für Matsche Patsche oder: Originale Carbonara ? Gibt es hier in diesem Lokal, nur nicht heute. Das, was mir da vorgesetzt wurde, ist jedem Italien-Fan ein Faustschlag ins Gesicht." DaueresserGK0712Tag 2 in der Super-Müllhalde Berlin. Was ich mir in den vier Tagen die Nase putzen musste, was da an angesammeltem Staub und Dreck rauskam, erinnerte mich an meine ersten 12 Monate als ich nach Mannheim gezogen bin und damals eine „Not“ Unterkunft bezog, keine 200 Meter entfernt zu den Mercedes-Benz Bus Werken auf dem „Alten“ Waldhof, alle vier Wochen musste ich meine Schränke auswaschen, diese waren vom Industrie Smog gekennzeichnet. Ich glaube nach China muss ich nicht unbedingt reisen,
Besucht am 05.08.2019Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 25 EUR
Tag 1 in Berlin, 5 Stunden ICE Fahrt über die Traumstadt Fulda (wer hätte das gedacht), Kennenlernen des neuen Teams auf Arbeit sowie 2 Stunden Ärger mit umgekippten Koffern und ein nicht endender mühsamer Check in im Ho(s)tel hatte ich hinter mir. Ich wollte nur noch ein lauschiges Plätzchen, ein paar Bierchen und eine Kleinigkeit zu Essen.
Aus dem Hotel heraus, kam nach gefühlten 50 Meter schon das erste Kiosk, auf Nachfrage erklärte mir der freundliche Kiosk-Inhaber, dass in der Straße es mehrere Möglichkeiten gäbe meinem Hunger zu stillen. Also fragte ich google, und nach 3 Sekunden wurde mir doch gleich was vorgeschlagen: „Pizza, Pasta und Fisch in gemütlichem Restaurant mit norddeutscher Renaissancefassade und südländischem Flair“ keine 300 Meter entfernt. Ich befinde mich in der Lehrter Straße, ein Straße mit sehr viel Historie (was mir 2 Stunden später zwei nette Damen erzählen sollten). Eine der beiden Damen hatte damals im bekannten Haus 48 b gewohnt, Bauherr und Architekt war der Maurermeister August Spahr, der im umliegenden Stadtviertel in den 1890er Jahren eine Reihe von ausgefallenen Wohnhäusern errichtet hat. Von den Häusern sind einige erhalten geblieben, einige wurde abgerissen und durch neue ersetzt.
Der Kellner steht im Vorgarten des Lokals, er ist mir sympathisch. Ich wähle ein Tisch im Außenbereich, er erzählt dass man einen Ägyptischen Koch habe und dass die Pizza aus Ägypten stammt.
So geht es auch gleich in der Karte los: „Wussten Sie schon............dass die Pizza eigentlich aus Ägypten stammt?“ Eigentlich, dass heißt so viel wie „nein“. Die Preise für Gäste sind auf den ersten und zweiten Blick gästefreundlich kalkuliert. Pizza und Pasta zwischen 4,50 und 7,80, Bierchen gibt es aus Bayern. Franziskaner 0,5 vom Fass für knappe 3 Euro, für Berliner Verhältnisse günstig. Am nächsten Tag sollte ich kurzzeitig bei einem Italiener sitzen sollen (Berlin Mitte), der 7,80 veranschlagte für einen halben Liter Weizen im Glas – ich sollte darauf gleich wieder aufstehen.
Aufstehen war aber im Mediterrano keine Option. Wie der Laden von innen aussieht, kann ich daher nicht sagen. Ich saß gemütlich unter Laubbäumen draußen, am Nachbartisch unterhielten sich zwei Damen, wie bereits erwähnt. Im Laufe des Abends kamen wir ins Gespräch. Sie erklärten, dass sie hier im Bezirk Tiergarten aufgewachsen seien. Mittlerweile sei das hier ein Bezirk für „Neureiche“, ehemals Tiergarten heißt der Bezirk jetzt „Moabit“ (hoffentlich habe ich mir das richtig gemerkt) früher war hier wohl das Frauengefängnis, jetzt stehen hier ausgebaute Loftwohnungen.
