Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 618 Bewertungen 939429x gelesen 16265x "Hilfreich" 15035x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 11.12.2015 2015-12-11| Aktualisiert am
12.12.2015
Besucht am 28.11.2015
Es verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant Schinderhannes. Das historische Hotel-Restaurant im Ortskern blickt auf über 60 Jahre Erfahrung zurück – klasse!
Service:
Früh am Abend betraten wir kurz vor 18.00 Uhr das Restaurant. Nett ist es hier, viele Gäste im ehrwürdig silberergrauten Alter sind anwesend und alle so sehr schwarz gekleidet… Ohje!
Trotz zahlreicher Trauergäste wurden wir nett empfangen, am Stammtisch fand sich ein Platz für uns. Ein guter Trick, neue Gäste am Stammtisch zu platzieren! Während sich die anderen Gäste langsam, mit Kranzkuchenpaket für zu Hause, verabschieden werden wir gut betreut.
Ein Mitarbeiter und zwei gestandene Damen kümmern sich um unser Wohl. Die Karten werden gereicht, Getränkewünsche notiert.
Das Haus ist richtig gut besucht. Es geht hier familiär, natürlich und aufmerksam zu. Getränke wurden zügig serviert, die Speisen nach passender Wartezeit.
Aber auch ein bisschen hunsrückerisch-robust, wir haben uns köstlich amüsiert:
Zu meinem Wildgericht bestellte ich mir bei der Chefin ein Glas Rotwein. Da wir die Karte nicht mehr hatten, sagte ich ihr, sie soll mir einfach einen kräftigen trockenen Roten aussuchen. Der junge Mitarbeiter reichte mir kurz darauf das Glas und ich fragte: „Was bringen sie mir denn hier Feines?“ Ganz andächtig kam die Antwort: „Einen ROTWEIN“. Wer hätte dies gedacht? Ich glotzte sicherlich reichlich dämlich, denn ich wartete auf weitere Info. Als nichts kam meine Frage nach der Rebsorte. Antwort: „Das ist ein ganz toller Wein. Ich glaube Dornfelder ist drin. Ich schau mal nach.“ Er ging zur Theke, schaute nach und behielt die Antwort für sich. Nicht schlimm, ist irgendwie untergegangen.
Speisen und Getränke:
Die Speisekarte (deutsch und englisch) gefällt uns richtig gut. Gut sortiert, hier wird jeder fündig. Regionale Gerichte und Wildgerichte fallen mir besonders auf. Bodenständige Klassiker fehlen auch nicht. Sehr gut: Auch beim Einkauf setzt man hier auf regionale Zutaten. Saisonales wird als Tagesempfehlung angeboten.
Wir wählen:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75, € 4,80
Riesling trocken, 0,2 l, € 3,50
Rotwein „Punkt Landung“, 0,2 l, € 4,80.
Der Wein ließ sich sogar googlen. Ergebnis der Homepage Weingut Schauß, Monzingen (Nahe):“ PUNKT-LANDUNG | trocken | Hier ist der Name Programm. Eine Rotweincuveé aus Dornfelder und Domina, die eine perfekte Balance besitzt. Kräftig aber nicht zu schwer.“ Er hat mir vorzüglich geschmeckt!
Für mich: Rosa gebratener Hirschrücken an Pfifferlingen in Rahm, hausgemachte Spätzle, Preiselbeeren und Rahmwirsing € 28,00
Für meinen allerliebsten Begleiter: Salmfilet vom Grill auf Pestonudeln und Hummersauce, bunter Salatteller € 18,50
Es wird uns ein Gruß aus der Küche serviert. Eine rote Pestobutter und ein Frischkäse mit Röstzwiebeln (dachte zuerst es sei das obligatorische Schmalz), dazu frisches Baguette und knackige Radieschenscheiben. Beide Aufstriche klasse, die Kombination Frischkäse mit Röstzwiebeln hat allerdings gewonnen.
Unsere Beilagensalate werden, wie gewünscht, vorab serviert. Frisch und nett angerichtet, ein ganz besonders fein abgeschmecktes Dressing. Beim Weißkrautsalat meine ich eine leichte Currynote geschmeckt zu haben.
Unsere Speisen werden schön angerichtet serviert und es gibt auf den Tellern mehr als angekündigt zu entdecken.
Der Hirschrücken kräftig angebraten, innen rosa und saftig, auf den Punkt. Die Pfifferlinge im Rahm dazu, auch hier bekomme ich noch einen Nachschlag in der Sauciere. Der Wirsing, mit ein paar Farbtupfern aus Karottenraspeln. Leider, leider mit Speck zubereitet. Mein einziger Kritikpunkt, auch bei Nachfrage „hat es geschmeckt?“ durch den Servicemitarbeiter. Antwort: „Ja, das ist so im Hunsrück“. Da hat er sicherlich Recht. Ich muss mir hier einfach angewöhnen bei der Bestellung zu fragen. Für mich war es schade um den Wirsing, denn schmecken tut es nur nach Speck. Die hausgemachten und perfekten Spätzle werden reichlich im separaten Schälchen gereicht. Die Preiselbeeren in der Birnenhälfte und als Überraschung ein kleiner Bratapfel mit etwas Marzipan-Nussfüllung. Die Süße gefällt diesem Wildgericht sehr gut.
Das Lachsgericht gefällt auch, besonders geschmacklich. Der Fisch saftig gegart, feine Linguine mit Pesto. Hummersauce, Dill, Coctailtomate, Zitrone und frische Sprossen. Das hätte gereicht.
Der Lachs wurde auf der Haut gebraten – gut. Dann aber zum Anrichten die Haut vom Lachs getrennt und daneben angerichtet? Das sieht nicht so schön aus, die (natürlichen) Transtellen des Lachses sind vordergründig sichtbar. Die Karambolen- / Sternfruchtscheibe rettet nicht. Den Geschmack kann sie nicht retten, braucht sie auch nicht. Das Gericht schmeckt ausgesprochen gut! Karambolen überleben wohl nur aufgrund ihrer Sternform – Geschmackloseres gibt es selten auf Tellern, hier kann man sparen. Die Pasta schön al dente, die Sauce passt.
Ambiente und Sauberkeit:
Ein Landgasthaus das dies geschmackvoll in der Einrichtung und Dekoration umsetzt. Nicht wenig, aber auch keinesfalls überladen. Die Weihnachtsdeko rundet gelungen ab.
Die Tische sind sauber und schön eingedeckt. Eine frische Rose im Glas arrangiert. Windlicht, gestärkte Tischdecke.
Auf dem Weg zum gepflegten WC treppauf entdecke ich den geräumigen Festsaal, die „Schinderhanneshöhle“. Diese ist für eine Weihnachtsfeier liebevoll und festlich eingedeckt.
Fazit: Wohlfühlen – gut essen und satt werden – hierher kommen wir gerne wieder und geben die örtliche Empfehlung somit weiter! Und hierher kommen wir auch gerne wieder.
Es verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant... mehr lesen
Hotel Schinderhannes
Hotel Schinderhannes€-€€€Restaurant, Hotel065432018Schloss-Straße 3, 55487 Sohren
4.0 stars -
"Eine Empfehlung vor Ort ist ein guter Treffer!" PetraIOEs verschlug uns ins Hunsrück, nach Sohren. Sohren liegt nicht weit vom Flughafen Frankfurt/Hahn, dieser ist sicherlich eher ein Begriff. Sicherlich auch, warum sich jeder fragt was der Hunsrück mit Frankfurt am Main zu tun hat… aber dies ist ein anderes Thema. Schöne Natur gibt es hier reichlich, touristisches Wachstum auch.
Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant
Geschrieben am 06.12.2015 2015-12-06| Aktualisiert am
07.12.2015
Besucht am 25.11.2015
Nach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die Blicke schweifen…
Ambiete + Sauberkeit:
Der Begriff „Ambiente“ ist hier fehl am Platze. Eigentlich wäre nun der Zeitpunkt gewesen, den geordneten Rückzug anzutreten. Aber darf man das einfach so bringen? Nächstes Mal werde ich einen dringenden Anruf vorschützen um abzuhauen, die Idee kam mir aber zu spät.
Es ist sehr kühl im Bistro, trotz milder Außentemperaturen. Die Heizung warm, aber einfach verglaste Fenster machen das Heizen sicherlich zur finanziellen Herausforderung.
Der Holztisch sauber gewischt. Einfachstes Besteck in dünne Servietten eingewickelt liegt auf einem Teller gestapelt bereit. Viel mehr Besteck als Sitzplätze am Tisch. Sojasauce, Sambal oelek , Salz und Pfeffer stehen auch bereit. Die Speise-Faltkarten sind schon deutlich abgenutzt.
