"Altehrwürdiges Bremer Touristen-Lokal,dessen historischer Schein sein kulinarisches (Da)-Sein locker in den Schatten stellt"
Geschrieben am 11.09.2015 2015-09-11 | Aktualisiert am 11.09.2015
Bremer Ratskeller
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Restaurant
0421321676
Am Markt, 28195 Bremen
"Guter erster Aufschlag! Kräftig gewürzte Landhausküche mit spanischen Anklängen. Hingehen!"
Geschrieben am 30.08.2015 2015-08-30 | Aktualisiert am 30.08.2015
Das schwarze Schaf
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Restaurant
04212761724
Fedelhören 36, 28203 Bremen
"Handwerklich gut gemachte und schmackhafte italienische Küche, die man sich etwas kosten lassen muss"
Geschrieben am 15.08.2015 2015-08-15
Ristorante Gallo Nero
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Restaurant
04219579958
Heimlichenstraße 1, 28195 Bremen
"Super gut aufgehoben!"
Geschrieben am 14.08.2015 2015-08-14
Gasthof Zur Börse
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Restaurant, Gästezimmer, Gasthof
042184805351
Arster Heerstraße 35-37, 28279 Bremen
"Restaurant direkt am Wasser mit Blick zur Weser und Lesum"
Geschrieben am 12.08.2015 2015-08-12
Nautico
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Restaurant, Bar, Cafe
04216905999
Zum Alten Speicher 13, 28759 Bremen
"Alteingesessenes griechische Restaurant mit mittelmäßiger Küche"
Geschrieben am 02.08.2015 2015-08-02
Gaststätte Rhodos
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Restaurant, Take Away
0421492962
Kirchbachstraße 150, 28211 Bremen
"Sehr beliebtes und quirliges spanisches Restaurant mit ansprechender Standardküche"
Geschrieben am 30.07.2015 2015-07-30
Tinto Gastro
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Catering, Partyservice
04216608885
Alte Hafenstraße 7, 28757 Bremen
"Solide Grundversorgung mit Pizza und Pasta in bester Lage und gemütlichem Ambiente im Herzen Lesums"
Geschrieben am 28.07.2015 2015-07-28
Restaurant Renoir
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Restaurant, Pizzeria
04216368333
An der Lesumer Kirche 1, 28717 Bremen
"Traditionelle griechische Küche an der Sielwallkreuzung"
Geschrieben am 24.07.2015 2015-07-24
Restaurant Eliá
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Restaurant
042179467783
Sielwall 2a, 28203 Bremen
"Das da Piero schließt."
Geschrieben am 23.07.2015 2015-07-23
Da Piero
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Restaurant
04212761724
Fedelhören 36, 28203 Bremen
"Schmackhafte Grillspezialitäten aus drei Ländern mit kroatischem Schwerpunkt"
Geschrieben am 22.07.2015 2015-07-22
Mediterrano
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Restaurant
04216908360
Dobbheide 50, 28755 Bremen
"Modern gestyltes und großzügiges Restaurant mit italienischen Standardgerichten"
Geschrieben am 21.07.2015 2015-07-21
Derada
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Restaurant, Bar, Cafe
042117516174
Hindenburgstraße 7, 28717 Bremen
"Deutsche Küche - Futtern wie bei Muttern ..."
Geschrieben am 02.07.2015 2015-07-02
Gasthof Zur Börse
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Restaurant, Gästezimmer, Gasthof
042184805351
Arster Heerstraße 35-37, 28279 Bremen
"Polarisierendes Ambiente, gute Küche. Gewinn für die Innenstadt!"
Geschrieben am 28.06.2015 2015-06-28
Athen
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Restaurant
042124366505
Tiefer 8, 28195 Bremen
"Edel gestaltetes italienisches Restaurant mit gehobenen Klassikern, aber auch guten Pizzen. Etwas mehr Kreativität in der Küche täte dem Anspruch gut."
