Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 618 Bewertungen 939390x gelesen 16264x "Hilfreich" 15035x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 25.06.2017 2017-06-25| Aktualisiert am
05.08.2017
Besucht am 12.06.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 120 EUR
Bei der Planung unserer Dresdenreise fiel mir eine Bewertung von Sir Lincoln ein. Auch wenn ihn im Januar die Leistung des Hauses nicht so ganz überzeugte, der Beitrag hatte mir sehr gut gefallen. So sah ich mir die Homepage der Villa Altenburg genauer an. Genau unser Geschmack!
Die Villa Altenburg lag genau auf unserer Strecke Richtung Dresden. Warum nicht eine Übernachtung dort einplanen?
Nach einer anstrengenden Fahrt, inklusive Einfangen eines entlaufenen Kalbes, waren wir froh am späten Nachmittag endlich anzukommen. Etwas suchen mussten wir, das Hotel ist noch nicht ausgeschildert. Aber die ruhige Lage mittem im Grünen rechtfertigt alle Sucherei! Hotel-Restauranteingang
Eine wunderschöne ehemalige Fabrikantenvilla aus den 20er Jahren. Top renoviert. Ich war erleichtert: Das hier sollte passen!
Einchecken, Gepäck in unserem wunderschönen Zimmer verstauen und schnell runter bei schönem Wetter auf die tolle Außenterrasse! Terrasse auf der Rückseite des Hauses.
Dabei begegnete uns im Restaurant der Chef und Koch des Hauses, Herr Kretschmer. Die Küche war wohl noch nicht geöffnet und er nahm sich die Zeit zu einem kurzen Plausch über das Haus und die Küche, sprach erste Empfehlungen aus.
Seit 2016 wird das Haus von Teresa Simon und Mirko Kretschmer geführt.
Das Restaurant ist mit Bedacht stilsicher renoviert. Viel dunkles Holz, der original Parkettboden noch erhalten. Stimmige Deko, die Tische fein eingedeckt. Das Lebensgefühl der 20er Jahre kommt gut an. Im Restaurant
Unseren ersten Durst stillten mit Wasser und einem Gläschen Wein auf der herrlichen Terrasse mit wunderschönem Blick ins Grüne. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören – Entspannung pur. .
Danach erkunden wir das parkähnliche schöne Anwesen. Ganz fertig ist die Begrünung noch nicht, aber das wird.
Zum Abendessen fanden wir uns erneut auf der Terrasse ein. Das Wetter spielt mit und wir können draußen essen. Treppe zur rückseitigen Restaurantterrasse
Die freundliche Servicedame kennen wir ja schon, sie wird unterstützt von einer jungen Auszubildenden. Diese ist noch etwas unsicher, aber dies macht sie aber durch besonders nettes Auftreten wett. Beide Damen sind nicht 100%ig routiniert, über den gesamten Abend aber sehr aufmerksam und immer freundlich. So wurden die servierten Speisen beim Servieren angesagt, Wein aufmerksam nachgeschenkt und die zeitlichen Abstände zwischen den Gängen abgefragt. Also alles gut, wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Unsere Getränkebestellung:
Vorab 1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu erfreulichen € 4,50. Dazu als Aperitif 2 erfrischende Aperol-Spritz zu je € 4,70.
Zum Essen wollte mein Mann gerne den heimischen (Saale-Unstrut) Bacchus vom Weingut Zahn probieren. Die 0,75 l Flasche zu € 25,20. Der Probeschluck überzeugte mich nicht so ganz, er war mir auch etwas zu warm. Die Lagerung im bereitgestellten Kühler erwies sich als sehr gut und so überzeugte der Wein, nachgekühlt, als fruchtig-frischer Begleiter zum Essen. Bacchus on the rocks
Die angebotenen Speisen hatten wir uns vorher schon angesehen. Herr Kretschmer empfahl uns vorab als Spezialität das Onglet (Nierenzapfen vom Rind).
Wir bestellten beide das angebotene 4 –Gang Menü. Menü Juni 2017
Mein Mann wollte beim Hauptgang lieber beim Fisch bleiben. Es war kein Problem das Onglet preisgleich in Lachsfilet, Kräuter-Sesamkruste, Zitronen-Limettensoße, Vichy Karotten, Risotto mit Spinat
zu tauschen.
Gleich nach unserer Bestellung wurde frisches Brot mit einem guten Kräuterquark gereicht. Luftiges Brot mit Kräuterquark
Danach folgte ein zweiter Gruß: Ein Stücken Quiche lorraine. Speck ist ja so gar nicht unsere Geschmack, aber der Speckgeschmack war zum Glück dezent. Quiche als Küchengruß
Eine Augenweide dann die Vorspeise. Carpaccio von Lachs und Heilbutt
Das Carpaccio hauchfein, wie es sein soll. Heilbutt und Lachs sehr fein mariniert, der Eigengeschmack des Fisches blieb erhalten. Das Carpaccio dezent durchwirkt wohl mit Norialge, diese unterstrich sehr fein die erfrischende Speise.
Der Salat mit würzigen Sprossen in einer essbaren Vase sehr schön angerichtet. Die „Vase“ knusprig, ich vermute aus frittiertem Reisblatt.
Es folgte eine feincremige Spargelsuppe. Spargelcremesuppe
Dezent abgeschmeckt und mit einigen feinen Spargelscheiben mit Biss und etwas Kräuterpesto (Bärlauch?) versetzt.
Nach angenehmer Wartezeit wurden die Hauptspeisen serviert.
Nierenzapfen kannte ich bisher überhaupt nicht. Fleischgerichte sind ja auch nicht meine Leidenschaft. Es war klar, dass es keine Nieren sind. Aber irgendwie rechnete ich mehr mit dem Geschmack von Innereien. Weit gefehlt. Der niedriggar-geschmorte Nierenzapfen, vielleicht vergleichbar mit Entrecôte? Es war sehr zart und doch fest im Fleisch mit angenehm kräftigem Fleischgeschmack. Dieser Geschmack unterstrichen von einer fein-glänzenden Jus. Nierenzapfen, Spargel, Kartoffeln
Der grüne und weiße Spargel dazu noch schön knackig, dekoriert mit Spizwegerich und Scharfgarbenblüten. Enttäuschend leider die Kartoffeln. Diese sehr wässrig, wenig Geschmack und eher mehlig. Da hat man absolut auf die falsche Sorte gesetzt.
Mein Mann war mit seinem Hauptgang auch äußerst zufrieden. Der Lachs auf den Punkt gebraten und die Kräuter-Sesamkruste lobte er in den höchsten Tönen. Lachs, Karotten, Spinatrisotto
Bunte und knackige Karotten und das Risotto mit Spinat, alles sehr fein. Auch ein fruchtiges Chutney fand sich auf dem hübschen Teller.
Nach unserer gewünschten längeren Pause dann das Überraschungsdessert! An Vielfältigkeit kaum zu toppen! Sehr schön auf einem Azurblauen Teller mit frischen Früchten angerichtet.
Im Uhrzeigersinn ab „12 Uhr“: Vielfältiges Überraschungsdessert
- Organgen-Schoko-Pannacotta: Zu fest in der Konsistenz und auch geschmacklich nicht so „unseres“.
- Rote Beete-Sorbet: Erstklassig und mal was Neues!
- Spargelparfait: fast nicht vorstellbar als Dessert, aber unvorstellbar gut!
- Beerenmousse: gut
- Bananencreme mit Schokotäfelchen: gut gemacht, aber nicht so ganz unser Geschmack.
Auf Grund der gebotenen Vielfalt war fast klar, dass nicht alles den persönlichen Geschmack treffen kann. Ein anderer Gast hätte vielleicht genau anders empfunden.
Zum Abschluss noch ein Espresso zu € 2,30.
Wir haben uns absolut wohl gefühlt und das Preis-Leistungsverhältnis war wirklich top. Vielleicht sind die Preise auch noch so zivil, weil man sich bewusst ist, das sich hier das Team und das Haus noch etablieren muss.
Noch kurz zum Frühstück des nächsten morgens: Ein schöner heller Frühstücksraum. Es ist alles da, was zu einem guten Hotelfrühstück gehört, inklusive Rührei, Müsliauswahl und Getränken. Die Auswahl an Käse und Wurst allerdings übersichtlich. Es waren allerdings an diesem Dienstag morgen nicht viele Frühstücksgäste da.
Fazit: Schade, dass dieses schöne Boutiquehotel so weit entfernt ist. Jederzeit kommen wir gerne wieder!
Bei der Planung unserer Dresdenreise fiel mir eine Bewertung von Sir Lincoln ein. Auch wenn ihn im Januar die Leistung des Hauses nicht so ganz überzeugte, der Beitrag hatte mir sehr gut gefallen. So sah ich mir die Homepage der Villa Altenburg genauer an. Genau unser Geschmack!
Die Villa Altenburg lag genau auf unserer Strecke Richtung Dresden. Warum nicht eine Übernachtung dort einplanen?
Nach einer anstrengenden Fahrt, inklusive Einfangen eines entlaufenen Kalbes, waren wir froh am späten Nachmittag endlich anzukommen. Etwas... mehr lesen
Restaurant im Boutique-Hotel Villa Altenburg
Restaurant im Boutique-Hotel Villa Altenburg€-€€€Restaurant03647 50 42 888Straße des Friedens 49, 07381 Pößneck
4.5 stars -
"Perfekter Urlaubsauftakt! Ein rundum gelungener, leider kurzer, Aufenthalt." PetraIOBei der Planung unserer Dresdenreise fiel mir eine Bewertung von Sir Lincoln ein. Auch wenn ihn im Januar die Leistung des Hauses nicht so ganz überzeugte, der Beitrag hatte mir sehr gut gefallen. So sah ich mir die Homepage der Villa Altenburg genauer an. Genau unser Geschmack!
Die Villa Altenburg lag genau auf unserer Strecke Richtung Dresden. Warum nicht eine Übernachtung dort einplanen?
