"„Mar adentro!“ – Maritime Überraschung im Pfälzer Outback!"
Geschrieben am 29.06.2021 2021-06-29
MarCook - Das Restaurant am Söller
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Restaurant
063949215757
Flugplatz 1, 76891 Bundenthal
"Ein spontaner Entschluss – und wir schlecken Süßes auf der Baumberger Rheinterrasse"
Geschrieben am 29.06.2021 2021-06-29 | Aktualisiert am 29.06.2021
Baumberger Rheinterrassen
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Restaurant, Cafe, Hotel
0217396460
Klappertorstraße 47, 40789 Monheim am Rhein
"Die perfekte Auszeit am See!"
Geschrieben am 28.06.2021 2021-06-28 | Aktualisiert am 28.06.2021
Lumi · Seezeitlodge
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Restaurant
0685280980
Am Bostalsee 1, 66625 Nohfelden
"Koennte besser sein"
Geschrieben am 28.06.2021 2021-06-28
Foodbox Pusdorf
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Restaurant, Eventlocation
042139635096
Hermann-Ritter-Straße 112, 28197 Bremen
"Verdammp lang her ........."
Geschrieben am 28.06.2021 2021-06-28 | Aktualisiert am 28.06.2021
Gasthaus Waldblickschenke
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Restaurant
06819850066
Im Almet 60, 66119 Saarbrücken
"Allez les Cordon Bleu! Über selten gewordenes, gutbürgerliches Küchenhandwerk mit Leib und Seele"
Geschrieben am 27.06.2021 2021-06-27 | Aktualisiert am 10.07.2021
Restaurant Turnhalle
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Restaurant, Gaststätte
0212310746
Adolf-Clarenbach-Str. 41, 42719 Solingen
"Solide und ohne Überraschungen"
Geschrieben am 27.06.2021 2021-06-27 | Aktualisiert am 27.06.2021
Restaurant Haus Bieger
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Restaurant
028429219900
Abteiplatz 11, 47475 Kamp-Lintfort
"Beachclub auf Mauritius"
Geschrieben am 26.06.2021 2021-06-26
Leon's Food Club
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Restaurant
070317695781
Im Zimmerschlag 7, 71032 Böblingen
"Diesmal haben wir bei der "Linde" nicht wie so häufig etwas Bestelltes abgeholt oder uns bringen lassen ..........."
Geschrieben am 26.06.2021 2021-06-26 | Aktualisiert am 27.06.2021
Bierstube Duewell
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Kneipe
03971832420
Kronwieckstraße 5, 17389 Anklam
"Her mit den dicken Klößen!"
Geschrieben am 26.06.2021 2021-06-26 | Aktualisiert am 26.06.2021
Restaurant - Café Zehntscheune
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Restaurant, Cafe
067851658
Schlossweg 13, 55756 Herrstein
"Wer den Schilling ehrt ..."
Geschrieben am 25.06.2021 2021-06-25
Schilling am Berliner Platz
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Restaurant, Cafe
017674606866
Breslauer Straße 15, 71034 Böblingen
"HNA: Feinste und kreativste kulinarische Adresse der Stadt: Die Spitzenküche von Sven Wolf läuft sich warm!"
Geschrieben am 25.06.2021 2021-06-25
Gourmet-Restaurant Voit
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Restaurant, Gourmet
056150376612
Friedrich-Ebert-Straße 86, 34119 Kassel
"Perfekter Abend"
Geschrieben am 25.06.2021 2021-06-25
Ristorante Pizzeria Catania
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Restaurant,Take Away,Pizzeria
093329638
Marktstefter Straße 1, 97340 Marktbreit
"Angenehme Einkehr....."
Geschrieben am 25.06.2021 2021-06-25 | Aktualisiert am 25.06.2021
Zum Goldenen Anker
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058462111
Hauptstraße 33, 29471 Gartow
"Hamburg expandiert mit Salaten, Bowls und Ramen nach Lübeck - letztere machten keinen so schlechten Eindruck."
