Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und jedes Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit. Beide essen wir wenig Fleisch, Speck mögen wir beide gar nicht. Wenn Fleisch, dann informieren wir uns gerne über die Herkunft des Fleisches. An Fisch, Beilagen und Gemüse darf es bei mir alles sein, aber bitte ohne Kümmel (Schwarzkümmel und Kreuzkümmel dafür gerne!).
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Es stört mich, dass immer mehr Convenience-Produkte in der Gastronomie Einzug erhalten. Ich gehe nicht ins Restaurant um Fertigprodukte zu essen, denn die gibt es bei uns zu Hause auch nicht.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 618 Bewertungen 939390x gelesen 16264x "Hilfreich" 15035x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 25.05.2015 2015-05-25| Aktualisiert am
25.05.2015
Besucht am 23.05.2015
Lange zog sich der Umbau des ehemaligen Modehauses zum Brauhaus auf dem Schleiferplatz hin. Die Eröffnung wurde mit Spannung erwartet und entsprechend hoch war der Ansturm nach der unauffälligen Eröffnung im März.
Klug von den Betreibern: Ohne viel Tamtam und mit eingeschränkter Speisekarte wurde als "Testwoche" eröffnet. So wird den neuen Gästen gleich der "Wind aus den Segeln" genommen wenn etwas mal noch nicht so richtig läuft. In dieser Zeit war ich zufällig mit meinem Mann in Idar und wir kehrten kurz zum kleinen Bier ein. Das Bier (Lahnsteiner) schmeckte uns ausgezeichnet. Zur Zeit wird noch nicht selbst gebraut, die Bedienung sagte aber, das Lahnsteiner Bier ginge geschmacklich in die Richtung, wie das selbst gebraute Bier schmecken wird.
Wir gaben also dem Team bis vorgestern Zeit sich einzuspielen. Seit der Eröffnung war es hier immer rappelvoll, reservieren unbedingt erforderlich.
Mein Vater wartete schon seit Wochen auf diesen Besuch, denn das Brauhaus kann problemlos mit dem Rollstuhl befahren werden. Papa lud ein und so kehrten wir zu siebt im Brauhaus ein.
Service:
An der Übung der vergangenen Wochen dürfte es nicht gelegen haben. An unserem Tisch wurden wir überwiegend von 2 jungen Damen bedient. So klug die "Testwoche" auch war, an der Einarbeitung oder Einstellung geschulter Servicekräfte wurde hier gleich wieder gespart.
Die Dame die uns hauptsächlich bediente konnte sich schlecht auf Freundlichkeit oder Aufmerksamkeit konzentrieren, sie war maßgeblich mit dem iPad zur Bestellaufnahme beschäftigt. Dieses Gerät nahm sie voll und ganz ein. Bierdeckel wurden zünftig hingeworfen, gehört vielleicht im Brauhaus so. Die typischen Brauhaus-Faltkarten stehen bereits am Tisch bereit.
Die Getränke wurden gleich aufgenommen, mit dem Bestellen der Speisen warteten wir, bis wir vollständig waren.
Eine Freundin sagte mir kurz vorher, es gäbe tolle Spargelgerichte. Ich fragte die Bedienung, ob es eine Spargelkarte gäbe. "Ja", sie holte sie am Nebentisch und diese wurde wieder vor mich auf den Tisch gefegt.
Nachdem wir vollständig und mit Getränken versorgt waren, wurden die Speisen aufgenommen. Sonderwünsche wurden zähneknirschend ins iPad eingegeben. Mit Zusatztexten, dies machte ihr wohl keinen rechten Spaß. Dennoch: Unsere Zusatzwünsche zu Saucenänderung und Beilagenänderung haben alle funktioniert.
Die Beilagensalate die als Vorspeise bestellt waren, kamen leider mit der Hauptspeise.
Salz und Pfeffer wurde gewünscht, es gab nur Pfeffer.
Wartezeit auf Getränke und Speisen recht lang, aber noch akzeptabel.
Am meisten störte mich, dass geräuschvoll das Geschirr abgeräumt wurde als mein Vater noch aß. Auch dann direkt links und rechts von ihm. Ich sagte laut und deutlich zu meinem Vater "Gell, nicht gemütlich, wenn Du ja noch ißt!" Die Bedienung verschwand darauf hin und war nicht mehr gesehen. Das Geschirr meines Vaters räumte dann die zweite sehr junge Mitarbeiterin deutlich später ab. Diese noch sehr unsicher, aber richtig freundlich! Sie rettet den Service auf 2*.
Zahlen per EC-Karte ging (noch) nicht. Nicht ganz passend, da doch die Bestellungen nur über iPad gehen.
Getränke und Essen:
Unsere Runde war sehr in Probierlaune und ich werde mich auf die Gerichte von meinem Mann und mir halten.
Kurzer Auszug zu den Preisen:
kleines Wasser 0,25 l € 1,80
Paulaner Weizen bzw. Tegernseer hell 0,5 l je € 3,50
Lahnsteiner Pils 0,3 l € 2,30
Grauburgunder trocken 0,2 l € 3,90
Degistife zwischen € 1,80 - € 3,90
An Speisen wurden Idarer Weißwürste mit Brezel, Rostbeef (Sonderwunsch mit Zwiebeln), Pommes und Gemüse, Schnitzel Wienerart, Spargel mit Schinken und Kartoffeln, Rahmschwammerln mit Semmelknödeln... bestellt.
Für uns beide einen Beilagensalat zu € 2,90. Dieser Frisch und gut, leichtes Dressing.
Mein Mann orderte die hausgemachten Käsespätzle mit Röstzwiebeln € 7,90.
Wir fragten die Bedienung später, ob die Spätzle wirklich hausgemacht seien. "Natürlich, warum?" die Antwort. Warum? Sie waren sehr matschig und weich. Da sind manche Fertigspätzle besser. Das Gericht nur fade und geschmacklos, ganz nett dekoriert mit Petersilie, etwas Schnittlauch, Coctailtomate. Die Röstzwiebeln nicht hausgemacht.
Auf der Spargelkarte war jedes Gericht mit Fleisch (auf der Hauptkarte sind 4 vegetarische Gerichte aufgeführt). Daher fragte ich, ob ich Spargel, Kartoffeln und Flammkäse vom Bornwiesenhof haben könne. Dieser Flammkäse ist auf der Hauptkarte zu finden und in unserer Region bekannt.
Mein Gericht wurde wie gewünscht serviert. Schöne neue Kartoffeln mit Schale - mag ich sehr. Die Kartoffeln hatten einen prima Geschmack. Eine gute Portion Spargel, leider mit sehr verwässertem Geschmack, an den Enden nicht gut geschält. Vielleicht bezieht man hier schon geschälte Ware, würde auch den Geschmacksverlust erklären. Die als hausgemachte Hollandaise fand ich so grenzwertig, dass ich möglichst wenig davon aß. Definieren kann ich den Geschmack nicht. Auch das 2. Spargelgericht am Tisch wurde unabhängig von mir so kommentiert. Der Flammkäse ist immer gut, den kann man im guten Supermarkt bei uns kaufen. Ein fester Grillkäse mit guter Würzung. Nicht günstig, aber gut und in BIO-Qualität.
Preislich hat man hier das Spargelgericht mit Schinken zu € 13,90 + € 4,00 für den Flammkäse berechnet. € 17,90 für dieses Gericht großzügig kalkuliert.. Ich vermute hier fast einen unbedachten Ausrutscher.
Allgemein war die Meinung am Tisch zum Essen durchwachsen - ok. Fehlende Würze wurde fast überall festgestellt. Lediglich das mediterrane Mischgemüse beim Rostbeef meines Vaters konnte durch passende Würze überzeugen.
Gesamtrechung für 7 Personen: € 182,00. An Getränken hat es nicht gemangelt. Über die Rechnung kann man nicht meckern.
Ambiente und Sauberkeit:
Alles neu und entsprechend gepflegt. Schöne Brauhausatmosphäre durch die Kupferkessel (noch nicht in Betrieb) und viel Holz. Die Tische pur mit einer Balkonblume im Topf (sicherlich übrig von der Eröffnung), diese war schon sehr mitgenommen. In Papierservietten eingewickeltes Besteck steht im Bierkrug bereit, das passt hier.
An unserem Abend füllte sich das Restaurant wieder sehr - der Geräuschpegel schwoll auf perfektes Brauhausniveau an!
Vor dem Restaurant gibt es rustikale Außensitzplätze.
Toilette piccobello. Das Damen-WC im EG nur 1 großer Raum, dieser behindertengerecht. Einen Wickeltisch für Kinder hätte man hier problemlos noch unterbringen können. Das Herren-WC laut einem vertrauten Berichter nicht. Also wird man es hier nicht so eng sehen und ein Herr mit Handicap wird mal zu der Türe mit Mädchen gehen müssen. Ich gehe davon aus, dass im OG weitere Toiletten sind. 1 Damen-WC für die Größe des Lokales wird nicht reichen.
Fazit:
Hier geht es eher um gesellige Biertrinkerrunden und für diese gibt es eine gute Auswahl für die "Unterlage". Dies passt hier schon.
Um nur gut essen zu gehen, gibt es andere Anlaufstellen.
