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Wie schon in früheren Berichten erwähnt ist das Mittagsgeschäft eher flau; abends soll der Laden allerdings brummen. Heute zur Mittagszeit waren wir insgesamt sechs Personen; ein junges Paar hatte kurz vor mir Platz genommen und nach mir kamen dann noch drei Gäste etwa meines Alters. Mehr wurde es dann aber nicht, zumindest nicht bis zu meinem Weggang. Wie so ein geringer Zuspruch zur Mittagszeit auf Dauer durchzuhalten ist, wissen die Götter; ich weiss es jedenfalls nicht.
Hatte ich kürzlich nachgefragt, warum es hier kein nordvietnamesisches Bier gibt sondern nur das das südvietnamesische "Bia Saigon Export", hatte ich die Auskunft bekommen, dass die Beschaffung von nordvietmamesischem Bier zu aufwendig und zu kostspielig sei. Umso mehr war ich überrascht, aktuell nun mit "Hanoi Export Beer" doch ein nordvietnamesisches Bier auf der Karte vorzufinden. Ich hatte, da meine Arbeitsaufenthalte in beiden Vietnams lange zurückliegen, nicht mehr in Erinnerung, wie es schmeckt. Also habe ich es bestellt; 0.33l dieses aus Gerstenmalz, Hopfen, Wasser und Reis hergestellten Bieres mit 4,9 % vol kosten EUR 3,80. Für mich schmeckt es im Vergleich mit dem Bia Saigon Export lausig; ich werde es nicht wieder bestellen.
Wieder bestellt habe ich dagegen die "Há Ga0 Tôm" für EUR 6,00. Diese gedämpften vietnamesischen Dumplings (Reisteigtaschen) mit der saftigen Garnelenfüllung schmecken wirklich ganz ausgezeichnet. Wie zuletzt serviert kamen sie auch diesmal mit hellem und dunklen Sesam bestreut und serviert auf einem Bananenblatt, das Ganze zusammen mit einem Schälchen Nuoc Mam präsentiert auf einer Schiefertafel. Die Fischsoße ist mit Sicherheit nicht aus der Flasche (zu kaufen in Asia-Märkten) sondern selbstgemacht, wie sie jede vietnamesische Hausfrau, die etwasauf sich hält, auch produziert.
Hauptgericht war für mich diesmal wieder die Phò Bo, die vietnamesische Nationalsuppe, sowohl in Süd- wie auch in Nordvietnam: eine Reisnudelsuppe mit aromatischer Brühe und frischen Kräutern. Serviert mit Limette, kleingehackten sauscharfen "roten Teufelchen" und Sojasprossen. Als Phò Bo kommt sie hier mit dünnen Rindfleischscheiben für EUR 17,50 auf den Tisch, mit Hühnerfleisch für EUR 16,50 (korrekterweise müsste sie auf der Karte allerdings als "Phò Ga" erscheinen, während sie hier fälschlich auch unter "Phò Bo" läuft, genau wie die Phò mit Tofu für EUR 14,50 ) . Das Fleisch wird entweder roh in die heisse Brühe gegeben und gart dort vor sich hin oder es kommt bereits vorgegart in die Brühe. Dabei besteht die Gefahr, dass es, wenn es zum Gast kommt, doch ziemlich durch ist. So war es heute leider auch bei meinem Rindfleisch; schade drum.Wäre es roh zur Pho gegeben worden, wäre ich sehr zufrieden gewesen; so muss ich bei "Essen" diesmal leider einen Punkt abziehen.
Fazit: Ich komme trotzdem wieder und beim nächsten Besuch werde ich mal die "Bun Cha" (Traditionelles Gericht aus Hanoi: Gegrillte Schweinefleischscheiben, serviert mit feinen Reisnudeln, frische Kräutern, Salat und Nuoc Cham Sauce zum Dippen) probieren.
P.S. Altes vienamesisches Sprichwort: "Reis ist die treue Ehefrau, auf die du dich verlassen kannst. Phò ist die kokette Geliebte, für die du dich davonstiehlst, um sie zu besuchen."