Nach einer anstrengenden Fahrt, inklusive Einfangen eines entlaufenen Kalbes, waren wir froh am späten Nachmittag endlich anzukommen. Etwas
Geschrieben am 22.06.2017 2017-06-22| Aktualisiert am
27.06.2017
Besucht am 12.06.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 22 EUR
Wir fahren und fahren auf der Autobahn… viele Baustellen, Staus, Unfälle… das Übliche.
Zur Mittagszeit erscheint das nette Schild auf der A5 „Lich – historische Altstadt“. Statt schnöder Raststätte setze ich den Blinker und ab geht es nach Lich! Gut ausgeschildert und ein kostenloser Parkplatz direkt am Eingang der wirklich schönen Altstadt. Wir halten Ausschau, montags und zur Mittagszeit mit eingeschränktem Angebot.
Etwas versteckt entdecken wir bei unserem Spaziergang durch den Ort das Ristorante Charlottenburg.
Bei strahlendem Sonnenschein mit schattigen Außenplätzen. Ein schönes Fachwerkhaus. Die Lagerung von Blumenerde und leeren Blumenkübeln nicht so schön, die könnte man im Gastbereich entfernen.
Parkplätze stehen wohl eher nicht in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.
Wir nehmen Platz, der Chef oder Mitarbeiter reicht die Speisekarte. Trotz der nicht zentralen Lage ist es hier schon recht gut besucht.
Ein leichtes und mal ausnahmsweise nicht ausgedehntes Essen steht uns im Sinn.
Zunächst 2 alkoholfreie, natürlich Licher-Pils, 0,33 zu € 2,50. Diese kommen flott und gut gekühlt.
Auf der Karte entdecken und bestellen wir für uns passend: Italienischer Salat mit Vorderschinken, Käse, Ei, Tomaten, Gurken und Karotten - € 8,00.
Upgrade mit Thunfisch, große Portion, € 8,50. Wir bestellen mit Thunfisch, aber ohne Schinken. Und mit Essig-Öl-Dressing.
Um 50 Cent zu streiten ist lächerlich. Aber: So oft muss man für „zusätzlich“ (z. B. Knoblauch) extra zahlen. Werden Zutaten gestrichen, wird immer der volle Preis abgerechnet. Nur mal so am Rande, damit der Wirt nicht meint, der Gast merkt es nicht.
Zwischenzeitlich besuchen wir die Toiletten. In die Jahre gekommen, aber sauber und gepflegt. Und beim Betreten der gemütlich-urigen Gastwirtschaft
entdecke ich die Antipasti-Kühltheke. Antipasti-Auswahl
Sofort bereue ich meine schnelle Salatbestellung. Die Antipasti sehen RICHTIG gut aus. Dumm gelaufen, selbst schuld.
Unsere Salate werden recht flott serviert. Etwas grobmotorisch zerteilt, aber frisch und gut. Die Balsamico-Creme-Deko muss wohl immer noch sein. Dazu ofenwarmes frisches Baguette im separaten Körbchen. Gutes Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer. Öl und Essig überzeugen durch gute Qualität. italienischer Salat mit Thunfisch
Auch die Speisen um uns herum machen einen guten Eindruck. Wir sitzen einfach, beschattet durch Weinreben und genießen die schöne Pause abseits der Autobahn.
Der Herr im Service ist freundlich und aufmerksam. Unser Abstecher nach Lich war eine gute Entscheidung.
Wir fahren und fahren auf der Autobahn… viele Baustellen, Staus, Unfälle… das Übliche.
Zur Mittagszeit erscheint das nette Schild auf der A5 „Lich – historische Altstadt“. Statt schnöder Raststätte setze ich den Blinker und ab geht es nach Lich! Gut ausgeschildert und ein kostenloser Parkplatz direkt am Eingang der wirklich schönen Altstadt. Wir halten Ausschau, montags und zur Mittagszeit mit eingeschränktem Angebot.
Etwas versteckt entdecken wir bei unserem Spaziergang durch den Ort das Ristorante Charlottenburg.
Bei strahlendem Sonnenschein mit schattigen Außenplätzen.... mehr lesen
3.0 stars -
"Erster Urlaubsauftakt: Kleine Rast abseits der Autobahn" PetraIOWir fahren und fahren auf der Autobahn… viele Baustellen, Staus, Unfälle… das Übliche.
Zur Mittagszeit erscheint das nette Schild auf der A5 „Lich – historische Altstadt“. Statt schnöder Raststätte setze ich den Blinker und ab geht es nach Lich! Gut ausgeschildert und ein kostenloser Parkplatz direkt am Eingang der wirklich schönen Altstadt. Wir halten Ausschau, montags und zur Mittagszeit mit eingeschränktem Angebot.
Etwas versteckt entdecken wir bei unserem Spaziergang durch den Ort das Ristorante Charlottenburg.
Bei strahlendem Sonnenschein mit schattigen Außenplätzen.
Geschrieben am 10.06.2017 2017-06-10| Aktualisiert am
11.06.2017
Besucht am 07.06.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 29 EUR
Mein persönlicher und angetrauter Burgherr ist leider ein Ruinenburgherr. Die mag er besonders, die Ruinen ohne Dach über dem Kopf.
Ich mag sie auch. Aber irgendwie: Haste eine gesehen, kennste alle. Die Burgruine Löwenburg stand dieses Mal auf dem Plan. Wir kraxeln fröhlich bei gutem Wetter mit bergauf. Und von oben hat man einen guten Blick auf den wirklich schönen und beschaulichen kleinen Ort.
Ich entdecke durch die Kamera: Ein Restaurant! Burgblick zum Restaurant. gezoomt
Pünktlich zur Mittagszeit kommen wir wieder unten im Ort an. Dieser gefällt uns wirklich sehr gut. Das kürzlich eröffnete „Alte Pfarrhaus“ bietet erst ab der nächsten Woche Mittagsmahlzeiten. Nach Kuchen war uns noch nicht.
Viel Auswahl haben wir nicht. Also das von der Burg erblickte Haus Löwenburg mit Biergarten.
Wir gehen nicht durchs Restaurant, sondern durch den geöffneten und menschenleeren Biergarten. Ich gehe durch die Hintertüre hinein, ganz schön dunkel und eng bestuhlt hier ,
und mache auf uns aufmerksam.
Der Servicemitarbeiter signalisiert verhaltene Empfangsbereitschaft, aber wenige Minuten später reicht er die Karten und fragt die Getränkewünsche ab. Wir wussten ja noch gar nicht was geboten ist, aber eine Flasche Mineralwasser geht ja immer. Hier für faire € 4,00, flott geliefert und gut gekühlt.
Die Speisekarte ist üppig über mehrere Seiten bestückt. Der attraktive Herr des Service war gar nicht so erfreut, dass wir mit der Lektüre noch nicht durch waren.
Letztlich signalisierten wir Entscheidungsfreude:
Vorweg: Pizzabrot mit Knoblauch und Käse - € 4,00 für uns beide.
Danach für meinen ruinösen Burgherrn: 1 Bitburger Pils, 0,4 l - € 2,80. Ich blieb beim Wasser.
Mein Mann wählte Bandnudeln mit Steinpilzen in Sahnesauce - € 9,80.
Ich blieb, wie gerne an heißen Sommertagen, an der Salatkarte hängen.
Aufgrund der üppigen Karte und der wenigen Gäste schraubte ich innerlich meine Erwartungshaltung zurück. Insalata Italia. Gemischter Salat mit Formvorderschinken, Käse, Ei, Zwiebeln, Gurken und Thunfisch - € 8,90. Ich bestellte den Schinken ab und frage ob es ein Essig-Öl-Dressing sei? Eigentlich nein, aber kein Problem.
Der Mitarbeiter kam nach angenehmer Wartezeit und servierte uns das Pizzabrot. Es ist anders als erwartet und viel besser als erwartet. Eine luftig-saftige Pizze mit dem versprochenen Käse und Koblauch, richtig gut. Optimale Bräunung. Pizzabrot mit Knoblauch und Käse
Jetzt fiel dem Servicemitarbeiter auf: Kein Besteck, keine Servietten am Tisch. Die wurde nachgeliefert. Aber die Pizze vorgeschnitten, ging auch ohne Besteck. Gleichzeitig wurden 4 aufgebackene Fertigpizzabrötchen mit einer guten Kräuterbutter serviert. Diese gehörten wohl zu meinem Salat und ich hielt sie zurück. Pizzabrötchen mit Kräuterbutter
Nach angenehmer Wartezeit die Hauptspeisen.
Das Pastagericht einfach im tiefen Teller serviert. Die Bandnudeln nicht mehr ganz al dente, aber noch ok. Wenige Steinpilze, dass TK-Ware serviert wird, war uns klar. Die Würzung verhalten, Steinpilzaroma erkennbar, aber doch sehr fettig. Ist Geschmackssache mit der Sahne, aber der Würzung fehlte jede Finesse. Bandnudeln mit Steinpilzen
Mein gemischter Salat war trotz frischer Zutaten enttäuschend wenig und wurde mit einer großen Sauciere mit hellem, nach Fertigprodukt aussehendem, Dressing serviert. Immerhin ohne Schinken. Dürftiger Isalata Italia
Ich wollte diese schwere Sauce nicht… und fragte, ob es vielleicht möglich sei, dass noch in das bestellte Essig-Öl-Dressing zu tauschen. Tausch sofort: Essig – Öl – Salz – Pfeffer. Zack –da hast du den Siff. Appetitich ist anders:
Augen zu und durch. Der Balsamico reichte gerade noch. Das Öl, bestimmt gaaaanz frisch umgefüllt. Alle Flaschen und Streuernicht nicht sauber.
Ich pimpte also den Salat so gut es ging. Ein Aushängeschild für die italienische Küche war es nicht.
Dankbar war ich für die Pizzabrötchen, denn der Salat war wirklich klein und stand nicht bei den Vorspeisen. Im Vergleich zu anderen Häusern besteht hier an Menge, Vielseitigkeit und Dressing zum Preis-Leistungsverhältnis absoluter Verbesserungsbedarf.