Schön, dass sich in Idar mal was tut! Dies sehe ich sehr positiv. Die beschriebenen "Mängel" sollten recht einfach in den Griff zu bekommen sein.
3– wenn es sich ergibt wieder. Wir sind auch einfach keine großen Biertrinker.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Lange zog sich der Umbau des ehemaligen Modehauses zum Brauhaus auf dem Schleiferplatz hin. Die Eröffnung wurde mit Spannung erwartet und entsprechend hoch war der Ansturm nach der unauffälligen Eröffnung im März.
Klug von den Betreibern: Ohne viel Tamtam und mit eingeschränkter Speisekarte wurde als "Testwoche" eröffnet. So wird den neuen Gästen gleich der "Wind aus den Segeln" genommen wenn etwas mal noch nicht so richtig läuft. In dieser Zeit war ich zufällig mit meinem Mann in Idar und wir kehrten... mehr lesen
3.0 stars -
"Der Focus liegt hier auf Geselligkeit, Service muß sich steigern." PetraIOLange zog sich der Umbau des ehemaligen Modehauses zum Brauhaus auf dem Schleiferplatz hin. Die Eröffnung wurde mit Spannung erwartet und entsprechend hoch war der Ansturm nach der unauffälligen Eröffnung im März.
Klug von den Betreibern: Ohne viel Tamtam und mit eingeschränkter Speisekarte wurde als "Testwoche" eröffnet. So wird den neuen Gästen gleich der "Wind aus den Segeln" genommen wenn etwas mal noch nicht so richtig läuft. In dieser Zeit war ich zufällig mit meinem Mann in Idar und wir kehrten
Geschrieben am 22.05.2015 2015-05-22| Aktualisiert am
22.05.2015
Besucht am 19.05.2015
Ein sehr gelungener Ausflugstag lag hinter uns. Schön auf dem Rückzug nach Hause machten wir Halt in Cochem. Dienstag Abend konnte man das schöne Städtchen in Ruhe anschauen, es war nicht überfüllt mit Touristen (= so Leute wie wir). Sogar ein kostenloser Parkplatz war für uns drin.
Es war einmal ... ein GastroGuiderpaar auf Futtersuche:
Oberhalb der Stadt trohnt die Reichsburg, leider nur bis 18.00 Uhr geöffnet. An die vorderste Moselpromenadenfront trauten wir uns nicht so recht, hier wird um jeden Gast gebuhlt. Wir kehrten in der Thorschenke ein und beließen es bei einem Glas Riesling. Denn auf Nachfrage: Nein, die Kartoffelrösti können wir nicht selbst machen! Die Preise waren aber danach. Also weitergesucht und in einer Seitengasse am Marktplatz den Lohspeicher entdeckt, sah interessant aus! War es auch, da ausgebucht. Hier empfahl man uns dann das "Divino" im Parkhotel. Wir machten uns also auf den Weg!
Service:
Beim Betreten des Hotel-Restaurants war zunächst niemand anwesend. An der Rezeption machten wir Halt und es kam eine Mitarbeiterin. "Möchten Sie Restaurant oder Bistro?" Keine Ahnung, wir waren ja noch nie hier. Wir ließen uns beide Karten reichen.
Beide Karten mit ambitionierten Preisen. Für den Besuch des Restaurants fehlte uns etwas die Muße, hatten wir doch noch eine weitere Rückfahrt vor uns. Die Bistrokarte ebenfalls mit interessanten Gerichten, also rein ins Bistro.
Einige Tische schlicht eingedeckt, leider nicht oben am Fenster. Also nahmen wir Platz an einem eingedeckten 2er Tisch, dort wo der Service nicht so weit laufen muss. Die Bedienung brachte eine zweite Karte und fragte nach den Getränkewünschen.
Wir orderten vorab eine Flasche Wasser, 0,75l zu € 5,50. Selters leicht wurde serviert. Vorab kam auch keine Frage, ob wir es vielleicht "sprudeliger" mögen. Wir ließen uns noch die Weinkarte reichen.
Mein Mann als Fahrer bestellte eine kleine Rieslingschorle, ich entschied mich für den Rosé. Gebracht wurde eine Apfelsaftschorle.
Daß die Servicemitarbeiterin noch nicht sehr sicher mit der deutschen Sprache war, hatten wir bereits bemerkt. Mein Mann reklamierte die Schorle, wies noch mal deutlich auf Weißweinschorle hin. Dann wurde ein Weinglas serviert. Ich sah es an und stellte fest: Da fehlt jeder Sprickel! RICHTIG - war Riesling pur. Dies haben wir dann später bei der Chefin angemerkt. Sie sagte sofort, sie bringt noch eine Schorle. Nein, bitte nicht auch noch!
Uns gefielen gleich zwei Hauptspeisen. Beide ohne jedes Gemüse oder Salat. Bei den Vorspeisen nur 1 Salat zu € 13.50. Wir hatten Bedenken, dass dies zuviel wird. Sehr hungrig waren wir beide nicht. Ich fragte, ob wir einen Beilagensalat bestellen können. Es folgte immer wieder der Fingerzeig auf den 13,50 €-Salat! Beilagensalat ginge nicht. Da kommt dann mein Sturkopf durch: Wenn eine dermaßen ausgezeichnete Küche nicht ansatzweise flexibel reagieren kann oder will, dann verkauft man mir auch keinen teuren Vorspeisensalat!
Ein Gast mit innerer Hitze nahm noch auf der bereits sehr kühlen Außenterrasse Platz, also ließ die Bedienung die Terrassentüre ab diesem Zeitpunkt weit aufstehen. Wir saßen direkt daneben. Ich bin nicht kälteempfindlich, bat aber nach dem Servieren unseres Essens darum, die Türe anzulehnen. Denn wenn ich etwas nicht mag, dann ist es kaltes Essen! Auch dies hat die Mitarbeiterin wohl nicht verstanden, die Türe blieb immer wieder auf. Lediglich die Chefin griff hier mal ein.
Am Nebentisch wurde eine Flasche Wein geordert. Der Herr bekam einen Probeschluck eingeschenkt. Noch während er kostete, schenke die Mitarbeiterin der Dame bereits Wein ein.
Übrigens: Mein Rosé kam nie. Reklamieren war mir dann auch zu blöd. Wasser ist gesund - Prost!
Die Chefin des Hauses wies später darauf hin, sie würde dann nur eine Schorle berechnen (€ 3,50/0,2l). Und die Mitarbeiterin sei neu. Toll - und wir sind die Versuchskaninchen! Ich möchte mich mit dieser Servicemitarbeiterin nicht über Unverträglichkeiten oder Allergien unterhalten müssen. Dann kann man gleich den Notarzt bestellen. Diese Sprachschwierigkeiten und Kopflosigkeit wird wohl eine längere Einarbeitungsphase brauchen... hoffentlich halten die Gäste durch. Vielleicht sollte man Mitarbeiter mal schulen, bevor sie auf die Gäste losgelassen werden. Oder anständige Löhne in einem solchen Haus für geschultes Personal zahlen.
Die Speisen kamen nach angenehmer Wartezeit.
Bistro und Restaurant waren während unserer Anwesenheit sehr spärlich besucht.
Essen:
Wir waren in letzter Zeit oft überrascht, dass selbst in einfachen Betrieben mit kleinen Preisen ein "Gruß aus der Küche" serviert wird. Diesen spart man sich hier.
Mein Mann entschied sich für 2 hausgemachte Reibekuchen mit Räucherlachs und Honig-Dill-Senfsauce zu € 12,50 aus der Rubrik der Vorspeisen.
Ich wählte von den Hauptspeisen Ricotta-Ravioli, Rehfiletmedaillon, Lambruscoredukton, Salbei-Butterpulver zu € 17,00.
Die Speisen wurden gemeinsam serviert.
Mein Mann erhielt 3 kleinere Reibekuchen. Diese leider überhaupt nicht knusprig, eher matschig. Diese angerichtet auf einigen Rucolablättern die auch ihre Farbe schon leicht verloren hatten. Obenauf guter Räucherlachs und die überall erhältliche und fertige Honig-Dill-Senfsauce. Einfaches Bistroniveau, die Portion als Vorspeise gut bemessen.
Mein Gericht duftete sehr gut, war nett angerichtet. Die Ravioli obenauf, umrundet von einem Sahneschäumchen, mittig auf den Ravioli die Rotweinreduktion und etwas frische Kresse! Die Übersichtlichkeit lag im Detail. Ich erlaube mir ein Original-Servier-Foto einzustellen und noch ein Bild auf der die Portion zu erkennen ist. 8 Ravioli, darunter fand ich kein Medaillion, sondern das Geschnetzelte eines Mini-Medaillions, ca. 70 - 80 g Fleisch. Nicht gelogen auf der Karte: Es stand Medaillion, nicht Medaillions.
Besonders ärgerlich: Dieses Gericht schmeckte so vorzüglich - es hätte ruhig eine vollständige Portion sein dürfen! Die Ravioli sehr fein, das Fleisch zart und innen medium rare. Wunderbar. Die Reduktion schön abgeschmeckt, Nelke gut zu erkennen.
