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Die Komponenten
Pita verpackt
Zweierlei Pita
Weiße Creme Tarama mit Forellenkaviar, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln
Lauwarmer Blattspinat mit Büffel-Mozzarella und Rauchmandeln
Mediterranes Gemüse, gegrillt und mariniert
Auberginenragout mit Basilikum und Parmigiano Reggiano
Filo-Teigtaschen mit Meeresfrüchten und Sauce Tartare
Marinierte bunte Bete mit gebeiztem Lachs
Oktopus-Salat mit geschmorter Paprika und Estragon
Thunfisch - medium gegrillt - mit geschmolzenen Tomaten und Kalamata Oliven
"Ekmek" - Krosses Engelshaar, Pistazien- und Orangencreme und Rotweinkirschen
Außenansicht
Interieur
Brot -Salzbutter – Jordan Olivenöl – Eingewecktes Gemüse
Quatsch mit Soße 65°- Kartoffelpüree – Vegi-Jus – Frühlauch
Lesbos Feta- Brombeer-Kompott – Marinierte Tomaten – Fenchelsaat
Blumenkohlcrème 65°-Romanasalat – Geröstete Haselnüsse – Liebstöckel
Lauwarmer Pulpo 40°- Artischockencrème – Frittierter Mais – Koriander
Gedämpfte Gyoza 70°- Blutwurst – Karamellisierte Schokolade – Miso Sauerkraut
Taco 40° - Warm gebeizte Makrele – Salz-Zitrone – Tomatensalsa
Gegrillter Lauch - Marinierte Kräuterseitlinge – Aioli – Asche
Joghurt-Mousse - Pochierte Zwetschgen – Baiser – Geröstete Pistazien
Erdnussbutter-Eis - Karamell – Schokoladen-Bisquit – Meersalz
Die Komponenten
Brot & Butter
Tatar vom Prümer Rind / Mittelmeergarnele / Frankfurter Kräuter / Röstzwiebeln
Ricotta-Tortelli / Cashewkern-Salsa / geschmorter Radicchio Trevisiano mit Heidelbeeren
Kalbsschulter aus dem Münsterland / Wellingtonkruste / feines Ragout von Wirsing & Wurzelgemüse / Kartoffel-Selleriepüree
Mandelbisquit / Topfen / Baiser / Rhabarber und Himbeere aus 2020
Interieur
Tresen
Apéros
Rund ums Huhn
Butter, Brot, Schinken
Seeteufel, Kerbelwurzel, Bouillabaisse
Jens-Peters Kochkäse, La Ratte, Ochsenschwanz
Hirschrücken, Chicoree, Champignons
Spätzle
Nougateis, Karamell, Fenchel
Petits Fours
Die Komponenten
Weißer Gewürzwein
Vitello Tonnato
Tomatenessenz mit Basilikum-Öl
Auberginen-Trouchia und Pesto
Parmesan-Polenta mit Puttanesca
Ossobucco & Risotto di Radicchio Castelfranco e Gorgonzola
Parmigiano Reggiano Vacche Rosse Stagionata DOP
Zuppa Inglese
Petit Fours
Die Weine
Die Komponenten
Brot & Aufstrich
Gebeizte Lachsforelle / Erbse / Limette / Sauerrahm
Kürbis-Kokossuppe
Geschmorte Lammhaxe / Rosa Lammrücken / Dörrmarile / Paprika / Polenta
Kaffeeschnitte / Zwetschke / Haselnuss
Petit Fours
Die Weine
Die Komponenten
Dorade / Apfel-Rettichsalat / Litschi / Sojaponzu
Entenschinken / Hummus / Hirtenkäse / Walnuss
Epoissemousse / Kürbiskern / Granatapfel / Roggenbrot
Zitronengras-Thaipfeffersuppe / Sesam-Nori Panko / Buchenpilze
Perlhuhnkeule / Senfkohl / Weiße Salbeipolenta / Langkornpfeffer-Rotweinsauce
Spicy Raspberry
Pistazie / Joghurt / Nashi-Birne / Jasmintee
Mandelmilch / Pfirsich / Sanddorn / Popcorn
Petit Fours

Die Komponenten
Kleine Brotauswahl: Karotte-Ingwer & Sepia mit Gänseschmalz
Fingerfood - 3 kleine Königinnen-Pasteten: Geräucherte Entenbrust, Parmesan & Limone ~ Tomatenkompott & Auberginentartar ~ Kalbsbäckchen-Ragout & Kartoffelwürfel
In Sternanis gebeizter Lachs, eingelegte Wintergemüse & Buchweizen-Chips
Zander, Schwarzwurzeln, Dashi & Wasabi-Butter-Sauce
Gegrilltes Kalbskotelett, getrüffelte Rahmkohlrabi, Schupfnudeln & Jus
Japanische Tarte Tatin, Vanillecreme & Muscovado-Zimt-Crumble
Die Komponenten
rindertatar. 5 jahre alter gouda. ofenzwiebel. knusperschmelze.