Insgesamt herrscht hier Renovierungsstau oder es ist „Eifelflair“. Die Toiletten sehr eng, eine von zwei Damentoiletten mit „defekt“ versehen. Eimerdeckel auch defekt. Alles nicht übermäßig gepflegt, aber sauber.
Wir zahlen und tschüss… Kein Aufwiedersehen.
Fazit: Die tolle Künstler-Töpferei direkt rechts neben dem Haus ist absolut einen Besuch wert!
Mein persönlicher und angetrauter Burgherr ist leider ein Ruinenburgherr. Die mag er besonders, die Ruinen ohne Dach über dem Kopf.
Ich mag sie auch. Aber irgendwie: Haste eine gesehen, kennste alle. Die Burgruine Löwenburg stand dieses Mal auf dem Plan. Wir kraxeln fröhlich bei gutem Wetter mit bergauf. Und von oben hat man einen guten Blick auf den wirklich schönen und beschaulichen kleinen Ort.
Ich entdecke durch die Kamera: Ein Restaurant!
Pünktlich zur Mittagszeit kommen wir wieder unten im Ort an. Dieser gefällt... mehr lesen
Haus Löwenburg
Haus Löwenburg€-€€€Restaurant, Hotel, Biergarten02651 71701Bahnhofstraße 1, 56729 Monreal
2.5 stars -
"Ein wunderschöner Ort, wir haben wohl gastronomisch nicht den Volltreffer gelandet." PetraIOMein persönlicher und angetrauter Burgherr ist leider ein Ruinenburgherr. Die mag er besonders, die Ruinen ohne Dach über dem Kopf.
Ich mag sie auch. Aber irgendwie: Haste eine gesehen, kennste alle. Die Burgruine Löwenburg stand dieses Mal auf dem Plan. Wir kraxeln fröhlich bei gutem Wetter mit bergauf. Und von oben hat man einen guten Blick auf den wirklich schönen und beschaulichen kleinen Ort.
Ich entdecke durch die Kamera: Ein Restaurant!
Pünktlich zur Mittagszeit kommen wir wieder unten im Ort an. Dieser gefällt
Geschrieben am 09.06.2017 2017-06-09| Aktualisiert am
09.06.2017
Besucht am 07.06.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 47 EUR
Eine Woche zuvor wanderten wir bewusst durch das historische Museumsdorf in Bad Sobernheim.
Bad Münster liegt nur 20 km weiter und hier waren wir mal wieder unterwegs. Das „Weinotel Schneider“ hatte ich, ohne Vorbereitung, im Sinn. Leider war es über Mittag geschlossen.
Wir waren zu Fuß unterwegs. Am Ebernburger Hof waren wir kurz zuvor vorbei spaziert. „Frischer Ingelheimer Spargel“ stand außen auf der Tafel. Das Haus sieht ländlich gepflegt aus, Biergarten gegenüber des Hauses.
Ich bin schon oft vorbei gefahren. Also ist dies unsere 2. Wahl. Man kann nicht immer Glück haben…
Es empfing uns der konzentrierte Muff der vergangenen 40 Jahre und seit dem ist hier auch wohl nichts Nennenswertes passiert. Eigentlich sollte man jetzt auf dem Absatz kehrt machen, aber:
1. Ich will nicht voreingenommen sein
2. War es irgendwie spannend.
Die Mitarbeiterin versorgte gerade Zimmerpflanzen und Tischblümchen. Ja, wir dürfen Platz nehmen.
Die Blümchen wurden weiter versorgt und dann, es dauerte auch nicht lange, bekamen wir die Karten gereicht. Nun war das Blumenmädchen bei uns und wir mussten sie leider vertrösten. Wir kannten die Speisekarte ja noch nicht. Sie dampfte ab und versorgte: Die Blümchen.
Zwei Tische waren noch besetzt. Wanderer im sehr fortgeschrittenen Alter. Wohl die Zielgruppe des Hauses, bis diese Generation es auch nicht mehr mit Rollator ins Haus schafft.
Wir signalisierten unsere Entscheidungsfreude.
1 Flasche Gerolsteiner Mineralwasser, 0,75 l, € 4,90 0,2 l Riesling trocken vom Weingut Schneider, € 4,20 für mich 0,2 l Rotling feinherb, Weingut Jung, € 3,70
Beide Weingüter sagten uns nichts und merken mussten wir sie uns auch nicht. Die Weine besser als bei manchem Standarditaliener, aber auch nicht viel mehr. Wasser war klasse.
Mein Mann bestellte das Tagesgericht: Tagliatelle mit Kirschtomaten und Bärlauchpesto. Antwort: „Oh, dies ist leider aus“! Übersetzt: 3 gut zu bevorratende Zutaten eines Tagesgerichtes waren aus, Massentourismus hier mehr als ausgeschlossen. Als wir gingen, stand das Gericht außen immer noch auf der Karte.
Käsespätzle waren die Alternative. Auf Nachfrage – nein, nicht frisch. Aus der Tüte.
Also für uns beide: Portion Ingelheimer Spargel mit Salzkartoffeln und Sauce Hollandaise für stolze € 16,80!
Uns wurde versichert, die Hollandaise sei hausgemacht.
Ich hegte die Hoffnung, in einem solch gediegenen Haus hätte die Küche den Klassiker drauf.
Nach kurzer Wartezeit wurden unsere Gerichte auf überraschend modernen Tellern serviert.
Ein Seniorenteller hatten wir nicht bestellt, wurde aber geliefert. Spargel, Salzkartoffeln, Hollandaise
Eine Portion Spargel beinhaltet in der Regel 500 g Spargel.
Hier wurden 5 dünne Spargelstangen, am unteren Ende schlecht geschält und holzig, serviert. Diese Enden muß man nicht servieren
Bei Weitem keine 500 g (auf der Karte stand allerdings auch nur "Portion")! Dazu 3 kleine Salzkartoffeln, diese schmeckten wässrig (vorgegart ?) aber mit dürftiger TK-Petersilienbestreuung. Entgegen meiner Befürchtung waren weder Spargel noch Kartoffeln verkocht. Der Spargel schön mit Biss, aber auch recht fade im Geschmack. Salz- und Pfeffermühle (immerhin keine Streuer) suchte ich mir an den Nebentischen zusammen. Die Blumenpflegerin war beschäftigt. Die geringe Menge Hollandaise sehr gut.
Puuhh.
Bis auf Reste vom „Spargelnachputzen“ blieb nichts übrig. Die Mitarbeitern (gelernte Restaurantfachfrau oder Floristin) fragte beim Abräumen ob es geschmeckt hatte. Auf meine Antwort „Spargelschälen müssen wir noch üben“ erntete ich einen verständnislosen Blick, verkniff mir weitere Kommentare und flüchtete in enge, dunkle, renovierungsbedüftige aber saubere WC.
Die Blumen des Hauses sind wirklich 1A!
Noch ein Wort zur Sauberkeit: Die Tische sauber eingedeckt, Besteck, Gläser einwandfrei. Aber Wände sprechen Bände,
der alte Linoleumboden in den Ecken knisselig, Stühle mit deutlichen Gebrauchsspuren. Die Farbe am Raumtrenner blättert ab. Absoluter Renovierungsnotstand an allen Ecken. Nicht Antikmarkt, sondern Trödelmarkt.
Zahlen per EC war tatsächlich möglich. Raus an die Luft und nie mehr rein. € 47,00 für das Gebotene, ich war nicht sehr hungrig als wir eintrafen. Aber hungrig als wir rausgingen.
Schade für das kleine Städtchen. Bad Münster ist wirklich nett und hat eine tolle Lage. Aber die Zeiten der zahlreichen und zahlungskräftigen Kurgäste ist leider vorbei.
Eine Woche zuvor wanderten wir bewusst durch das historische Museumsdorf in Bad Sobernheim.
Bad Münster liegt nur 20 km weiter und hier waren wir mal wieder unterwegs. Das „Weinotel Schneider“ hatte ich, ohne Vorbereitung, im Sinn. Leider war es über Mittag geschlossen.
Wir waren zu Fuß unterwegs. Am Ebernburger Hof waren wir kurz zuvor vorbei spaziert. „Frischer Ingelheimer Spargel“ stand außen auf der Tafel. Das Haus sieht ländlich gepflegt aus, Biergarten gegenüber des Hauses.
Ich bin schon oft vorbei gefahren. Also ist dies... mehr lesen
Hotel Ebernburger Hof
Hotel Ebernburger Hof€-€€€Restaurant, Hotel0670862950Triftstraße 1, 55583 Bad Kreuznach
2.0 stars -
"Sind wir schon wieder im Museum?" PetraIOEine Woche zuvor wanderten wir bewusst durch das historische Museumsdorf in Bad Sobernheim.
Bad Münster liegt nur 20 km weiter und hier waren wir mal wieder unterwegs. Das „Weinotel Schneider“ hatte ich, ohne Vorbereitung, im Sinn. Leider war es über Mittag geschlossen.
Wir waren zu Fuß unterwegs. Am Ebernburger Hof waren wir kurz zuvor vorbei spaziert. „Frischer Ingelheimer Spargel“ stand außen auf der Tafel. Das Haus sieht ländlich gepflegt aus, Biergarten gegenüber des Hauses.
Ich bin schon oft vorbei gefahren. Also ist dies
Geschrieben am 08.06.2017 2017-06-08| Aktualisiert am
08.06.2017
Besucht am 03.06.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Das Brauhaus, früher Bahnhofsgaststätte, ist mir seit knapp 30 Jahren sehr gut bekannt. Traditionshaus, kann man wohl sagen.
Vor ca. 16 Jahren wurde aus der Bahnhofsgaststätte, Nachtschichtler nahmen hier morgens gerne ihr Feierabendbier, zum Brauhaus umgestaltet.