Ambiente und Sauberkeit:
Alles machte einen sehr gepflegten Eindruck. Wir waren ja nur in dem Bistoteil, dieser wird vermutlich auch als Frühstücksraum genutzt. Modene Einrichtung, zweckmäßig. Die Tische nur mit einem Läufer versehen. Künstliches Gestrüpp als Platzhalter auf dem Tisch. Papierservietten. Bistro halt, ok, aber dann bitte auch andere Preise.
Fazit:
Das Restaurant ist unter anderem ausgezeichnet mit 14 Punkten GAULT MILLAU.
Sicherlich liege ich ganz falsch mit meinem Eindruck! Aber:
1– sicher nicht wieder. Insbesondere wegen KEINEM Service.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Ein sehr gelungener Ausflugstag lag hinter uns. Schön auf dem Rückzug nach Hause machten wir Halt in Cochem. Dienstag Abend konnte man das schöne Städtchen in Ruhe anschauen, es war nicht überfüllt mit Touristen (= so Leute wie wir). Sogar ein kostenloser Parkplatz war für uns drin.
Es war einmal ... ein GastroGuiderpaar auf Futtersuche:
Oberhalb der Stadt trohnt die Reichsburg, leider nur bis 18.00 Uhr geöffnet. An die vorderste Moselpromenadenfront trauten wir uns nicht so recht, hier wird um jeden Gast... mehr lesen
Restaurant im Parkhotel Cochem
Restaurant im Parkhotel Cochem€-€€€Restaurant, Hotel026717110Sehler Anlagen 1, 56812 Cochem
1.5 stars -
"Übrig blieb nur Unverständnis und ... Hunger." PetraIOEin sehr gelungener Ausflugstag lag hinter uns. Schön auf dem Rückzug nach Hause machten wir Halt in Cochem. Dienstag Abend konnte man das schöne Städtchen in Ruhe anschauen, es war nicht überfüllt mit Touristen (= so Leute wie wir). Sogar ein kostenloser Parkplatz war für uns drin.
Es war einmal ... ein GastroGuiderpaar auf Futtersuche:
Oberhalb der Stadt trohnt die Reichsburg, leider nur bis 18.00 Uhr geöffnet. An die vorderste Moselpromenadenfront trauten wir uns nicht so recht, hier wird um jeden Gast
Geschrieben am 21.05.2015 2015-05-21| Aktualisiert am
21.05.2015
Besucht am 19.05.2015
Diese Woche stand eine Wanderung zur Burg Elz auf dem Plan.
Bei Wanderungen muß für mich wenigstens eine Mahlzeit rausspringen. Vorher zur Stärkung, auf dem Weg oder spätestens danach zur Belohnung. Oder vorher, auf halber Wegstrecke und danach! Beim Wandern darf es auch ruhig einfache, rustikale Kost sein.
Zur Mittagszeit fiel die Entscheidung dieses Mal auf "vor der Wanderung". In Treis-Karden machten wir uns auf die Suche und ich hoffe es geht Euch auch so: Als GastroGuider findet man an fremden Orten gar nicht so einfach eine Lokalität.
In einer engen Straße entdeckte ich das Schlosshotel Petry, sprang kurz aus dem Auto um einen Blick auf die Speisentafel zu werfen. Gut, einfache Kost gibt es hier nicht! Aber noch besser: VERLOCKENDE!
Parkplätze sind hier rar und wir schauten noch, wo unser Auto nicht stört. Vom großen Fenster des Restaurants, unter der gerafften Ado-Gardine gestikulierte eine Dame uns, wo das Auto hinsoll. Service schon vor der Tür - nicht schlecht!
Service:
Der Service zog sich weiter so freundlich durch unser Mittagsmahl. Die freundliche Dame am Fenster war die Seniorchefin, am Tisch übernahm eine junge und gut geschulte Mitarbeiterin. Sie war stets präsent, konnte bestens Auskunft geben, sehr freundlich mit angenehmer Lockerheit.
Getränke wurden flott serviert, die Speisen nach angenehmer Wartezeit.
Zahlen im Hotel mit EC-Karte natürlich kein Problem.
Speisen und Getränke:
Auch wenn´s langweilig wird: Im Sommer sind wir auf dem Schorlen-Trip! Also 2 kleine Weißwein-Schorlen zu € 3,20. Sie waren genau so, wie wir sie mögen: trocken, kühl und sprickelig.
Ein Gruß aus der Küche wurde serviert. Einige Scheiben Weißbrot mit Mohn dazu eine cremige und sicherlich hausgemachte Kräuterbutter (schön mit der Spritztülle in ein Weckglas dekoriert).
Die interessante Karte bietet sicherlich für jeden Geschmack etwas. Die Wahl fiel nicht leicht, die saisonale Spargelkarte reizte durchaus auch.
Vorab nahmen wir beide 1 gemischten Salat vom Buffet. Bei meiner Hauptspeise war dieser im Preis enthalten, für meinen Mann extra mit € 3,50 berechnet. Das Salatbuffet mit ausreichender und frischer Salatauswahl. Karotten-, Rettich-, Krautsalat frisch und hausgemacht. Eine Schale mit schön marinierten Artischockenherzen! Der angemachte Rote-Bete-Salat sah auch hausgemacht aus, ich täuschte mich nicht! Das schmeckt schon ganz anders als aus dem Glas. 4 Salatdressings standen zur Qual der Wahl, ich wählte die Joghurtvariante. Die Burg macht sich verdient!
Als Hauptgericht wählte mein Mann von der Vorspeisenkarte "Rahmige Tagliolini mit gebratenen Garnelen, weißem und grünen Spargel" zu € 13,00.
Ein wunderbares Gericht. Der vorgewärmte tiefe Teller hielt die Speise lange warm. 1A-Pastaqualität, genau al dente, in dem leichten Rahm, nicht ertränkt. 3 große saftige Garnelen, bissfester Spargel, schön dekoriert mit Dill und Stiefmütterchenblüte. Für ein Vorspeisengericht eine gute Portion.
Da ich Aal in dieser Form noch nicht kannte, vorher auch noch nie auf einer Karte entdeckte, entschied ich mich für den regionalen "Aal grün in feiner Kräuterschaumsauce mit Maifelder Butterkartoffeln" zu € 19,00.
Ebenfalls im tiefen Teller serviert wurden 6 größere Stücke des saftigen, zarten und milden grünen Aals, ergänzt mit 2 kleineren geräucherten Aalstücken. Die Kräuterschaumsauce sehr fein abgeschmeckt, Deko aus Dill, glatter Petersilie und Gänseblümchen. Die Kartoffeln wurden im separten Schälchen gereicht. Die Speise großzügig bemessen, ich habe aber nichts übrig gelassen!
Beide Gerichte waren wirklich ausgezeichnet, wurden heiß und sehr schön angerichtet serviert. Die Küche unter der Leitung von Oliver Bell hat richtig was drauf. Hier wird noch handwerklich gekocht und nicht erwärmt!
Ambiente und Sauberkeit:
Es gibt mehrere Gasträume. Wir saßen wohl im ältesten und gediegensten der Räume. Alles gepflegt und sauber, aber auch in die Jahre gekommen. An Stuhlbeinen und Polstern waren die Gebrauchsspuren nicht zu übersehen. Aber wie viele Gastrobetriebe scheitern schon, bevor Gebrauchsspuren sichtbar sind?
Viel Holz, unter anderem ein Portrait mit der Burg Elz, die Tische sauber eingedeckt mit gestärkten Tischtüchern, Stoffservietten, frischen Blumen. Hier kann man sich wohlfühlen und hat nostalgisches Flair.
Toiletten modernisiert und top sauber.
Fazit:
4 - 5– gerne und unbedingt wieder wenn wir nochmals in der Nähe sind! 100 % Weiterempfehlung.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Diese Woche stand eine Wanderung zur Burg Elz auf dem Plan.
Bei Wanderungen muß für mich wenigstens eine Mahlzeit rausspringen. Vorher zur Stärkung, auf dem Weg oder spätestens danach zur Belohnung. Oder vorher, auf halber Wegstrecke und danach! Beim Wandern darf es auch ruhig einfache, rustikale Kost sein.
Zur Mittagszeit fiel die Entscheidung dieses Mal auf "vor der Wanderung". In Treis-Karden machten wir uns auf die Suche und ich hoffe es geht Euch auch so: Als GastroGuider findet man an fremden Orten... mehr lesen
Schlossstube im Schloß-Hotel Petry
Schlossstube im Schloß-Hotel Petry€-€€€Restaurant026729340St. Castorstr. 80, 56253 Treis-Karden
4.5 stars -
"Glücksgriff an der Mosel - feine Frischeküche" PetraIODiese Woche stand eine Wanderung zur Burg Elz auf dem Plan.
Bei Wanderungen muß für mich wenigstens eine Mahlzeit rausspringen. Vorher zur Stärkung, auf dem Weg oder spätestens danach zur Belohnung. Oder vorher, auf halber Wegstrecke und danach! Beim Wandern darf es auch ruhig einfache, rustikale Kost sein.