wurzelgemüse. eingelegt. sauce rouille. lauchbrot. shiitake-tatar.
lachsforelle. sashimi. kimchi. kaffir-limetten-öl. erdnusscrème.
salami. von der baskischen alten milchkuh.
Die Vorspeisen & Traditionsbrot und Salzbutter to share
lammschulter. aus der eifel. bäckerin-kartoffeln. anisessig-jus. mangold-gemüse mit dörrtomaten und orange.
walnussbrownie. kaffee-kardamom-ganache. karamellisierte macadamianüsse.
Apéros
Thunfischbauch mit Soja und Muscovado lackiert, zweierlei von der Papaya
Tatar von Australischem Weidenrind mit geräucherter Essig-Makrele und geeistem Rucola
Kaisergranat mit Zerbinati Melone, Wachsbohnensalat und Sorbet von Heilkräutern
Kartoffel-Lauch-Suppe mit Royale vom Périgord-Trüffel
Geangelter Wolfsbarsch mit Zucchini, Safran-Fenchel und Sepiarisotto
Bison Filet mit Mais Relish, Mirabellen und Cassis Jus
Tartelette von der Zartbitterschokolade mit eingeweckten Heidelbeeren und Orangen-Buddhas Hand-Sorbet
Epoisse mit geröstetem Blumenkohl, Wasserkastanien und roter Zwiebelmarmelade
Himbeersorbet & Champagnersüppchen
Petits Fours
Zwetschgenkuchen
Die Komponenten
Wildschwein-Pâté
Carpaccio von rosa gegartem Rehrücken mit Apfel-Preiselbeer Chutney
Chicorée-Walnuss-Salat
Wachtel gefüllt mit getrüffelter Kaninchenfarce
Die Hasenkeule mit allen Beilagen
Civet von Hasenkeule à la Royale
Bretzel-Knödel und Wirsing
Butternut Kürbis Lasagne mit Shiitake
Würzige Wild-Consomée
Birne mit Lebkuchenbiskuit, Schokoladenmousse und Gewürzbrot
Die Begleitung im Glas
Die Zutaten
Traditionsbrot & Salzbutter
entenleberterrine. sauerteig-brioche. apfel-selleriesalat. soja-apfelessig-lack.
kingfish. in violettem senf mariniert. knusper-wildreis. lardo.
entenkeule. aus frankreich. sous vide gegart. madeira-rotkraut-roulade. beifuß-jus. maronenknödel mit speck und schnittlauch.
lumumba. crème von dunkler schokolade. meersalzbrösel. in zacapa rum eingelegte wilde iranische feigen. vanillesahne.










Mittlerweile ist es ja Usus, dass man mit jeder liebevoll vorbereiteten Box nicht nur zahlreiche wiederverwendbare Gläser bekommt, sondern auch immer ein Küchengeschirr. Mittlerweile haben wir diverse Auflaufformen in Gebrauch und auch diesmal werden wir ein weiteres Stück inventarisieren können, denn die Paella ist bereits entsprechend vorbereitet und gleich samt Form vakuumiert. Zusätzlich spendiert man auch zwei farben- und musterintensive Servietten.
Der spanische Abend startet mit Jakobsmuscheln, die mit ein paar Butterflocken nur im Backofen erwärmt werden. Gleichzeitig wird die Weißwein-Venusmuschelsauce erhitzt. Das Ergebnis ist eine perfekt auf den Punkt gegarte Jakobsmuschel und eine sehr aromatische Sauce. Ausgezeichnet.