Geschrieben am 24.06.2021 2021-06-24
Söhne Hamburgs | Bowls & Greens
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Restaurant, Lieferdienst
080020207702
Mühlenstraße 41-43, 23552 Lübeck
"Es ist wohl mein Lieblings-Brauhaus in Köln – auf jeden Fall gehört es zur Spitze"
Geschrieben am 24.06.2021 2021-06-24 | Aktualisiert am 25.06.2021
Brauhaus Schreckenskammer
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Wirtshaus, Gaststätte
49221132581
Ursulagartenstr. 11-15, 50668 Köln
"Wohl die Nummer eins bei Kuchen und Gebäck in Kalk"
Geschrieben am 24.06.2021 2021-06-24 | Aktualisiert am 24.06.2021
Schlechtrimen
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Bäckerei, Cafe, Konditorei
02219871721
Kalker Hauptstraße 210, 51103 Köln
"Immer wieder gerne"
Geschrieben am 24.06.2021 2021-06-24
Restaurant Central
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Wirtshaus, Biergarten
084312079
Adlerstraße C 200, 86633 Neuburg an der Donau
"Das Wirtshaus in und für Odenthal"
Geschrieben am 23.06.2021 2021-06-23 | Aktualisiert am 23.06.2021
Wirtshaus Herzogenhof
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Restaurant, Wirtshaus
02202977780
Altenberger-Dom-Straße 36, 51519 Odenthal
"Wieder reguläre Gastro-Besuche, Danke Gott Culinaria. Corona fahr zur Hölle."
Geschrieben am 23.06.2021 2021-06-23 | Aktualisiert am 24.06.2021
Servus Colonia Alpina
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Restaurant
022129219250
Steinweg 12 - 14, 50667 Köln
"Gut und günstig Essen + Trinken"
Geschrieben am 23.06.2021 2021-06-23
Tonys EssBar
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Restaurant
08985677896
Georgenschwaigstraße 42, 80807 München
"Gepflegt gut essen"
Geschrieben am 22.06.2021 2021-06-22
PAN | Vinothek Bistro Restaurant
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Restaurant, Bistro, Weinstube, Gourmet
072749192095
Klosterstraße 2, 76726 Germersheim
"Gutes Essen in schönem Ambiente"
Geschrieben am 22.06.2021 2021-06-22
Restaurant Felderbock
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Restaurant
062249099415
Hauptstraße 26, 69226 Nußloch
"Neulich beim Panasiaten in der Karlsruher Weststadt traf ich die „Drei Zahmen vom Grill“…"
Geschrieben am 22.06.2021 2021-06-22 | Aktualisiert am 23.06.2021
Mama Thanh
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Restaurant
072147031901
Uhlandstraße 40, 76135 Karlsruhe
"modernes, gesundes Fast Food"
Geschrieben am 22.06.2021 2021-06-22
Dean & David
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Vegetarisches Restaurant, Bistro, Cafe
062186243978
M7, 11, 68161 Mannheim
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

Baumberger Rheinterrassen – Frontansicht
Baumberger Rheinterrassen – Seitenansicht
Biergarten
Blick auf den Rhein
Waffel mit heißen Kirschen, Vanilleeis, Sahne

Ankunft
Den Feierabend genießen
Gin und Tonic
.
Dinnerbrot und Butter
Burrata Fresca - Gegrillter Spargel
Kohlenfisch - Kohlrabi-Apfelfond - Belugalinsen
Gratinierter Markknochen – Gremolata – Knusper-Chimichurri
Tomatenessenz – Garnele – Mozzarella – Eingelegte Kirschtomate
Gegrillter Oktopus – Erbse – Salzzitrone - Emmer und Einkorn
Gegrillter weißer Steinbutt - Fichtensprossen Aufguss - Kartoffelstampf
Sorbet Variation: Holunder – Fichtennadel - Aprikose-Thymian – Sauerampfer


Visitenkarten
Portal Ansicht Halle
© WMTV Solingen
Eingang, Seitenansicht
vorderer Gastraum
kleiner Saal
Terrasse
Tomatencremesuppe (das verlaufene Häubchen ist meine Schuld, siehe Kritik....)