Die Wände sind vermackt, schmuddelige Rollladengute hängen aus ihrer Führung. Die Eingangstüre wurde in Griffhöhe wohl schon sehr lange nicht abgerieben, sie ist schwarz. Die Kunstobjekte an den Wänden? Nun, über Kunst soll man nicht streiten. Die Toiletten habe ich bewusst nicht aufgesucht. Statt Händewaschen tut es ein Hygienetuch aus der Handtasche. Was bin ich auch so pingelig!
Service:
Man sollte gleich auf Selbstbedienung umschwenken, dann hätte die Wirtin hinter der Theke mit Sichtschutz mehr Zeit sich wichtigeren Dingen (Handy?) zu widmen. Ihr Blick stets regungslos schräg nach unten gerichtet.
Als wir die Karten schon einige Zeit zu Seite gelegt haben, kommt sie um nach unseren Wünschen zu fragen. Ich fragte nach einer kleinen Portion gebratenen Gemüsereis extra. Dies war nicht möglich (obwohl mein Mann genau dies als Hauptgang wählte, also einfach nur etwas mehr ins Wok).
Nur Tausch Gemüsereis statt normaler Reis geht zum Aufpreis von € 1,50. Vielleicht haben wir uns hier auch sprachlich einfach nicht verstanden.
3 junge Männer nehmen wenig später Platz. Ein Gast aus dieser Runde sucht sich scheinbar ein als scharf gekennzeichnetes Gericht aus und fragt, ob er dies nicht scharf haben könne. Nein, geht nicht.
Zum Zahlen machen wir uns in dem überschaubaren Raum durch Winken bemerkbar. Die Wirtin kommt mit Bon, legt in vor und gibt das Wechselgeld zurück. Tschüß!
Wir gehen und unser benutztes Geschirr steht immer noch am Tisch.
Speisen und Getränke:
1 kleines Bier, 0,2 l zu € 1,50
1 Mineralwasser, 0,2 l ebenfalls € 1,50
1 gemischter Salat zu € 3,00 Gebratener Reis mit Gemüse für meinen Mann zu € 4,50
Ich wähle aus der Rubrik „Spezialitäten des Hauses“ den Meeresfrüchte-Teller mit Garnelen, Seelachsfilet, Tintenfisch mit Gemüse und Kokosmilch (scharf) zu € 7,50.
Die Speisen werden wortlos serviert.
Der Salat mit frischen, recht grob geschnittenen Zutaten und Fertigdressing. Der Mais kam nicht ganz so frisch aus der Dose.
Der gebratene Gemüsereis wie man ihn kennt, für den Preis absolut in Ordnung
Mein Meeresfrüchteteller überschaubar. Viel Soße, der Reis mit auf dem Teller. Scharf fand ich das Gericht nicht, das Sambal vom Tisch wollte ich aber nicht benutzen. Irgend ein Trockenkraut, vermutlich Zitronengras, empfand ich unangenehm strohig im Mund. Und es fand sich auch noch später immer wieder im Mund. Geschmacklich aber ok.
Die Speisen kühlten sehr schnell ab, die Teller (Dekor „Balsamico“ im Porzellan eingebrannt) waren so kalt wie die Fenster.
Fazit:
Es gibt in Idar-Oberstein wenige Meter entfernt eine deutlich bessere, freundlichere und gepflegtere Alternative. Selbst schuld, wer nicht rechtzeitig die Örtlichkeit wechselt. Unser Bleiben wurde aber dadurch belohnt, dass uns das Essen zum Glück gut bekommen ist.
Nach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die... mehr lesen
Asia Bistro
Asia Bistro€-€€€Schnellrestaurant, Take Away067814587527Bismarckstraße 2, 55743 Idar-Oberstein
2.0 stars -
"Ein Besuch ist ausreichend." PetraIONach einem abendlichen Termin im Stadtteil Idar wollten wir kurzentschlossen schnell was essen.
Eine Kollegin sagte mir, im ASIA BISTRO, könne man gut essen.
Am Rande der Fußgängerzone gelegen betritt man das Bistro über ein paar Stufen. So ansprechend wirkt es nicht, aber da darf man sich bei Asiaten nicht unbedingt beirren lassen.
Wir betraten das Restaurant. 2 Gäste aßen bereits, Wirtin hinter der Theke beachtete uns nicht, der Koch werkelte in der offenen Küche.
Wir nahmen Platz und ließen die
Geschrieben am 03.12.2015 2015-12-03| Aktualisiert am
09.03.2017
Besucht am 20.11.2015Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Zur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch in Einöllen. Ich sollte Recht behalten (böse Zungen behaupten allerdings, die Rinderzucht sei von Anfang an das Ziel gewesen).
So wohnen nun die Bullen in geräumigen Pferdeboxen mit vergoldeten Zierknöpfen! Wer es nicht glaubt: Auf der ARD-Mediathek http://www.ardmediathek.de/goto/tv/31533246 ist ein höchst interssanter 30-Minuten-Bericht zu sehen. Oder hinfahren. Weiden soweit das Auge reicht.
Der Öko-Rancher und Millionär Hans-Peter Schad, 73 Jahre, hat hier wirklich was geschaffen! Mein voller Respekt. Zumal ich ihn telefonisch vor einigen Jahren beruflich positiv erleben durfte. Er denkt in die Zukunft (Solaranlagen, Wasserspeicher, Geld muß leben... )! Nicht zu vergessen: Frau Schad an seiner Seite!
Seine Stationen: Mannheim – Florida – jetzt die Westpfalz. Es scheint zu passen.
Einöllen – wer kennt es? Google wird viel Natur zeigen – ein Großteil Land des Herrn Schad. Viel Arbeit steckt dahinter, Arbeitsplätze wurden geschaffen. Ich bin froh: Es gibt in Privathaltung auf dem Riesenhof noch einige Pferde – die darf ich besuchen.
Nun zum Thema:
Essen war ich hier in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal – immer zufrieden. Mit gehbehindertem Vater war es ein Ziel, da alles ebenerdig ist. Die vegetarische Pizza war immer klasse! Womit ich überleiten kann:
Aus mehreren Gründen tendiert mein Fleischkonsum gen 0,00. Ab und zu mal Wild. Alles andere? Ich erinnere mich gar nicht, wann ich Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) gegessen habe.Ich springe über meinen Schatten in den Pferdestall!
Die erste frühe Weihnachtsfeier mit der Abteilung. Die Kollegen wissen: Ich esse (selten bis nie) Fleisch. Vegetarierin bin ich nicht, Fisch liebe ich.
Wir suchen den Pferdestall aus und meine Kollegin und ich hecken den Plan aus: Die 3 Männer bestellen zuerst, dann das „schwache“ Geschlecht! Die Rechnung geht voll auf!
Wie geplant, bin ich die Erste auf dem Anwesen. Kurzer Check im Dunkeln: Rinder stehen in Offenställen mit Überdachung. Die Rinderbürstenmassagen kreisen grünlich. Um die Ställe Weiden soweit das Auge reicht.
OK, kein Rind geht freiwillig zum Schlachter, aber hiermit kann ich leben.
Die Pferde kurz begrüßt (die kommen hier nicht auf den Teller) begebe ich mich als 1. von 5 Personen in den „Saloon“. Der ist für mein Empfinden authentisch gestaltet, aber nicht mein Ding. Das ist Sache des Herrn Schad, er hat es so gewollt. Dennoch: Stimmig. Die Küche ist von der Restaurantseite einsehbar.
Unser Tisch in einer Nische ist gemütlich mit umlaufender Holzbank. Herbstlich dekoriert und für uns schon eingedeckt.
Bis zum Entrudeln meiner Kollegen werde ich von den Servicemitarbeitern gut betreut.
Ein Mineralwasser vorweg. 0,4 l zu € 2,80. Und die Karte zum Schmökern.
Trotz Rinderzucht ist hier an alle Gäste gedacht. Es findet sich auf der gut sortierten Karte Fisch und Vegetarisches. Auch die Tagesempfehlung: Verlockend!
Die Restaurantleitung und Beteiligung steht unter dem jungen Herrn Brusius aus der Obersteiner Region. Er hat dafür gesorgt, dass hier im Restaurant ein offener Buchenholz-Schwenkgrill installiert wird. Herr Brusius gibt Vollgas.
Die Herren bestellen zuerst. 2 x Burger („all you can eat“ freitags zu € 14,90 mit Wahlbeilage und Getränk) und 1 x Roastbeef Chef zu € 17,90 mit Beilagen vom offenen Buchenholzgrill nach Obersteiner Art.
Dann die Hexen: 2 x 550 gr. Roastbeef (bedingt durch den Knochen am Fleisch), dry age, medium rare. Mit Pommes und Salat vorweg.
Könnt Ihr Euch die Blicke der Männer vorstellen? Die dachten: Sch….!
Den Hexen wurde das rohe Fleisch vor der Zubereitung auf der Servierplatte präsentiert, die Herren schauten mit großen Augen.
