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Zuerst ist mir das veränderte Schild aufgefallen und ein neuer Name. Aber ok, Asia Food ist es ja immer noch. Vor dem Laden steht ein Kleinwagen. Als ich mich der Eingangstür nähere, kommen drei Männer heraus. Zwei davon beladen mit den typischen Lieferstyroporboxen. "Das ist doch ein Inder", denke ich mir angesichts der Mitarbeiter. Für eine Sekunde überlege ich, wieder aus der Tür zu gehen, die mir freundlich aufgehalten wurde. Aber aufgrund des weiten Weges und der zeitlichen Ungewissheit, im Hbf noch etwas Essbares besorgen zu können, trat ich ein und war beeindruckt von der Kulisse. Hier wird sich nur auf Liefergeschäft konzentriert. Ein billiger Tisch mit leichten Metallstühlen steht zwar da. Aber gemütlich ist anders. Jeder Imbissstand an einer Landstraße ist ansprechender eingerichtet.
Ich finde kleine, gefaltete Speisekarten neben der Telefonzentrale. Überwiegend asiatisches Essen steht da, danach folgt indisches und Pizza. Mittlerweile sind zwei der Mitarbeiter wieder zurückgekehrt. Der eine nimmt Platz an seinem Monitor und begrüßt mich nochmals sehr freundlich, der andere verschwindet hinter der Schwingtür in der Küche. Die 107 bestelle ich. Das sind gebratene Curry-Eiernudeln mit Gemüse, Ei, Ananas, Austern- und Sojasauce. Dazu Hühnerfleisch. Zum Mitnehmen. Die Bestellung wird daraufhin, vermutlich auf indisch, in die Küche gerufen und mir ein Warteplatz am Tisch angeboten. Geld möchte er noch keines.
So sitze ich dann ca 10 Minuten allein im Raum, denn beide werkeln in der Küche. Ich höre Pfannen, in denen gebrutzelt wird. Währenddessen nutze ich die Toilette. Es ist ein Raum. Fließend Wasser und Seife und Handpapier gibt es. Trotzdem sieht es sehr durcheinander aus, genauso wie der Lagerraum gegenüber der Toilette.
Dann ist es soweit und meine Nudeln werden geliefert. Er packt mir die rechteckige Box mit sehr fest verschlossener Alufolie obendrauf noch in eine Plastiktüte. Bei der Bezahlung werden die 10% für Selbstabholer, wie auf der Speisekarte beworben, abgezogen. Ich frage nach Besteck, was er aus einer Schublade kramt. Er zeigt mir hölzerne Messer und Gabel mit einem fragenden Blick. Ja, nehme ich und anschließend wickelt er die beiden in eine Serviette und legt es in die Tüte.
Sehr freundliche Verabschiedung und ich mache mich auf den Weg zur Straßenbahn. Diese fährt gerade ab, als ich noch 50 Meter entfernt bin. So mache ich mich an der Haltestelle über das Essen her. Die Portion ist wirklich groß und sehr heiß, mir reichen die 10 Minuten Wartezeit bis zu nächsten Bahn nicht. Ich muss mir allerdings keine Gedanken machen, die anderen Fahrgäste mit meinem Essen zu belästigen. Es roch nach nichts und schmeckte sehr fad. Denn sämtliche Gewürze, die ein asiatisches Essen ausmachen, wurden hier nicht reingemischt. Die versprochenen Inhalte waren drin, aber eben sehr schwach gewürzt. Von daher bleibt es nur eine einmalige Notlösung.