Zur Mittagszeit fiel die Entscheidung dieses Mal auf "vor der Wanderung". In Treis-Karden machten wir uns auf die Suche und ich hoffe es geht Euch auch so: Als GastroGuider findet man an fremden Orten
Geschrieben am 21.05.2015 2015-05-21| Aktualisiert am
21.05.2015
Besucht am 14.05.2015
Auf dem Rückweg von unserem schönen Ausflug mit der Rietburgbahn (Sesselbahn) entdeckten wir das Hinweisschild "Zur Kopsburg". Mein Mann und Burgenfan war natürlich nicht zu bremsen: "Die nehmen wir noch mit!"
Die Kropsburg wurdeAnfang des 13ten Jahrhunderts als Lehensburg der Speyrer Bischöfe erbaut und war vom 15. bis 19. Jh. im Besitz der Herren von Dalberg. 1689 wurde sie zerstört. Danach wurde die Vorburg wieder aufgebaut, auf deren Gelände befindet sich die heutige Burgschänke.
Da wir hier völlig unvorbereitet über die Lage der Burg waren, fuhren wir die geschotterte Strecke zur Burg. Mit Parkplätzen sieht es hier sehr schlecht aus. Es ist eher ein Ausflugsziel für Wanderer. Bei unserem Eintreffen am Vatertag war hier erwartungsgemäß viel los, auch eine große Gruppe Motorradfahrer war schon anwesend. Wir fanden etwas abseits am Seitenstreifen noch einen Parkplatz.
Von der Burg gab es nicht viel zu sehen. Die Burg befindet sich noch in Privatbesitz und ist daher nicht frei zugänglich. Dafür aber die schöne und große Terrasse der Burgschänke, hier fanden wir noch Platz.
Service:
Unterschiedlich. Eine lustige und nette Dame die die Gäste amüsant unterhielt, leider war sie für unseren Tisch nicht zuständig. Unsere Servicedame war eher von der genervten Sorte, Fragen unerwünscht, schnell soll sich der Gast entscheiden.
Also bestellten wir schnell 2 große Rieslingschorlen, 0,5 l zu € 3,80. Diese kamen auch schnell, mit großzügig eingeschenktem Wein, gut gekühlt. Jetzt war klar. Wir müssen wissen was wir wollen. Ich bestellte den vegetarischen Flammkuchen mit der Frage, ob noch Knoblauch ergänzt werden könne. Nein, dies geht nicht, der Flammkuchen ist ja fertig. Mein Unverständnis für Fertigfutter konnte sie gar nicht verstehen, dies würde ja auf der Karte stehen.... Da steht definitiv nichts, es sei denn, man studiert die Zusatzstoffe. Dafür wird vorne auf der Karte mit "frisch zubereiteten" Speisen geworben. Diese Aussage ist natürlich dehnbar, wie wir bei der Hauptspeise meines Mannes erfahren mussten.
Servieren, abräumen und das Bezahlen ging auch wieder schnell und anstandslos.
Speisen:
Ich entschied mich um, für einen großen Salatteller vom Buffet zu € 5,90 und eine Portion Bratkartoffeln zu € 3,00.
Mein Mann wählte die Kartoffelpuffer mit Apfelmus zu € 4,90.
Für diese zivilen Preise darf man in einem Ausflugslokal wohl nicht zu viel erwarten.
Mit meinem selbst zusammengestellten Salatteller war ich zufrieden. Der Chef reichte mir an der sauberen Salatbar den Teller und fragte, ob ich noch etwas Brot dazu wünsche. Nett, hätte ich dies vorher gewusst, wären die Bratkartoffeln entfallen. Die Salatbar noch gut und frisch bestückt, ich glaube 3 Dressings standen zu Auswahl. Die Bratkartoffeln kamen sicherlich auch aus der Tüte, waren aber ok.
Mein Mann erhielt seine 3 fertigen Kartoffelpuffer mit dem Apfelmus aus der Packung oder Glas. Die Puffer wenigstens knusprig.
Auf den Spruch mit der frischen Zubereitung der Speisen in der Karte sollte man verzichten.
Ambiente und Sauberkeit:
Nichts zu bemängeln. Die Terrasse mit Biergartenbestuhlung gepflegt mit viel Grün und Blumen. Der Gastraum sauber und gepflegt mit viel Holz. Toiletten einwandfrei.
Auf dem Rückweg von unserem schönen Ausflug mit der Rietburgbahn (Sesselbahn) entdeckten wir das Hinweisschild "Zur Kopsburg". Mein Mann und Burgenfan war natürlich nicht zu bremsen: "Die nehmen wir noch mit!"
Die Kropsburg wurde Anfang des 13ten Jahrhunderts als Lehensburg der Speyrer Bischöfe erbaut und war vom 15. bis 19. Jh. im Besitz der Herren von Dalberg. 1689 wurde sie zerstört. Danach wurde die Vorburg wieder aufgebaut, auf deren Gelände befindet sich die heutige Burgschänke.
Da wir hier völlig unvorbereitet über die Lage... mehr lesen
Burgschänke an der Kropsburg
Burgschänke an der Kropsburg€-€€€Restaurant, Pension, Ausflugsziel06323 5924Kropsburg 5, 67487 Sankt Martin
3.0 stars -
"Nettes Ausflugsziel, besonders für Wanderer." PetraIOAuf dem Rückweg von unserem schönen Ausflug mit der Rietburgbahn (Sesselbahn) entdeckten wir das Hinweisschild "Zur Kopsburg". Mein Mann und Burgenfan war natürlich nicht zu bremsen: "Die nehmen wir noch mit!"
Die Kropsburg wurde Anfang des 13ten Jahrhunderts als Lehensburg der Speyrer Bischöfe erbaut und war vom 15. bis 19. Jh. im Besitz der Herren von Dalberg. 1689 wurde sie zerstört. Danach wurde die Vorburg wieder aufgebaut, auf deren Gelände befindet sich die heutige Burgschänke.
Da wir hier völlig unvorbereitet über die Lage
Geschrieben am 21.05.2015 2015-05-21| Aktualisiert am
21.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Am 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen. Bei unserem Eintreffen im Restaurant wurden wir von einer jungen Japanerin freundlich begrüßt. Sie war an diesem Abend überwiegend für die Getränke zuständig. Freundlich, zurückhaltend, auch etwas unsicher, was sicherlich auf (noch) vorhandene Sprachschwierigkeiten zurückzuführen ist.
Ein junger Japaner, gut geschult und mit sehr gutem Deutsch, war maßgeblich für den Service verantwortlich. Die Speisekarte wurde gereicht und wir konnten sie in Ruhe studieren. Sehr aufmerksam, auch mit einer Reklamation oder Änderung der Speisen wußte er gut umzugehen. Die Speisen hat er allsamt gut erklärt, ohne Aufforderung. Fragen konnte er immer beantworten.
Die Speisen und Getränke kamen immer zügig. Es wurde zwischen den Gängen auch gefragt, ob eine längere Wartezeit gewünscht sei.
Zahlen und Verabschiedung reibungslos.
Speisen und Getränke:
Im Internet hatte ich mir bereits die Speisekarten angeschaut und Appetit geholt. Für mich stand fest: Volles Programm, das 5. Gänge Mai-Japan-Menü! Mein Mann schloss sich netterweise an, so werden meine Schreiberfinger entlastet :-)
Hier das Menü in der Originalversion:
Vorspeise Fünferlei aus der japanischen Küche
Thunfisch-Sashimi mit Rettichsalat
Calamaris und Frühlingszwiebel mariniert in Miso-Senf
„Kimpira“ pikante japanische Schwarzwurzel und Lotuswurzel
Japanisches Roastbeef in Ponzu-Sauce --> für uns getauscht in Nigiri mit Lachs
Dengaku-Miso auf Spargel Weinempfehlung: 2009 Pinot Sekt brut
/ Weiße Miso Suppe für den Frühling
mit Asari-Venusmuscheln, Wakame-Seetang und frittierten Tofu-Streifen
/ Fisch des Tages
im Panko-Mehl knusprig gebacken mit Sesam-Miso und Tonkatsu-Sauce,
dazu Tomatensalat mit Shiso-Kräuter Dressing Weinempfehlung: 2012 Chardonnay trocken
oder Rinderfiletsteak á la Japan
mit erfrischender Rettich-Ponzu-Sauce, dazu Spargel und Gemüse Weinempfehlung: 2012 Grauburgunder trocken
/ Sushi des Tages
3 Nigiri-Sushi und 4 Maki-Sushi Weinempfehlung: 2009 Deidesheimer Grainhübel Riesling Großes Gewächs
/ Dessert Macha Eis mit Früchten
in Josef Biffar Auslese Gelee Weinempfehlung: 2008 Deidesheimer Kieselberg Riesling Auslese Goldkapsel
Wir bestellten also das Menü in der fleischfreien Variante zu € 60,00 und eine 0,75 l Flasche Wasser zu € 4,90. Die Weine wollten wir separat und nicht alle bestellen, wir waren ja mit dem Auto da.
Einen Gruß aus der Küche gab es hier nicht.
Der trockene Sekt (0,1 l zu 4,00) zur Vorspeise wurde so frühzeitig gereicht, dass wir Angst hatten, zur Vorspeise sei er zu warm. Da wir ja mit dem Auto unterwegs waren, konnten wir auch nicht achtlos nachordern. Der Sekt gut gekühlt und schön trocken, dennoch kam er geschmacklich und besonders auch preislich nicht an den Sekt des Vorabends ran.