Dann wurde das erste Amuse wurde nett angerichtet auf einem Teller serviert. Der Pferdestall ist ein Restaurant bei dem ich überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Hausgemachte Bratwursthäppchen am Holzspieß, dazu frisches Baguette.
Erklärung: Bratwurst gibt es bei uns auch in kalter Form sprich: Nicht gebraten im Darm sondern kalt-gegart als Aufschnitt. Meine Begleiter waren begeistert. Ich enthielt mich.
2. Gruß für die Mädels: Hausgemachtes Griebenschmalz – 2 satte Töpfe mit reichlich frischem Baguette. Die Schmalzschälchen und das Brot in die Mitte gestellt. Es reicht locker für alle, ich beschränke mich sowieso auf eine Scheibe Brot. Das Schmalz kam mehr als gut an.
Nach kleiner Pause werden unsere appetitlichen Beilagensalate gereicht. Klassische Sortierung der Rohkost, das Weißkraut mit etwas Curry? Feines Dressing, nicht erschlagen und nicht abgesoffen. Wir nicken zufrieden.
Dann die Hauptspeisen. Ein an unserem Tisch neuer Mitarbeiter serviert die 2 Riesensteaks, schaut in die 3er-Männerrunde „Wem darf ich das Dry-Age-Steak servieren?“. Wir Mädels grinsen und heben den Finger. Der Mitarbeiter ertappt und überrumpelt – wir haben Spaß!
Sofort erhalten auch die Herren ihr Essen und wir können gemeinsam geniessen.
Unser Steak auf einer gepflegten Holzplatte mit silberner „Rindereinfassung“ (s. Foto) serviert. Dazu Kräuterbutter, eine rote Salsa und Kräuterquark, knusprige Pommes.
DAS FLEISCH! Auszug aus der Speisekarte:
Wie haben es die besten Steakhäuser der Welt in New York, Chicago, Hamburg oder
Stuttgart geschafft, Steaks in dieser außergewöhnlichen Qualität zuzubereiten? Das
Geheimnis ist gelüftet:
"DRY AGING" (TROCKENREIFUNG) in einer speziellen Reifekammer und ein speziell
entwickelter STEAK GRILL,der mit Schockhitze von bis zu 800° arbeitet, sind die
Voraussetzungen für diesen Genuss.
Wir beim Pferdestall haben in diese Technik investiert und lassen bestes Rindfleisch am kompletten Knochenstrang bei geringer Temperatur und genau überwachter
gleichbleibender Luftfeuchtigkeit ca. 4- 6 Wochen in unserem neuen Reifeschrank reifen.
Dadurch erhält das Fleisch einen besonderen Geschmack, ebenso eine sehr zarte
Konsistenz im gegarten Zustand.
Danach wird das Steak einer Schockhitze von ca. 650-800° ausgesetzt. Dabei werden die
Poren des Fleisches sofort geschlossen und der Fleischsaft bleibt da wo er sein soll, im
Steak und nicht in der Pfanne. Es erhält dadurch eine feine Karamellnote.
Das Fleisch hat einen angenehmen und ungewöhnlich guten kräftigen Geschmack. Auch die „Karamellnote“ kommt an. Es schmeckt so natürlich gut, etwas Kräuterbutter nehme ich, aber auch die braucht man nicht. Die 2 anderen Schälchen lasse ich unangetastet. So gutes Fleisch esse ich dann nach Jahren mal pur. Selbst der Fettrand mag mancher Gast entfernen… nein, es gehört dazu. Ich genieße wirklich, die Pommes im Extraschälchen sind sehr gut und knusprig. Alles wurde heiß serviert. Die Hexen werden zu Genießerinnen, die Herren sind unterdrückt neidisch aber auch zufrieden.
Aber ich muß zugeben: Das servierte Rumpsteak meines Kollegen, welches auf dem Buchenholzfeuer gegart wurde, war bestimmt gleichwertig. Zart und ohne Knochen, preislich sicherlich günstiger bei relativ gleichem Fleischanteil (leider ohne Foto).
Der Preis interessiert Euch? Die Hexen investieren voll: € 36,70 für das Dry-Age-Paket. Abgerechnet wird nach Fleischgewicht.Gerne gezahlt – weil mit Genuss und Überzeugung gegessen, das „Drumherum“ passte auch. Dazu 1 alkoholfreies Kirner Pils zu € 2,20.
Die Burger auch fast ohne Tadel. Das Fleisch hätte laut meinem Kollegen etwas saftiger sein können… aber das Gericht kann ich hier nicht bewerten. Jedenfalls so reichhaltig: Ein 2. Burger wurde nicht geordert.
Gut gesättigt, nette Gespräche mit den Kollegen, 4 von 5 Kollegen komplett alkoholfei. Der 5. nur 1 "richtiges" Bier. Der Abend zog sich nicht in die Länge.
Unter den beiden genießerischen Hexen gibt es 1 Süßmaul (nicht ich). Hier kommen wir zum weiteren cleveren Idee: Nach meiner Erinnerung wird kein Dessert angeboten. Aber: Es gibt eine Eistruhe mit großzügiger Auswahl an hausgemachtem Eis. Dies bestellt man an der Truhe und zahlt auch dort. Meine Kollegin nahm mein Interesse für Sanddorn-Joghurt-Eis wahr. Die Männerrunde zierte sich, wir schlemmten je 1 Bällchen Eis in der Waffel. Das geht immer. Ich weiß nicht, was 1 Bällchen kostet (sicherlich angemessen). Meine Kollegin hat mich zum Eis eingeladen. Die Sanddornkreation war gut, ich meine aber, Mango oder Maracuja zusätzlich geschmeckt zu haben.
Vielleicht liest ja der Pferdestall die Kritik und klärt auf!
Abschließend zum Service, sonst kommt der zu kurz:
Am Service wird nicht gespart. 4 unterschiedliche Mitarbeiter kümmerten sich um unser Wohl. Alle sehr freundlich, unkompliziert , aufmerksam. Weder die Frage nach weiteren Getränken, noch nach der Zufriedenheit oder Espresso hinterher blieb aus.
Übrigens: Mittwochs ist hier „Rentnerschubsen“ angesagt. DER Tanzabend. Das Einzugsgebiet und die Zahl der Gäste muss enorm sein, ein voller Parkplatz mit regional übergreifenden Autokennzeichen. Motto des Herrn Schad „Gib den Gästen was sie wollen!“ Glückwunsch!
Sauberkeit: Alles bis zu den Toiletten tadellos.
Und abschließend noch was:
Einöllen liegt am Ars… der Welt! Um 18.30 h war das große Restaurant sehr gut besucht. Das muss man hier erst mal schaffen. Hier war ich nicht zum ersten und nicht zum letzten Ma(h)l.
Auf der Heimfahrt nahm ich noch eine kurze Strecke einen Kollegen in meine wirkliche Heimat mit:
Lauterecken, nicht Düsseldorf meine Geburtsstadt.
Er sagte während der Fahrt: „Als dein Teller kam, dachte ich: DAS SCHAFFT DIE NIE!“ Hä, Hä!
Zur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch... mehr lesen
4.5 stars -
"PetraIOs Fleischeslust beim Herrn der Rinder" PetraIOZur Weihnachtszeit:
Eine Geschichte ist Pflicht bei dieser Rezension, sorry – aber es wird umfangreich!
Der „Pferdestall“ in Einöllen ist bei uns in der Westpfalz eine besondere Nummer. Eine der größten deutschen BIO-Rinderzuchten. 700 Hektar – 700 Rinder.
Als Reiterin hatte ich die Anfänge des Pferdestalles in meinem Wahlheimatgebiet natürlich ganz besonders im Auge. Die Reiterinnen samt PS fanden sich schnell im Pferdestall ein und meine Rede bewahrheitet sich: „Mehr als 3 Frauen an 1 Platz und der Krieg bricht aus“. Auch
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine Raststätte oder ein Imbiss.
Zum „Service“ kann man nicht viel sagen. Die Mitarbeiterin an der Ausgabe der warmen Speisen war nicht sonderlich an der Kundschaft interessiert, die Kassiererin freundlich.
Appetitlich aussehende Speisen warteten abgedeckt in der Kühlung auf ihren Verzehr.
Wir nehmen uns 2 Schälchen mit Salat und Shrimps. Dekoriert mit Dill und Zitronenspalte. „Starter Shrimps“ zu € 1,99.
Dazu 2 leere Wassergläser zu € 1,00. Diese könne man sich, so oft man will, mit Softdrinks füllen. Die gekühlten und gesüßten Softdrinks in den Flaschen sagen uns so gar nicht zu.
Weiter ging es zur Theke mit den warmen Speisen. Das angebotene Lachsfilet schaut schon traurig und trocken durch die Glasabtrennung . Das lassen wir dann mal.
1 x Tortelloni mit knackigem Gemüse zu € 5,95 für meinen Mann
und 1 x Gemüsebällchen mit Naturjoghurt und Winterquinoa zu € 3,99 für mich.
