"Lesen macht hungrig"
Geschrieben am 25.10.2024 2024-10-25
Lib-Room
€-€€€
Restaurant, Cafe
071125250390
Konrad-Adenauer-Straße 10, 70173 Stuttgart
"Der Junior hat übernommen und setzt zu viel auf Convenience statt auf eignes Können"
Geschrieben am 24.10.2024 2024-10-24
Restaurant Ratskeller
€-€€€
Restaurant
03595577759
Am Markt 2, 01896 Pulsnitz
"Das Essen war richtig gut, in einem anderen Punkt gibt es aber noch gewaltigen Nachholebedarf"
Geschrieben am 24.10.2024 2024-10-24 | Aktualisiert am 24.10.2024
Bootsmann | Restaurant | Bar | Pizzeria
€-€€€
Restaurant, Bar, Pizzeria
04372991645
Wallnau 1 | OT Wallnau, 23769 Fehmarn
"Michelin-Key für Hotel Kloster Hornbach"
Geschrieben am 24.10.2024 2024-10-24 | Aktualisiert am 24.10.2024
Kloster Hornbach · Refugium · Gourmetrestaurant
€-€€€
Restaurant
06338910100
Im Klosterbezirk, 66500 Hornbach
"Nach eineinhalb Jahren Leerstand wieder eröffnet"
Geschrieben am 24.10.2024 2024-10-24 | Aktualisiert am 24.10.2024
Wirtshaus Krone
€-€€€
Restaurant
070245020059
Kiesweg 33, 73257 Köngen
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 


Ratskeller Pulsnitz
Eingang
Spruch des Tages
Wandbild
der altehrwürdige Ratskeller
Gastraum
Gastraum
Speisekarte
Pulsnitzer Wappen
0,5ér Bruno Pils
Getränkeauswahl
Champignoncremesuppe
Schnitzel mit Mischgemüse
Bulgarisches Schnitzel in gebackener Eihülle mit Mischgemüse und Pommes Frites
Bulgarisches Schnitzel
Tagesangebot
Letscho Schnitzel – Schweineschnitzel mit Letscho und Pommes Frites
einfaches Letscho aus dem Glas
Letscho Schnitzel
Biergarten

Restaurant „Bootsmann“
direkt am Eingang zum Campingplatz gelegen
Werbung muss sein
Eingang
Gastraum
Blick in den Gastraum mit den "Bahnhofslampen"
Gastraum
Gastraum
Platzdeckchen und Speisekarte in einem
Gastraum
Getränkeauswahl
Tomatensuppe mit Croutons
3 Löffel für zwei Suppen-oder der sogenannte Räuberlöffel
Tomatensuppe mit Croutons
Klare Fischsuppe
frisch geröstetes Baguette
so klar ist sie gar nicht-sehr viel Einlage
Zanderfilet mit Kartoffelstampf und Spinat
Zanderfilet mit Kartoffelstampf und Spinat
Seelachsfilet mit Remoulade und Bratkartoffeln
gute Bratkartoffeln
Dorschfilet mit Bratkartoffeln und Senfsoße
eine milde Senfsoße
Blick auf den Campingplatz Wallnau, links in der Mitte das dunkle Gebäude ist das Restaurant "Bootsmann"