Gebratene Riesengarnelen
Brot / Aioli
Cordon Bleu vom Kalb
Seufz....
des Chefs Diplomarbeit ;-))
Wildkräutersalat mit Feta im Baconmantel
Mousse au Chocolat für zwei , kleine Portion



Rustikale Außenansicht
Rustikale Innenansicht
Herrsteiner Duett - Rustikal










Innenansicht.
"Söhne Hamburgs Miso-Nudel": Nudelsuppe, Miso, Hühnerbrühe, Ei, Sprossen, Hühnchen, dazu noch Mais, Frühlingszwiebeln, Karottenraspeln, Edamame und Sesam.








Statt "Grüner Kuh" nun "Mama Thanh"
Innenansicht
Hinterer bzw. oberer Gastraum
Ein wenig Fingerfood vorweg
Darauf ein Ulmer Helles!
Das "Hanoier Allerlei"
Das Hähnchencurry
Curry im Detail
What the Pho???
Eine Schüssel voll Glückseligkeit
Die "Drei Zahmen vom Grill"
Vietnam-Bulette
Der lackierte Hähnchenfuß (vorne)
Teriyaki-Rib
Chè (ohne Guevara)

Die gleichen Buntsandsteinschichten, die vor rund 250 Mio. Jahren unter Wüstenbedingungen hier abgelagert wurden und ca. 200 Mio. Jahre später beim Einbruch des Oberrheingrabens wieder freigelegt und in der Folgezeit mächtig erodiert wurden, finden sich auch jenseits der Grenze zum Elsass wieder. Das dortige Mittelgebirge wird – obwohl geomorphologisch von der gleichen Formation – Nordvogesen („Vosges du Nord“) genannt und ist ebenfalls die Heimat pittoresker Sandsteintürme und stattlicher Massive.
Während die meisten Türme dort tabu sind (Umweltschutz, Privatwald, etc…) darf an den Massiven nach Herzenslust geklettert werden. Der Unterschied zur Pfalz: es stecken wesentlich mehr Bohrhaken in den Routen. Ein Umstand, der sie im Vorstieg etwas weniger gefährlich erscheinen lässt. Warum erzähle ich das?
Nun, an jenem Donnerstag war ich vor der abendlichen Spontaneinkehr im MarCook zusammen mit meinem Kletterpartner im elsässischen Obersteinbach unterwegs und zog mir am dortigen Wachtfels ordentlich die Finger lang. Die Idee, am Abend noch auf einen Happen irgendwo aufzuschlagen kam uns nach getaner „Arbeit“ quasi aus dem Bauch heraus. Natürlich lag es da nahe, einfach auf dem Rückweg halt zu machen.
Das „Cheval Blanc“ im benachbarten Niedersteinbach hatte donnerstags geschlossen. Das direkt unterhalb unseres Kletterfelsens befindliche Restaurant „Au Wachtfels“ machte nicht den Anschein, dass es Corona überstanden hatte. Vielleicht war man aber auch einfach „en vacances“. In das ebenfalls im idyllischen Örtchen Obersteinbach gelegene Hotel-Restaurant „Anthon“ trauten wir uns mit den Kletterklamotten nicht hinein. Dafür war der Laden einfach zu edel. Und ins abgeschiedene Wengelsbach (Restaurant „Au Wasigenstein“) wollten wir nun auch nicht mehr tuckern.
Also musste der Elsassinator in mir klein beigeben und das gemeinsame kulinarische Vorhaben kurzerhand in Richtung Pfälzerwald verschieben. Doch gerade dort sind die guten Adressen: a) rar gesät und b) liegen sie ziemlich weit verstreut. Und einen weiten Umweg wollten wir aufgrund von Hunger und vorangeschrittener Uhrzeit partout nicht machen.
Da kam mir in den Sinn, dass ich das zwischen Rumbach und Bundenthal befindliche Restaurant MarCook am etwas höher gelegenen Flugplatz Söller (für Motorsegler und Motorflugzeuge) zwar von diversen Berichten meines hier schon häufiger einkehrenden Kollegen kannte, aber selbst noch nie dort zu Tische saß. Also wurde kurzerhand des Volkes Wagen in den SUV-Modus geschaltet und die mit Schlaglöchern und anderen Unwägbarkeiten „gepflasterte“ Piste von Bundenthal aus zum höher gelegenen Sportflugplatz hoch getuckert.