Weiter geht es mit einem kalten Gang, der bereits vollständig vorbereitet ist. Die Aioli-Seehecht-Rillette kommt auf einem Fenchelsalat, der vor allem mit gestiftelten Mandeln sowie kleinen Orangen- und Olivenstücken angereichert ist. Bleibt die Aioli sehr zurückhaltend, ist aber alles andere sehr harmonisch.
Vincent Moissonnier empfiehlt dazu Weißbrot oder Baguette. Mittlerweile gehört es zu unseren morgendlichen Ritualen, wenn wir in Köln sind, die knapp drei Kilometer in den Stadtteil Lindenthal zu marschieren, um dort in der Artisan Boulangerie Merlê das beste Baguette überhaupt für das Frühstück zu besorgen. Nicht ohne Grund ist Jacques Merlet schon lange Haus- und Hoflieferant für das „Le Moissonnier“ und in der Tat ist sein Baguette besser als das Meiste, das wir aus Frankreich kennen. Sein Croissant übrigens auch. Wenn wir dann nach Hannover zurückfahren, ist natürlich sein Brot dabei. Vincent Moissonnier dürfte also mit der Wahl unserer Beilage sehr zufrieden sein.
Mit dem Pulpo-Ragout wird es aromatisch schon eine deutliche Spur würziger. Optisch macht das zwar nicht allzu viel her, aber geschmacklich überzeugt die Kombination aus zarten Pulpostücken mit einer Sauce auf Basis von feinster Ochsenherztomate, Weißwein, Chili, Knoblauch und Olivenöl uneingeschränkt.
Noch einen Gang höher schaltet Eric Menchon mit dem Sobrasada-Bohnenragout als Beilage zum Secreto vom Iberico-Schwein. Das Fleisch ist perfekt gegart und muss nach dem Erwärmen im Backofen lediglich noch in Tranchen geschnitten werden. Das Ragout bekommt vor allem durch die sehr paprikalastige Sobrasada ihren würzigen Charakter. Üblicherweise ist dies ja eine vor allem streichfähige Wurst. Hier findet sie sich jedoch in kleinen, noch relativ festen Stücken wieder, was gut zu den Bohnen passt, die noch angenehm al dente sind. Eine deutliche Note von geräuchertem Paprika zieht sich ebenso durch das Ragout, was wiederum großartig zu der Sauce Romesco passt, eine Sauce aus Katalonien auf Basis von Tomaten, getrockneten Paprika, Mandeln und Knoblauch, ähnlich einem Pesto. In jedem Fall ein tolles Gericht, das als Hauptgericht bereits jedem spanischen Restaurant alle Ehre machen würde.
So langsam setzt bereits eine gute Sättigung ein, aber wir sind noch lange nicht durch, denn zunächst wird noch ein Stück Tortilla etwas erwärmt. Wenn man schon durch Spanien reist, darf dieser baskische Klassiker natürlich nicht fehlen. Das ist jetzt zwar keine Offenbarung oder überwältigende Neuinterpretation, aber darum geht es hier auch nicht. Die Tortilla aus der „Le Moissonnier“-Küche ist vermutlich genau so, wie sie sein muss, wenn man sie gut machen will. Und schmecken tut sie auch.
Ein spanisches Essen ohne Paella? Undenkbar! Und deshalb stellt dies auch den Höhepunkt in der Noche Española dar. Nun ist eine Paella aber gar nicht so einfach zuzubereiten und von daher bin ich gespannt, wie Eric Menchon dies für die Take Away-Version gelöst hat. In der Schale finden sich bereits sehr appetitlich alle Zutaten, die man von einer guten Paella erwartet wie Sepia, Calamari, Muscheln, Kaninchen und Hühnchen sowie natürlich diverse Gemüse und angegarter Reis. Separat wird in einer Flasche eine vorbereitete Bouillon mitgeliefert, die zunächst aufgekocht und dann angegossen wird, so dass die Schale gut bedeckt ist. Im Backofen darf der Reis dann für etwa eine halbe Stunde die Flüssigkeit aufsaugen. Das klappt soweit auch sehr gut und die Bräunung sieht auch ordentlich aus.