Die Mitarbeiterin füllt die Teller mit wenig Hingabe.
Weiter zur Kasse. An einem Montag ist hier wirklich nicht viel los, aber 2 Personen sind vor uns. Da wird dann erst mal alles auf dem Tablett der Gäste in die Kasse getippt und abgerechnet.
Nach dem Zahlen geht es dann an die Zapfanlagen für Salatdressing und Mineralwasser, dann an einen freien Tisch.
Guten Appetit – das Essen ist inzwischen kalt. Wir essen dann also zuerst unser gerade noch lauwarmes Essen und den Salat hinterher.
Die Tortelloni mit Riccottafüllung (auf Nachfrage an der Theke, da nicht beschrieben) sind eine gute Portion und ok. Knackig sind Romanesco und die Zucchini nicht mehr. Coctailtomaten natürlich sowieso nicht mehr. Geschmacklich ok.
Meine 9 ½ Gemüsebällchen sind nicht schlecht. Quinoa mag ich sehr gerne, der geht auf jeden Fall besser. Winterquinoa? 2 Bohnenstängchen und 3 Rosenkohl sind irgendwie dazu geraten, war das der Winter? Ob die lila Färbung von violetten Kartoffeln kam, kann ich nicht genau sagen. Auf den Naturjoghurt verzichte ich weitestgehend. 1. Geschmacksneutral, 2. war das Essen schon kalt genug.
Der Salat hat seit der Zubereitung schon etwas Spannkraft verloren, die Krabben etwas wässrig, das gewählte Dressing ok.
Ambiente:
Modern – schlicht – kühl – sauber und gepflegt / pflegeleicht.
Fazit:
Nix für uns. Preis-Leistung kann man nicht meckern. Aber nächstes Mal unterstützen wir lieber die Gastronomie, die noch Service mit Servieren in Kaiserslautern bietet.
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine... mehr lesen
2.5 stars -
"Günstige Preise - aber nicht unser Ding!" PetraIO
IKEA eröffnete dieses Jahr sein Haus in Kaiserslautern. Und ich stellte fest, dass diese Eröffnung von der hiesigen Bevölkerung mit Spannung erwartet wurde. Folge: Verkehrschaos an den Eröffnungstagen rund um den Opel-Kreisel.
Wir warteten, bis sich der Ansturm legte und fanden einen Montag gut geeignet um sich an IKEA ranzutasten.
Wir merkten schnell: IKEAaner werden wir nicht – weder materiell noch kulinarisch.
Wir wagten uns zur Mittagszeit in die Selbstbedienungszone. "Restaurant und Café" steht auf dem Schild. Für mich ist es eine
Geschrieben am 29.11.2015 2015-11-29| Aktualisiert am
01.12.2015
Besucht am 09.11.2015
Nach einem Tag in Kaiserslautern planten wir auf dem Rückweg ein Treffen mit meiner Freundin und Familie im Stadtteil Erlenbach ein. Mit Kleinkind sollte es ein frühes und nicht zu ausschweifendes Abendessen werden.
Die Jahnstube ist hierzu immer gut geeignet. Wir waren nun zum dritten Mal hier, meine Freundin kehrt hier, da „um die Ecke“ natürlich öfter ein.
Das Restaurant liegt angegliedert an die Turnhalle zurückgesetzt an der Landstraße. Dadurch auch etwas versteckt. Es werden wohl überwiegend Stammkunden sein, die hier einkehren.
Service:
Wir wurden freundlich von der Wirtin begrüßt, ein Tisch wurde noch gerückt damit wir besser sitzen. Selbst um angenehme Beleuchtung kümmerte sich zum Wohl der Gäste.
Die Getränke wurden gleich, bzw. nach einem Blick in die Karte, serviert. Das Essen wurde nach angenehmer Wartezeit serviert, mein Gericht sogar vom Chef der Küche persönlich.
Es ist ein Gasthaus ohne ChiChi, aber mit familiärer und aufmerksamer Freundlichkeit.
Speisen und Getränke:
Zunächst die obligatorische Flasche Mineralwasser, 0,7 l zu € 4,00.
Mein Mann bestellte ein kleines Pils und ich studierte die Weinkarte.
Hier begnügt man sich mit einem vorderpfälzer Weingut. Das Weingut August Ziegler in Maikammer.
Den Sauvignon Blanc trocken „mit Duft nach reifen Stachelbeeren“ wollte ich gerne versuchen. Die Weine werden alle mit 0,25 l angeboten. Ich fragte, ob 0,1 l möglich sei – kein Problem.
Zu meinem Essen wählte ich dann den kräftigen Sankt Laurent trocken, 0,25 l zu € 4,50.
Die Speisekarte bietet eine gute Auswahl ohne überladen zu sein. Spezialität des Hauses sind wohl die Flammkuchen in großer Auswahl, auch süß.
Die Küche ist als deutsch – gut bürgerlich – elsässisch zu bezeichnen. Außerdem werden Tagesgerichte auf der Tafel angeboten.
Als Vorspeise bestellten wir beide einen kleinen gemischten Salat zu € 3,50.
Dieser war schön frisch und mit diesem wunderbaren Dressing wie wir es aus dem Elsass kennen. Irgendwas daran schmeckt uns immer so besonders gut, vielleicht ein Senf? Ich konnte das Rätsel noch nicht lösen oder der Küche entlocken.
Mein Mann entschied sich als Hauptspeise für den Flammkuchen „Ungarn“ zu € 8,20.
Der Flammkuchen wurde heiß und knusprig auf dem Holzbrett serviert. Der frische Belag mit Salami, Champignons, Paprika, Zwiebeln, etwas Käse und Knoblauch kam gut an. Auch unsere Begleiter waren sehr zufrieden mit ihren Flammkuchen.
Meinen Hauptgang entdeckte ich schon beim Eintreten auf der Tafel: Rehgulasch mit Knödel und Rotkraut zu € 16,80.
Hier hatte ich richtig Appetit drauf, der Chef versicherte mir, das Rotkraut sei auch selbstgemacht. Eine gute Portion wurde serviert, alles ganz klassisch zubereitet. Das Rehgulasch schön zart und mit den klassischen Wildgewürzen zubereitet. 2 samtige Kartoffelknödel und das Rotkraut. So ist gutbürgerlich wirklich gut. Das Gulasch und das Rotkraut war natürlich vorbereitet. Hier auch die einzigen kleinen Kritikpunkte: Das Essen hätte stärker erhitzt werden müssen und die Knödel hätten noch 5 Minuten ziehen müssen, sie waren in der Mitte nicht ganz durch. Geschmacklich allerdings top. Aber es kühlte halt schnell ab. Dann esse ich einfach zu schnell und kann es gar nicht so genießen wie es das Essen verdient hätte.
Ambiente und Sauberkeit:
Das Ambiente hat sich seit unserem letzen Besuch verbessert. Neue bequeme Bestuhlung, die Tische herbstlich und mit sauberen Tischdecken eingedeckt. Auf der Stirnseite des Restaurants prangt ein großer Spiegel mit üppigen Goldrahmen.
Die Toiletten sind sauber und gepflegt, gehören wohl aber auch zur Turnhalle. Daher werden die Wirtsleute hier wenig Einfluss haben.
Vor dem Haus gibt es einen schönen Biergarten. Bei unserem nächsten Besuch können wir hoffentlich hier mal sitzen!
Nach einem Tag in Kaiserslautern planten wir auf dem Rückweg ein Treffen mit meiner Freundin und Familie im Stadtteil Erlenbach ein. Mit Kleinkind sollte es ein frühes und nicht zu ausschweifendes Abendessen werden.
Die Jahnstube ist hierzu immer gut geeignet. Wir waren nun zum dritten Mal hier, meine Freundin kehrt hier, da „um die Ecke“ natürlich öfter ein.
Das Restaurant liegt angegliedert an die Turnhalle zurückgesetzt an der Landstraße. Dadurch auch etwas versteckt. Es werden wohl überwiegend Stammkunden sein, die hier einkehren.
Service:
Wir... mehr lesen
4.0 stars -
"Unser 3. Besuch - wieder gut - wir kommen gerne wieder!" PetraIONach einem Tag in Kaiserslautern planten wir auf dem Rückweg ein Treffen mit meiner Freundin und Familie im Stadtteil Erlenbach ein. Mit Kleinkind sollte es ein frühes und nicht zu ausschweifendes Abendessen werden.
Die Jahnstube ist hierzu immer gut geeignet. Wir waren nun zum dritten Mal hier, meine Freundin kehrt hier, da „um die Ecke“ natürlich öfter ein.
Das Restaurant liegt angegliedert an die Turnhalle zurückgesetzt an der Landstraße. Dadurch auch etwas versteckt. Es werden wohl überwiegend Stammkunden sein, die hier einkehren.