Ungefähr zu dieser Zeit entstand auch die beliebte Fahrraddraisinenstrecke auf stillgelegten Bahngleisen zwischen Altenglan und Staudernheim. Das Brauhaus liegt in Lauterecken direkt an dieser Stecke, fast genau mittig.
Seit vielen Jahren war ich nicht mehr hier. Ständige Wechsel in der Küche, mal das Bier zugekauft, mal eigene Braukunst. Der Ruf „als Einheimischer bloß nicht in der Draisensaison“ war nicht unbegründet. Und auch sonst hörte man nicht viel Lob.
Mit meinem Bruder hatte ich einen „Arbeitseinsatz“ in Lauterecken. Gemeldet war sehr wechselhaftes und zu Unwettern neigendes Wetter. Belohnt wurden wir mit praller Sonne!
Nach unserem Einsatz waren wir nur noch durstig. Kurz vorher hatte ich vom neuen Küchenwechsel im Brauhaus erfahren. Thomas Röhlinger hat die gastronomische Leitung übernommen. Seit vielen Jahren ist er mir bekannt, für ordentliche und bodenständige Küche, sowie sehr guten Partyservice.
Nix wie hin! Draußen sitzt man schön und ruhig. Allerdings sehr eng bestuhlt. .
Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen im gut besuchten Biergarten und sofort ist ein netter Herr vom Service zur Stelle. Er erklärt uns kurz das Prinzip des roten Fähnchens am Aufsteller mit den Speisekarten. Fähnchen hoch: Service gewünscht. Fähnchen runter: Alles ok. Nun denn! Wir hissen die Fahne, meine vergangenen Lebensjahre übernahm dies zuverlässig mein Arm. Wir stellen aber fest: Die Servicemitarbeiter haben die Fahnen im Blick, sind super freundlich, mit lockerem Humor und aufmerksam!
Nach unserem Hitzeschlag für mich ein Erdinger alkoholfrei und für meinen Bruder ein Kirner Pils alkoholfrei. Die Getränke kommen sehr gut gekühlt und sehr schnell. Der bevorstehende Kollaps blieb also aus und es folgte noch eine weitere Runde. Sicherlich ein Stilbruch in diesem Haus nicht das eigene Bier zu kosten. Aber bei dieser Hitze und nach unserem Einsatz wäre ich absolut nicht mehr fahrtauglich gewesen. Gerne probiere ich das Hausgebraute bei nächster Gelegenheit und mit Fahrer, der Lauterecker Maibock (im Glas) würde mich reizen.
Vor dem Verdursten gerettet stöberte mein Bruder in der bereitgestellten Tageskarte. Die ist sehr gut strukturiert.
„Portion Semmelknödel mit frischen Rahmchampignons und Salat zu € 6,90“ in der kleineren Version entdeckte er.
Wenn das so ist, ich mache mit! Ich brauche nicht viel, aber was Erfrischendes: „Brauhaussalat: verschiedene Blattsalate und Rohkost, bunt gemischt. Die kleine Portion zu € 6,90. Unter den zur Wahl stehenden Dressings entscheide ich mich für das Brauhaus-Dressing (wenn schon kein echtes Brauhaus-Bier). Den Salat kann man auf Wunsch aufwerten, siehe Karte. Auszug der Speisekarte, June 2017
Gute Idee, mir war der Salat pur so recht.
Das Servierte konnte sich sehen lassen.
Mein Bruder erhielt vorab den bunten Beilagensalat. Beilagensalat
Und dann die Knödel nett angerichtet auf einem modernen länglichen Teller. Semmelknödel mit Rahmchampigons
Die frischen Champignons mit Biss. Mein Bruder sehr zufrieden mit seiner Wahl. Ich probierte die Sauce mit guter Konsistenz. Hier wurde leider mit „Pülverchen“ gearbeitet, deren Zugabe verstehe ich einfach nicht. Mich stört es, meinen Bruder nicht. Daher ohne Wertung.
Mein Salat so wie erhofft: Frische und vielfältige Zutaten. Gut abgeschmecktes Dressing. 2 Scheibchen frisches Baguette. Eigentlich der Beilagensalat in "groß". Bauhaussalat ohne "upgrade"
Innen gepflegte Gasthausatmosphäre mit blank polierten Braukesseln. . .
Die Toiletten im Untergeschoss sind modern und sehr gepflegt.
Wir bestellen die Rechnung und dann kommt’s: Ein Platzregen vom Feinsten. Innerhalb von 20 Metern zum Auto sind wir klatschnass und haben was zu lachen!
Fazit: Ich hoffe, Thomas Röhlinger hält den Kochlöffel fest in der Hand. Mein Bruder war bereits am nächsten Tag wieder zum Eisessen hier. Und bei nächster Gelegenheit kehren wir gerne wieder ein.
Das Brauhaus, früher Bahnhofsgaststätte, ist mir seit knapp 30 Jahren sehr gut bekannt. Traditionshaus, kann man wohl sagen.
Vor ca. 16 Jahren wurde aus der Bahnhofsgaststätte, Nachtschichtler nahmen hier morgens gerne ihr Feierabendbier, zum Brauhaus umgestaltet.
Ungefähr zu dieser Zeit entstand auch die beliebte Fahrraddraisinenstrecke auf stillgelegten Bahngleisen zwischen Altenglan und Staudernheim. Das Brauhaus liegt in Lauterecken direkt an dieser Stecke, fast genau mittig.
Seit vielen Jahren war ich nicht mehr hier. Ständige Wechsel in der Küche, mal das Bier zugekauft,... mehr lesen
4.0 stars -
"Neue und bekannte Küchenleitung – da gehen wir doch endlich wieder ins Brauhaus!" PetraIODas Brauhaus, früher Bahnhofsgaststätte, ist mir seit knapp 30 Jahren sehr gut bekannt. Traditionshaus, kann man wohl sagen.
Vor ca. 16 Jahren wurde aus der Bahnhofsgaststätte, Nachtschichtler nahmen hier morgens gerne ihr Feierabendbier, zum Brauhaus umgestaltet.
Ungefähr zu dieser Zeit entstand auch die beliebte Fahrraddraisinenstrecke auf stillgelegten Bahngleisen zwischen Altenglan und Staudernheim. Das Brauhaus liegt in Lauterecken direkt an dieser Stecke, fast genau mittig.
Seit vielen Jahren war ich nicht mehr hier. Ständige Wechsel in der Küche, mal das Bier zugekauft,
Besucht am 28.05.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 17 EUR
... oder gönnt sich als Einheimischer eine Jahres-Partnerkarte für € 30,00.
Mein erster Besuch des Freilichtmuseums liegt wohl ca. 18 Jahre zurück. An diesem Sonntag kam mein Mann auf die Idee, mal zu schauen, wie sich das Freilichtmuseum entwickelt hat.
Wir durften für € 7,00 Eintritt viel altes Neues entdecken.
Zur Erklärung ein kleiner Auszug aus der schönen Homepage https://www.freilichtmuseum-rlp.de: „Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum erwacht das alltägliche Leben der letzten 500 Jahre zu neuem Leben. Knapp 40 historische Gebäude wurden an ihren Originalstandorten in Rheinland-Pfalz abgebaut, auf dem Gelände des Freilichtmuseums wieder zusammengefügt und detailgetreu eingerichtet. Ergänzt durch Gärten, Felder, Streuobstwiesen, einen Weinberg, Weiden und die zugehörigen Tiere vermitteln sie dem Besucher das Gefühl, in die Geschichte einzutauchen.“
Am Eingang erhält man einen Plan, über einen Rundweg spaziert man von Gebäude zu Gebäude. Ein Dorf, unterteilt nach pfälzischen Regionen, ist hier entstanden und man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Jedes Haus ist beschrieben mit seinem Originalstandort und Foto vor dem Abbau und Umzug nach Bad Sobernheim. Absolute Empfehlung für dieses Ausflugsziel, dies nur am Rande.
Fast genau in der Hälfte des Rundweges wird für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Zum Glück. Denn bei nahezu 30 Grad und strahlendem Sonnenschein hatten wir richtig Durst!
Die Museumsgaststätte liegt im Haus Niederbreisig. Herkunftsbeschreibung des Hauses .
Einladend sieht es aus. „Schön, dass Sie da sind“ steht groß auf einer Schiefertafel am Eingang. Im Biergarten
Nun denn! Sonnenschirme und alter Baumbestand spenden Schatten. Im Biergarten klassische Brauhausbestuhlung mit kleinem Deckchen und Topfblume. Besteck (Löffel in der Überzahl) und Servietten stehen im Weckglas zur Selbstbedienung bereit.
Für den Durst ein Kirner Bier vom Fass, 0,3 l zu € 2,20. Für mich eine trockene Weißweinschorle, auf Wunsch mit viel Wasser, 0,4 l zu € 3,50.
Tja, es geht natürlich wie immer aus. Wir wollten ja nur was trinken…
Aber es ist so nett hier.
Und im Schatten so entspannend und gemütlich.
Die Servicedamen sind aufmerksam und fröhlich bei der Sache.
Am Nebentisch wird ein sehr appetitlicher Salatteller serviert.
Überredet!
Für meinen Mann die Tagesempfehlung der Schiefertafel: Ofenkartoffel mit Quark und Salat zu € 6,30.
Für mich das bereits gesichtete Gericht Museumsröllchen auf Salat zu € 5,80. Die lockeren Röllchen sind hausgemacht mit frischem Spinat und einer tomatigen Frischkäsecreme aufgerollt. Sie werden kalt serviert, erklärt mir die freundliche Bedienung.
Nach angenehmer Wartezeit wird unser Essen serviert.