Gerade zu dem Zeitpunkt, als mich der Gedanke beschlich, dass ich mich endgültig verfahren hätte bzw. nun wirklich keine Einkehradresse (geschweige denn ein Fluggelände…) hier zu erwarten sei, tat sich der Wald auf und eine großflächige Hochebene kam zum Vorschein. Das komplett mit dunklem Holz verkleidete ehemalige Clubhaus des Flugsportvereins Bundenthal-Rumbach e.V., in dem sich das vom Ehepaar Burkhart seit 2015 betriebene MarCook befindet, wurde mit einer gewissen Erleichterung angesteuert.
Wer sich bis hierhin „durchgekämpft“ hat, denn erwartet schon beim Zuschlagen der Wagentür das Geheimnis dieses Ortes: Entschleunigung pur! Um diesen paradiesischen Zustand auf dem Söller wissen scheinbar nicht nur Einheimische. Wir waren zugegeben etwas verwundert, über die Anzahl der neben dem heimeligen Holzbungalow geparkten Autos und vor allem über deren Kennzeichen.
Die Veranda mit Blick auf die Start- und Landebahn (eher eine Grasbahn…) zählte gerade mal sieben Tische, die zum Großteil belegt waren. Ein kurzer Plausch mit der Gastgeberin und Servicechefin, Frau Burkhart, machte uns die begrenzte Platzsituation deutlich und verlangte nach doppelter Charmeoffensive unsererseits („…kommen gerade vom Klettern…“ / „…sind total ausgehungert…“ / „…hätten nie gedacht, dass hier donnerstags so viel los ist…“ / „…hatten vorhin kurz angerufen, ging aber niemand ran…“ / „…vielleicht ist ja doch noch was frei?...“ etc.).
Tatsächlich war kurz vor unserer Ankunft gerade ein Tisch frei geworden. Ein glücklicher Umstand, dem wir es wohl primär zu verdanken hatten, dass uns Frau Burkhart nach kurzer Wartezeit – sie musste erst noch für pandemiekonforme Desinfektionsverhältnisse am Tisch sorgen – Platz nehmen ließ. Merke: ohne vorherige Reservierung sollte man sich den holprigen Anreiseweg hoch zum Söller sparen.
Der Gang zu den Nassräumen war dann auch unsere erste Amtshandlung, schließlich galt es den Dreck von den Kletterpranken zu spülen, um wenigstens einen halbwegs manierlichen Eindruck am Tisch zu hinterlassen. Dabei durchquerte ich den von Flugzeugmodellen und Fliegerfotos dekorierten Gastraum, der mit einem alten Kachelofen und jeder Menge Naturholz (Mobiliar, Decke, Balken, etc.) auf sich aufmerksam machte. Alles wirkte sehr sauber und gepflegt. Der ehemaligen Nutzung des Gebäudes als Vereinsheim für Sportflieger trug man auf sympathische Weise Rechnung.
Drinnen saß zu diesem Zeitpunkt niemand. Wenn die Terrasse geöffnet ist, bleibt es im Inneren leer, so die lapidare Erklärung der Hausherrin. Man könne als „Zwei-Mann-Team“ einfach nicht mehr Leute zufriedenstellend bewirten bzw. bekochen. Weniger schien hier also mehr zu sein – eine absolut löbliche Einstellung.
Da saßen wir nun auf der überdachten Außenterrasse und studierten das Speisenangebot, das uns bereits bei der Ankunft das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Auf einer an der Außenfassade angebrachten Schiefertafel wurden gegrillter Oktopus, Pluma vom Iberico-Schwein, frischer Meeresfrüchtesalat und Thunfischsteak mit schwarzem Sesam auf Rindercarpaccio als Empfehlungen genannt. Eine für Pfälzerwaldverhältnisse doch recht exotische Auswahl, welche aber die maritim-mediterrane Ausrichtung des MarCook gut auf den Punkt brachte.
Im Standardprogramm hatte man noch eine Handvoll Vorspeisen (griechischer Salat, gratinierter Ziegen- bzw. Schafskäse, Antipastiteller und Thunfischtatar) sowie ein knappes Dutzend an Hauptgerichten gelistet. Mehr war nicht und mehr musste auch nicht. Allein die Fischabteilung versprach Delikates vom Grill. Sepia, Lachs in Buchenholzhülle, Filets vom jungen Schwertfisch, Oktopus und Thunfisch wurden mit Salat und Baguette bzw. mit gegrilltem Gemüsespieß und Rosmarinkartoffeln offeriert.
Beim Fleisch wurde ebenfalls eher geklotzt als gekleckert. 300 Gramm Ribeye, Koteletts oder Filet vom Iberico-Schwein, Karree vom Weidelamm und eine stattliche Iberico-Platte für zwei Personen waren auf der laminierten Leckerseite nachzulesen. Schon da keimte in mir der Gedanke, dass dieses Entschleunigungsidyll auf der Söller-Hochebene wohl eher „MarGrill“ hätte lauten müssen.
Denn der gelernte Fensterbauer und Küchenchef Markus Burkhart ist ein Griller unterm Herrn. Kein saarländischer Möchtegernschwenker, sondern ein waschechter Holzkohleröster der alten Schule.
Einem, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass er gutes Essen zu schätzen weiß und dem man die Zubereitung eines solchen sofort zutraut.
Dass er zusammen mit seiner Frau vor rund 6 Jahren sein Hobby zum Beruf machte, war sicherlich eine mutige Entscheidung. Doch der Erfolg scheint den beiden Spätberufenen ja Recht zu geben. Werbung brauchen sie nicht, wie mir Frau Burkhart versicherte. Und Social Media nur rudimentär. Warum auch, wenn die gute Mundpropaganda schon genug Gäste ins Pfälzer Outback lockt.
Für den Durst waren schnell zwei Radler (0,4l für 4 Euro) bestellt. Das mit Fassbier der Pirmasenser Parkbrauerei gemischte Erfrischungsgetränk war schnell geliefert und noch schneller geleert. Die nächsten beiden Radler wurden dann etwas entschleunigter (der Ort zeigte langsam Wirkung!) zum Essen genossen.
Gerne hätte ich mit meinem Kletterkollegen den ein oder anderen Pfälzer Wonnetropfen von der ansprechenden Flaschenweinkarte geordert, doch die bevorstehende Rückfahrt in die Südpfalz wusste dies vernünftigerweise zu verhindern. Schade, denn die mit um die 30 Euro kalkulierten Weine kamen von renommierten Weingütern.
Bei Namen wie Knipser (Laumersheim), Grimm (Schweigen), Stiftweingut Meyer (Gleiszellen) und Gies-Düppel (Birkweiler) kann man schon mal schwach werden. Zumal der 2019er Chardonnay Reserve (35,80 Euro) von Andreas Grimm und der rote 2014er Portugieser „S“ (34,50 Euro) von Frank Meyer preislich in Richtung Schnäppchen tendierten.
Mein Kollege wählte vorab den reich bestückten Antipastiteller (14,90 Euro), um sich danach das volle Thunfischbrett zu geben. Selbstverständlich wollte er sein Steak vom Yellow Fin auf Rindercarpaccio gebettet serviert bekommen. Die 36,50 Euro waren dafür sicherlich kein Pappenstiel, aber als wir die Portionsgrößen am Nachbartisch bemerkten, wussten wir, warum für die kurzgegrillten Edeltranchen vom Tuna so viel hingeblättert werden musste. Immer vorausgesetzt natürlich: die Qualität würde stimmen!
Um die erste Silbe des Restaurantnamens auf kulinarische Legitimität zu überprüfen, sollten es bei mir der frische Meeresfrüchtesalat (17,90 Euro) als Vorspeise und ebenfalls das auf dünnem Rinderteppich platzierte Thunfischsteak im Sesammantel sein. Als Beilagen waren ein paar Scheiben Baguette und eine Salatschüssel zum Teilen vorgesehen. Die Rosmarinkartoffeln hätte ich fast noch drangehängt, so verführerisch schauten sie aus der Tonschale vom Nachbartisch herüber.
Frau Burkhart konnte wohl unsere leergekletterten Mägen erahnen und so verging viel weniger Zeit als befürchtet, ehe die beiden Vorspeisen bei uns vorstellig wurden. Bei meinem Meeresfrüchtesalat lasse ich einfach mal drei Bilder sprechen.
Perfekt im Biss, puristisch in der Anrichtung und sowas von frisch auf der Zunge, dass mir das leichte Rauschen der Blätter des Waldes wie mediterranes Meereswogen vorkam. Söller del Mar! Was so viel bedeutete wie ein fantastischer maritimer Teller auf der Hochebene zwischen Rumbach und Bundenthal.
Allein der Pulpo hatte eine derart zarte Konsistenz, dass man die Grillkompetenz von Meister Burkhart gar nicht hoch genug loben konnte. Aber auch Sepia und Garnelen waren von hervorragender Qualität. Zusammen mit der leichten Zitronenfrische, der aromatischen Pfütze Olivenöl, der salzig-süßlichen Würze des Algensalats und dem essigsauren Beilagensalat aus der Schüssel war das ein sommerlicher Hochgenuss wie ich ihn inmitten des Pfälzerwaldes wohl am allerwenigsten vermutet hätte.
Ich war sprachlos. Und das bin ich wahrlich nicht so oft.
Auch mein Kollege geizte nicht mit Lob über sein aus gegrilltem Gemüse (Zucchini, Paprika, Champignons, Spinat), Büffelmozzarella, Schafskäse, Tomaten, Oliven, grünen Peperoni, roten Zwiebelringen und Pflücksalat bestehendes Entrée, das allen Frischekriterien standhielt und auch geschmacklich einiges zu bieten hatte.
Besonders das Gemüse vom Holzkohlegrill machte mächtig Eindruck am Gaumen. Auf beiden Vorspeisentellern war also richtig was los. Wir waren gespannt, ob der Raubfisch aus dem Westpazifik dieses erstaunlich hohe Niveau der Vorweggerichte noch würde toppen können.
Er konnte. Und wie er konnte. Denn die ultimative Genussformel für diesen Fischgang war denkbar einfach: Qualitativ beste Ware (die „Deutsche See“ ließ grüßen) hatte ein denkbar kurzes Rendezvous mit dem Holzkohlengrill. Zusammen mit der Sesampanade und den hauchdünn geschnittenen Scheiben vom Rind konnte es das 300 Gramm schwere Thunfischfilet mit jedem maximal hedonistischen Surf & Turf aufnehmen. Auch der zugegeben etwas hohe Preis schien in Anbetracht des Resultates auf dem Teller mehr als gerechtfertigt.
Da wusste einer, wie man den Center Cut dieses edlen Flossentieres richtig zubereitet. Nämlich als wunderbares Tataki, das auf der Zunge zerging. Außen leichte Röstaromen und innen pures, rotes Rohfisch-Vergnügen. Mit den Worten meiner spanischen Lieblingsrockband Héroes del Silencio kurz und knapp ausgedrückt: „Mar adentro!“
Im Westen verschwand so langsam die Abendsonne hinter den bewaldeten Kuppen des Wasgaus. Die Zeit schien still zu stehen.
Noch ewig hätten wir es auf der behaglichen Veranda des MarCook ausgehalten.
Aber der Rückweg saß uns genauso hartnäckig im Nacken wie der Arbeitstag am nächsten Morgen. Apropos Rückweg, den haben wir über eine wesentlich bequemere Straße in Angriff genommen. Denn über Nothweiler – so riet uns die Chefin – ließe sich der Söller viel bequemer ansteuern als über Bundenthal.
Kann ich dieses kulinarische Kleinod im Pfälzer Outback vorbehaltlos empfehlen? Nein, ich muss es sogar. Grill-Gourmets werden hier genauso glücklich, wie naturverliebte Weinschmecker, die einfach mal für ein paar Stunden den Stecker ziehen wollen. Bei den Burkharts auf dem Söller gehört Entschleunigung zum Programm. Frischer, perfekt gegrillter Fisch und Meeresfrüchte hat man aber auch im Repertoire. Das nächste Mal dann aber vielleicht das Ribeye…oder das Lammkarree…oder die Iberico-Platte…oder alles!