Service:
Wir
Geschrieben am 27.11.2015 2015-11-27| Aktualisiert am
27.11.2015
Das schöne Restaurant in der Wasserburg ist zur Zeit geschlossen.
Es gab wieder einen Besitzerwechsel im Restaurant. Ca. 2 Jahre war Jochen Conrath hier ansässig.
Zum Glück gibt es schon am 03.12.15 die Neueröffnung unter neuer Führung! Alain Pascal Loeb übernimmt das Restaurant. Er kochte erfolgreich in den letzten Jahren im Pferdestall in Einöllen.
Ankündigung auf der Homepage:
Wiedereröffnung am Donnerstag, 03. Dezember 2015, ab 18.30 Uhr
zum Empfang für jeden Gast : 1 Glas Sekt / Orange
Finger Food / Flying Buffet
in zahlreichen Variationen in allen unseren Räumen
Essen wie Gott in Frankreich
p.P. : 9,80 €
Auf der Wasserburg wird nun leichte, gesunde Küche mit französischem Flair angeboten. Ebenso regionale Klassiker. Mittwoch ist Flammkuchentag.
Das hört sich doch alles schon recht gut an, oder?
Viel Erfolg der Wasserburg, Herrn Loeb und seinem Team!
Das schöne Restaurant in der Wasserburg ist zur Zeit geschlossen.
Es gab wieder einen Besitzerwechsel im Restaurant. Ca. 2 Jahre war Jochen Conrath hier ansässig.
Zum Glück gibt es schon am 03.12.15 die Neueröffnung unter neuer Führung! Alain Pascal Loeb übernimmt das Restaurant. Er kochte erfolgreich in den letzten Jahren im Pferdestall in Einöllen.
Ankündigung auf der Homepage:
Wiedereröffnung am Donnerstag, 03. Dezember 2015, ab 18.30 Uhr
zum Empfang für jeden Gast : 1 Glas Sekt / Orange
Finger Food / Flying Buffet
in... mehr lesen
Zur Wasserburg
Zur Wasserburg€-€€€Restaurant063641750016Schloßstraße 1, 67753 Reipoltskirchen
stars -
"Zur Zeit geschlossen - Wiedereröffnung am 03.12.2015" PetraIODas schöne Restaurant in der Wasserburg ist zur Zeit geschlossen.
Es gab wieder einen Besitzerwechsel im Restaurant. Ca. 2 Jahre war Jochen Conrath hier ansässig.
Zum Glück gibt es schon am 03.12.15 die Neueröffnung unter neuer Führung! Alain Pascal Loeb übernimmt das Restaurant. Er kochte erfolgreich in den letzten Jahren im Pferdestall in Einöllen.
Ankündigung auf der Homepage:
Wiedereröffnung am Donnerstag, 03. Dezember 2015, ab 18.30 Uhr
zum Empfang für jeden Gast : 1 Glas Sekt / Orange
Finger Food / Flying Buffet
in
Geschrieben am 25.11.2015 2015-11-25| Aktualisiert am
25.11.2015
Besucht am 31.10.2015
Durch Zufall entdeckten wir im Sommer auf der Heimreise von der Eifel den Richtershof, und waren begeistert. Ein kleiner Snack überzeugte uns, die Kritik unseres Besuches vom 10.07.15 ist nachzulesen unter „Weinromantikhotel Richtershof“ (http://www.gastroguide.de/restaurant/259/weinromantikhotel-richtershof/muelheim).
Bistro-Bar-Remise ist nicht separat angelegt.
Der Richtershof wurde 2001 eröffnet. Ein wirklich stilvolles Anwesen mit 3 Restaurants:
Culinarium R – Bistro Bar Remise – Wintergarten Baldachin
Unseren zweiten Aufenthalt habe ich frühzeitig mit Übernachtung gebucht. Ein „Arrangement“ Übernachtung mit 5-Gänge Menü und kleinen Extras.
Service:
Der Service fängt auf der Homepage an, steigert sich telefonisch und rundet sich beim Hotelaufenthalt ab. Einfach perfekt bis hin zum ausgiebigen Sektfrühstück am nächsten Morgen. Der rote Faden durch den Richtershof.
Das Arrangement gefunden, telefonisch Details erfragt (auf individuelle Wünsche zum Menü wird absolut Rücksicht genommen), schriftlich reserviert und bestätigt.
Ankunft, freundlicher Empfang, Begleitung an das gebuchte Zimmer „Petit Charme“. Diese kleinste Kategorie war mehr als ausreichend und sehr geräumig. Frisches Obst, ein frisch gebackener Mini-Marmorkuchen (eigentlich gar nicht so Mini), Pralinen … stehen für uns bereit.
Es wurde benannt, dass unser gebuchtes Menü im Restaurant Wintergarten Baldachin serviert wird. Im Arrangement war ein 5-Gänge-Menü mit Weinbegleitung enthalten.
Im Restaurant Winterbarten wurden wir nett von einer Servicemitarbeitern empfangen. Auf einer separaten Theke lagen die namentlich beschrifteten Menükarten parat. Bei der Buchung konnte man Wünsche äußern. Hier vermerkte ich „Gerne Fisch bzw. vegetarisch, Fleisch nach Absprache“. Es wird also individuell auf die Gäste eingegangen ohne „á la carte“ anzubieten.
Die freundliche Mitarbeiterin begleitete uns samt persönlicher Menükarte zu unserem Tisch im kleineren angegliederten Raum des Wintergartens (unser Wunsch).
Über den Abend wurden wir wunderbar betreut. Von einer Servicemitarbeiterin die unsere Speisen servierte und einer junge Dame die auf gelungenste Weise uns auf unserer Mosel-Weinreise begleitete (und nicht mit uns trank). Ihre Ausführungen waren wunderbar unterhaltend und miterlebbar. Eine Entertainerin in ihrer Berufung!
Alle Speisen wurden mit genau richtigen Abständen serviert. Die Weine passend eingeschenkt, auch das zusätzlich bestellte Wasser (im Kühler bereitgestellt).
Speisen und Getränke:
Hier kommen wir, leider, zum Reinfall des Abends: ICH! Als Überraschung für meinen Mann geplant und gebucht kam es, wie es nicht sein soll: Ein richtig fetter grippaler Infekt überfiel mich pünktlich zum Termin! (Doc hbeermann: Habe mich nicht getraut nach illegalen medizinischen Waffen zu fragen!).
In der Apotheke versuchte ich es mit der Ansage: „Ich möchte alles, was in der Werbung umworben wird und sofort hilft. Und genau in der Reihenfolge!“ Die Apothekerin war mehr als sprachlos! Ein Arzt in der Familie sagte mal: „Eine richtige Erkältung dauert mit Medikamenten 2 Wochen und ohne 14 Tage“. So geht es immer aus! Und Kleenex Balsam feiert 2015 die Weihnachtsfeier auf meine Kosten.
Meine Befürchtungen wurden wahr: Der Geschmackssinn meldete nur noch sporadisch sein Dasein, insbesondere bei den Weinen. Mein Mann vermittelte so gut es ging und es gab nur Lob.
Als Apèritif wählten wir den moselländischen Richtershof brut nach Champagnerverfahren zu € 8,00 das 0,1 l Glas. Geschmacklich so fein, er kam sogar bei mir an!
Hierzu werden uns 3 Sorten frisches Brot und Butter gereicht. Das dunkle runde Brot ist der Renner.
Zu dem Menüpreis kann ich hier leider nichts weiter als "angemessen" sagen. Im gebuchten Arrangement mit Übernachtung war das Menü enthalten.
Unser Menü samt Weinbegleitung:
Amuse Bouche
Eigentlich was Feines vom Spanferkel. Für uns netterweise in die vegetarische Variante getauscht. Hier hätte ich mir vom Richtershof mehr Kreativität erhofft, Tomate-Mozzarella ist nicht der Brüller. Dennoch feine Coctailtomaten, Mini-Mozzarellakugeln, nett arrangiert mit wirklich gutem Balsamico und Olivenöl.
Gratinierter Frischkäse im Zucchinimantel, Paprikamarmelade und Salatstrauß
Sehr fein!!! Der lauwarme und leicht gratinierte Ziegenfrischkäse sitzt auf einem dünnen Knusperboden, der Zucchinimantel hüllt ihn ein. Die Paprikamarmelade und eine gegrillte Coctailtomante runden stimmig ab!
Dazu ein feinherber Riesling vom grauen Schiefer, Weingut Leo Fuchs! Muss man sich merken!
Stauchtomaten-Consommé, Pilze und Basilikum-Ravioli
Ein Consommé-Fan bin ich nicht. Á la carte hätte ich dies nicht gewählt. Eine Augenfreude wurde serviert. Die klare Suppe mit Champignons und fein gewürfeltem Suppengemüse, laut meinem Mann mit schönem Pilzaroma. Ein Ravioli, mit genau dem richtigen Biss, schmeckte meinem Mann deutlich und gut nach Basilikum. Ich liebe Basilikum, leider hatte ich mit „Rüsselseuche“ hier kein Aroma (fließt natürlich nicht in die Wertung!).