Ich entschied mich nach dem ausgetrunkenen Franziskaner noch für ein Franziskaner, zum Essen sollte es dann noch ein Franziskaner sein (Flüssignahrung), selbst das Vierte schmeckte frisch und gut (ähnlich ist das auch beim Welde Hefe und beim Paulaner Hefe) - in der Zwischenzeit kam das bestellte Essen. Ich nahm Spaghetti Bolognese sowie dazu eine Pizza Margherita (mit Allem !! ) , der Klassiker wenn es dann doch schnell gehen sollte.
Schön, dass beide Gerichte zeitgleich kamen, denn ich wollte beide auch zeitgleich essen. Auf der Homepage und auch in der Speisekarte wird geworben, dass der Pizzabäcker den Pizzateig täglich frisch herstellt. Aber ganz ehrlich, die Pizza kommt doch nicht aus Ägypten, oder ? War da nicht ein gewisser Umberto in Neapel, der seiner Frau Margarite eine Pizza brachte, weil die Kinder schrien ?
Die Pizza war super, der Böden schön weich und fluffig, ganz untypisch für eine Pizza. Der Käse schön verlaufen und von guter Qualität, die Tomatensauce hatte einen schönen Eigengeschmack, der Boden war wohl morgens frisch zubereitet worden. :-) … Die Bolgnese an den Spaghetti war mir definitiv zu fruchtig. Aber Tomaten sind doch Früchte, denkt sich wohl jetzt der eifrige Leser, was schreibt er denn da für ein Blödsinn. Das schon, aber irgendwie wurde da noch mit „Saft“ nachgeholfen, vielleicht mit O Saft ? Das war schön sehr fruchtig ausbalanciert, dennoch hat es in Verbindung mit der, von mir zuvor fantastisch ausgelegten Planes, ich hatte schon vorher den Verdacht, dass die Sauce sehr fruchtig schmecken würde … Zum Dessert gab es dann noch ein herrlich erfrischendes flüssiges Franziskaner Weizen ….
Fazit:
Hier macht man nichts verkehrt, wenn man einfach gemütlich sitzen, was einschmeißen mag, ohne dabei allzu große Ansprüche an den Koch stellen zu müssen und dabei >Moabit Luft< einsaugen möchte. Preis Leistung ist super, der Abend hat mich keine 25 Euro gekostet - 5 Franziskaner Hefe, Pizza sowie Spaghetti Bolognese, klar, dass da noch ein Trinkgeld für den Kellner drin war.
Tag 1 in Berlin, 5 Stunden ICE Fahrt über die Traumstadt Fulda (wer hätte das gedacht), Kennenlernen des neuen Teams auf Arbeit sowie 2 Stunden Ärger mit umgekippten Koffern und ein nicht endender mühsamer Check in im Ho(s)tel hatte ich hinter mir. Ich wollte nur noch ein lauschiges Plätzchen, ein paar Bierchen und eine Kleinigkeit zu Essen.
Aus dem Hotel heraus, kam nach gefühlten 50 Meter schon das erste Kiosk, auf Nachfrage erklärte mir der freundliche Kiosk-Inhaber, dass in der... mehr lesen
Mediterraneo
Mediterraneo€-€€€Restaurant, Biergarten0303975577Lehrter Str. 27-30, 10557 Berlin
3.5 stars -
"Spanische Pasta, Italienische Tapas und Ägyptische Pizza - dazu ein paar frisch gezapfte Franziskaner und gut iss ..." DaueresserGK0712Tag 1 in Berlin, 5 Stunden ICE Fahrt über die Traumstadt Fulda (wer hätte das gedacht), Kennenlernen des neuen Teams auf Arbeit sowie 2 Stunden Ärger mit umgekippten Koffern und ein nicht endender mühsamer Check in im Ho(s)tel hatte ich hinter mir. Ich wollte nur noch ein lauschiges Plätzchen, ein paar Bierchen und eine Kleinigkeit zu Essen.
Aus dem Hotel heraus, kam nach gefühlten 50 Meter schon das erste Kiosk, auf Nachfrage erklärte mir der freundliche Kiosk-Inhaber, dass in der
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Als Vorspeise nehme ich meist Frühlingsrolle. Knusprig, mit etwas Hackfleisch und auch frischem Gemüse gefüllt und schmeckt immer sehr lecker.
Hier macht man(n) zur Mittagszeit nie was verkehrt. Auf der Speisekarte steht neuerdings, dass das Mittagslunch von Montag bis Sonntag seine Gültigkeit hat. Wenn nicht jetzt, wan(n) tan ? Empfehlung !!