Die Ofenkartoffel entpuppt sich als schön gebackene Kartöffelchen die ein wirklich tolles Aroma haben. Im Verhältnis zum reichlichen und gut abgeschmeckten Kräuterquark sind die Kartoffeln etwas knapp, es war aber kein Problem ein paar Scheibchen Baguette dazu zu bekommen. Das Brot wurde auch nicht extra berechnet. Ofenkartöffelchen mit Quark
Wenn ich die Bedienung richtig verstanden habe, wird sehr auf regionale Zutaten geachtet. Teilweise kann die Küche sicherlich auf Eigenanbau des Museumsgeländes zurückgreifen. Der Kräutergarten liegt direkt am Restaurant. Kräutergarten
Die Museumsröllchen sind ein Volltreffer. Der Salat ebenso. Frische Zutaten, fein gewürzt. Ein leichtes und sehr schmackhaftes Dressing mit frischen Kräutern. Museumsröllchen mit Salat
Alle Speisen werden frisch zubereitet. Für den süßen Hunger stehen hausgemachte Kuchen und Torten in der Kühlvitrine bereit.
Innen ist es urgemütlich. Die Gaststube der „guten alten Zeit“. . .
Toiletten befinden sich außen am Gebäude. Diese sind modern, gepflegt uns sehr sauber.
Ein tolles und umfassendes Ausflugsziel, wir werden wohl zukünftig alle unsere Gäste hier hin führen!
... oder gönnt sich als Einheimischer eine Jahres-Partnerkarte für € 30,00.
Mein erster Besuch des Freilichtmuseums liegt wohl ca. 18 Jahre zurück. An diesem Sonntag kam mein Mann auf die Idee, mal zu schauen, wie sich das Freilichtmuseum entwickelt hat.
Wir durften für € 7,00 Eintritt viel altes Neues entdecken.
Zur Erklärung ein kleiner Auszug aus der schönen Homepage https://www.freilichtmuseum-rlp.de:
„Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum erwacht das alltägliche Leben der letzten 500 Jahre zu neuem Leben. Knapp 40 historische Gebäude wurden an ihren Originalstandorten in... mehr lesen
Museumsgaststätte im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum
Museumsgaststätte im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum €-€€€Restaurant, Cafe, Biergarten067515982Freilichtmuseum Bad Sobernheim, 55566 Bad Sobernheim
4.5 stars -
"Schöne Einkehr für Ausflügler, leider muss man Eintritt zahlen..." PetraIO... oder gönnt sich als Einheimischer eine Jahres-Partnerkarte für € 30,00.
Mein erster Besuch des Freilichtmuseums liegt wohl ca. 18 Jahre zurück. An diesem Sonntag kam mein Mann auf die Idee, mal zu schauen, wie sich das Freilichtmuseum entwickelt hat.
Wir durften für € 7,00 Eintritt viel altes Neues entdecken.
Zur Erklärung ein kleiner Auszug aus der schönen Homepage https://www.freilichtmuseum-rlp.de:
„Im Rheinland-Pfälzischen Freilichtmuseum erwacht das alltägliche Leben der letzten 500 Jahre zu neuem Leben. Knapp 40 historische Gebäude wurden an ihren Originalstandorten in
Geschrieben am 05.06.2017 2017-06-05| Aktualisiert am
05.06.2017
Besucht am 27.05.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 66 EUR
Im vergangenen Jahr eröffnete in Weilerbach, kurz vor Kaiserslautern, das Restaurant-Weinbar PUUR!
Irgendwo las ich von der Eröffnung und dem Konzept der beiden jungen Köche und Inhaber Simon Leppla und Denis Strak.
Eine klassische Speisekarte gibt es nicht. Auf der großen handbeschriebenen Tafel stehen die mehrmals wöchentlich wechselnden Gerichte. Fleisch – Fisch – Geflügel – Vegetarisch – Vegan, an alle Gäste gedacht. Es gibt auch nicht die klassische Trennung zwischen Vor- und Hauptspeisen. Alle Gerichte werden in kleineren Portionen serviert. Der Gast wählt seine Speisenfolge und die Anzahl der Gänge. Dies muss man auch nicht im Vorfeld strikt festlegen, je nach Appetit kann weiter bestellt werden. Auch das Teilen der Speisen, um möglichst viel zu kosten, ist kein Problem.
Der Service fing bereits bei der Reservierung an. Bei meinem Anruf erreichte ich Niemanden, wenige Stunden später rief mich einer der beiden Köche gut gelaunt zurück und nahm den Reservierungswunsch entgegen.
Etwas versteckt liegt die Einfahrt zum Restaurant. Auf ein Navi konnten wir nicht bauen, mein super Vorführwagen „mit absoluter Topausstattung“ hatte keins! Erfolgreich hatten wir unser Zielobjekt auch ohne Navi gefunden. Früher war ich hier öfters unterwegs.
Im Innenhof kann man direkt vor dem Restaurant parken. Über eine Treppe geht es zum Haupteingang über die sonnige Terrasse ins Restaurant.
Im Restaurant führt wieder eine Treppe nach unten, hier sitzt man auch sehr schön.
Gehbehinderte dürfen sicherlich auf Nachfrage auch den eigentlich geschlossenen, ebenerdigen Eingang nutzen. Zu den modernen und tadellosen Toiletten geht es allerdings nur über die Treppe im 1. Obergeschoss.
Sehr freundlich wurden wir begrüßt und unser kleiner Tisch auf der Terrasse gezeigt. Hier kann man die Abendsonne genießen. Bei unserem Besuch war es allerdings sehr heiß und die pralle Sonne war leider zu viel. Es war kein Problem innen, hinter den kühlen für den Gegend typischen roten Sandsteinmauern, Platz zu nehmen.
Das junge Mädel im Service kam sofort, erklärte nochmals kurz das Konzept und nahm die Getränke auf. Auf frischer und qualitativ hochwertiger Ware liegt der Focus. Diese Lebensmittel werden innovativ und mit Hingabe zubereitet.
Eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu € 5,60, eine zweite Flasche folgte auf Grund der Hitze.
Ein Aperitif für mich: „Bunetti“ vom pfälzer Weingut Bergdolt-Reif & Nett. 0,1 l zu € 3,60. Beschreibung: „Dieser alkoholfreie Traubensecco zeigt im Bukett grünen Apfel und einen klassischen Duft nach frisch gepressten Trauben. Im Geschmack nicht zu süß, mit spritziger Säure“. Soweit die Theorie. Schöne Farbe, geschmacklich wirklich fein, die spritzige Säure habe ich vermisst. Mit süßen Getränken habe ich es wirklich nicht, aber mit einem guten Schluck Mineralwasser war es ein gelungener Aperitif.
Mein Mann wählte einen spanischen Sauvignon Blanc, demeter-Qualität, trocken, 0,2 l zu € 4,60. Er war sehr zufrieden mit seiner fruchtigen Wahl.
7 Speisen auf der Tafel Speisen vom 27.05.17
wurden von einem Aufsteller 3-Gang Menü ergänzt. Nicht viel, trotzdem viel uns die Entscheidung schwer.
Wir entschieden uns vorweg als „Häppchen“ für eine Portion Kalamataoliven zu € 2,30. Diese wurden angewärmt im Schälchen mit Haube serviert. Dazu frisches hausgebackenes Foccacia. Kalamata-Oliven
Die Oliven waren durch das Wärmen extrem aromatisch, das Brot wunderbar locker und fein.
Einen Gruß aus der Küche gab es nicht.
Es folgte, nach angenehmer Wartezeit, unsere Vorspeise. Serviert von einem der beiden Chefs persönlich: Frühlingssalat, Gurkenvinaigrette, Kirschtomaten, Parmesan zu € 8,50. Etwas Brot wurde nochmals nachgereicht. Frühlingssalat
Der Salat, in einer tiefen Keramikschale, frisch ohne jeden Tadel. Radieschen und Croutons fanden sich auch noch ein. Die Vinaigrette ganz besonders erfrischend und stimmig abgeschmeckt. Der Parmesan recht geizig.
Der Hauptgang nach angenehmer Pause:
Für meinen Mann: Filet vom Rotbarsch, mediterranes Grillgemüse, geröstetes Foccacia zu € 13,50.
Die Speise ohne Tadel. Eine bunte Mischung frisches Gemüse, nicht totgegart sondern noch mit Biss und somit mit Farbe. Der Fischfilet außen kross gebraten und mit groben Meersalz gewürzt. Das Stück zwar klein, aber dick und so innen noch schön saftig. Das Foccacia auf frischem Rosmarin und Thymian gebettet. Knusprig gebratenes Rotbarschfilet
Für mich aus dem angebotenen Menü die hausgemachte Bratwurst vom Maibock zu € 13,50. Menü vom 27.05.17
Die Mitarbeiterin ergänzte bei der Bestellung, dass das Wild aus heimischer Jagd stammt.
3 Bratwürstchen, Größe ähnlich der „Nürnberger“, schön kross gebraten. Das Brät sehr gut gewürzt, allerdings auch etwas trocken. Dies dürfte allerdings in der Natur des mageren Wildfleisches liegen.
Die Anrichtung meiner Speise sterneverdächtig. Hausgemachte Bratwurst vom Maibock
Der Brokkoli gut al dente, so mag ich Gemüse sehr. Die Karotten-Ingwer-Creme fein und unverfälscht, es hätte etwas mehr sein dürfen. Frische Hornfeilchen und Kräuter rundeten das Gericht nicht nur optisch ab.
Da unser Mittagssnack noch nicht lange zurück lag, waren wir nach diesen beiden Gängen sehr angenehm gesättigt. Mit mehr Hunger hätten wir sicherlich noch einen weiteren Gang und / oder Dessert bestellt.
Preislich bin ich etwas hin und her gezerrt. Das Gebotene überzeugt und für einen vollwertigen Hauptgang auf diesem Niveau zahlt man auch schnell um die € 25,00. Von daher passt es schon, wenn noch ein oder zwei Gänge folgen.
Das Ambiente gefällt uns ausgesprochen gut. Zur umgebauten Scheune passt das rustikale Mobiliar. Die Beleuchtung ist sehr angenehm. In Wandboards sind viele Weine ausgestellt. Diese werden über den PUUR-Weinhandel zu fairen Preisen verkauft, für den Genuss zu Hause.