Das 5erlei der Vorspeisen wurde in einzelnen Schälchen schön angerichtet serviert. Unser Serviceherr erklärte jede Speise und empfahl noch, in welcher Reihenfolge man die Speisen essen sollte. Calamaris und Spargel wurden warm serviert, die anderen Speisen kalt. Am Besten schmeckte uns das Thunfisch-Sashimi, auch Algen mag ich sehr gerne. Die anderen Speisen auch alle gut, interessant gewürzt.
Die Miso-Suppe wurde schön heiß in tiefer Suppentasse serviert. Geschmacklich konnte sie leider gar nicht überzeugen, da haben wir schon deutlich schmackhaftere Miso-Suppen gegessen. Die versunkenen Venusmuscheln mit Schale sorgten dafür, bewußt und langsam zu essen. Zum Trennen von Muscheln und Schale mußte man die Gabel für das Hauptgericht zur Hilfe nehmen. Die Schalen haben wir notdürftig um die Schale auf dem Unterteller verteilt. Die frittierten Tofu-Streifen obenauf sogen sich gleich voll Suppe und wurden so zäh wie Gummi, zudem geschmacklos. Hier hätte man drauf verzichten können.
Das Hauptgericht wurde serviert. Dazu die Weinempfehlung Chardonnay trocken (0,1 l zu € 3,20). Eingeschenkt von der jungen Japanerin. Diese machte sich wohl auch Sorgen um unseren Führerschein! Eher einen halben Millimeter unter dem Füllstrich als 1 mm drüber. Für ein Weingut wirklich unpassend und knauserig, dies habe ich so noch nie erlebt. Doradenfilet im Knuspermantel und die Enttäuschung des Abends, aber schön angerichtet!
Man hätte auch einfach einen Knusperstick servieren können, dann hätte die Dorade hierfür nicht sterben müssen. Der Knuspermantel wirklich gut und knusprig. Das grätenfreie Doradenfilet in der Mitte zerbröselte vollkommen vertrocknet in seine Bestandteile. Schade, schade... vielleicht sollte die japanische Küche einfach bei rohem Fisch bleiben...
Mein Mann aß von den beiden Filetstücken höchstens 1/4. Der Tomatensalat bestand aus ungewürzten Tomatenspalten (der grüne Mittelstrunk meist nicht entfernt). Die Tomaten verschiedener Sorten, darunter auch eine grüne und fast schwarze Sorte, hatten leider gar kein Aroma. Das Shiso-Kräuter Dressing konnte nur bedingt Abhilfe schaffen. Allerdings half die Tomate dem Fisch zu etwas mehr Saftigkeit wenn man beides gemeinsam verspeiste. Die Tonkatsu-Sauce mit weißer Sesampaste rettete das Hauptgericht nicht. Das beste am Hauptgang waren die 2 Stangen vom grünen Spargel.
Beim Abräumen fiel natürlich der fast volle Teller meines Mannes auf und wir sprachen die Misere an. Der Serviceherr klärte mit der Küche und der Koch sagte, er würde beim nächsten Gang etwas mehr Sushi machen. Dies lehnten wir dankend ab, sonst würde es wohl zu eng für´s Dessert.
Der Sushi-Gang wurde serviert - mit Extra-Sushi. Auf jeden Fall eine nette Reaktion des Koches, vielleicht war der Teller schon fertig angerichtet. Der Teller des Menüs mit 3 Nigiri (Thunfisch, Lachs und Dorade), dazu 4 Maki (2 x Gurke, 2 x Lachs) klassisch mit Ingwer, Wasabi und Sojasauce. Ingwer wurde anstandslos noch nachgereicht. Geschmacklich dieser Gang gut und die Dorade saftig und die Fischqualität überzeugend! Als Entschädigung für den Hauptgang auf dem separaten Teller 4 california inside out davon 2 mit Rogen obenauf. Diese auch gut, eine Variante mit Mayonaise, die fand ich nicht stimmig.
Die Menge der Speisen war immer gut bemessen und so kam es dazu, dass wir das Dessert abbestellten (dabei hätte es mich sehr interessiert, ob das Matcha-Eis besser als mein selbst gemachtes schmeckt!). So betrug der Menüpreis für 4-Gänge je € 54,00.
Ambiente und Sauberkeit:
Wir parkten ein Stück vor dem Weingut und die Zufahrt mit dem Sandsteingebäude macht richtig was her. Sehr gepflegt, die Außenbestuhlung nicht in Betrieb, es hatte sich stark abgekühlt.
Innen sehr gepflegt, modern und pur mit Betonboden und modernen Bildern. Die Farben rot und schwarz geben den japanischen Ton an. Hohe große Tische mit hohen Hockern mit Lehne, man sitzt überraschend gut. Am Tisch sitzt man mit anderen Gästen gemeinsam. Die Tische schlicht und gepflegt eingedeckt mit schwarzen Sets, roten Papierservietten, Stäbchen, Besteck, Kerze.
Auf dem Weg zur Toilette über den Hof kann man einen Blick durchs Fenster in die große, gepflegte Küche werfen.
Fazit:
Selbstverständlich passen deutsche Weine hervorragend zur japanischen Küche.
Dennoch wird in der Pfalz gastronomisch viel geboten und so werden wir hier wohl nicht mehr einkehren. Im Fumi stimmte das Preis-Leistungsverhältnis mit einer Gesamtrechnung von € 127,30 für uns wirklich nicht, es wird hier nur geschickt vermarktet. In meiner Heimatstadt Düsseldorf waren wir schon zufriedener und deutlich günstiger japanisch essen.
Am 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen.... mehr lesen
2.5 stars -
"Toll angerichtete japanische Küche, aber auch Schwächen" PetraIOAm 2. Mai hörten wir im Radio einen Bericht über das Weingut Biffar mit dem japanischen Restaurant Fumi in Deidesheim. Im Interview die Inhaberin Fumiko Tokuoka. Sie möchte die Harmonie des deutschen Weines mit der japanischen Küche vermarkten. Dies hörte sich sehr interessant an. Unser Pfalzurlaub stand vor der Tür also reservierte ich schon von zu Hause einen Tisch im Fumi. Wir waren sehr gespannt und voller Vorfreude auf den Abend.
Service:
Meine telefonische Reservierung wurde von einen freundlichen Herrn entgegengenommen.
Geschrieben am 20.05.2015 2015-05-20| Aktualisiert am
20.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Nach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn die Saison richtig los geht, ist hier wohl richtig was los!
Service:
Wir nahmen bei herrlichem Wetter im Außenbereich vor der Weinstube Platz. Ein Mitarbeiter brachte uns gleich die Karten mit dem Hinweis, er würde gleich für die Getränke kommen. Hier hat er Wort gehalten, kurze Zeit später nahm er die Getränke auf und wir durften die Karte in Ruhe studieren.
Insgesamt war die Bedienung freundlich und aufmerksam. Man merkte aber auch, dass hier viele / überwiegend Durchgangsgäste versorgt werden.
Getränke und Speisen wurden flott bzw. nach angenehmer Wartezeit serviert. Auch das Zahlen per EC-Karte unkompliziert im Restaurant.
Speisen und Getränke:
Wir wählten 2 trockene Rieslingschorle, 0,5 l wegen großem Durst, zu je € 3,60. Diese waren gut gekühlt, sprickelig und auch der verwendete Wein war gut.
Speisen:
Erfreulich die gut zusammengestellte saisonale Spargelkarte, diese reichte uns vollkommen.
Für mich 1 gemischter Beilagensalat (€ 3,40) und Bandnudeln mit gebratenem Spargel, Walnüssen und Pesto zu € 14,50.
Mein Mann wählte frischen Stangenspargel mit Pfannkuchen und Hollandaise zu € 14,90.
Der gemischte Beilagensalat wurde vorab serviert und war in Ordnung. Frische Zutaten, aber wirklich lieblos angerichtet. Ein dickes Champignonstück, einige Gemüseraspel obenauf. Das Dressing ging etwas unter, teilweise war der Salat etwas trocken. Niveau gutes Ausflugslokal.
Meine Bandnudeln waren feine Tagliatelle. Diese ebenfalls wie der Spargel gebraten. Damit hatte ich nicht gerechnet und das Gericht war leider sehr öllastig, nicht so mein Ding. Wenn auch geschmacklich ok, haben gebratene Nudeln in dieser Form für mich etwas vom "Reste-Essen". Dagegen ist nichts zu sagen, aber dies mache ich zu Hause. Preislich war das Gericht für wenig Nudeln, wenig Spargel einfach viel zu teuer. Geschmacklich allerdings gut gewürzt und die Walnüsse nicht knauserig bemessen. Zur Halbzeit tauschten mein Mann und ich die Gerichte.
Der Stangenspargel war gut gegart, an den Enden nicht sehr sauber geschält. Diese Portion wirklich gut, obenauf sogar 2 Stangen grüner Spargel. Der Spargel regelrecht eingebettet in die Pfannkuchen - dies wiederum wirklich KEIN Ausflugslokalniveau. Die (nicht hausgemachte) Hollandaise wurde separat gereicht - schön, so konnte man zurückhaltend damit umgehen.