Geschrieben am 28.06.2015 2015-06-28
Ristorante Bianconero
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Restaurant, Bar, Pizzeria
042147885757
Hillmannstraße 2a, 28195 Bremen
"Traditions Gastronomie in Bremen Horn - Günstiger Mittagstisch - diverse Sitzmöglichkeiten"
Geschrieben am 11.06.2015 2015-06-11 | Aktualisiert am 11.06.2015
Goedeken's
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Restaurant, Bistro, Bar
0421236509
Berckstraße 4, 28359 Bremen
"Traditionelles Gasthaus und Hotel von 1901 in Arbergen mit schöner Gartenanlage"
Geschrieben am 07.06.2015 2015-06-07 | Aktualisiert am 08.06.2015
Restaurant in Grothenn's Hotel
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Restaurant, Gasthaus, Partyservice
0421480020
Arberger Heerstraße 101, 28307 Bremen
"Sehr persönlich geführtes, kleine griechisches Restaurant mit schmackhafter Küche zu gastfreundlichen Preisen"
Geschrieben am 07.06.2015 2015-06-07
Zum Griechen
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Restaurant
042130156383
Nordstraße 323, 28217 Bremen
"Super Mittagstisch!"
Geschrieben am 03.06.2015 2015-06-03
Greta's Bistro
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Bistro, Cafe
04213666890
Contrescarpe 75 A, 28195 Bremen
"Eiscafé im Weserpark - sauber, freundliche Bedienung, leckeres Eis."
Geschrieben am 28.05.2015 2015-05-28
Eiscafé Venezia
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Eiscafe
0421426133
Hans-Bredow-Straße 19, 28307 Bremen
















Meine Idee: wir speisen in einem UNESCO-Weltkulturerbe, das hat man ja nicht so oft! Das über 600 Jahre alte Gemäuer des Bremer Ratskellers passte ja ganz gut in die Reihe der unbedingt zu besuchenden Örtlichkeiten und die Schiefertafel mit dem Mittagsangebot versprach eine angemessene Auswahl zu moderaten Preisen. Beim Eintritt in das altehrwürdige Kellergewölbe kamen Erinnerungen an meinen damaligen Besuch des Auerbacher Kellers zu Leipzig hoch. Ein Hauch von Geschichte umweht solche gastronomischen Traditionshäuser und wären nicht die vielen Touristen (oh je ich war ja selbst einer…), man wäre fast geneigt zu sagen: hier scheint die Zeit noch still zu stehen.
Das tat sie im Bremer Ratskeller wahrhaft nicht. Dafür war es im mit dunklem Holz vertäfelten Inneren viel zu betriebsam. Man könnte durchaus von „Gewusel“ sprechen. Eine der reichlich unter Strom stehenden Bedienungen wollte uns einen Tisch in einer Art Separee (mich erinnerte die Holzkoje gleich an einen Beichtstuhl) andrehen, aber da hätten wir vom historischen Ambiente wenig mitbekommen. Etwas versteckt neben einem der großen Weinfässer fanden wir dann doch noch in der „Historischen Halle“ Platz. Wie schon erwähnt zieren rustikales Eichenmobiliar und riesige „Schmuckfässer“ das dreischiffige Gemäuer. 20 Säulen tragen dieses mächtige Gewölbe und wirken raumteilend. Viele kleine Nischen und Sitzecken entstehen. Verwinkelt und etwas schummrig beleuchtet, besitzt der Speisesaal durchaus antikes Flair. Die geschäftstüchtigen Bedienungen sind auf Besucher aller Herrenländer eingestellt und dementsprechend flott unterwegs.
Die Mittagskarte wechselt wöchentlich und steht dem Gast von 12 bis 14.30 Uhr zur Verfügung. Auf ihr befanden sich eine kleine Vorspeise (Salatteller), fünf Hauptgerichte und ein Dessert (Schokopudding). Die Hauptgänge waren sauber aufgeteilt in zweimal Fleisch bzw. Fisch und ein vegetarisches Gericht. Für jeden Geschmack war also etwas dabei. Preislich lagen die Mahlzeiten zwischen 7 und 10 Euro. Vor- und Nachspeise um die 4 Euro. Dennoch blätterte ich interessiert in der opulent bestückten Speisenkarte und stieß auf eine Auswahl saisonal inspirierter Pfifferlingsgerichte. Die Rahmsuppe von Pfifferlingen (stolze 5 Euro das Tässchen) sollte es als Vorspeise sein.