Weinbegleitung: 2012er Riesling trocken, Mülheimer Elisenberg vom Weingut Bauer.
Doradenfilet, Spitzkohl & körnige Senfsauce
Das Doradenfilet perfekt auf der Haut glasig gebraten. Der Spitzkohl mit Biss gedünstet. Die körnige Senfsauce als würziger und perfekter Kontrast.
Hierzu ein Weißburgunder aus der Nachbarschaft. Weingut Max Ferd. Richter, Mülheim direkt neben dem Richtershof dem der Hof wohl auch den Namen verdankt.
Gebratener Fjord-Lachs, mediteranes Gemüse & feine Nudeln, Kräuter Pesto
Das Highlight meiner gebeutelten Geschmacksnerven! Das feine Aroma des perfekt gebratenen Fjordlachses kam an! Unter der Cloche dampfend serviert. Die feine Pasta und das Gemüse al dente, fein gewürzt. Das Kräuter Pesto serviert mit Thymianzweig.Und ein krosser (vermutlich) Pastinakenchip.
Wir bleiben an der Mosel: Ein Grauburgunder- Pinot Gris 2013 , Weingut Chateau de Schengen, Luxembourg.
Schokoladen-Brownie, Gewürz-Kirschen & Cassissorbet
Für uns leider der „schwächselnste“ Gang samt Weinbegleitung. Wir baten, da schon gut gesättigt, um ein etwas kleineres Dessert. Der Brownie dann als ½-Portion serviert. Jede Komponente an sich sehr gut, aber hier wurde einfach nicht unsere süße Ader getroffen. Die Aromen fast zu viel des Guten und miteinander nicht so stimmig.
Auch die Weinbegleitung, ein 2012er Graacher Himmelreich Riesling Spätlese führte uns nicht in den 7. Himmel. Zu viel Schwerkraft um in den Himmel zu steigen…
Ambiente:
Hier kann ich nur sagen: Der gesamte Richtershof ist perfekt und stimmig von vorne bis hinten! Hinfahren, abschalten und geniessen! Selbstverständlich bis ins letzte Detail gepflegt, die Bilder geben es hoffentlich wieder! Natürlich ein perfekt eingedeckter Tisch mit Kerze, Blume, Stoffservietten... In allen Hotel- und Gastronomiebereichen ist hier alles eine Augenweide.
Fazit:
100%ig wieder!
Allerdings:
- Ohne Erkältung
- Essen á la carte. Das Menü war toll. Auf der Karte des Culinarium R habe ich allerdings Speisen entdeckt, die mir nicht aus dem Kopf gehen. Ich wähle lieber mein Menü selbst.
- Übernachtung in dem wunderschönen Hotel macht Sinn, Frühstück erstklassig. Wellnessbereich ist sehr klein und schnell überfüllt.
Durch Zufall entdeckten wir im Sommer auf der Heimreise von der Eifel den Richtershof, und waren begeistert. Ein kleiner Snack überzeugte uns, die Kritik unseres Besuches vom 10.07.15 ist nachzulesen unter „Weinromantikhotel Richtershof“ (http://www.gastroguide.de/restaurant/259/weinromantikhotel-richtershof/muelheim).
Bistro-Bar-Remise ist nicht separat angelegt.
Der Richtershof wurde 2001 eröffnet. Ein wirklich stilvolles Anwesen mit 3 Restaurants:
Culinarium R – Bistro Bar Remise – Wintergarten Baldachin
Unseren zweiten Aufenthalt habe ich frühzeitig mit Übernachtung gebucht. Ein „Arrangement“ Übernachtung mit 5-Gänge Menü und kleinen Extras.
Service:
Der Service fängt auf... mehr lesen
Wintergarten Baldachin im Richtershof
Wintergarten Baldachin im Richtershof€-€€€Restaurant, Hotel49065349480Hauptstr. 81-83, 54486 Mülheim
4.5 stars -
"Feierlaune im Richtershof, aber nicht Halloween!" PetraIODurch Zufall entdeckten wir im Sommer auf der Heimreise von der Eifel den Richtershof, und waren begeistert. Ein kleiner Snack überzeugte uns, die Kritik unseres Besuches vom 10.07.15 ist nachzulesen unter „Weinromantikhotel Richtershof“ (http://www.gastroguide.de/restaurant/259/weinromantikhotel-richtershof/muelheim).
Bistro-Bar-Remise ist nicht separat angelegt.
Der Richtershof wurde 2001 eröffnet. Ein wirklich stilvolles Anwesen mit 3 Restaurants:
Culinarium R – Bistro Bar Remise – Wintergarten Baldachin
Unseren zweiten Aufenthalt habe ich frühzeitig mit Übernachtung gebucht. Ein „Arrangement“ Übernachtung mit 5-Gänge Menü und kleinen Extras.
Service:
Der Service fängt auf
Auf der Heimfahrt entlang der Mosel entschlossen wir uns zu einem frühen Abendessen. Letzte Station war Cochem und hier war trotz, oder gerade eben deshalb, die Hölle los. Die dicht gefüllten Straßen lichteten sich allerdings zur frühen Abendstunde zügig.
Vor dem Ratskeller im Stadtkern der Fußgängerzone standen wir im Sommer schon einmal, diesmal stiegen wir die Stufen herab in das geräumige Gewölbe.
Es war noch früh, aber nach und nach füllte sich das Haus.
Service:
Begrüßt wurden wir freundlich und die beiden Herren im Service waren aufmerksam und freundlich.
Das Essen wurde unglaublich schnell serviert, für einen gemütlichen Abend fast zu schnell. An diesem Abend war es uns ganz recht. Beilagensalat und Flammkuchen wurden gemeinsam serviert. Wir hätten den Salat gerne in Ruhe vorab gegessen, haben dies aber bei der Bestellung auch nicht gesagt.
Speisen und Getränke:
Für den Chauffeur 1 Moselrieslingschorle , 0,2 l zu € 3,00
Für die Beifahrerin 1 Moselriesling Hochgewächs, 0,2 l zu € 4,90
Die Karte ist gut gestaltet, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auf einer Schiefertafel wird das Tagesgericht angekündigt.
Die 2 Beilagensalate zu je € 3,00 wurden im Schälchen serviert. Frischer Lollo Rosso und Bianco, Salatgurke und Tomate. Das Kräuter-Creme-Fraiche-Dressing war mir etwas zu massig und machte keinen hausgemachten Eindruck (wird dies auch zum Reibekuchen gereicht?). Ein einfacher Beilagensalat, okay.
Als Hauptgericht bestellten wir beide Flammkuchen.
Mein Mann wählte den Flammkuchen mit Tomate-Mozzarella zu € 7,90.
Ich entschied mich für den Flammkuchen mit Blattspinat und Lachs zu € 9,80.
Beide Flammkuchen wurden heiß und vorgeschnitten auf dem typischen Holzbrett serviert. Der Teig außen schön knusprig und hauchdünn, so wie er sein soll.
Tomate-Mozzarella schnitt geschmacklich besser ab.
Bei meinem Flammkuchen war mir fast zu viel Lachs aufgelegt worden. Und vom Spinat blieb ein leicht pelziges Gefühl im Mund, er war auch etwas trocken. Hier hat mir etwas Raffinesse und Würze gefehlt. Dennoch war der Flammkuchen gut essbar.
Am Nebentisch wurde ein Rumpsteak serviert. Der Gast schnitt es an und es schien butterzart. Vielleicht ist dies die Spezialität des Hauses.
Sauberkeit und Ambiente:
Das offene Steingewölbe bringt eine tolle Atmosphäre. Die Akustik auch später bei gut besuchtem Lokal noch angenehm.
Rustikal mit modernen Einflüssen, gepflegt. Geschmackvoll eingerichtet . Dunkele Holztische und Stühle, mittig riesige Kronleuchter.
Herbstliche Deko auf den Tischen, nicht überladen.
Alles sehr stimmig, so auch die handbeschriebene Tafel: „ Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.“ Schön und wahr.
Die Toiletten sauber und gepflegt.
Auf der Heimfahrt entlang der Mosel entschlossen wir uns zu einem frühen Abendessen. Letzte Station war Cochem und hier war trotz, oder gerade eben deshalb, die Hölle los. Die dicht gefüllten Straßen lichteten sich allerdings zur frühen Abendstunde zügig.
Vor dem Ratskeller im Stadtkern der Fußgängerzone standen wir im Sommer schon einmal, diesmal stiegen wir die Stufen herab in das geräumige Gewölbe.
Es war noch früh, aber nach und nach füllte sich das Haus.