Außerdem werden noch kleine Leckereien wie Essig, Öl und Gewürze verkauft. Leckereien zum Mitnehmen
Über den Abend wurden wir sehr nett und aufmerksam von der jungen Mitarbeiterin bedient. Auch beide Inhaber und Köche ließen sich immer wieder mal kurz an den Tischen sehen, servierten auch mal persönlich und nahmen gut gelaunt auch leeres Geschirr mit. Beim Zahlen muße man gar nicht nach Kartenzahlung fragen. Geldbeutel und das Lesegerät fanden sich flott am Tisch ein.
Alles in allem ein sehr sympathischer Laden.
Im vergangenen Jahr eröffnete in Weilerbach, kurz vor Kaiserslautern, das Restaurant-Weinbar PUUR!
Irgendwo las ich von der Eröffnung und dem Konzept der beiden jungen Köche und Inhaber Simon Leppla und Denis Strak.
Eine klassische Speisekarte gibt es nicht. Auf der großen handbeschriebenen Tafel stehen die mehrmals wöchentlich wechselnden Gerichte. Fleisch – Fisch – Geflügel – Vegetarisch – Vegan, an alle Gäste gedacht. Es gibt auch nicht die klassische Trennung zwischen Vor- und Hauptspeisen. Alle Gerichte werden in kleineren Portionen serviert. Der Gast... mehr lesen
4.0 stars -
"Purer Genuss - der bezahlt werden will!" PetraIOIm vergangenen Jahr eröffnete in Weilerbach, kurz vor Kaiserslautern, das Restaurant-Weinbar PUUR!
Irgendwo las ich von der Eröffnung und dem Konzept der beiden jungen Köche und Inhaber Simon Leppla und Denis Strak.
Eine klassische Speisekarte gibt es nicht. Auf der großen handbeschriebenen Tafel stehen die mehrmals wöchentlich wechselnden Gerichte. Fleisch – Fisch – Geflügel – Vegetarisch – Vegan, an alle Gäste gedacht. Es gibt auch nicht die klassische Trennung zwischen Vor- und Hauptspeisen. Alle Gerichte werden in kleineren Portionen serviert. Der Gast
Geschrieben am 29.05.2017 2017-05-29| Aktualisiert am
12.09.2017
Besucht am 27.05.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 12 EUR
Es tut sich was in der Stadt! Bei unserem Besuch in Kaiserslautern fiel es mir zum ersten Mal so richtig auf. Ein frischer junger Wind weht durch Kaiserslautern! Lag es am ersten wirklichen Sommertag im Mai? Die Stadt zwar ruhig (der Rest wohl auf der „Lautrer Kerwe = Kirmes Kaiserslautern), dennoch waren viele junge Leute unterwegs. Sehr viele Neueröffnungen gab es zu entdecken.
Irgendwo las ich in vor einigen Wochen von der Eröffnung des zentral gelegenen Café Susann. Parken vor dem Haus kann man vergessen. .
Das Konzept gefiel mir und der Mut der jungen Frau berufend der Berufung nachzugehen. Regional, frisch, fair, saisonal die Küche. Lieferanten werden benannt. Focus liegt auf dem Gebäck, ergänzt durch kleine wechselnde Speisen.
Eine Begegnungsstätte für jung und alt.
Ok, jung hatte gewonnen. Und ich musste feststellen: Zu den jungen Gewinnern zählten wir nicht (mehr so ganz).
Trotzdem: Wohlfühlatmosphäre mit lockerem Studentenflair. Die Einrichtung sicherlich kostenbewusst, ohne stylische Beton-Glas-Schlichtheit. Tut auch mal gut und wir fühlen uns auf Anhieb wohl.
Der rückseitig gelegene, vollkommen windgeschützte, Innenhof ist bestens belegt. Wir nehmen im Café Platz und haben so zur verkehrsberuhigten Straße und zum Innenhof alles im Blick.
Alles ist hell, freundlich, gemütlich. Bücher für die Großen und Spielzeug für die Kleinen sind griffbereit. Die Bestuhlung bequem und zusammengewürfelt. Locker und kostenbewusst. Toiletten über den Innenhof mit kleiner Treppe erreichbar. Diese modern und sehr gepflegt.
Mehrere junge Damen haben super freundlich den Laden im Griff. Da liegt Herzblut und Begeisterung drin.
Wir bestellen –mal wieder süß und herzhaft-:
Für meinen Mann: Eierlikörkuchen, zuvor in der Kuchenvitrine ausgesucht, € 3,00. Kuchenauswahl
Dazu eine Tasse Kaffee, € 2,50. Dazu wie vorher abgefragt ein Minikännchen Milch.
Ich mal wieder herzhaft, ausgewählt von der großen handbeschriebenen Schiefertafel: Vegetarisches Sandwich € 5,00 und ein Mineralwasser € 2,00. .
Der Eierlikörkuchen ohne Tadel („aber nicht so gut wie kürzlich in der Weiherschleife Idar-Oberstein“ Originalzitat meines Mannes). Eierlikörkuchen
Der Kaffee „richtig gut“.
Mein Sandwich mit hausgebackenem Brot war jetzt nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber auch qualitätsmäßig und geschmacklich meilenweit von sonstigem Convenience entfernt. Absolut frisches Bauernbrot mit Salat, Rote-Beete-Creme und Käse. Als Deko ein essbares Stiefmütterchen-Blümchen. vegetarisches Sandwich
Bezahlen flott, ordentlicher Beleg. Auch die Nachfrage, ob es uns gefallen hat fehlte nicht.
Absolute Empfehlung für eine entschleunigte Einkehr.
Es tut sich was in der Stadt! Bei unserem Besuch in Kaiserslautern fiel es mir zum ersten Mal so richtig auf. Ein frischer junger Wind weht durch Kaiserslautern! Lag es am ersten wirklichen Sommertag im Mai? Die Stadt zwar ruhig (der Rest wohl auf der „Lautrer Kerwe = Kirmes Kaiserslautern), dennoch waren viele junge Leute unterwegs. Sehr viele Neueröffnungen gab es zu entdecken.
Irgendwo las ich in vor einigen Wochen von der Eröffnung des zentral gelegenen Café Susann. Parken vor dem... mehr lesen
4.0 stars -
"Modern, freundlich, frisch: K-Town entwickelt sich!" PetraIOEs tut sich was in der Stadt! Bei unserem Besuch in Kaiserslautern fiel es mir zum ersten Mal so richtig auf. Ein frischer junger Wind weht durch Kaiserslautern! Lag es am ersten wirklichen Sommertag im Mai? Die Stadt zwar ruhig (der Rest wohl auf der „Lautrer Kerwe = Kirmes Kaiserslautern), dennoch waren viele junge Leute unterwegs. Sehr viele Neueröffnungen gab es zu entdecken.
Irgendwo las ich in vor einigen Wochen von der Eröffnung des zentral gelegenen Café Susann. Parken vor dem
Geschrieben am 28.05.2017 2017-05-28| Aktualisiert am
28.05.2017
Besucht am 18.05.2017Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 11 EUR
Termin in Bad Münster und die Mittagsrast konnte mit eingebunden werden. Zentral in Bad Münster liegt das Rheingrafeneck. Parken kann man nicht dirket am Haus, aber mit etwas Glück bzw. Ortskenntnis sogar kostenfrei in der Nähe.
Das Restaurant sieht ordentlich aus und ein einfaches Mittagsmahl sollte hier hoffentlich möglich sein.
Ich nahm bei schönem Wetter außen Platz. Die Mitarbeiterin reichte die Karte und kurz darauf war sie zur Stelle um 1 Weißweinschorle, 0,2 l zu € 1,80 und Gebratenes Seelachsfilet mit Bratkartoffeln und Beilagensalat zu € 9,20
zu notieren.
Nach jeweils kurzer Wartezeit wurde die gut gekühlte trockene Weinschorle und ein Beilagensalat mit frischen Zutaten serviert. Abgesehen vom gekleksten Dressing, der Salat selbst nicht durchgemischt. Dem Dressing gebe ich nur „Tüte pur“, schade. Beilagensalat
Das Seelachsfilet mit Bratkartoffeln wurde serviert und ließ mich hoffen. Keine geizige Portion und die Bratkartoffeln mit schöner Bräunung. Leider blieb geschmacklich nur „fettig“ hängen. Fisch und Kartoffeln sehr fettig, dazu noch Remoulade aus der Tube. Die Kartoffeln leider auch nicht knusprig, die Optik täuschte sehr. Das Gesamtbild konnten leider Kräuter und Zitrusfrüchte nicht mehr retten. Seelachsfilet mit Bratkartoffeln
Der Preis ok, aber man hätte mit weniger Fetteinsatz sparen können und mehr aus dem Gericht rausholen können. Auch ein gutes hausgemachtes Dressing ist keine Zauberei.
Innenräume und Toilette wurde nicht besucht, daher hier keine Beschreibung.
Zahlen ging flott und ich wurde freundlich verabschiedet.
Termin in Bad Münster und die Mittagsrast konnte mit eingebunden werden. Zentral in Bad Münster liegt das Rheingrafeneck. Parken kann man nicht dirket am Haus, aber mit etwas Glück bzw. Ortskenntnis sogar kostenfrei in der Nähe.
Das Restaurant sieht ordentlich aus und ein einfaches Mittagsmahl sollte hier hoffentlich möglich sein.
Ich nahm bei schönem Wetter außen Platz. Die Mitarbeiterin reichte die Karte und kurz darauf war sie zur Stelle um
1 Weißweinschorle, 0,2 l zu € 1,80 und
Gebratenes Seelachsfilet mit Bratkartoffeln... mehr lesen
Rheingrafeneck
Rheingrafeneck€-€€€Restaurant06708 617162Berliner Straße 40, 55583 Bad Kreuznach
2.5 stars -
"Günstige Mittagsrast – aber auch nicht mehr" PetraIO
Termin in Bad Münster und die Mittagsrast konnte mit eingebunden werden. Zentral in Bad Münster liegt das Rheingrafeneck. Parken kann man nicht dirket am Haus, aber mit etwas Glück bzw. Ortskenntnis sogar kostenfrei in der Nähe.