Hätte ich doch das Geld einem der Panflöte spielenden Peruaner ins Säckchen geworfen. Mit dem ersten Löffel war klar: hier hat sich einer beim Ablöschen mit Sherry gründlich vertan. Das Süppchen schmeckte so sehr nach dem südspanischen Starkwein, dass jede andere Geschmacksnuance am Pfifferlingsstiel erstickt wurde. Der ganze Mansch hatte aber auch gar nichts von einem fein abgeschmeckten, leicht moussierenden Schaumsüppchen, so wie ich das kenne. Nur Sahne- und Alkoholgeschmack. Was hätte da mein Bremer Kritikerkollege Borgfelder wohl gesagt? Sein „GastroGeist“ schwebte plötzlich über mir und hielt sich vor Lachen den Bremer Bauch. „Warum musstest du auch im größten Touri-Gasthaus der Stadt einkehren?“ hörte ich ihn sagen. Seine fein beschriebenen Bremen-Tipps glatt ignorierend (welch Fehler!!!) bin ich nun hier aufgeschlagen. Und mir schien, dass die kulinarische Retourkutsche gerade auf dem Rathausplatz vorfuhr. Oh je, mein Hauptgang: gebratenes Lachsfilet mit Zitronenbutter, Salzkartoffeln und Gemüsestroh (9,90 Euro) stand ja noch aus.
Ich nehm’s vorweg. Die grauen Haupt(gang)haare, die mir nach dem Süppchen wuchsen, waren dennoch unbegründet. Die beiden Lachsfilets waren ordentlich. Nicht zu trocken geraten und mit der Zitronenbutter als frischem Akzent durchaus lecker. Die vier Salzkartoffeln hatten noch genügend Biss. Das frittierte Gemüsestroh war mir etwas zu fettig. Da hätte knackig gebratenes Gemüse meiner Ansicht nach besser gepasst, aber die 9,90 Euro müssen ja auch betriebswirtschaftlich lohnend durchkalkuliert sein.
Meine beiden Begleiterinnen hatten die Filetspitzen „Stroganoff“ mit Reisrand und Roter Beete (8,90 Euro) sowie einen „Pfälzer Flammkuchen“ (die vegetarische Version mit Champignons für 9,95 Euro). Liebes Ratskeller-Team, es gibt keinen Pfälzer Flammkuchen. Dieser kommt ursprünglich aus dem benachbarten Elsass und ist normalerweise bzw. traditionell mit Zwiebeln, Speck und einer Masse aus Schmand und Sahne belegt. Eine „Pfalz-Variante“ mit Champignons ist ein Fantasie-Produkt, das mir im Ratskeller nicht besonders schmeckte. Zu dominant war hier der Kräuterschmand und zu wenig saftig die gesamte „tarte flambée“. Das kenne ich aus meiner Heimat besser. Im Elsass wäre diese Ovalbackware sicherlich unangetastet zurückgegangen. Das „Stroganoff“ war anständig, jedoch für 8,90 Euro hätte durchaus noch etwas davon mehr auf dem Teller landen können. Egal, es war eine Mittagsportion und deshalb wohl eher knapp bemessen.
Noch ein paar Worte zu den Weinen. Diese werden laut Karte als 0,2-Liter-Schoppen (was soll das denn sein bitte?) oder 0,5-Liter-Krüge angeboten und stammen aus verschiedenen Weinbauregionen unseres Landes (Mosel, Nahe, Rheingau, Württemberg, Franken und Pfalz). 10 Euro für einen halben Liter Pfälzer Dornfelder, der zudem noch von der Winzergenossenschaft (Massenwein) stammt, sind nicht gerade schüchtern kalkuliert. Und warum kein anständiges Viertel ausgeschenkt wird, bleibt mir sowieso ein ewiges Gastro-Rätsel.
Mein Fazit:
Bei meinem nächsten Bremen-Trip (und der kommt bestimmt…) werde ich im Vorfeld sorgsam die Berichte vom Mann aus dem Ortsteil Borgfeld studieren und sicherlich das „Schwarze Schaf“ mal ins kulinarische Visier nehmen. Mein Bedarf an Touri-Lokalen ist für dieses Jahr hinreichend gedeckt, was nicht heißt, dass mir der Besuch dort gänzlich missfiel. Schon allein wegen den einzigartigen Räumlichkeiten hat uns die kleine Stippvisite gut getan. Dass man in so bekannten Traditionshäusern auch richtig gut isst, scheint wohl eher doch eine Ausnahme. Aber vielleicht geht man da ja auch nicht nur wegen dem Essen hin…