Service:
Begrüßt wurden wir freundlich und die beiden Herren... mehr lesen
3.5 stars -
"Speisen in stimmungsvoller Atmosphäre" PetraIOAuf der Heimfahrt entlang der Mosel entschlossen wir uns zu einem frühen Abendessen. Letzte Station war Cochem und hier war trotz, oder gerade eben deshalb, die Hölle los. Die dicht gefüllten Straßen lichteten sich allerdings zur frühen Abendstunde zügig.
Vor dem Ratskeller im Stadtkern der Fußgängerzone standen wir im Sommer schon einmal, diesmal stiegen wir die Stufen herab in das geräumige Gewölbe.
Es war noch früh, aber nach und nach füllte sich das Haus.
Service:
Begrüßt wurden wir freundlich und die beiden Herren
Im Sommer entdeckten wir das Kloster Machern im Vorbeifahren. Dieses Mal war zur Mittagszeit Gelegenheit hier einzukehren.
Das Kloster liegt direkt an der Mosel, allerdings durch die Bundesstraße getrennt. Parkplätze gibt es reichlich rund um das Gelände. Hier gehört auch die Kloster-Brauerei (separat bei GastroGuide angelegt) dazu.
Wir peilten die Kloster-Weinstube / Weincabinett / Café an. Hier geht es deutlich ruhiger als in der Brauerei zu.
Die beiden Bedienungen waren beschäftigt, so wählten wir selbst unseren Platz. Es war nicht zu viel los, dennoch dauerte es geraume Zeit, bis Kenntnis von uns im übersichtlichen Gastraum genommen wurde.
Kurze Frage, ob wir etwas essen möchten. Ich ließ mir die Karte reichen und sagte der Mitarbeiterin, dass wir spät gefrühstückt hatten und einfach mal schauen möchten.
2 trockene Weinschorlen bestellten wir gleich. 0,2 l zu € 3,30 – die Klosterwirte wollen Gewinn machen! Diese wurden gut temperiert und mit gutem Wein umgehend serviert. Danach waren wir verlassen und mussten uns zum Zahlen deutlich bemerkbar machen. Wenn der Service immer so ist, ist Verbesserungspotential geboten.
Nichts desto trotz: Die Weinstube ist sehr schön. Gemütlich mit viel Holz, schlicht, gepflegt und mit passender Deko. Außen gibt es sehr schöne Sitzplätze, die geschützten waren sogar am 01.11. noch besetzt.
Die Toiletten, treppauf also nicht behindertengerecht, sind sauber und gepflegt.
Die Speisekarte bietet eine Auswahl interessanter und regionaler Gerichte. Saisonal wurden verschiedene Steinpilzgerichte angeboten. Die Speisen, die an den Tischen serviert wurden, sahen alle sehr appetitlich aus. Ebenso die Kuchenauswahl in der Glasvitrine.
Empfehlenswert ist absolut ein Abstecher ins Gewölbe der ehemaligen Krypta auf dem Klostergelände. Hier werden Liköre, Trester, Essige, Gewürze, Öle … verkauft. Kosten darf man auch und der geschäftstüchtige Mitarbeiter schenkte mir gleich Hochprozentiges vom Pfefferminz gegen meine schlimme Erkältung ein. 10 Sekunden später war die Nase frei und der Heilsaft gekauft :-).
Im Sommer entdeckten wir das Kloster Machern im Vorbeifahren. Dieses Mal war zur Mittagszeit Gelegenheit hier einzukehren.
Das Kloster liegt direkt an der Mosel, allerdings durch die Bundesstraße getrennt. Parkplätze gibt es reichlich rund um das Gelände. Hier gehört auch die Kloster-Brauerei (separat bei GastroGuide angelegt) dazu.
Wir peilten die Kloster-Weinstube / Weincabinett / Café an. Hier geht es deutlich ruhiger als in der Brauerei zu.
Die beiden Bedienungen waren beschäftigt, so wählten wir selbst unseren Platz. Es war nicht zu... mehr lesen
Weinkabinett Kloster Machern
Weinkabinett Kloster Machern€-€€€Cafe, Weinstube06532953175An der Zeltinger Brücke, 54470 Bernkastel-Kues
3.5 stars -
"Hier kann man rasten! Das Kloster ist den Abstecher wert!" PetraIOIm Sommer entdeckten wir das Kloster Machern im Vorbeifahren. Dieses Mal war zur Mittagszeit Gelegenheit hier einzukehren.
Das Kloster liegt direkt an der Mosel, allerdings durch die Bundesstraße getrennt. Parkplätze gibt es reichlich rund um das Gelände. Hier gehört auch die Kloster-Brauerei (separat bei GastroGuide angelegt) dazu.
Wir peilten die Kloster-Weinstube / Weincabinett / Café an. Hier geht es deutlich ruhiger als in der Brauerei zu.
Die beiden Bedienungen waren beschäftigt, so wählten wir selbst unseren Platz. Es war nicht zu
Beim Essen liegt es doch nahe, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen.
Wir machten einen Ausflug an die Mosel, schlenderten durch Traben-Trarbach.Mittagszeit.
Bauch an Kopf: Hunger!
Traben-Trarbach ist mit reichlich Gastronomie versehen, uns war nicht nach fremdländischer Küche. So entdeckten wir „Storcke Stütz“, von außen ansprechend dekoriert. Tafeln wiesen auf interessante Speisen. Das Bauchgefühl sagte uns: Hier versuchen wir es!
Wir betraten das ehrwürdige Gebäude und der angenehme Geruch frischer Speisen schlug uns… positiv auf den Bauch! Wie doch schon ein guter Geruch den Appetit steigern kann.
Wir wurden freundlich begrüßt und es war glücklicherweise noch ein Tisch frei. Das Restaurant war sehr gut besucht.
Überrascht waren wir, dass es sich um einen sehr geräumigen ehemaligen Weinkeller handelt. Hätten wir von außen gar nicht so gedacht. Uns wurde ein gemütlicher Tisch zugewiesen und die Karte gereicht.
Diese bietet eine schöne Auswahl, ich würde sie als moselländisch-mediterran bezeichnen. Gut sortiert und nicht überladen.
Wir bestellten 2 trockene Weißweine (0,2 l zu € 3,70 bzw. € 3,90) vom Weingut Storck. Diese wurden umgehend und gut gekühlt serviert.
Zum Essen wählte mein Mann von der Außentafel: Hausgemachte Kartoffelrösti mit geräuchertem Lachs, Dip, Zitrone und Salatgarnitur zu € 6,80.
Ich entdeckte: Knackige Blattsalate mit Kräutervinaigrette, warmen Ziegenkäse und Honig, getrockneten Feigen und Walnüssen zu € 11,60. Für ein Mittagessen genau richtig.
Serviert wurde nach angenehmer Wartezeit.
Die dampfend heißen Kartoffelrösti definitiv hausgemacht, goldgelb und knusprig gebraten. Der Räucherlachs sehr angenehm und frisch im Geschmack, ein feiner Frischkäsedip mit Frühlingszwiebeln im separaten Schälchen, kleine Salatbeilage mit kleinen Paprikawürfeln. Das Ganze schön angerichtet und mit frischem Schnittlauch bestreut. Toll!
Mein Salatteller überzeugte ebenso. Sehr appetitlich, alles frisch. Ein großes Stück Ziegenfrischkäse, perfekt gratiniert und mit dem Honig abgerundet. Der Salat mit einem feinen Dressing und auch etwas Honig abgerundet. Die getrockneten Feigen und Walnüsse passten perfekt. Lediglich eine kleine Portion Krautsalat passte, da sehr säuerlich, nicht so recht zu den anderen Zutaten. Dazu gab es 3 Scheiben Weißbrot. Hier haben wir für uns beide noch ein paar Scheiben nachbestellt. Diese wurden mit fairen 0,50 € abgerechnet.
Der junge Service, laut Beleg Herr Cullmann, unterstützt von einer weiteren Mitarbeiterin, agierte sehr freundlich, ruhig und aufmerksam. Und dies bei nahezu voll besetztem Restaurant. Beim Abräumen die Frage ob alles Recht war. Hier bemerkte mein Mann, dass die Rösti so toll waren, es hätte gerne einer mehr sein dürfen. Es folgte die verständliche Aufklärung: Auf der Karte ist dies ein Gericht unter der Rubrik „Vorspeisen und Kleinigkeiten“. Da die Wahl von der Tafel getroffen wurde, hatten wir dies nicht bemerkt. Hier wäre es toll das Gericht in „klein“ und „groß“ anzubieten.
Wir haben uns ausgesprochen wohl in dem ca. 600 Jahre alten Gebäude gefühlt. Es ist recht verwinkelt, Säulen unterbrechen den großen Raum. Die Tische sind schön und nicht zu eng angeordnet, an den Wandseiten mit Eckbänken. Die herbstliche Dekoration ist nicht überladen, die Tische mit Leinendecke, Kerze und frischem Blümchen eingedeckt.
