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Empfehlungen am 29.03.18
Im Obergeschoss
Wurstsalat mit Bratkartoffeln
Salat mit gebratenem Seehechtfilet
Knusprige Pommes
Die Gründerin und Bordellbetreiberin hat es sogar zu einem Wikipediaeintrag geschafft!









der Markt war heute Aufmarschzentrum für die Fans des 1.FC Saarbrücken bevor man sich geschlossen über die Bahnhofstrasse zum Hauptbahnhof auf den Weg machen würde, um dort den Zug nach Völklingen zu besteigen, wo im dortigen Hermann-Neuberger-Stadion um 17.30 Uhr das Relegations-Hinspiel gegen 1860 München. die "Sechzger" bzw. die "Löwen" angepfiffen wird. Da man mit bis zu 700 gewaltbereiten "Fans" aus beiden Lagern rechnet, war auch das Polizeiaufgebot am Markt bereits recht stattlich. Zwei Fans, die bereits in den Kneipen rund um den Markt kräftig vorgeglüht hatten, fielen mir fast vor die Füsse. Also nix wie möglichst schnell durch Richtung "La Bastille".
Zum Ambiente habe ich bereits zur Genüge berichtet. Schön finde ich, dass man jetzt im Gastraum an den Wänden Schwarzweiss-Fotos aus alten Filmen mit dem grossen Fernandel aufgehängt hat; das passt nun wirklich ganz prima zum Stil des "La Bastille" und ist mir für das Ambiente dreieinhalb Sterne wert. Die Treppe hinunter zu dem Nassräumen und zum Lager hat sich dekomässig nichts geändert: Kopien von alten Landkarten und Plakaten.
Sauberkeit: unverändert gut; vier Sterne.
Service: Ich habe den Eindruck, dass Mr. Grolier, der Wirt, von Jahr zu Jahr muffeliger wird; Gäste, die ihn schon zu Zeiten der "Brezel", seinem Lokal vor "La Bastille" gekannt haben, meinen allerdings, er sei schon immer so gewesen (das wird auch von meiner Frau, die ihn seit zig Jahren immer wieder mal bei Besuchen erlebt hat, bestätigt) und würde nur im Umgang mit handverlesenen Stammgästen, zu denen wir nicht zählen, etwas gewinnen und dann sogar recht charmant sein können. Na ja, mich liess er erst einmal eine ganze Weile unbeachtet stehen, obwohl ich eher nicht zu übersehen bin; er deckte stattdessen lieber weiter Tische ein. Ich war gerade drauf und dran die gastliche Stätte wieder zu verlassen, als mich seine Tochter gerade noch in der Tür "einfing". Sie, gelernte Restaurantfrau, war wie immer sehr liebenswürdig und freundlich: ich kenne sie nicht anders. Sie führte mich sofort zu einem der wenigen nicht reservierten Tische und kümmerte sich in Folge sehr um mich. Natürlich hätte ich normalerweise für den Service vier Sterne vergeben; da ich mich aber über das Verhalten von Papa Grolier mir gegenüber schon ein bisschen geärgert habe, ziehe ich diesmal eineinhalb Sterne ab. Verbleiben zweieinhalb.
Essen und Trinken: Anhand der im Internet veröffentlichten Speisekarte hatte ich mich zuhause bereits für ein Gericht entschieden. Leider entspricht diese Karte der aktuellen Speisekarte, die mir von Mme.Grolier vorgelegt wurde, absolut nicht mehr; hier sollte Familie Grolier unbedingt tätig werden und die Speisekarte im Internet aktualisieren. Ich war schon ein wenig enttäuscht, dass "mein" Gericht nicht zu bekommen war.
Getrunken habe ich ein Karlsberg Ur-Pils (0,25l EUR 2,50); die Weine im "La Bastille", ich hatte es in einem meiner vorherigen Berichte bereits erwähnt, sind meiner Ansicht nach doch alle etwas "überpreist". So bin ich beispielsweise nicht bereit, für 0,2l eines Grauburgunders von Schmitt-Weber EUR 8,90 zu bezahlen; das ist dieser Wein wie ich meine nicht wert.
Gegessen habe ich "Frische Calamaretti in hausgemachter Knoblauch-Kräuterbutter mit Salatbeilage und Brot" für EUR 14,80. Dass ich darum gebeten hatte die Salatbeilage wegzulassen änderte nichts am Preis. Egal; die Calamaretti (leider habe ich das entsprechende Foto bei der Übertragung von der SD-Karte auf den PC "zerschossen"; selbst im Papierkorb fand ich es nicht wieder) waren von bester Qualität. Die Tuben wie auch die Ärmchen waren auf den Punkt gegart, die Knoblauch-Kräuterbutter war das Tüpfelchen auf dem "I"; ich war richtig happy, besser kriegt es auch ein Sternekoch mit Sicherheit nicht hin. Einmal mehr hat mich die Küche des "La Bastille" voll und ganz überzeugt; Chapeau! Nicht fehlen darf beim Begleichen der Rechnung die angereichte Schachtel mit den Mohrenköpfen "aufs Haus" (ich glaube die derzeit politisch korrekte Bezeichnung ist "Schaumküsse"); der Gast darf sich einen aus farblich viererlei Variationen heraussuchen, schmecken tun sie alle gleich.
Preis-/Leistungsverhältnis: bei den Speisen o.k.; bei den Getränken ausser bei den Weinen die, egal ob als offene Weine oder Flaschenweine, aus meiner Sicht alle um ca. 15 % überpreist sind, ebenfalls o.k. Gerade noch dreieinhalb Sterne.
Fazit: Wer sich am muffigen Gehabe von Mr. Grolier nicht weiter stört ist im "La Bastille" wirklich sehr gut aufgehoben. Ich sehe normalerweise über sein Verhalten einfach hinweg, heute fand ich es allerdings mehr als unfreundlich. So isser halt. Ich bzw. wir kommen trotzdem immer wieder.
P.S. Zu welcher Mannschaft hätte simba, wäre er mit ins Stadion gefahren, wohl gehalten? Ganz klar, natürlich zu den "Löwen".