Das Restaurant sieht ordentlich aus und ein einfaches Mittagsmahl sollte hier hoffentlich möglich sein.
Ich nahm bei schönem Wetter außen Platz. Die Mitarbeiterin reichte die Karte und kurz darauf war sie zur Stelle um
1 Weißweinschorle, 0,2 l zu € 1,80 und
Gebratenes Seelachsfilet mit Bratkartoffeln
Geschrieben am 01.05.2017 2017-05-01| Aktualisiert am
14.09.2018
Besucht am 30.04.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 270 EUR
Kennt Ihr Neuhütten? Nicht?
Gerade noch in Rheinland-Pfalz gelegen, Kreis Trier-Saarburg, ca. 750 Einwohner.
Herrliche Natur, Wanderwege, Nationalpark UND: Ein Gourmetrestaurant mit 1 Stern.
Die Sache mit dem Stern war mir eigentlich gar nicht so bewußt. Ich entdeckte das Restaurant vor gut 2 Jahren im Internet, es interessierte mich und ich wunderte mich. Nur knappe 40 km und ca. 40 Minuten Fahrzeit von uns entfernt – aber in Idar-Oberstein noch nie was gehört vom „Goumettempel“. Im vergangenen Jahr mussten wir unsere Reservierung im Februar leider absagen.
Das Restaurant, 1992 eröffnet, erhielt breits 1994 seinen Stern. Christiane Detemple-Schäfer und ihr Mann Oliver Schäfer sind die kreativen Inhaber und ausgezeichneten Köche.
Ausgerechnet hier, im hunsrücker Schinderhannes-Hinterland, wo die Leute doch eigentlich nur mit mindestens 350 g ordentlichem Spießbraten, auf dem Buchenfeuer gebraten, überleben können. Auf die fußläufige Kundschaft darf man sicherlich zum Überleben nicht setzen. Klug also, dass im Haus auch die Übernachtung möglich ist. Ebenso ein separates Bistro mit einfacheren und günstigeren Preisen.
Für unseren ersten Besuch reservierte ich ca. 1 Woche vorher telefonisch unseren Tisch. Ich wußte bereits, dass man aus dem wechselnden Menü zwischen 5 Gängen (€ 104,00) bis 8 Gängen (€ 148,00) wählen darf, Fleisch und Fisch immer ausgewogen eingebunden. Bei der Reservierung fragte ich gleich, ob wir auch gegebenenfalls ohne Fleisch zurecht kommen – kein Problem, das bekommt die Küche hin.
Zur reservierten Zeit parkten wir vor dem Haus. Empfangsbereich
Der Servicemitarbeiter, wohl gebürtiger Engländer, begrüßte uns freundlich und begleitete uns ins Restaurant. Als erste Gäste des Abends durften wir uns noch einen Tisch aussuchen und wählten einen schönen Fensterplatz. .
Die Abendsonne fiel noch wunderbar auf die Terrasse, so entschieden wir uns, dort den angebotenen Aperitif einzunehmen. Wir entschieden uns für einen trockenen Sekt den uns die weibliche Kollegin servierte. Aperitif
Ich fragte nach, um welchen Sekt es sich handelt. Die Antwort „ein Englischer“ verunsicherte doch sehr. Vielleicht ein Missverständnis und sie dachte, wir fragten nach der Herkunft ihres Kollegen?
Abgerechnet wurde später der Riesling Sekt vom Weingut J. Rosch, Leiwen (Mosel) zu € 10,00 / Glas. Ein sehr feinduftend-fruchtiger Sekt!
Der junge Mitarbeiter brachte die Menükarte auf die Terrasse Menü vom 30.04.17
und brachte unser 5-Gang Menü als fleischlose Variante ruckzuck auf den Punkt! Im Nachhinein waren 5-Gänge genau richtig – mehr hätte ich nicht geschafft.
Wie auch die kunstvolle Anrichte aller Speisen. Ich werde also nicht bei jedem Gang darauf hinweisen, die Bilder sprechen sicherlich für sich.
Wir zogen um ins Restaurant. Schlichte und feine Eleganz, sehr bequeme Bestuhlung (aufgepasst, Kollege Borgfelder!), angenehme Beleuchtung, die Tische in komfortablen Abständen. So auch die Akustik selbst später, als alle Tische belegt waren, angenehm.
Unser Gerolsteiner Mineralwasser, 0,75 l zu € 6,50 stand bereit, eine zweite Flasche folgte am Abend. Aufgrund der Autofahrt hielten wir uns bei der Weinwahl an die offenen Weine. Ich suchte uns einen trockenen Pinot blanc der bischöflichen Weingüter, Trier-Mosel, aus. 0,25 l zu € 14,50. Beim Probeschluck versicherte mir der Servicemitarbeiter, dies sei eine gute Wahl zu unserem Fischmenü. Ja, dies bestätigen wir gerne.
Es folgte hausgebackenes Vollkornbrot mit Nüssen und mit Früchten. Dazu Butter und Kräutercreme. Frisches Brot, Butter, Kräutercreme
Beim Brot musste ich mich schwer beherrschen nicht zu viel vorab zu essen.
Denn kurz darauf fand sich ein goldgelb gebackenes Wachtelei mit Kaviar vor uns ein. Statt Eierbecher standfest auf feinem Kartoffelpüree gesichert. Überraschungs-Wachtelei
Das Eigelb noch flüssig, so muss es sein. Wachtelei geöffnet
Die Spannung auf den weiteren Abend stieg.
Denn es folgte ein weiteres Amuse: Thunfischsashimi und Thunfischtatar. Das Tatar im Glas mit einem Wasabi-Kalbsfond-Schäumchen. Thunfischsashimi und Thunfischtatar
Wir wurden vorab darauf hingewiesen, das wenig Kalbfleisch enthalten ist. Eine wunderbare und harmonische Kombination.
Unser erster Gang: Die marinierte Gelbflossenmakrele in farbenprächtiger und geschmackvoller Begleitung. Gelbflossenmakrele, Gurke, Apfel, Joghurt
Beispielsweise ein Apfelsorbet oder ein gefrorenes Joghurtbällchen. Sushireistürmchen mit Gurke und für mich neu und besonders beeindruckend: Meeresträubchen. Detail: Meeresträubchen (Umibudo-Alge)
Hier musste ich bei der Servicedame nachfragen. Eine Alge. Die kleinen Perlen erinnerten von der Konsistenz an Kaviar.
Es folgte das zarteste und saftigste Stück Bachsaibling meines bisherigen Lebens. Elsässer-Bachsaibling
Absolut auf den Punkt, innen noch schön glasig. Dekoriert mit Forellenkaviar, Sprossen und jungem Blattspinat. Die dezente Würze durch den leicht gelierten Belotta-Schinkensaft absolut stimmig, den Eigengeschmack des Fisches nicht verfälschend.
Es folgte die Seezunge in zwei Schichten, dazwischen eine Schicht Morchel die sich auch im Sud wieder fand. Die Spargelköpfe mit unglaublichem Aroma. Das Steuselgut im Hintergrund mit feinem Algenaroma. Seezunge, Morchel, Spargel, Bärlauch
Unser abgewandelter Hauptgang: Kalbsfilet wurde durch Steinbuttfilet ersetzt. Dies harmonierte mit den Begleitern sehr gut. Unter dem Steinbutt fand sich eine zarte Pastaspirale. Weiterhin konfierte Kartoffel, rote Beete, junge Karotten, grüner Spargel, asiatische Pilze. Erstklassig. Steinbutt mit jungem Gemüse
Einziger Kritikpunkt: Diese Speise war leider schon recht weit abgekühlt. Dem aromatischen Genuss tat es aber wohl keinen Abbruch.
Als Pre-Dessert werden wir mit einer erfrischenden Kombination aus grünem Apfel, Joghurt und Koriander laut Ansage überrascht. Pre-Dessert: Grüner Apfel, Joghurt und Koriander
Dies in unterschiedlichen Texturen, Koriander kann ich nicht erschmecken und bin nicht traurig darüber.
Unser Dessert überrascht mit einer überdimensionalen Zuckerperle. Was verbirgt das hauchdünne perlmuttfarbene Kleid? Zuckerperle: Rhabarber, Verveine, Himbeere
Darunter verbarg sich ein luftiger Verbenenschaum, Himbeersorbet, dünnes Gebäck, Rhabarberstückchen und ein Rhabarberspiegel. Geöffnete Zuckerperle
Eine cremige marmorierte Schokoladenperle gesellte sich zur Zuckerperle. Und wieder allerlei Aromatisches und Feines drumherum.
Inzwischen gebe ich mich geschlagen und mein Mann freut sich, mir beim Dessert helfen zu dürfen!
Zum Abschluss entscheiden wir uns für einen Espresso und auch dieser kommt nicht einfach so daher. 5 süße Naschereien finden sich auf dem Schieferplättchen zum Espresso ein – keines hat überlebt! Espresso mit Petite fours
Unser Engländer verabschiedete sich herzlich von uns, begleitete uns zur Türe, fragte nochmals nach, ob wir zufrieden waren. Und ob wir gerne nochmal wieder kommen? Ja! Sehr gerne!
Fazit meines Mannes nachdem er zu Hause bemerkte, dass der Espresso mit € 2,80 berechnet wurde: „Dafür hätte ich noch 3 Espresso alleine wegen dem tollen Gebäck bestellt!“.
Mein Fazit:
Ein wunderbarer Gaumentanz in den Mai. Alle Speisen überzeugten bis ins kleinste Detail und wir sind begeistert, dass wir diese kunstvolle Küche erleben durften. Das hat uns beiden richtig viel und nachhaltig Freude bereitet.