Toiletten treppauf sauber und gepflegt. Für Gehbehinderte ist das Restaurant dadurch aber nicht geeignet.
Trotz der Größe und der vielen Gäste ist der Geräuschpegel sehr angenehm. Die Räume sind mit Teppichfliesen ausgelegt, vielleicht helfen diese.
Es ist gemütlich und man könnte hier sicherlich herrlich versacken!
Beim Essen liegt es doch nahe, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen.
Wir machten einen Ausflug an die Mosel, schlenderten durch Traben-Trarbach.Mittagszeit.
Bauch an Kopf: Hunger!
Traben-Trarbach ist mit reichlich Gastronomie versehen, uns war nicht nach fremdländischer Küche. So entdeckten wir „Storcke Stütz“, von außen ansprechend dekoriert. Tafeln wiesen auf interessante Speisen. Das Bauchgefühl sagte uns: Hier versuchen wir es!
Wir betraten das ehrwürdige Gebäude und der angenehme Geruch frischer Speisen schlug uns… positiv auf den Bauch! Wie doch schon ein guter Geruch... mehr lesen
4.5 stars -
"Gute Restaurantwahl nach Bauchgefühl" PetraIO
Beim Essen liegt es doch nahe, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen.
Wir machten einen Ausflug an die Mosel, schlenderten durch Traben-Trarbach.Mittagszeit.
Bauch an Kopf: Hunger!
Traben-Trarbach ist mit reichlich Gastronomie versehen, uns war nicht nach fremdländischer Küche. So entdeckten wir „Storcke Stütz“, von außen ansprechend dekoriert. Tafeln wiesen auf interessante Speisen. Das Bauchgefühl sagte uns: Hier versuchen wir es!
Wir betraten das ehrwürdige Gebäude und der angenehme Geruch frischer Speisen schlug uns… positiv auf den Bauch! Wie doch schon ein guter Geruch
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Einen Besuch in DEM Einzelhandelshaus von Sohren legte ich bewusst auf den späteren Nachmittag, um fließend zum Abendessen überzuleiten. Die Empfehlung der Mitarbeiter des Einzelhandelshauses wies deutlich auf das Restaurant Schinderhannes. Das historische Hotel-Restaurant im Ortskern blickt auf über 60 Jahre Erfahrung zurück – klasse!
Service:
Früh am Abend betraten wir kurz vor 18.00 Uhr das Restaurant. Nett ist es hier, viele Gäste im ehrwürdig silberergrauten Alter sind anwesend und alle so sehr schwarz gekleidet… Ohje!
Trotz zahlreicher Trauergäste wurden wir nett empfangen, am Stammtisch fand sich ein Platz für uns. Ein guter Trick, neue Gäste am Stammtisch zu platzieren! Während sich die anderen Gäste langsam, mit Kranzkuchenpaket für zu Hause, verabschieden werden wir gut betreut.
Ein Mitarbeiter und zwei gestandene Damen kümmern sich um unser Wohl. Die Karten werden gereicht, Getränkewünsche notiert.
Das Haus ist richtig gut besucht. Es geht hier familiär, natürlich und aufmerksam zu. Getränke wurden zügig serviert, die Speisen nach passender Wartezeit.
Aber auch ein bisschen hunsrückerisch-robust, wir haben uns köstlich amüsiert:
Zu meinem Wildgericht bestellte ich mir bei der Chefin ein Glas Rotwein. Da wir die Karte nicht mehr hatten, sagte ich ihr, sie soll mir einfach einen kräftigen trockenen Roten aussuchen. Der junge Mitarbeiter reichte mir kurz darauf das Glas und ich fragte: „Was bringen sie mir denn hier Feines?“ Ganz andächtig kam die Antwort: „Einen ROTWEIN“. Wer hätte dies gedacht? Ich glotzte sicherlich reichlich dämlich, denn ich wartete auf weitere Info. Als nichts kam meine Frage nach der Rebsorte. Antwort: „Das ist ein ganz toller Wein. Ich glaube Dornfelder ist drin. Ich schau mal nach.“ Er ging zur Theke, schaute nach und behielt die Antwort für sich. Nicht schlimm, ist irgendwie untergegangen.
Speisen und Getränke:
Die Speisekarte (deutsch und englisch) gefällt uns richtig gut. Gut sortiert, hier wird jeder fündig. Regionale Gerichte und Wildgerichte fallen mir besonders auf. Bodenständige Klassiker fehlen auch nicht. Sehr gut: Auch beim Einkauf setzt man hier auf regionale Zutaten. Saisonales wird als Tagesempfehlung angeboten.
Wir wählen:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75, € 4,80
Riesling trocken, 0,2 l, € 3,50
Rotwein „Punkt Landung“, 0,2 l, € 4,80.
Der Wein ließ sich sogar googlen. Ergebnis der Homepage Weingut Schauß, Monzingen (Nahe):“ PUNKT-LANDUNG | trocken | Hier ist der Name Programm. Eine Rotweincuveé aus Dornfelder und Domina, die eine perfekte Balance besitzt. Kräftig aber nicht zu schwer.“ Er hat mir vorzüglich geschmeckt!
Für mich: Rosa gebratener Hirschrücken an Pfifferlingen in Rahm, hausgemachte Spätzle, Preiselbeeren und Rahmwirsing € 28,00
Für meinen allerliebsten Begleiter: Salmfilet vom Grill auf Pestonudeln und Hummersauce, bunter Salatteller € 18,50
Es wird uns ein Gruß aus der Küche serviert. Eine rote Pestobutter und ein Frischkäse mit Röstzwiebeln (dachte zuerst es sei das obligatorische Schmalz), dazu frisches Baguette und knackige Radieschenscheiben. Beide Aufstriche klasse, die Kombination Frischkäse mit Röstzwiebeln hat allerdings gewonnen.
Unsere Beilagensalate werden, wie gewünscht, vorab serviert. Frisch und nett angerichtet, ein ganz besonders fein abgeschmecktes Dressing. Beim Weißkrautsalat meine ich eine leichte Currynote geschmeckt zu haben.
Unsere Speisen werden schön angerichtet serviert und es gibt auf den Tellern mehr als angekündigt zu entdecken.
Der Hirschrücken kräftig angebraten, innen rosa und saftig, auf den Punkt. Die Pfifferlinge im Rahm dazu, auch hier bekomme ich noch einen Nachschlag in der Sauciere. Der Wirsing, mit ein paar Farbtupfern aus Karottenraspeln. Leider, leider mit Speck zubereitet. Mein einziger Kritikpunkt, auch bei Nachfrage „hat es geschmeckt?“ durch den Servicemitarbeiter. Antwort: „Ja, das ist so im Hunsrück“. Da hat er sicherlich Recht. Ich muss mir hier einfach angewöhnen bei der Bestellung zu fragen. Für mich war es schade um den Wirsing, denn schmecken tut es nur nach Speck. Die hausgemachten und perfekten Spätzle werden reichlich im separaten Schälchen gereicht. Die Preiselbeeren in der Birnenhälfte und als Überraschung ein kleiner Bratapfel mit etwas Marzipan-Nussfüllung. Die Süße gefällt diesem Wildgericht sehr gut.
Das Lachsgericht gefällt auch, besonders geschmacklich. Der Fisch saftig gegart, feine Linguine mit Pesto. Hummersauce, Dill, Coctailtomate, Zitrone und frische Sprossen. Das hätte gereicht.
Der Lachs wurde auf der Haut gebraten – gut. Dann aber zum Anrichten die Haut vom Lachs getrennt und daneben angerichtet? Das sieht nicht so schön aus, die (natürlichen) Transtellen des Lachses sind vordergründig sichtbar. Die Karambolen- / Sternfruchtscheibe rettet nicht. Den Geschmack kann sie nicht retten, braucht sie auch nicht. Das Gericht schmeckt ausgesprochen gut! Karambolen überleben wohl nur aufgrund ihrer Sternform – Geschmackloseres gibt es selten auf Tellern, hier kann man sparen. Die Pasta schön al dente, die Sauce passt.
Ambiente und Sauberkeit:
Ein Landgasthaus das dies geschmackvoll in der Einrichtung und Dekoration umsetzt. Nicht wenig, aber auch keinesfalls überladen. Die Weihnachtsdeko rundet gelungen ab.
Die Tische sind sauber und schön eingedeckt. Eine frische Rose im Glas arrangiert. Windlicht, gestärkte Tischdecke.
Auf dem Weg zum gepflegten WC treppauf entdecke ich den geräumigen Festsaal, die „Schinderhanneshöhle“. Diese ist für eine Weihnachtsfeier liebevoll und festlich eingedeckt.
Fazit: Wohlfühlen – gut essen und satt werden – hierher kommen wir gerne wieder und geben die örtliche Empfehlung somit weiter! Und hierher kommen wir auch gerne wieder.