Geschmacklich ist am Ergebnis nichts auszusetzen. Bei so feinen Zutaten und Gewürzen hätte ich aus der „Moissonnier“-Küche auch nichts anderes erwartet. Dennoch kommt man bei so einem Gericht dann doch etwas an die Grenzen dessen, was für ein Take Away-Menü machbar ist. Natürlich ist das Gericht von schöner Schlotzigkeit, der Reis sogar fast ein wenig zu weich, aber das ist verschmerzbar. Was aber fehlt, ist das Vergnügen, aus der typischen Paella-Pfanne am Boden die leicht angesetzten Reste auszukratzen, die ich besonders lecker finde oder die etwas feste Oberfläche, die das saftige Innere schützt und gleichzeitig für etwas Texturunterschied sorgt. Aber das ist Mäkelei auf hohem Niveau und ich finde es bemerkenswert genug, dass man sich überhaupt Gedanken gemacht hat, wie man ein so von der klassischen Zubereitungsart mit Eisenpfanne abhängiges Gericht für dieses Konzept umsetzen kann.
Für das Dessert hat sich Eric Menchon einen weiteren Klassiker aus der spanischen Küche vorgenommen. Die Crème Catalane wird ja häufig als iberisches Gegenstück zur Crème Brûlée betrachtet und in der Tat weisen beide Süßspeisen auch viele Parallelen auf. Mit beidem hat die Version heute aber nicht viel zu tun, denn auf dem Teller haben wir auf einem sehr lockeren Mandelbiskuit eine luftige Creme, die von der Konsistenz eher an eine Crème Pâtissière erinnert. Geschmacklich sind wir mit Mandellikör, Orange und weißer Schokolade aber schon deutlich anders unterwegs. In jedem Fall ist das zum Abschlecken köstlich und so leicht, dass es trotz des fortgeschrittenen Sättigungsgrades problemlos funktioniert.
Um das spanische Erlebnis komplett zu machen, gibt es auch noch eine Tüte mit Montecao-Gebäck. Wie bei so vielen spanischen Keksen, sind auch diese mir etwas zu trocken, aber mein Mann liebt sie und der leichte Zimtgeschmack mit dem Haselnussöl im Hintergrund ist ja auch lecker. Und wem es, wie mir, zu trocken ausfällt, dem hilft ja vielleicht die ebenfalls mitgelieferte Flasche selbst kreierter Sangria. Obwohl natürlich mit Rotwein und Gin zubereitet, überwiegt hier ein eher fruchtiger Geschmack und der Alkohol bleibt sehr verhalten. Wir trinken es daher mit Eiswürfeln als Schorle und finden das, gerade auch nach so einem ausgiebigen Essen, sehr erfrischend.
Die üblichen Petits Fours, bestehend aus Karamellbonbon, Marshmallow und Orangenlutscher fehlen auch heute nicht.
Ich besinne mich auf einen Rest Brandy, der sich noch irgendwo zwischen den anderen hochprozentigen Flaschen finden muss und beschließe, dass dies den spanischen Abend nun endgültig passend beendet.
„Le Moissonnier“ kann also nicht nur italienisch, sondern auch spanisch. Auch das dritte Menü, das wir uns aus Kölns erstem Haus am Platze mit nach Hannover genommen hat, hat uns geschmacklich rundum begeistert. Die Gerichte sind so vorbereitet, dass sie denkbar einfach fertig gestellt werden können. Die hochwertige und nachhaltige Verpackung ist weiterhin beeindruckend, die Beschreibungen inklusive sämtlicher verwendeter Zutaten und Auflistung aller Allergene exemplarisch.
So kreativ, wie sich die Küche im Restaurant präsentiert, so kompromisslos ist sie auch bei der Qualität der Zutaten und Zubereitungen für diese Take Away-Menüs, selbst wenn sie hier den Fokus mehr auf die Präsentation traditioneller Gerichte setzt und die Kreativität dafür etwas hinten anstellt. Man darf also gespannt sein, welche Ideen dem Duo Menchon / Moissonnier noch kommen und wohin sie die kulinarische Reise um die Welt noch führt, solange sie nicht ihr wunderschönes Restaurant bespielen dürfen.
#supportyourlocalrestaurants
Bericht wie immer auch auf meinem Blog: http://tischnotizen.de/le-moissonnier-koeln-5/