Theke
Saure Kutteln
Nun wird gottseidank nicht alles schlechter, sondern wendet sich manchmal noch zum Guten. Als die WLB förmlich aus allen Nähten platzte, entstand ein Erweiterungsbau in der ikonischen Formensprache des Stuttgarter Architekturbüros Lederer, Ragnarsdottir, Oei und damit das geglückte Statement, die verkehrsüberflutete Konrad-Adenauer-Str. doch noch zur Kulturmeile zu machen. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes liegt nun quasi auf Augenhöhe mit den vorbeibrausenden Autos der Nachfolger der ehemaligen schnöden Caféteria. Und da wir in „The Länd“ inzwischen weder Schwäbisch noch Hochdeutsch können, wurde das Restaurant „Lib-Room“ genannt. Darüber muss man hinwegsehen.
Beachtenswert ist allerdings, dass der Lib-Room ein Inklusionsbetrieb ist: hier arbeiten Menschen mit psychischen Erkrankungen unter der Ägide des Rudolph-Sopien-Stifts (einer Stuttgarter Einrichtung der Evangelischen Kirche). Selten bin ich so freundlich empfangen worden und über das hiesige Procedere aufgeklärt worden. Man ordert und bezahlt an der Theke. Getränke und kaltes Essen holt man sich direkt selbst ab, warmes Essen wird einem an den Tisch gebracht. Der Raum ist hell, freundlich, einladend und sehr proper möbliert, ein bisschen Lounge-Atmosphäre, ein bisschen Hotelflair, ein bisschen gehobene Studentenmensa. Vermutlich hat man hier (wie im ganzen Gebäude) allein für das helle Buchenholz tief in die Tasche gegriffen. Um den Ort in Gänze zu geniessen, suche ich einen Tisch direkt an einem der bodentiefen Fenster mit Blick auf die Konrad-Adenauer-Strasse. Da ich erst keine Speisekarte entdecke, wähle ich blind ein Weinschorle und das auf einem Aufsteller verwegen beworbene Gericht „Magic Mushroom“ (passt doch gut zu einem bewusstseinserweiternden Ort wie eine Bibliothek).
Beim Weinausschank komme ich in ein anregendes Gespräch mit dem jugendlichen Herrn hinter der Theke, was sicherlich beiderseits bereichernd war. Schliesslich einigen wir uns auf einen spritzigen Blanc de Noir vom Weingut Johannes B. Den Mineralwasseranteil meines Schorles darf ich selbst steuern – wo gibt´s das sonst? Das Essen wird mir an den Tisch gebracht (also ist´s offenbar was Warmes).
Nach einer Viertelstunde weiss ich es. Eigentlich wollte ich für 8,50 Euro nur einen kleinen Snack vor dem Abendprogramm. Der Salat ist knackig frisch und wurde spürbar eben erst angerichtet. Dahinter kross getoastetes Pittabrot mit viel Sesam. Bei der Füllung muss ich raten und fühle mich wie Tim Mälzer in „Kitchen Impossible“ (das ich am Vorabend geguckt habe). Könnte ein Stück zähes Fleisch sein oder eher noch gebratene Austernpilze. Die grüne Paste dazwischen hat rein optisch den Anschein von Wasabi, aber mitnichten dessen Schärfe. Dann kommen noch minzige Aromen dazwischen und etwas Mayonnaise-artiges. Nicht schlecht – und letztendlich so sättigend, dass ich es angesichts des später noch anstehenden Vernissagenbüffets nicht ganz schaffe. An der Theke berät man mich über Einpackmöglichkeiten. Es gäbe Pfandmitnahmeboxen, was mir nicht so gefällt. Aber wir finden eine kostenlose Möglichkeit: eine Packpapiertüten mit einigen Servietten.
Später entdecke ich dann auch die (überraschend umfangreiche und international inspirierte) Speisekarte und finde dort ein sehr attraktives Angebot von der Chicken-Teriyaki-Bowl bis zu Egg Benedict, von der Pinsa Caprese bis Köttbullar mit Kartoffelpüree. Alles zu humanen Preisen und mit einem unverwechselbaren, individuellen, persönlichen Service. Jedem Gast widmet man sich hier mit Hingabe und gibt ihm das Gefühl, willkommen zu sein. Als eine Dame noch den Wunsch äussert, ihren Cappuccino draussen vor der Tür zu konsumieren, wird sie persönlich nach draussen geleitet.
Die gepflegten Toiletten befinden sich ebenerdig im selben Geschoss, gleich ums Eck. Auch Schliessfächer findet man hier, die allerdings nur mit einem gültigen Bibliotheksausweis genutzt werden können. Den braucht man allerdings nicht zur Einkehr in den Lib-Room. Hier ist jeder willkommen. Warme Küche gibt es durchgehend. Ich komme ganz sicherlich wieder!
PS. Magic Mushroom besteht laut Karte aus: Austernpilze im Panini mit Erbsencreme, Joghurt-Minze-Dip, Knoblauch und Rucola.
PPS. Auch sympathisch, wenngleich für die meisten von uns nicht mehr relevant: Studentenrabatt auf alle warmen Gerichte zwischen 14 und 16 Uhr.