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Das Streetfood-Haus wird seit dem Bestehen eigentlich nur gelobt. Zuerst war es ein Pop-up-Restaurant in der Weinbar Bredouille. Dann wurde dieser Standort von neoBiota wegen Umzugs frei.
Die Gründer haben vorher im Sternerestaurant La Societe gearbeitet.
Sie wollen einfache Speisen zu gutem Essen mit perfekten Zutaten gestalten.
Dafür erhalten sie auch Lob aus allen Ecken: Falstaff, Stadtanzeiger etc.
Es sollen gelegentlich Warteschlagen vor dem Haus entstehen, aber es lohne sich dafür auszuharren.
Vor ein paar Monaten stand ich auch vor dem Lokal und wollte aber nicht abwarten.
Heute war es noch früh und außer uns waren kaum Gäste da.
Also gingen wir hinein.
Ambiente
Es gibt einen überdachten Außenbereich und das kleine Lokal im Inneren. Wir kennen es noch von Besuchen im neoBiota.
Aber die Tische und Sitze waren uns in bequemeren Erinnerung: Die Stühle hatten Kissen, die Tische hatten eine andere Oberfläche, obwohl sie auch einfach gehalten war. Die Kerze auf dem Tisch wurde nicht angezündet.
Wir sind eben noch aus der Generation mit Geschirr und Besteck; denn: Das Essen wurde in kleinen Metallschalen serviert. Die Behälter benutzen wir zu Hause für eine Panierstraße.
Speisen haben wir lieber auf Porzellan. Eine Papierunterlage lag auf dem Boden des Metallnapfes und das Gericht nahm fast den ganzen Raum ein – nur eine kleine Gurke fand noch Platz.
Der freundliche Kellner brachte auch noch Messer und Gabel zu uns; meinte aber, dass man damit das Gericht kaum verspeisen könnte, sondern mit den Händen arbeiten sollte. Als er merkte, dass wir mehr Abputzteile brauchten, brachte er noch einen weiteren Stapel schwarze dünne Servietten. - Wir erwarteten hier keine Stoffservietten, aber eine Küchenrolle wäre vielleicht sogar noch praktischer gewesen.
Das Kölsch wurde auch nur als Flasche serviert; aber der Kellner sah mich an – und brachte dann ein großes Glas und goss das Bier vollständig hinein.
Sauberkeit
Alles war sauber und ordentlich gepflegt; aber es wirkte alles etwas usselig auf uns.
Sanitär
Die Anlage befindet sich im Keller. Dahin führt eine Wendeltreppe. Unten war es dunkel, aber es gab viele Lichtschalter. Als ich sie benutzte kam grelles rotes Licht auf. Das erschreckte mich etwas. Es gab zwei Türen: Auf beiden Stand „für alle“. Eine Türe hatte den Zusatz: Wickeltisch; aber auch hier stand zusätzlich ein Urinal.
Hygieneartikel lagen überall bereit und auch Seife, Tuch und Wasser waren vorhanden.
Service
Der Kellner war höflich und freundlich. Auch Kartenzahlung am Platz war möglich – obwohl alle anderen Gäste am Tresen abrechneten.
Die Karte(n)
Es gibt eine Reihe von Sandwich und andere Kleinigkeiten; mehrere Cocktails und andere Getränke. Die Karte wird an den Tisch gebracht und der Kellner erläutert gerne die Zutaten.
Die verkosteten Speisen
Nach der Beratung bestellten wir ein Fleisch- und ein Gemüsegericht.
Das Sandwich mit Ossobuco (16,90 €)
Gezupftes Ossobuco Bio-Rind direkt vom Züchter; Trüffel-Mayo, Chedder, Salat, frische San-Marzano-Tomate
Ossobuco ist ein traditionelles italienisches Gericht. Es ist die Kalbshachse mit dem Loch in der Mitte. Es ist ein Schmorgericht und daher lässt es sich sicher gut zupfen. Zu Hause verwende ich die Beinscheibe nur als Suppenfleisch und mache aus dem Mark in der Mitte Bällchen. Das Fleisch zupfe ich dann auch und serviere es als Beilage in der Brühe.
Die Majonäse war gut gewürzt. Der Käse rundete den Geschmack ab. Der Salat war wie bei einem Burger verwendet; ebenso die leckere Tomate.
Die Ähnlichkeit zu einem Burger war gegeben – die Brotscheiben (sehr dick, leicht getoastet, feiner Geschmack) bildeten den Bun.
Das Sandwich war allerdings in zwei große längliche Teile geschnitten worden und nahmen fast den ganzen Raum der Metallschale ein. Mit Messer und Gabel war da nicht viel zu machen. Also habe ich es versucht unfallfrei abzubeißen. Ich habe den Kopf über den Tisch gehalten und gekaut. Meine Kleidung wurde geschont; aber Mund und Gesicht sowie Finger und Hände waren voll Matsch. Doch es gab ja die kleinen schwarzen dünnen Servietten, die etwas halfen.
Im Vorfeld hatte ich mit einem länglichen Teller gerechnet und das Brot mit weniger Höhe erwartet. -
Aber es ist eine weitere Erfahrung; vor einiger Zeit habe ich das auch mit Döner Tasche und Döner Dürüm ähnlich erlebt und bestelle daher nur noch Döner Teller. Die sind dann flach belegt und das Gericht gut mit Besteck zu essen.
Wäre das hier auch so möglich, würde ich das sicher wieder bestellen. Allerdings hat mit vor langer Zeit das „Pulled Pork Brötchen“ im „Pig Bull“ an der Aachner Straße in Köln bei Sebastian Franke (gibt es nicht mehr dort und der Koch arbeitet wohl in Koblenz) noch besser gemundet, weil es im Brötchen lag und nicht so voll belegt war.
Das Sandwich mit Austernpilzen – vegetrarisch (16,90 €)
gezupfte Austernpilze, Schnittlauch-Mayo, Chedder, Saat, hausgemachtes Sauerkraut, frische Tomaten
Die Probleme für uns waren natürlich gleich. Aber der Geschmack war noch besser. So ein tolles vegetarisches Gericht ist mir bisher selten untergekommen.
Das könnte ich mir vorstellen vor Ort einpacken zu lassen und zu Hause auf einem feinen großen Teller zu verspeisen (aber vielleicht schmeckt es dann kalt nicht mehr so gut).
Getränke
Wasser 0,3 l leise (3,00 €)
Schreckenskammer 0,33 l Flasche (3,90 €)
Beide Getränke waren gut gekühlt und schmackhaft.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Hier werden gute Produkte verwendet, daher sind die Preise sogar angemessen.
Fazit
2 – kaum wieder.
Warum?: Der Ort sagt uns nicht zu, der Metallbehälter schreckt uns ab und die Unhandlichkeit der Darbietung mögen wir nicht. -
Aber das ist reine Geschmackssache: Das Essen war lecker – das Austernpilzbrot sogar großartig.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 08.04.2026 – mittags – 2 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm