"Als Touri kommt man nur einmal, ganz sicher"
Geschrieben am 08.04.2023 2023-04-08
Traveblick
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Restaurant, Cafe
045022645
Vorderreihe Brücke 148, 23570 Lübeck
"Es ist wieder vom 06.04. - 06.08.2023 geöffnet."
Geschrieben am 08.04.2023 2023-04-08
Straußwirtschaft Venino
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Besenwirtschaft
061454484
Vorderstraße 16, 65439 Flörsheim am Main
"Ab 06.05.- 16.08.2023 ist der Gutsausschank wieder geöffnet"
Geschrieben am 08.04.2023 2023-04-08 | Aktualisiert am 08.04.2023
Gutsausschank Frank & Yvonne Schnabel
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Besenwirtschaft
061454304
Kirschgartenstraße 16, 65439 Flörsheim am Main
"Neues Bistro in Denkendorf"
Geschrieben am 07.04.2023 2023-04-07 | Aktualisiert am 07.04.2023
Schilling's · Denkendorfer Treffbar & Café
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Bistro, Cafe
01715594528
Furthstr. 1/1, 73770 Denkendorf
"Wo gute Tradition auf Nachhaltigkeit trifft ........"
Geschrieben am 07.04.2023 2023-04-07 | Aktualisiert am 07.04.2023
Chez David
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Restaurant
068051324
Auf dem Hassel 1, 66271 Kleinblittersdorf
"Im neuen, zweiten Restaurant in der Altstadt bestätigt sich die Qualität aus Travemünde."
Geschrieben am 06.04.2023 2023-04-06 | Aktualisiert am 07.04.2023
Das Köstlich | Lübeck Altstadt
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Restaurant, Take Away
045147999447
Koberg 13-15, 23552 Lübeck
"Michelin zeichnet mit dem "Bib Gourmand" vier Restaurants im Saarland als Geheimtipp aus ......"
Geschrieben am 06.04.2023 2023-04-06
Hämmerle's Restaurant
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Restaurant, Sternerestaurant
0684252142
Bliestalstraße 110, 66440 Blieskastel
"Beste PINSA der Stadt"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
Don Gelati
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Eiscafe
022156071651
An der Linde 2, 50668 Köln
"Vorübergehend geschlossen"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 06.04.2023
Restaurant Ahlmanns im Romantik Hotel Kieler Kaufmann
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Restaurant, Sternerestaurant
043188110
Niemannsweg 102, 24105 Kiel
"Für der japanisch Begriff Kuchisabishii ..."
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
The Izakaya · Kuchisabishii
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Sternerestaurant
063229593729
Weinstraße 36, 67157 Wachenheim an der Weinstraße
"Beliebter Innenstadttreffpunkt mit Kultcharakter"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
Academie der schönsten Künste
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Bistro, Cafe
0711242436
Charlottenstraße 5, 70182 Stuttgart
"Vorübergehend geschlossen"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
Yoso · Streetfood & Sushi
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Restaurant
004926324998643
Schafbachstr. 14, 56626 Andernach
"Ade, Bootshaus! – Salli, Wirtshaus!"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 06.04.2023
Kühners Wirtshaus
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Restaurant, Wirtshaus
0721572657
Rastatter Straße 23, 76199 Karlsruhe
"Michelin-Sterne verteilt: Bau erhält Sonderpreis"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 05.04.2023
Victor’s Fine Dining by Christian Bau
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Restaurant, Sternerestaurant, Sternehotel
0686679118
Schloßstr. 27-29, 66706 Perl
"Tolles Café mit leckeren Torten und Schokoladen Trüffel."
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 05.04.2023
Café ten Cate Konditorei
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Cafe, Chocolaterie
049312420
Osterstr. 153, 26506 Norden
"Sterneregen über Münster (finaler) Part 3"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 05.04.2023
Coeur D‘Artichaut - Restaurant
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Sternerestaurant
025139582823
Alter Fischmarkt 11 a, 48143 Münster
"Sterneregen über Münster Part 2"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 05.04.2023
BOK | Brust oder Keule
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Restaurant, Sternerestaurant
02519179656
Melchersstraße 32, 48149 Münster
"Sterneregen in Münster Part 1"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
Spitzner im Oerschen Hof
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Restaurant, Sternerestaurant
025141441550
Königsstraße 42, 48143 Münster
"Es tut sich was im MS/OS Land!"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05
IKO Restaurant
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Restaurant
054144018030
Stadtweg 38a, 49086 Osnabrück
"Auch in den neuen Räumlichkeiten in der Innenstadt, und für mich nun das erste Mal vor Ort, konnte "Arsien" in der Gesamtheit mit Qualität überzeugen."
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04 | Aktualisiert am 07.04.2023
Arsién - Fusion japanese cuisine
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Restaurant
045139730320
Hüxterdamm 3, 23552 Lübeck
"Das wahrscheinlich älteste Restaurant in Burg/Fehmarn"
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04
Restaurant in Wisser's Hotel
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Restaurant, Cafe, Gasthof
043713111
Am Markt 21, 23769 Fehmarn
"Große Überraschung im Guide Michelin 2023: Das "Kuultivo" holt einen neuen Stern nach Leipzig."
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04 | Aktualisiert am 05.04.2023
Restaurant Kuultivo
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Sternerestaurant
034124884161
Könneritzstraße 24, 04229 Leipzig
"Sehr leckeres Essen, Service könnte besser sein"
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04
Restaurant Namaste im Posthof
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Restaurant
094170862626
Schikander Straße 2a, 93053 Regensburg
"Bei strahlendem Wetter heute in den Königsgarten"
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04
Café Königsgarten
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Bistro, Cafe
025814689766
Krickmarkt 8, 48231 Warendorf
"Hotel und Restaurant wegen Renovierung vorübergehend geschlossen."
Geschrieben am 03.04.2023 2023-04-03 | Aktualisiert am 03.04.2023
Fallert
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Restaurant, Sternerestaurant
07841628290
Talstr. 36, 77887 Sasbachwalden
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 




Außenansicht mit der Terrasse.
Eingangsbereich mit kleiner Treppe.
Gastraum mit Empfangstisch und Bar.
Malereien hübschen die Wände auf.
Innenansicht mit künstlichem Kamin.
„Hausgemachtes Labskaus -zum kennenlernen - serviert mit dänischen Gurken und einem Spiegelei“.
Das „norddeutsche Ragout“ freigelegt.


Viel Rohr um Licht!
Waldarbeiterplatte vom Schweinenacken
Beilagensalat mit feinem Honig-Senf-Dressing
Knusprig, dünn geklopft und gut gewürzt!
Das Schnitzel vom Jäger


Außenansicht mit der kleinen Terrasse.
Der Vorraum mit dem Empfangstisch.
Der Gastraum mit der Bar.
Gang ins Untergeschoss zu den Toiletten.
Wisser's Hotel & Restaurant - direkt am Markt in Burg
Gastraum
Blick zum Saal-jetzt schon hell erleuchtet, wenige Minuten später bis auf den letzten Platz besetzt
Aufsteller mit den Tagesangeboten
Opi Hartwig hat unsere Getränke drapiert ;-)
Frische Fischsuppe mit reichhaltiger Einlage und gerösteten Baguette
reichlich einlage
Dorschfilet mit Wirsinggemüse und Bratkartoffeln
den Bratkartoffeln fehlte der letzte Schliff l
Pannfisch-gebratener Fisch in Senfsoße, dazu Bratkartoffeln
Der Salat zum Pannfisch
Pannfisch-mit gebratenen Dorsch in Senfsoße, dazu Bratkartoffeln
Amerikanische Schokoladen-Brownie mit Vanillesoße, Eis und Sahne
Wisser's Hotel & Restaurant













Da Opi Hartwig aber noch etwas schwach auf den Beinen ist, sollte es nicht der übliche Stadtrundgang durch Lübeck werden, sondern eher mal die ruhigere Variante. Da Walther in Israelsdorf sein Häuschen hat, und wir ihn dort abholen wollten, war natürlich der kürzeste Weg zum schön spazieren gehen der nach Travemünde. Von Israelsdorf waren wir in wenigen Minuten da, unser Auto stellten wir auf einem der vielen gebührenpflichtigen Parkplätze ab, und nun konnten wir auf der Strandpromenade entlang der Trave schön flanieren und spazieren gehen. Das Wetter war uns hold, Sonnenschein, blauer Himmel und die ersten frühlingshaften Temperaturen. So recht hatten wir im Vorfeld kein Restaurant auserkoren, für uns war nur klar, es sollte Fisch geben. Bei Gosch an der Strandpromenade wurden wir fast schwach, der Laden war uns dann aber zu gut besucht, so dass im Innenbereich kein vernünftiger Platz mehr frei war, und draußen unter den Heizpilzen wollten wir aber auch nicht sitzen.
Schließlich kamen wir unweit vom Gosch an das schwimmende Restaurant „Traveblick“. Hier hatten wohl Hartwig und Walther vor sehr langer Zeit schon einmal gespeist, und waren damals zumindest zufrieden. Da Walther uns Sachsen immer als Touris sieht, wir waren ja noch nicht genug in Lübeck und Travemünde, war das nun hier der perfekte Platz. Das Restaurant ist, wie es Kollege NoTeaforme schon beschrieben hat, auf Pontons gelagert und besteht aus zwei Etagen. Die Küche ist in einem Seitenponton untergebracht.
Das Restaurant war zur Mittagszeit gut besucht, wir hatten das Glück das auf dem Oberdeck zwei Tische frei waren. Wir hatten freie Auswahl, und nahmen uns natürlich den zur See gewandeten Tisch. Hier hat man einen wunderbaren Blick über die Trave zum Priwall als auch zum Kreuzfahrtterminal. Ab und an kommt dann auch mal eine Fähre oder so ein großer Kreuzfahrer vorbeigeschippert, da hat man als Touri natürlich was zu sehen. Das Restaurant ist schlicht ausgestattet. Auf dem rustikalen Holzboden stehen ausreichend große, aber wackelige Tische, auf den großen Korbmöbeln mit Sitzkissen sitzt man ganz angenehm. Die Sonne heizte dem schwimmenden Restaurant schon schön ein, daher waren im Dach schon die Dachluken geöffnet. Wie ist das dann hier im Sommer?
Begrüßt wurden wir von zwei Damen, die hier in beiden Bereichen den Laden am Laufen hielten. Knochenjob, den ganzen Tag treppauf, treppab. Die beiden wissen was sie Abends gemacht haben. Vielleicht lag auch deren Freundlichkeit an den vielen Kilometern, die sie am Tag absolvieren, oder war es einfach die so viel gepriesene nordische Freundlichkeit. Wir fühlten uns jedenfalls nicht unbedingt freundlich bedient, der Ton war ruppig.
Die Speisekarten wurden gleich nach unserem setzen gereicht, und da wollte man auch schon wissen was wir denn zu trinken haben wollten. Ja, aber woher weiß ich denn was dieser Laden hier zu trinken anbietet? Dürften wir erst einmal in der Karte schauen? Naja, wenn´s sein muss. Gleichzeitig bat ich die Dame, doch bitte die Außentüre im Servicebereich, welcher am Ende des Lokals lag, doch bitte zu schließen, da es unwahrscheinlich zog, die beiden älteren Herren und meine Dame fröstelten, und ich aber genau im Zug saß. Als Antwort bekam ich das dies nicht gehen würde, da die beiden Servicekräfte dann in dieser Ecke „verrecken“ würden. Stattdessen würde sie die Dachfenster schließen. Gesagt getan, viel Besserung brachte es mir zumindest nicht, da der Treppenaufgang schräg hinter mir war, und es noch immer zog. Ich bin nun keine Frostbeule, aber im Laufe unseres Essens musste ich mir dann doch die Jacke überziehen, da es mir zu kalt wurde. Zwei Tische weiter hinten moserten derweil zwei alte Damen, die hier ihren täglichen Cocktail zu sich nahmen. Denen war es nun wieder zu warm. Ob es am Alkoholgenuss oder was anderen liegt, kann ich nun nicht sagen, jedenfalls war es entweder zu warm oder zu kalt.
Genug gemeckert. Zwischenzeitlich hatten wir in der Karte zumindest schon einmal die Getränkeseite aufgeschlagen, und das war wohl das Zeichen: jetzt Wissens was in der Karte steht. So warfen wir wenigstens einen schnellen Blick in die Karte und bestellten da als Getränke:
· 3x 0,2ér Grauer Burgunder für je 5,50 €
· 1x 0,5ér Benedektiner Hefeweizen Alkoholfrei für 4,90 €
Nun entschwand erst einmal die Dame, war sie erst einmal beschäftigt. In der Zwischenzeit konnten wir nun erst einmal die Speisen sondieren. 110 Fischgerichte und 9 Gerichte aus Topf und Pfanne sollten ausreichend sein, um das passende für sich zu finden. Die Preise sind dabei für diese Lage sehr human und liegen zwischen 14 und 22 Euro. Zwischenzeitlich waren nun auch unsere Getränke gekommen, und um weiteren Stress vorzubeugen bestellten wir unsere Speisen. Auf eine Vorspeise verzichteten wir.
Als Hauptspeise sollten es sein:
· 2x Rotbarschfilet gebraten - auf einem Bett von gebratenem Rosenkohl, Pastinaken und Karotten, mit Parmesan verfeinert, dazu Kürbis-Kartoffel-Stampf für je 16,90 €
· 1x Dorschfilet im Speckmantel gebraten - auf einem Bett aus Kürbis, Zwiebeln, Speck, frischer Rote Bete und weißen Bohnen, dazu Kartoffelkrustel für 18,90 €
· 1x Labskaus nach „Seemannsart“ - dazu Spiegeleier, umlegt mit Matjesfilet, Bismarckhering, Rote Bete, Zwiebeln und Gewürzgurke für 14,90 €
Die „nette“ Dame entschwand mit unseren Wünschen, und wir konnten erst einmal klönen und schnaken. Dabei stießen die Weingläser dann doch stark auf unsere Verwunderung. Diese hätte ich jetzt vielleicht in einem Dorfgasthof in Hinterkleckersdorf erwartet, oder in der Mitropa der Deutschen Reichsbahn, aber nicht in einem Lokal am Tourihotspot Travemünde. Aber wie die Gläser aussahen, so schmeckte letztendlich auch der Wein. Der war sauer und schmeckte einfach nur billig, so die übereinstimmende Meinung der beiden Herren und meiner Frau. Naja.
Zum Glück mussten wir nicht lange nur bei diesem Gesöff bleiben, denn bereits nach einer viertel Stunde standen unsere Teller mit den gewünschten Speisen am Platz. Auf den ersten Blick sahen sie erst einmal ganz ansprechend aus, das wars dann aber schon fast.
Meine Frau und Walther hatten sich das Rotbarschfilet auserkoren. Unbedingt viel war es letztendlich nicht was dann bei den beiden am Platz stand. Zwei Filets vom Rotbarsch, allen Anschein nach in der Fritöse zubereitet, denn das Fett trifte nur so heraus. Das eine Filet meiner Frau war wahrscheinlich schon das zweite Mal durch dieses Fettbad gewandert, denn am schmalen Ende des Fisches war er einfach nur knusprig und (furz)trocken.
Das bekomm ich in der Imbissbude so auch geliefert. Der Rosenkohl machte zumindest vom Anblick her Appetit, denn dieser war herrlich hellgrün geblieben. Kein Wunder, war er doch wahrscheinlich nur sehr kurz im heißen Wasser und anschließend in der Pfanne, denn er war so hart, dass er beim Zerschneiden gern auch mal vom Teller fluppen wollte, oder wenn man ihn im Ganzen gegessen hat, brauchte man ordentliche Zähne.
Bei den klein geschnittenen Karottenscheiben war es in Ordnung das diese bissfest waren. Pastinaken und Karotten hielten sich in der Anzahl die Waage. Das Gemüsebett wurde noch mit etwas Parmesan bestreut, fertig. Der Kürbis-Kartoffel-Stampf wurde in einer größeren Schale gebracht, wo sich beide hineinteilen mussten. Das fand ich persönlich nicht unbedingt schön, denn auch wenn Hartwig und Walther unsere Väter sein können, muss ich nicht mit ihnen aus einer Schüssel essen. So viel wurde dann aber letztendlich nicht von diesem Kartoffelstampf gegessen, denn trotz das er recht grob war und auch kleine Kürbisstückchen zu sehen waren, schmeckte er nach nichts.
Opi Hartwig hatte sich wie immer für Dorsch entschieden. Hier gab es ihn als Dorschfilet im Speckmantel gebraten. Da man ja Fisch mit einem Fischmesser isst, haben die drei Fischesser natürlich auch eins bekommen. Aber wie bitte schön soll ich mit so einem Ding einen Speckmantel, mit welchem der Dorsch umwickelt war, durchschneiden?
Nachdem Opi Hartwig vergeblich darauf hin und her gejuchtelt war, erbarmte ich mich, und begab mich in den Servicebereich, um dann ein richtiges Messer mit Zacken zu holen. Um siehe da, jetzt konnte Hartwig endlich essen. Der Dorsch im Speckmantel war so wie er aussah sicher auch in der Fritöse zubereitet, denn vom Fett hatte er noch einiges zu bieten. Nicht schlecht mag ja die Idee sein, ein Bett aus Kürbis, Zwiebeln, Speck, frischer Rote Bete und weißen Bohnen dazu zu machen. Davon war auch reichlich unter dem Dorsch vorhanden, allerdings mutierte das nach wenigen Happen bereits zu einem undefinierbaren, roten Matsch. Und da das Auge ja bekanntlich mitisst. Nee, das war definitiv nix. Einzig die Kartoffelkrustel waren ordentlich frittiert und bissfest. Das Matschefoto erspar ich euch lieber.
Ich freute mich wieder auf den Labskaus nach „Seemannsart“. Wie ihr wisst, esse ich diese norddeutsche Spezialität oft und allzu gerne. Das erste Mal kam mir jedoch Labskaus mit einem Matjesfilet und nicht nur mit Bismarckhering auf den Teller. Das war mir neu, und um ehrlich zu sein, der Matjes passte eigentlich nicht so recht dazu.
Das Matjesfilet und Bismarckhering nicht vom Fischer um die Ecke kommen war auch am Geschmack und Aussehen deutlich. Deutlich war auch, dass das Spiegelei fast schon zu lange in der Pfanne verbracht hatte. Das Eigelb war zwar gerade noch so flüssig, das Eiweiß war am Rand jedoch schon zu knusprig, fest und dunkel gebraten. Das eigentliche Labskaus, die Mischung aus Kartoffeln, Rindfleisch und Roter Beete verdiente aber diesen Namen nicht. Kartoffeln waren reichlich, Rote Beete zu wenig, und vom Rindfleisch kam kaum der typische Geschmack durch, also noch weniger. Der ganze Stampf war trocken und krümelig, und erinnerte eher an Labskaus aus der Dose, wie man ihn bei manch einem Discounter zu kaufen bekommt. Das machten dann die paar Scheiben Rote Bete, die paar Ringe frischer Zwiebeln und die Gewürzgurke auch nicht mehr wett. Das war der schlechteste Labskaus den ich je gegessen habe. Gut das der Koch auf keinem Schiff angeheuert hat, ich glaube die Seemänner/innen hätten ihn über Bord geworfen.
Im Gespräch mit dem Nachbartisch bekamen wir mit, dass der Koch wohl erst seit einigen Tagen hier arbeitet, und des demnächst eine neue Karte geben soll, da er sie umarbeitet. Ich habe ja die böse Vermutung das die Karte dann zu irgendwelchen einfachen Gerichten gewechselt wird, denn so richtig wirklich gut kochen kann er nicht. Das hat er bei allen drei Gerichten eindrucksvoll bewiesen.
Nach einer glatten Stunde im Lokal hatten wir gezahlt, und verließen mehr als enttäuscht das Lokal.
Unser Fazit: wir ließen zu viert glatt 89,00 € im Lokal, und dabei beließen wir es auch. Weder das Ambiente noch der Service geschweige denn die Kochkünste konnten uns hier überzeugen. Und wenn selbst die beiden älteren Herren dies unumwunden zugeben, lieg ich mit meiner Einschätzung nicht falsch: hier werden wir das nächste Mal nen großen Bogen drum machen.