Die Speisen wurden schön angerichtet auf vorgewärmten Tellern serviert. Die Deko, bestehend aus empfindlichen Bärlauchblättern, hatte leider unter der Wärmebrücke etwas gelitten.
Ambiente und Sauberkeit:
Alles gepflegt und sauber. Bequeme Bestuhlung im Außenbereich, auf Deko wird hier verzichtet. Bei der Menge der Außenplätze durchaus verständlich. Die Weinstube sehr gemütlich, urig. Die Toiletten sauber und gepflegt.
Fazit:
3– wenn es sich ergiebt wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Nach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn... mehr lesen
3.5 stars -
"Schönes Ausflugslokal mit tollem Weingarten" PetraIONach einem Ausflug und Wanderung zur Burg Neuschafeneck machten wir uns auf die Suche zu einem späteren Mittagessen. Auf einem Weingut wurde uns der Marienhof mit durchgehender Küche empfohlen.
Wir machten uns auf den kurzen Weg und fanden gleich das Weingut mit Restaurantbetrieb in sehr schöner Lage. Parkplätze stehen rund um das Weingut reichlich zur Verfügung. Diese sind, wenn bei gutem Wetter der Weingarten in Betrieb ist, auch sicherlich notwendig. Einige Ausflügler waren noch zu Gast. Seniorentruppen, Motorrad- und Fahrradfahrer... Wenn
Für unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es sah mehr als einladend aus!
Service:
Wir wurden sehr freundlich von einer jungen Mitarbeiterin begrüßt. Das Wetter spielte mit und wir konnten auf der wunderschönen Außenterrasse Platz nehmen.
Die Karten wurden gereicht, gleich mit dem Hinweis, der Pulpo bei den Vorspeisen sei aus! Prima dies sofort zu sagen, bevor man sich auf das Gericht freut und dann nicht bestellen kann.
Die beiden Damen, die uns über den Abend begleiteten, waren in jeder Hinsicht perfekt. Freundlich, aufmerksam, Fragen konnten einwandfrei beantwortet werden. Auch zwischendurch immer die Frage, ob alles recht sei. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Lediglich die Speisen wurden uns etwas zu schnell hintereinander serviert. Im Nachhinein war dies aber gar nicht so schlecht, sonst wäre es zum draußen sitzen eventuell zu kühl geworden. Für diesen Fall lagen aber sogar Fleecedecken bereit, wenn man nicht in den Innenbereich umziehen möchte.
Im späteren Gespräch mit Frau Grünwedel bestätigte sich meine Vermutung nach einem kurzen Blick in den Küchenbereich: Das Küchenteam ist eine ganz junge Mannschaft! Der jüngste Auszubildende wird erst 16 Jahre, der älteste Mitarbeiter, der Chef Herr Grünwedel am Herd, ich glaube erst Anfang 30! Es erschien mir, als ob in der Küche beste Stimmung herrschte. Wenn dem so war, darf man hier sicherlich noch viel Kreativität erwarten.
Speisen und Getränke:
Als Aperitiv wählten wir 2 x den trockenen Rieslingsekt (0,1 l zu nur € 2,90!) vom örtlichen Weingut Kriegshäuser. Ein toller und fruchtiger Sekt. Noch eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu € 5,50.
Der Gruß aus der Küche wurde gereicht. Eine Ziegenfrischkäse-Praline im Mantel aus schwarzem und hellem Sesam. Dazu ein würziges Ananaschutney. Sehr fein. Als Deko eine filigrane ausgestochene "Gemüse-Ente". Lediglich die dazu gereichten Weißbrotscheiben waren schon leicht angetrocknet.
Als Vorspeisen wählte mein Mann: Rinderfiletcarpaccio mit Wildkräutern und gehobeltem Parmesan zu € 15,00. Serviert wurde perfekt aufgeschnittenes Filet, mittig ein Salatbouqet mit feinen Radischenscheiben, Coctailtomaten und Kürbiskernen, gehobelter Parmesan. Schön mariniert und gewürzt, u. a. mit frischem Kerbel. Getoppt wurde das Gericht von dem hochwertigen Olivenöl und Balsamico, dieses wurde separat gereicht...
... so konnte ich davon zu meinem Vorspeisen-Frühlingssalat (€ 5,50) auch noch geniessen. Dieser gemischte frische Salat (u. a. mit Gurken- und Karottensalat) war bereits mit feinem Balsamicodressing mariniert.
Hauptgerichte:
Der Tagesempfehlung Steinbutt auf Graupenrisotto zu € 26,00 konnten wir beide nicht widerstehen. Das Tagesgericht wurde nur mündlich empfohlen und um so überraschter waren wir über die tolle Präsentation mit feinen "Extras"!
Auf richtig gut vorgewärmten Tellern wurde ein kleines Kunstwerk serviert. Das Graupenrisotto "schlotzig" = saftig, raffiniert abgeschmeckt und mit frischen Kräutern durchzogen. Der Steinbutt, auf der dunkelen Hautseite kross angebraten, das Fischfleisch unschlagbar saftig und noch leicht glasig. Gemüse umrundete das Gericht: Kohlrabi, feiner grüner Spargel, Romanesco, Karotte und geschmorte Coctailtomate. Dazu ein Hummerschaum für die 5* Bewertung dieser Kreation! Ein Essen, an das wir uns noch lange erinnern werden.
Zum Essen entschieden wir uns für den trockenen Grauburgunder, wieder vom Weingut Kriegshäuser (0,25 l € 4,90) und trockenen Sauvignon blanc, Weingut Corbet aus Diedesfeld (0,25 l € 5,90). Mit unser Wahl waren wir sehr zufrieden.
Es war noch Platz für ein Dessert! Und solch ein genussvoller Abend verdient einen entsprechenden Abschluss!
Kurze Beratschlagung mit dem Service. Da ich nicht so gerne sehr süß esse, wurde mir die Topfenmousse an Rhabarber und Yuzu (eine chinesische Citrusfrucht) mit Erdbeersorbet (€ 8,50) empfohlen. Mein Mann wählte die Crème Brulée von der Tahitivanille mit Rhabarberkompott (€ 7,50). Auf dem Rhabarberkompott war noch ein Bällchen Erdbeersorbet angerichtet, obwohl auf der Karte nicht beschrieben. Beide Desserts standen den anderen Gerichten in nichts nach. Cremige Sorbets und Mousse, abgerundet mit frischen Früchten und toll dekoriert. Die Yuzu wurde als cremige Tupfen serviert und brachte ein außergewöhnliches Citrusaroma mit sich.
Es waren wirklich alle Speisen toll angerichtet - ich denke, die Fotos sprechen für sich!
Ambiente und Sauberkeit:
Moderne und bequeme Bestuhlung auf der Terrasse, stimmige Beleuchtung. Im Innenbereich sehr elegant. Alles sehr sauber, gepflegt und schön dekoriert.
Schön eingedeckte Tische mit kleiner Mitteldecke, Grünpflanze, Windlicht und Stoffservietten. Innen wurde noch aufwändiger eingedeckt. Auch der Toilettenbereich piccobello, Frotteehandtücher etc.!
Fazit:
Was sonst? 5– unbedingt wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise"). Glückwunsch an Familie Grünwedel und ihr Team!
Für unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es... mehr lesen
Grünwedels Restaurant
Grünwedels Restaurant€-€€€Restaurant063212195Weinstr. 507, 67434 Neustadt an der Weinstraße
5.0 stars -
"Perfekter Urlaubsauftakt" PetraIOFür unseren Vorderpfalz Kurzurlaub bezogen wir Quartier in Maikammer. Unsere erste Buchung in einer Pension (www.gaestehaus-spatzennest.de) und schon gleich auch ein erfreulicher Start, es muss nicht immer ein Hotel sein.
Wir stellten vorab schon fest, dass auch hier der Dienstag ein begehrter Restaurant-Ruhetag ist. Unsere nette Pensionswirtin empfahl uns das "Grünwedel's" - schon mal vorab: Ein perfekter Tipp!
Wir fuhren also 5 Minuten mit dem Auto nach Neustadt Diedesfeld. Das Restaurant liegt direkt und leicht zu finden an der Durchgangsstraße. Und es
Geschrieben am 17.05.2015 2015-05-17| Aktualisiert am
17.05.2015
Besucht am 13.05.2015
Ausflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider waren durch die Bäume (Blütenstaub etc.) die abwischbaren Außentischdecken inzwischen sehr mitgenommen. Mit Abwischen ist hier wohl nicht mehr viel zu retten, hier sollte mal erneuert werden.
Mein Mann wählte seinen Kuchen an der Theke in der Konditorei aus, die Wahl fiel nicht leicht. Eine Tasse Kaffe (€ 2,00) dazu.
Für mich eine trockene Rieslingschorle (0,2 l zu € 2.20).
Wohl die Chefin servierte freundlich den auserwählten Aprikosen-Streuselkuchen (€ 2,50) und die Getränke. Der frische Kuchen sehr gut. Weder der Teigboden noch die Streusel durchgeweicht, die Aprikosenfüllung dennoch saftig. Der Bäcker versteht sein Handwerk.