Die Servicemitarbeiterin war sehr zurückhaltend freundlich. Auch zog sie bei jedem Wassernachschänken eine Wasserspur über die Tischdecke. Ich war froh, dass der junge und offenere Herr das Einschenken des feinen Weines übernahm. Aber das sind absolute Kleinigkeiten die keinen Einfluss auf unseren wunderschönen Abend hatten. Ansonsten waren beide mehr als aufmerksam, alle Speisen wurden ausführlich angesagt.
Während der angenehmen Wartezeiten wäre ich zu gerne stiller Beobachter in der Küche gewesen mit dem Vergnügen, das kreative Koch-Ehepaar kennenzulernen. Vielleicht klappt wenigstens das Kennenlernen beim nächsten Besuch.
Restaurant, Terrasse, Toiletten sind alle ebenerdig erreichbar. Also für Gehbehinderte geeignet und natürlich alles tadellos.
Kennt Ihr Neuhütten? Nicht?
Gerade noch in Rheinland-Pfalz gelegen, Kreis Trier-Saarburg, ca. 750 Einwohner.
Herrliche Natur, Wanderwege, Nationalpark UND: Ein Gourmetrestaurant mit 1 Stern.
Die Sache mit dem Stern war mir eigentlich gar nicht so bewußt. Ich entdeckte das Restaurant vor gut 2 Jahren im Internet, es interessierte mich und ich wunderte mich. Nur knappe 40 km und ca. 40 Minuten Fahrzeit von uns entfernt – aber in Idar-Oberstein noch nie was gehört vom „Goumettempel“. Im vergangenen Jahr mussten wir unsere Reservierung... mehr lesen
Le Temple
Le Temple€-€€€Restaurant, Hotel, Sternerestaurant06503 7669Saarstraße 2, 54422 Neuhütten
5.0 stars -
"GENUSS IN DEN MAI! Statt: „Tanz in den Mai“." PetraIOKennt Ihr Neuhütten? Nicht?
Gerade noch in Rheinland-Pfalz gelegen, Kreis Trier-Saarburg, ca. 750 Einwohner.
Herrliche Natur, Wanderwege, Nationalpark UND: Ein Gourmetrestaurant mit 1 Stern.
Die Sache mit dem Stern war mir eigentlich gar nicht so bewußt. Ich entdeckte das Restaurant vor gut 2 Jahren im Internet, es interessierte mich und ich wunderte mich. Nur knappe 40 km und ca. 40 Minuten Fahrzeit von uns entfernt – aber in Idar-Oberstein noch nie was gehört vom „Goumettempel“. Im vergangenen Jahr mussten wir unsere Reservierung
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Die Villa Altenburg lag genau auf unserer Strecke Richtung Dresden. Warum nicht eine Übernachtung dort einplanen?
Nach einer anstrengenden Fahrt, inklusive Einfangen eines entlaufenen Kalbes, waren wir froh am späten Nachmittag endlich anzukommen. Etwas suchen mussten wir, das Hotel ist noch nicht ausgeschildert. Aber die ruhige Lage mittem im Grünen rechtfertigt alle Sucherei!
Eine wunderschöne ehemalige Fabrikantenvilla aus den 20er Jahren. Top renoviert. Ich war erleichtert: Das hier sollte passen!
Einchecken, Gepäck in unserem wunderschönen Zimmer verstauen und schnell runter bei schönem Wetter auf die tolle Außenterrasse!
Dabei begegnete uns im Restaurant der Chef und Koch des Hauses, Herr Kretschmer. Die Küche war wohl noch nicht geöffnet und er nahm sich die Zeit zu einem kurzen Plausch über das Haus und die Küche, sprach erste Empfehlungen aus.
Seit 2016 wird das Haus von Teresa Simon und Mirko Kretschmer geführt.
Das Restaurant ist mit Bedacht stilsicher renoviert. Viel dunkles Holz, der original Parkettboden noch erhalten. Stimmige Deko, die Tische fein eingedeckt. Das Lebensgefühl der 20er Jahre kommt gut an.
Unseren ersten Durst stillten mit Wasser und einem Gläschen Wein auf der herrlichen Terrasse mit wunderschönem Blick ins Grüne. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören – Entspannung pur.
Danach erkunden wir das parkähnliche schöne Anwesen. Ganz fertig ist die Begrünung noch nicht, aber das wird.
Zum Abendessen fanden wir uns erneut auf der Terrasse ein. Das Wetter spielt mit und wir können draußen essen.
Die freundliche Servicedame kennen wir ja schon, sie wird unterstützt von einer jungen Auszubildenden. Diese ist noch etwas unsicher, aber dies macht sie aber durch besonders nettes Auftreten wett. Beide Damen sind nicht 100%ig routiniert, über den gesamten Abend aber sehr aufmerksam und immer freundlich. So wurden die servierten Speisen beim Servieren angesagt, Wein aufmerksam nachgeschenkt und die zeitlichen Abstände zwischen den Gängen abgefragt. Also alles gut, wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Unsere Getränkebestellung:
Vorab 1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu erfreulichen € 4,50. Dazu als Aperitif 2 erfrischende Aperol-Spritz zu je € 4,70.
Zum Essen wollte mein Mann gerne den heimischen (Saale-Unstrut) Bacchus vom Weingut Zahn probieren. Die 0,75 l Flasche zu € 25,20. Der Probeschluck überzeugte mich nicht so ganz, er war mir auch etwas zu warm. Die Lagerung im bereitgestellten Kühler erwies sich als sehr gut und so überzeugte der Wein, nachgekühlt, als fruchtig-frischer Begleiter zum Essen.
Die angebotenen Speisen hatten wir uns vorher schon angesehen. Herr Kretschmer empfahl uns vorab als Spezialität das Onglet (Nierenzapfen vom Rind).
Wir bestellten beide das angebotene 4 –Gang Menü.
Mein Mann wollte beim Hauptgang lieber beim Fisch bleiben. Es war kein Problem das Onglet preisgleich in
Lachsfilet, Kräuter-Sesamkruste, Zitronen-Limettensoße, Vichy Karotten, Risotto mit Spinat
zu tauschen.
Gleich nach unserer Bestellung wurde frisches Brot mit einem guten Kräuterquark gereicht.
Danach folgte ein zweiter Gruß: Ein Stücken Quiche lorraine. Speck ist ja so gar nicht unsere Geschmack, aber der Speckgeschmack war zum Glück dezent.
Eine Augenweide dann die Vorspeise.
Das Carpaccio hauchfein, wie es sein soll. Heilbutt und Lachs sehr fein mariniert, der Eigengeschmack des Fisches blieb erhalten. Das Carpaccio dezent durchwirkt wohl mit Norialge, diese unterstrich sehr fein die erfrischende Speise.
Der Salat mit würzigen Sprossen in einer essbaren Vase sehr schön angerichtet. Die „Vase“ knusprig, ich vermute aus frittiertem Reisblatt.
Es folgte eine feincremige Spargelsuppe.
Dezent abgeschmeckt und mit einigen feinen Spargelscheiben mit Biss und etwas Kräuterpesto (Bärlauch?) versetzt.
Nach angenehmer Wartezeit wurden die Hauptspeisen serviert.
Nierenzapfen kannte ich bisher überhaupt nicht. Fleischgerichte sind ja auch nicht meine Leidenschaft. Es war klar, dass es keine Nieren sind. Aber irgendwie rechnete ich mehr mit dem Geschmack von Innereien. Weit gefehlt. Der niedriggar-geschmorte Nierenzapfen, vielleicht vergleichbar mit Entrecôte? Es war sehr zart und doch fest im Fleisch mit angenehm kräftigem Fleischgeschmack. Dieser Geschmack unterstrichen von einer fein-glänzenden Jus.
Der grüne und weiße Spargel dazu noch schön knackig, dekoriert mit Spizwegerich und Scharfgarbenblüten. Enttäuschend leider die Kartoffeln. Diese sehr wässrig, wenig Geschmack und eher mehlig. Da hat man absolut auf die falsche Sorte gesetzt.
Mein Mann war mit seinem Hauptgang auch äußerst zufrieden. Der Lachs auf den Punkt gebraten und die Kräuter-Sesamkruste lobte er in den höchsten Tönen.
Bunte und knackige Karotten und das Risotto mit Spinat, alles sehr fein. Auch ein fruchtiges Chutney fand sich auf dem hübschen Teller.
Nach unserer gewünschten längeren Pause dann das Überraschungsdessert! An Vielfältigkeit kaum zu toppen! Sehr schön auf einem Azurblauen Teller mit frischen Früchten angerichtet.
Im Uhrzeigersinn ab „12 Uhr“:
- Organgen-Schoko-Pannacotta: Zu fest in der Konsistenz und auch geschmacklich nicht so „unseres“.
- Rote Beete-Sorbet: Erstklassig und mal was Neues!
- Spargelparfait: fast nicht vorstellbar als Dessert, aber unvorstellbar gut!
- Beerenmousse: gut
- Bananencreme mit Schokotäfelchen: gut gemacht, aber nicht so ganz unser Geschmack.
Auf Grund der gebotenen Vielfalt war fast klar, dass nicht alles den persönlichen Geschmack treffen kann. Ein anderer Gast hätte vielleicht genau anders empfunden.
Zum Abschluss noch ein Espresso zu € 2,30.
Wir haben uns absolut wohl gefühlt und das Preis-Leistungsverhältnis war wirklich top. Vielleicht sind die Preise auch noch so zivil, weil man sich bewusst ist, das sich hier das Team und das Haus noch etablieren muss.
Noch kurz zum Frühstück des nächsten morgens: Ein schöner heller Frühstücksraum. Es ist alles da, was zu einem guten Hotelfrühstück gehört, inklusive Rührei, Müsliauswahl und Getränken. Die Auswahl an Käse und Wurst allerdings übersichtlich. Es waren allerdings an diesem Dienstag morgen nicht viele Frühstücksgäste da.
Fazit: Schade, dass dieses schöne Boutiquehotel so weit entfernt ist. Jederzeit kommen wir gerne wieder!