Auch am Kaffee und der Schorle gab es nichts zu meckern.
Das Café besticht nicht durch modernes stylisches Ambiente. Aber um so wichtiger: Durch ordentliches Bäckerhandwerk. Auch für hausgemachte Pralinen wird geworben.
Toiletten sehr sauber und gepflegt.
Ausflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider... mehr lesen
Café Eyer
Café Eyer€-€€€Cafe, Konditorei06323 989877Weinstraße 41, 76835 Rhodt unter Rietburg
4.0 stars -
"Hier wird noch selbst gebacken" PetraIOAusflugstag in der Pfalz und zur Nachmittagszeit machten wir Rast in Rhodt. In dem schönen Örtchen ist reichlich Gastronomie und natürlich Weingüter zu finden.
Meinem Mann sank pünktlich der Zuckerspiegel und so kehrten wir im Café Eyer ein. Das Café erweckte den Eindruck eines alteingesessenen und gediegenen Cafés. Wir wurden nicht enttäuscht.
Innen typische Caféhauseinrichtung mit einigen Sitzplätzen. Wir nahmen vor dem Café Platz, das Wetter traumhaft schön.
Ein Sonnenschirm ist hier nicht nötig. Die großen Bäume spenden ausreichend Schatten. Leider
Geschrieben am 16.05.2015 2015-05-16| Aktualisiert am
18.05.2015
Besucht am 12.05.2015
Erst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden von der Chefin freundlich begrüßt. Auf unsere Frage, ob wir noch essen können, sagte sie freundlich, wir müssten nur gleich bestellen. Die Küche eigentlich schon zu, der Chef hatte anschließend noch einen Termin.
Kein Problem! Wir beschränkten uns auf die Spargelkarte und wählten sofort beide das gleiche Gericht. Das Essen wurde entsprechend flott serviert und wir wurden von der Dame des Hauses nett und aufmerksam bedient.
Speisen und Getränke:
Wir wählten beide eine 0,5 l Rieslingschorle zu je € 3,20. Die Schorle mit ordentlichem Wein, schön sprickelig und gut gekühlt.
Zum Essen entschieden wir uns beide für einen Beilagensalat vorneweg. Als Hauptgang: Frischer Stangenspargel mit Salzkartoffeln und gebräunter Butter zu € 14,50 inkl. Salat (zur Auswahl stand noch Hollandaise, diese wird aber nur am Wochenende frisch zubereitet).
Der Beilagensalat war gut bemessen. Grüner Salat, Tomatenspalten, Karottensalat, Gurkensalat und Krautsalat. Alles frisch und auch das Dressing leicht und sicherlich hausgemacht.
Der frische Spargel schön bissfest und mit frischer Petersilie bestreut. Die Salzkartoffeln, in separater Schale, kamen sehr blass daher, hatten aber überraschender Weise einen guten Geschmack. In der Sauciere die Butter und "als Bonus" trotzdem noch Hollandaise.
Alles reichlich und gut. Man merkte dem Essen den Termindruck des Chefs nicht an.
Ambiente + Sauberkeit:
Gepflegte deutsche Gediegenheit im Gastraum. Passend und mit Wohlfühlatmosphäre. Die Tische schön eingedeckt.
Aufgrund des tollen Wetters nahmen wir hinter dem Haus Platz. Hier ensteht wohl erst ein Gartenbereich, ein Rasenteil war frisch eingesäht. Biergartenbestuhlung, ein Sonnenschirm wurde uns gleich noch aufgestellt.
Die Toiletten piccobello gepflegt.
Fazit:
4 – gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
Erst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden... mehr lesen
4.0 stars -
"Bodenständige Küche in Wohlfühlatmosphäre" PetraIOErst Schuhe kaufen in Pirmasens und dann gut essen - ein gelungener Tag ... aus Frauensicht!
Wir waren auf dem Weg zu einem Kurzurlaub in die Vorderpfalz. Kurz hinter Pirmasens machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen. Wie so oft, waren wir zur Mittagszeit recht spät dran.
Das gepflegte Haus mit Restaurant-Hotel-Betrieb fiel uns ins Auge. Am Eingang die Schiefertafel mit saisonalen Gerichten. Spargel und Bärlauch - genau richtig.
Service:
Kurz vor halb zwei betraten wir die Gaststube und wurden
Geschrieben am 03.05.2015 2015-05-03| Aktualisiert am
03.05.2015
Besucht am 02.05.2015
... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch einen schönen 2er-Tisch in der Nähe des Fensters. Reservieren dürfte hier empfehlenswert sein.
Auffallend war die Auswahl der Servicekräfte: 4 gestandene Herren im "erfahrenen" Alter.
Angenehm: Sie hatten´s wirklich drauf mit der Erfahrung.
Die 4 arbeiteten als perfekt eingespieltes Team, sehr interessant zu beobachten. Solch guten und dennoch unaufdringlichen Service erlebt man nicht oft.
Freundlich, aufmerksam, alles im Blick, Getränke- und Speisenaufnahme prima, vorher wurde uns noch die Tagestafel gebracht. Alles flott. Wir waren an diesem Abend nicht sehr hungrig und bestellten nur einen Hauptgang. An den anderen Tischen konnte ich sehen, dass Vorspeisen sehr schnell von den Hauptspeisen verfolgt werden. Sollten wir nochmals hierher kommen, würde ich gleich vorab um eine längere Pause zwischen den Gängen bitten.
Speisen und Getränke:
1 Flasche 0,75 l San Pellegrino € 5,50
1 Pinot Grigio 0,25 l € 5,00
1 Cardonnay 0,25 l € 5,50
Ein "Gruß aus der Küche" wurde sofort gebracht. Ein sehr gutes und überraschend fest gebackenes Ciabatta. Dazu, ich würde es als italienische Mixed Pickles, bezeichnen: Säuerlich eingelegtes Gemüse mit Peperonistücken, Oliven, Karotten. Mal was anderes!
Die Tagesempfehlungen waren durchaus sehr verlockend. Durch unseren späten Mittagsimbiss war der Hunger nicht sehr groß, länger warten konnten wir aber aufgrund des Konzertbesuches nicht. Also blieben wir auf der gut bestückten Hauptspeisekarte hängen. Vorher hatten wir einen Blick auf den großen Pizza-Steinbackofen geworfen - also: PIZZA.
Für meinen inzwischen gut eingearbeiteten Co-GastroGuide-Kritiker: Pizza Gustosa (Salami, Champignons, Zwiebeln, Paprika, grüne Peperoni, Knoblauch) - klein - € 8,90
Für mich: Pizza Ligure (Krabben, Artischocken, Petersilie, Knoblauch) - klein - € 9,00
Die Pizzen wurden zügig serviert. Durch den dünnen Teig brauchten sie in dem tollen Ofen nicht lange. Wir staunten nicht schlecht und ich fragte sicherheitshalber noch mal nach, ob dies die "Kleine" ist. Der nette Herr grinste: "Natürlich, die ist klein!"
Ok, dann mal ran an's Wagenrad, serviert auf einem großen Aluteller. Porzellan wird für diese Größe sicherlich zu schwer :-)
Schöner dünner, leicht gebräuner Teig und alles mit frischen Zutaten belegt. Hier kommt nichts aus der Dose. Sicherlich auch ein Grund, dass die Pizzen bis zum Schluß kross blieben. Was heißt "bis zum Schluss"? Wir haben sie leider beide nicht geschafft, haben uns aber die Reststücke einpacken lassen. Am Geschmack lag es ja nicht.
Etwas mehr Würze hätte meine Pizza vertragen können. Dennoch waren sie wirklich gut. Nicht zu dick belegt, aber es wurde auch nicht an den Krabben gespart.
Die anderen Speisen die im Laufe unseres Besuches an den anderen Tischen serviert wurden, machten allsamt einen guten Eindruck.
Für mich gab's noch ein Dessert: Ein Grappa! Für € 4,00 ok, aber nicht die Sorte "für meine besten Freunde! :-)
Ambiente und Sauberkeit:
Typische Ristorante-Einrichtung mit Wohlfühlatmosphäre. Die Tische sehr sauber mit gestärkten weißen Tischtüchern und Stoffservietten eingedeckt. Frische Rose und Kerze. Es wurde auch später, bei gut halb besetztem Restaurant, nicht zu laut.
Die Toiletten nicht mehr neu, aber gepflegt. Mit ansprechender Deko hat man hier Einiges gerettet.
Preis/Leistung: Warum gebe ich hier 5*? Wir haben "nur" eine Pizza gegessen. Trotzdem gab es einen Küchengruß, die Tische sind dafür aufwändig eingedeckt. Dies muß auch gewertet und respektiert werden!
Fazit:
4 – gerne wieder! Wenn es einen nach Neunkirchen verschlägt. Dies allerdings eher aufgrund eines Konzertes als der Stadt.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").
... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch... mehr lesen
Ristorante La Locanda
Ristorante La Locanda€-€€€Restaurant, Lieferdienst06821178280Pasteurstr. 18, 66538 Neunkirchen/Saar
4.0 stars -
"Zentrale Empfehlung für Neunkirchen…" PetraIO... GastroGuide und einem verlässlichen Kritikerfreund sei es gedankt! Sonst wären wir gestern Abend vor unserem Konzertbesuch sicherlich weniger gut satt geworden!
Das Ristorante liegt zentral und zu Fuß ca. 4 Minuten vom Saarparkcenter entfernt in einer Nebenstraße. Ohne GastroGuide hätten wir es wohl kaum gefunden.
Am frühen Abend trafen wir zu Fuß hier ein. Mit Parkplätzen kann es hier sicherlich eng werden. Unser Auto stand gut auf einem kostenlosen Parkplatz ca. 10 Minuten entfernt.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen noch
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Klug von den Betreibern: Ohne viel Tamtam und mit eingeschränkter Speisekarte wurde als "Testwoche" eröffnet. So wird den neuen Gästen gleich der "Wind aus den Segeln" genommen wenn etwas mal noch nicht so richtig läuft. In dieser Zeit war ich zufällig mit meinem Mann in Idar und wir kehrten kurz zum kleinen Bier ein. Das Bier (Lahnsteiner) schmeckte uns ausgezeichnet. Zur Zeit wird noch nicht selbst gebraut, die Bedienung sagte aber, das Lahnsteiner Bier ginge geschmacklich in die Richtung, wie das selbst gebraute Bier schmecken wird.
Wir gaben also dem Team bis vorgestern Zeit sich einzuspielen. Seit der Eröffnung war es hier immer rappelvoll, reservieren unbedingt erforderlich.
Mein Vater wartete schon seit Wochen auf diesen Besuch, denn das Brauhaus kann problemlos mit dem Rollstuhl befahren werden. Papa lud ein und so kehrten wir zu siebt im Brauhaus ein.
Service:
An der Übung der vergangenen Wochen dürfte es nicht gelegen haben. An unserem Tisch wurden wir überwiegend von 2 jungen Damen bedient. So klug die "Testwoche" auch war, an der Einarbeitung oder Einstellung geschulter Servicekräfte wurde hier gleich wieder gespart.
Die Dame die uns hauptsächlich bediente konnte sich schlecht auf Freundlichkeit oder Aufmerksamkeit konzentrieren, sie war maßgeblich mit dem iPad zur Bestellaufnahme beschäftigt. Dieses Gerät nahm sie voll und ganz ein. Bierdeckel wurden zünftig hingeworfen, gehört vielleicht im Brauhaus so. Die typischen Brauhaus-Faltkarten stehen bereits am Tisch bereit.
Die Getränke wurden gleich aufgenommen, mit dem Bestellen der Speisen warteten wir, bis wir vollständig waren.
Eine Freundin sagte mir kurz vorher, es gäbe tolle Spargelgerichte. Ich fragte die Bedienung, ob es eine Spargelkarte gäbe. "Ja", sie holte sie am Nebentisch und diese wurde wieder vor mich auf den Tisch gefegt.
Nachdem wir vollständig und mit Getränken versorgt waren, wurden die Speisen aufgenommen. Sonderwünsche wurden zähneknirschend ins iPad eingegeben. Mit Zusatztexten, dies machte ihr wohl keinen rechten Spaß. Dennoch: Unsere Zusatzwünsche zu Saucenänderung und Beilagenänderung haben alle funktioniert.
Die Beilagensalate die als Vorspeise bestellt waren, kamen leider mit der Hauptspeise.
Salz und Pfeffer wurde gewünscht, es gab nur Pfeffer.
Wartezeit auf Getränke und Speisen recht lang, aber noch akzeptabel.
Am meisten störte mich, dass geräuschvoll das Geschirr abgeräumt wurde als mein Vater noch aß. Auch dann direkt links und rechts von ihm. Ich sagte laut und deutlich zu meinem Vater "Gell, nicht gemütlich, wenn Du ja noch ißt!" Die Bedienung verschwand darauf hin und war nicht mehr gesehen. Das Geschirr meines Vaters räumte dann die zweite sehr junge Mitarbeiterin deutlich später ab. Diese noch sehr unsicher, aber richtig freundlich! Sie rettet den Service auf 2*.
Zahlen per EC-Karte ging (noch) nicht. Nicht ganz passend, da doch die Bestellungen nur über iPad gehen.
Getränke und Essen:
Unsere Runde war sehr in Probierlaune und ich werde mich auf die Gerichte von meinem Mann und mir halten.
Kurzer Auszug zu den Preisen:
kleines Wasser 0,25 l € 1,80
Paulaner Weizen bzw. Tegernseer hell 0,5 l je € 3,50
Lahnsteiner Pils 0,3 l € 2,30
Grauburgunder trocken 0,2 l € 3,90
Degistife zwischen € 1,80 - € 3,90
An Speisen wurden Idarer Weißwürste mit Brezel, Rostbeef (Sonderwunsch mit Zwiebeln), Pommes und Gemüse, Schnitzel Wienerart, Spargel mit Schinken und Kartoffeln, Rahmschwammerln mit Semmelknödeln... bestellt.
Für uns beide einen Beilagensalat zu € 2,90. Dieser Frisch und gut, leichtes Dressing.
Mein Mann orderte die hausgemachten Käsespätzle mit Röstzwiebeln € 7,90.
Wir fragten die Bedienung später, ob die Spätzle wirklich hausgemacht seien. "Natürlich, warum?" die Antwort. Warum? Sie waren sehr matschig und weich. Da sind manche Fertigspätzle besser. Das Gericht nur fade und geschmacklos, ganz nett dekoriert mit Petersilie, etwas Schnittlauch, Coctailtomate. Die Röstzwiebeln nicht hausgemacht.
Auf der Spargelkarte war jedes Gericht mit Fleisch (auf der Hauptkarte sind 4 vegetarische Gerichte aufgeführt). Daher fragte ich, ob ich Spargel, Kartoffeln und Flammkäse vom Bornwiesenhof haben könne. Dieser Flammkäse ist auf der Hauptkarte zu finden und in unserer Region bekannt.
Mein Gericht wurde wie gewünscht serviert. Schöne neue Kartoffeln mit Schale - mag ich sehr. Die Kartoffeln hatten einen prima Geschmack. Eine gute Portion Spargel, leider mit sehr verwässertem Geschmack, an den Enden nicht gut geschält. Vielleicht bezieht man hier schon geschälte Ware, würde auch den Geschmacksverlust erklären. Die als hausgemachte Hollandaise fand ich so grenzwertig, dass ich möglichst wenig davon aß. Definieren kann ich den Geschmack nicht. Auch das 2. Spargelgericht am Tisch wurde unabhängig von mir so kommentiert. Der Flammkäse ist immer gut, den kann man im guten Supermarkt bei uns kaufen. Ein fester Grillkäse mit guter Würzung. Nicht günstig, aber gut und in BIO-Qualität.
Preislich hat man hier das Spargelgericht mit Schinken zu € 13,90 + € 4,00 für den Flammkäse berechnet. € 17,90 für dieses Gericht großzügig kalkuliert.. Ich vermute hier fast einen unbedachten Ausrutscher.
Allgemein war die Meinung am Tisch zum Essen durchwachsen - ok. Fehlende Würze wurde fast überall festgestellt. Lediglich das mediterrane Mischgemüse beim Rostbeef meines Vaters konnte durch passende Würze überzeugen.
Gesamtrechung für 7 Personen: € 182,00. An Getränken hat es nicht gemangelt. Über die Rechnung kann man nicht meckern.
Ambiente und Sauberkeit:
Alles neu und entsprechend gepflegt. Schöne Brauhausatmosphäre durch die Kupferkessel (noch nicht in Betrieb) und viel Holz. Die Tische pur mit einer Balkonblume im Topf (sicherlich übrig von der Eröffnung), diese war schon sehr mitgenommen. In Papierservietten eingewickeltes Besteck steht im Bierkrug bereit, das passt hier.
An unserem Abend füllte sich das Restaurant wieder sehr - der Geräuschpegel schwoll auf perfektes Brauhausniveau an!
Vor dem Restaurant gibt es rustikale Außensitzplätze.
Toilette piccobello. Das Damen-WC im EG nur 1 großer Raum, dieser behindertengerecht. Einen Wickeltisch für Kinder hätte man hier problemlos noch unterbringen können. Das Herren-WC laut einem vertrauten Berichter nicht. Also wird man es hier nicht so eng sehen und ein Herr mit Handicap wird mal zu der Türe mit Mädchen gehen müssen. Ich gehe davon aus, dass im OG weitere Toiletten sind. 1 Damen-WC für die Größe des Lokales wird nicht reichen.
Fazit:
Hier geht es eher um gesellige Biertrinkerrunden und für diese gibt es eine gute Auswahl für die "Unterlage". Dies passt hier schon.
Um nur gut essen zu gehen, gibt es andere Anlaufstellen.
Schön, dass sich in Idar mal was tut! Dies sehe ich sehr positiv. Die beschriebenen "Mängel" sollten recht einfach in den Griff zu bekommen sein.
3– wenn es sich ergibt wieder. Wir sind auch einfach keine großen Biertrinker.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder - nach "Küchenreise").